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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-07-22 · 6 (22.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
6 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Gemeindeblatt der De n t s c h -1 s r a e 1 i t i s c h e n Gemeinde __.-,--- Nummer 1» Hohes Alte -. Ihren 9>. Gbbiurtstag feierte;ini 20. Mai Hrau Sophie) Hirsch, geb. Goldberg: ihren 90. Geburtstag am f>. Junji die im Altenhaise der Gemeinde lebende« Hrau Bertha: S u ß m a n n . fjreh. Polark. und am I'. Juni die Insassin des Pflegeheims der (»emeinde. Frau Iii lene II i r - c4i . gel»; Posner. Am Tilge vor Schdwuaus. dem 9. J ii ni. wurde Herr Ari)n Zinkowe r. eiji alle l ehern, iligen Bewohnern der Flbstrafii'ngegenel wohlbekannter Geschäftsmann; 85 Jahre alt. Ihr'sO. Lebensjahr vollendeten am Mai die Insassin des Altenhauses Fraju Friederike I'i (teils, gebi'Bach rächt am S. Mai (2. Ijar) der im Dienste -einer Nächsten ergraute und dureh seine opferwillige Hingabe an seine Pfleglinge hochverdiente ehemalige Krankenwärter flerr Philipp Na t h a n . am 2. Juni Herr Jose p Ii Weigert. s,^t langen " Jahren Verw altungsmitglie d desi Teinpelvorbandes. der Neuen Beerdigungsgesellseha t und der r'rfedhofskVmmission der Gemeinde und am 26 Juni rVau Lina I. i j^hr Herr M \ orsit/ender Verbandes. Mith« des Misrachi und Am l>. Mai vollendete sein 70. Llebens- (i r i t / S. Woilff. ehemals langjähriger es Delegierten-Kollegiums des Synagogen-) minder de|r Förderer t| Hamburger Ortsgruppe-] Kunstgewerbes auf (lern Soden des Heiligen Landes ijnd des konservativem palä stiwnsrschcn Schulwesens. Ihr 70. Lebensjahr vollendete ferner am 5. Juni Frau Minna Magnus, die in jüdischen wie, in nichtjüdischer Frauenkf-eisen Hamburgs seit Jahren -i pensrekhe Arbeit geleistet hut: Sie schuf im Kriege den rituellen Mittagstisch im Logejnhaus in der Wclckcrstrafie- und die Wärmvrhalle in der Roätzeistraßc und ist noch heute im Nraeiiii-eliefn Humanitären Frauen-Verein, in der] l.lamburger Fraiieiigriippe des Centralvereins deutscher ptaatsl)(ürger jüdischen Glniibcqs sowie als Delegierte im j Stadthund Hambur^ischor Fiauenvereihe in vcreiicnstlicher| Weise tatig. Auch i Jahren mit. Kiiiderhilfsij denen der \on Erfolge rühm onef fn der b<ift« Vi l Oberkantor -amkeit al {92b) noch platz in I w-Hen vollen wahrer Anda fmowiiaus -ein A h gehörigen weises. Wir Glückwünsche der Jüdischen Mittelstandshilfc wirkt fie seit rs dankbar sei ihrer Mitarbeit bei den Jahre 1927. 1929 und I9i( gedacht, bei ijir organisiert« 'durfte. Bezirk sich besonder; guter 0 roß-fr,-;'.' furt a. »r des S^jfflUn-Ye IL, dessen Verbandes (1907 bi ii dejr Gemeinde-Synagoge Born Wirk- F m i I G Oberkantor lllfn Besuch r Erinnerung ist und der durch seinen ortrag unzählige Male seine Gemeirlde zu ht emporgehoben hat. "feierte am letzten 25jähriges Amtsjubiläum, hochgeehrt von ines früheren und seines jetzigen Wirkungsjchliefien uns den dem Jubilar dargebrachten miii Herzen at ' He rr L ernannt. Ii d * D e I b a n c I ferr I >r. Kurt F. is b a ch w iirde zum Oberarzt Ü4r Na~enuml [IhreiikYankheitf n an Krankenhäuser der Gemeinde neu Dr. V F igelmann erwä faehärztlicho Ausbildung im B.rrmlieck unter Prof. S i n e I I scheiden <T längere Zeit mit de dfcs .\llgemeiin-n Krankenhaus An cler saune li.it. ferenzen. .1o wurde zum Handelsrichter i [ate der Poliklr; Fr des tls Nachfolger des \>'. rfoc Dr.. E 1 s b a ch hat seine Allgemeinen - Krankenhau erworben, nach dessen Aus r Leitung der Ohre nahtcilung Barmbeck betraut War. Uli End ehe u»o w iean ich /ii iiic saiigenen Konferenz von Lauden früheren internationalen Kon- Sächverständiger 'der deutschen Regierung Herr Dr. Carl Meldiior teilgenommen.. Das Delegierten-Kollegium des Svnagogen-Verbandes hielt hielt am "50. M.ii und am 2'». Juni Satzungen ab. In der ersteren brrielitete Herr I i n k vom Vorstande des Verbandet über die \ erhnndluiigcn mit \ erinnern ck-r Gemeinde üper die > 11<11 i<h(•■ Gestaltung cles Verliaudsstatuts. in welchem das Verhältnis des Vorbgmcles-zuij Gemeinde seihe endgültige n soll. * Diesebetrifft in erster Reihe das Ein- •r Gemeinde gegen bestimmte Äenderungen über die kultiielle Selbständigkeit dos Verb -rühren können; ferner den Attssdilul? der- •rb< nelsmitgliede r. die. der Gemeinde nieilt anaktiven und passiven Wahlrecht, und endlich für die Beumten und Angestellten des Ilegeiiing