Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 7 (29.8.1932)
- Date
- 1932-08-29
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer 7 Gemeindeblatt der Deutsch -Israelitischen Gemeinde Gleite 5 gi«ehe Hnterabit*dc Basse" halten. - I hünglidikclt - an sei rigstem Interesse füt bewahrt. zwisdien der gelben ujfd der weihen tot. Neeheles hat sich eine Warme An- Vaterstadt und eine .tiefe, mit «-• I"- alles Jüdische verbundene Religiosität Kleine Mitteilungen Zu den I Beruhten über die jüngsten Sitzungen den ,prBsentan1en-Kollejdjims' der Gemeinde ist noch das gepnis einiger Wahlen nachzutragen. Das Kollegium w in die Kommission für das W'ohlfuhrtswcseu Krau I! Ilevniann. Iran' B e eh a l.ühk.......I die ll< Wi lIi. .Kahn. L<■«» Neustadt. Iie r n h a r d S sn};i und Dr. Alfred l'n na wieder und neu-die Iii Sie g f T.i cid F I ii r s h e j m , D n v i d jS; Collis eh m S a>m s o ii III e ik s di e r , 11 e i n r i eh Mn y e r. Jacc| S a n der und Oberlehrer 11 e i n e in a u n S eh I o I!. Be- Frilllte. 0 s a •in n .i in - •in'ii 1 d l . ii e s Unser Berieht über die gesundheitliche Fiirsorgetütigkeil des Jugendamtes der Gemeinde in der letzten Nummer des Gemeinde-Blattes bedarf einer Ergänzung durch einen kurzen IVherhlitk über die Leistungen des Israelitischen Humanitären Frauciivereins .ml' dem gleichen Gebiete. In seinem Heim in Segeberg haben s«-j i seiner Wiedereröffnung Im Mar d. J. bis zur Drucklegung dieser /eilen insgesamt 21 vorsdiul- und 95 schulpflichtige Kinder', sowie i J Ii g e n ii liehe- Aufnahme gefunden. Vilser halb <I<t Fe'riep'zcit konnten midi insgesamt I "> Erwothsen,« eine Erholungszeit in «lein Heim verbringen, deren Dauer je nach I.ajge des Falles-verschieden war. Von diesen jnsgesamt I"^4 Pfleglingen waren nur I! Voll/ahler,: '»7 Pfleglinge wurden zu ermäßigten Sätzen. 2n völlig kostenlos aufgenommen: eine beiden gegenwärtigen wirtschaftlichen, Verhältnissen doppelt notwendige, iiber auch nicht gpriMg anzuerkennende Leistung 'des 11 iimakiilären Frauen-Vereins und seiiKTf trefflichenLeitung. — Außer den vorerwähnten Kindern und Erwachsenen beherbergte das Heim audi auf die Dauer von vier Wochen fünf Vushinclkinelcr.'ton eleie-ii zwei n neu igelt lidw aufgenommen wurden.' Am Sonnabend, dem tember. veranstaltet auch der Hol l ii ml am Sonntag, dein 4. Se-p- AnsschaB für Kindernnstalten, di m des Jugendamtes der Gemeinde im Gemeinde« haUSC Johnjsallee 54 llud die- Kindergärten des Hiiiiianilären Frpucnyeriiins und der Agucla.s Jjsroel - Jugenclgruppe ,ingesdilossen! sind, wieder wieim Vorjahre einen niiimeutiig. der Gemeinde 1 Das Jugendamt des Tages durch l'c ber teiligt. Wir bitten a diesem Wiege, z lfm zutragen und ins!» und Helfet innen in eilt Weise i Ii f e A/U f g a.b c des Blumentagcs dient^iestlos der G e s u n d hei t s p f I c g e hat sich an der Veranstaltung 'intime eines größeren Bezirkes hee 'Ge-nii-indeangelnifigen auch auf Gelingen des Tages' h-pr« sOndere d e u S b m m I e r i n n e n e^cnkbmmender und freundwilliger z u e r I e i ch t e r n. Das Erträgnis b e d ii r f I g e r K i u d I. August und ' La Ii ei Ii e einige zw an/ig Seil dem ■rfiölungstljüg auf dem Gelände des Kindel ■nclheims W' i I Ii e I m inenjugendliche Erwerbslose im freiwilligen Arbeitsdienste unter sachverständiger Führung tätig.« Die Jugendlichen wohnen im Heim und werden auch dort lu-it wird von jungen Madcln-n. die Arbeitsdic-nst tätig sind. geT r die \i heilen, die dort geleistet beköstigt. Die Hau teilweise auch im freivrilligen leistet. Wir werden in c blattes ausführlich übe werden sollen, berichten. I ' ' # ■ Im Januar d. J. wurden, wie wir seiner Zeit berichteten, auf dem Begräbnisplntz der Gemeinde an der (feiitzelstralh' eine Anzahl \on kleineren und größeren Gransteinen, Von zwei Männern umgeworfen, die bei ihrem Tun von einem Polizeibeamten bcobne grSbnisplatzes festgenommen folgenden Tage; verurt Täter: derjäliefe. bereit •> Monate, der jüngere. W8h rend K raütsdörfer Berufung ein und stand Dieses erkannte nach Monate ii. i Mini beim Verlassen des Bewurden. Be-reits am zWeitiis Schnellgericht .diebeiden orbe-«trafte. Krautselörfer. erhielt von Jordan. f> Monate Gefängnis, las | rteil annahmlegte von Jordan daher am 22. Juli erneut vor Gericht, fast fünfstündiger Verhandlung auf pilic ls I Gefängnii ohne Bewährungsfrist. Der Vorsitzende begründete die Herabsetzung des StHnfiriuße dal! das Geridu zu der l eherze-ugung gelangt -ri. Motiv der Tut weniger ein« antisemitische Lin-le-llu zusehen, sonelerit dal! diese ein bodenloser I nftlg ziplinlo-en . jungen Menschen sei. Aber Irtilz dieser fassung dürfe gerade in der heutigen Zeit eine Sold nicht ungesiihnl bleiben. --Die Gemeinde, die zu I handlang als Nebenkläger angelassen war. wurde Wesenheit Vpn lleihtsunw alt B. David you Hc •■ Iii ■ Dr. IL I. e I n e r vertreten. . \ : Aus der jüdischen Welt Im Verein selbstSndiger irandwerker und Gewerbe treibender sprach am l">" Juni, wie'.'bereits, in der Nixten' Summer des Gemeindebjättesberichtet w.urdc,-. Heit l.)r Fjlgar Marx über die Eindrücke einer Pia Ii s"\\n a - R i?i s e mit besonderer ffc-riirlcsithtigung (h>sijüdi sehen Hanclvverkerstancles. - Die . Ausführungen "de« iei i n I Dr." Marx sind von sö liesomlerer Figefiart. daß wir sie nach einem uns zugegangenen; Bc'richt wieilergebei\\ um auch llie'rdlirdl dic> Aufmerksamkeit der Gemeinde■ inttpli< dyr auf die- \ o i'w e n dji gjk ei1 ilr.r .l'iiriliTini: »Ii j ii d i s eh cn Ha n d W er k e r s l ä u el e-s. InilziiIi Itken, Herr Dr.'Marx stelltezunächst fest, daß er w-ilfr Sadi-. M iständiger sei. noch als Politiker Spreibe, soiiile'rii möi; liehst objektiv seine pc-rsönlidu-ii Fineliüeke. ila-. w er mit eigenen Augen 'gesehen habe, schildern wille. $ -i i besonders verlockend, vo> jüdischen Handwerkern' ülx-r Palästina zu sprechen. Während liierzirtamle noeli die l^eisltungsfälrigkeit