find« sjiriichsrecht cl's Statuts,» di llindes nie jenigen Vi gjehören. vom clie \ erpflicht inj Verbandes» der Ge'meinde anzugehören. In der gleichen Sitzung verbreitete sich Herr Fink über die Finanzen des Synagogen-Verbandes, deren sachgemäße». Verwaltung er an Hand vcmacEinzeldarlegungen erwies; so sei ah Mitgliedsbeiträgen im Jahre 1931 »trotz «ler so wesentlich verschlechterte« Wirtschaftslage fast der gleiche. Beirag eingegangen wie im Jahre 192S. ein Ergebnis, das für die- Verwaltung spreche und dessen sieh nicht fiele Körperschaften würden rühmen können. — In der Sitzung vom 29. Juni erfolgte die Vorlegung der Abrechnung für das 'Jahr 1951.' die hei 125 8S2 X)l Einnahmen und 145 INN XJt Ausgaben eiiyn Fehlbetrag'TOP 17 506 ergibt, der aus Rücklagen und dem -Reste der verfügbaren Geleier gedeckt werden konnte. Von Bedeutung war in dieser Sitzung die Mitteilung des Vorstandes, elaR erneut eine Herabsetzung der Mieten lür die Stnagogenplätzct erfolgt ist: Herr Offen bürg, cler Vorsitzende des Kollegiums, knüpfte an diese Mitteilung die Hoffnung, dafi bei dieser Sachlage Kündigungen von Platzen nur in geringem Maße erfolge-n würden. — I)as Delegierten- Kollegium genehmigte in die-ser Sitzung den Haushaltsplan des Verbandes für das zweite Halbjahr |9"iJ. * Das Jugendamt der Gemeinde hat wiein den Vorjahren in den letzten Monaten und Wochen eine umfangreiche eesundheitliehe Fürsorgefür die Schuljugend unserer Gemeinde eingeleitet und teilweise schon durchgeführt. Die- Krtappheit der Mittel, insbesondere die Ungewißheit, ob gewisse in früheren Jahren für die Versendung kurbjpdürftiger Kinder in rituell geführte' Heilstätten und für die Tagesferienkolonie geleistete staatliche Zuschüsse in diesem Jahre wieder gewährt werden würden, zwangen allerdings auch das Jugendamt, in der Bewilligung von Heijstättcnkirren strengere Maßstäbe anzulegen als in den Vorjahren. Immerhin konnten bisher teils aus Mitteln ele> Jugendamtes allein, teils unttvr ZuZahlung der Eltern, teils endlich unter Inanspruchnahme von Zuschüssen von Krankenkassen und Sozialversicherungen weit über 100 Kinder nach Segeberg. Bad Nauheim, Hofheim im Taunus. Bad Kreuznach. Diirrheim im Sehwarzwnid. Kissingen. Wilhelmincnhohe, Wyk und Kolberg verschickt worden. * - Auch das Kindcrerholungs- und Landjugehdjicim Wilhelminenhöhe steht in diesem Sommer ganz im Die-nste der Gesundheitsfürsorge'für die Mitglieder unserer Gemeinde. Im Mai und Juni stand das Heim auch Erwachsenen zu mäßigen Preisen offen, wie sie sonst in keinem, jüdischen Heim Deutschlands Bewährt werden: auch die Zentrale für Kur- und Erholungsbedürftige machte von der hier gebotenen Möglichkeit Gebrauch und konnte so einer Anzahl von Mahnern und Frauen eine Erholungszeit bieten, die sie ihnen bei erschickung nach auswärts nicht hätte gewännen können. — Im Monat Juli ist das Heim nur mit Ferienkinelern belegt, und zwar verbringen dort ihre Ferien die Kleinkinder tind die Schulkinder de-s Mädchenw aise-nliausi's Paittincnstift, eine Zöglingsgruppe des Waisen-Instituts, eine Gruppe,-'die das Jagendamt der Gemeinde zusammengestellt hat. und endlich eine Gruppe auswärtiger, hauptsächlich Berliner Schulkinder, — Das Heim untersteh! in diesem Jahre der Leitung von Frau.-Paula B «• n z i a n. der auch an dieser Steile für ihre umsichtige- Leitung herzliehst gedankt sei. _ End lieh hat das Jugendamt eler Gemeinde in diesem (ahrc auch wieder seine Tagesferienkolonie eingerichtet) sie findet — nachdem sie in den letzten Jahren im Jugcndpark Langenhorn ihr Lager aufgeschlagen halte — aus praktischen Griindi'n wieder im Forsthöf in Bramfeld statt. Fünfmal wöchentlich fahren die jugendliehen Teilnehmer in besonderen Straßenbahnwagen morgens nach dem Forsthof hinaus und verbringen hie-r den Tag unter ständigeF Aufsieht mit tuVnerischen Freiübungen, Schwimmen und den verschiedensten Spielen und bei ausreichender Verpflegung, zu der auch ein von ele-r Volksküche der Gemeinde bereitetes und küchenw-arm angeliefertes Mittagessen gehört. In den späteren Naclimittagsstunden erfolgt die Rückfahrt in die Stadt. — Zu der Tagesferienkolonie gemeldet sind rund 520 Kinder, die 'durchschnittlich auch alle Tag für Tag sieh beteiligen. Sämtliche teilnehmenden Kinder unterstehen während elie-se-r Zeit der ehrenamtlichen ärztlichen Aufsicht des Herrn Dr. S ch w a b a ch e r. d ■ ■ .

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