des jüclrselu-u llniidrwerkcrs in weinsten Kreise-n gering" gesdiätj't werde, gel ört in I'alä-tiila seine Vrbb.it mit zum Fünilainent dtfs Aufbäns. i^t enfsche idencl mitbestiuimenel für clie Fntwicklüng dc-s Landes, Ls Uiunuil darauf an. in Palii-stiita1 die normale Sdiiddrtftg der Be-völke, Hing, ihre richtige Verteilung| ,auf,- die M '1-eli|e-ile ui-ii -Berufe zu erreichen; In diesen j/.usuiu'm'r uhanu stellte der Bedui r eine Untersuchung"UMr die Bedeutmip i|ei Ha nl iw'erks, — Fr mndiie ehniu weiter eleu Versuch, dienn^- lie-ure. bezwingende. Wirkung ziu schildern, die' ("«■ I A \ it. auf den Besucher ausübt; Nusfülirlieh 'und au vielen Beispielen ze-igte er. wa« der jüdische- I lainlw i-rkcV auf den verschicdcjnci Gebieteil «einer, j'ätigkeit drüben Ipisteitj wie ihre Erzengnisse imjionie-ren. jwie uusger.eifhn^l sie den VnsprÜdieri deri Praxis und ele« Gesdimncks in gleiche r Weise; gc-nügen und wie e-rzit-he-risch im beste-n Sinne -ie dadurch wieele-r auf die - Ansprüelie w irken. Fr bi sihiäeb Werkstätten in jungen,, iioeh 'iiauz primitiven Siedlungen und erzählte, welche- Bolle iiiKiFulerricht ielie hamlw e-rkliclie- Vusbildune der Kinder spielt; -Ja. der Bediier erklärte, dafl der ganz bestimmte-, erffe-ülidie Tvpu« eles jiiiKschpn'jMenschen In Baifistina entscheiejethd gestaltet wird djirchJseine Beziehung' ZHt köriierlichen Arbeit. Daraus, resultiere mit Notwendigkeit eine für uns Juden vöMig neue BeWttrtuni; körperlicher Arbeit und de« Menschen, der diese Arbeit leistet clie Höhe hatidw erkMclie-n Könnens hellento| alier .Mich einenwichtigen Faktor für die Belebung der i>.dä»ii iiensjschen Wirtschaft, da raifjsteigender.Leistnng der Import .vieler Dinge durch glrichwc-rtige Hefstellnng im I.aiule er« setet wird. So kam der Redner xtt <l'em Sctj.lussrv dafl fur das jüdische Handwerk jedenfalls sieh bewahrheite, dat' das. w as in. Palästina geleistet und erreich! w ird. von: honister. Bedeutung i«t für die Bcnrleilunir der Leistungsfähigkeit gerade dii sieh Be ele-r Juden in eh-r ganzen Welt. Auch und (verjüng des Juden als Handwerker müsse und daher besser werden an dem Lefsrlingsniveau in In/ Israel. Hier konzentrieren sieh die Resultate seiner Arbeit hier liegen «ie eiffe-n zutage-, jeder Kritik zllgänglic'hj .biet vor allem werden «je al« Lei«tungi-n von Juden e rkannt iiuil gewertH Deshalb se-i auch ejer jüdische 11 indw elrkerstand, unabhängig von weltansethaiiHchjer und pplitlitchj r Einstellung des einzelnen] in stärksie einer'erfolgreichen Entwirkliing ehstülp'. Die Anerkennung!« clie er e zu seinen Cuusieii aij.«.' nie-Ii leren in er WeisefüteressirMÖ an A uflia ii w e-rke-s'in Pali rüben finde, w irls iiberal I ■ Seit langem plaiite diu Häuptstellc für jüdische Wunder filrsorge die' Frridiiuhg e-iuer jüdischen Arbeiterkolonie. Aach mannigfachen Sdiw ierigkeiten ist es lutnmeb ' np't il-nterstützung dc-s Preullisdieii Wohlfahrtsininisti-riiini[i. e letl