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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-07-22 · 6 (22.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
6 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nummer 6 G e m e i n d e b 1 a 11 der D e n t s c h -1 s r a e 1 i 1 i s c h e n Gerne n d e Seile 5 Die Erörterung jsehlicßt. Der Antrag wird einstimmig H n g e n o m m c ir. 6, Levy erstatte einen Bericht iilier das Altenhaus der Gemeinde (s. S. Ii für dessen Einzelheiten der Vorsitzende namens lies Kollegiums dankt. Ihm als Mitglied des Haushaltsaiissehi sses bereiten die finanziellen Darlegungen des Berichtes besondere Freude. Kr sprich! allen, die in der Verwaltung des Mtcrihauses tätig sind, seinen Dank aus. Koretz: Aus mir persönlich gewordenen Mitteilungen daß die Insassen im Altenhaus,• sieh sich freuen, dort ihre alten Tage \erwaisenhaus der Genie richterstatter verweist anläßlich des 75 jiihrig< Dank de möchte idi bestätige i. sehr wohl fühlen und bringen zu könneri. 7. Dr. Plaut ersjtajttet einen Bericht über das Müdctieninde Paulinenstift (s. S. J). Der Beauf eine größere Darstellung, die er l Bestehens des Mädchc-rtw aisenhauses verfallt hat und die zu Werbezwecken zur Veröffcntlidiunf gelangen,«oll: Der Versitzende Spricht dem Berichterstatter für den Bericht und c er Verwaltung und der Leitung der Kollegiums für ihre Tätigkeit aus. Anstalt den Frau Ca.ro: Ich hörte vor kurzem von der Leitung, w^e auderordcintlich notwendig eine Fürsorge für die entlassenen Zöglinge der Anstalt ist. Jetzt-hören wir von Dr. Plaut, dal! eine Sammlung veranstaltet werden soll. Die Gemein«!«- sollteanläßlich des Jubiläums der Anstalt einen Fonds für die entlassenen Zöglinge schaffen. 8. Stoppel mann erstattet einen Bericht über die Tätigkeit [der Krankerfhausfürsorge der Gemeinde. Diese ist in cler Weise geordnet, daß eine Anzahl von ehrenamtlich tätigen Männern und '"rauen. unter ihnen auch Mitglieder der Agudajs Jisroe-l-Jug-ndgruppe. und endlich auch mehrere Rabbiner sich in den Besuch der in den verschiedenen Krankenhäusern liegenden jüdischen Patienten teilen. Die Mitglieder] der Kranke ihausfürsorge sollten in Zukunft im Getneindeplatt bekam (gegeben werden, damit sowohl in den Krankenhäusern I egende Kranke als auch ihre Familienangehörigen sich notfalls an diese clirekt wenden konnten. Auch die Aerzte sollten die Mitglieder der Krankt-nhnusfürsorge zweckmäßig darauf hinweisen, wenn einer ihrer Patienten | in ein K 'niikcn|inus verbracht Wurde. Weiter erwähnt tler Berichterstatter die Tatsache-, daß infolge der Sparmaßnahmen dci Wohl fah rtsbehördc Kranke, die auf Kosten der Behörde einem Krankenhause zugewiesen wurden, zunächst in dies aatlichen Krankenhäuser aufgenommen werden müßten. Jüdisihe Kranke nbei welche auf rituelle Verpflegung Wert leiten, würden von dei Wolilfnhrtsbehörde dem Krankc-nhause tler Gemeinde1 zugewiesen, wenn sie dem Vorstande der GemeinIc gegenüber glaubhaft versichern, daß sie auf diese rittn-lle Verpflegung Wert legen. .Der Berichterstatter bedaue -t, daß es nicht möglich sei. andere, jüdische Kranke, die diese Erklärung nicht abgeben, «lein Krankenhause tler Gemeintie zuzuführen. Weiter verweist er darauf, daß viele ehemals gut Sititierte als Selbst/ahler genötigt seien, im Krankenhaus«- tler Gemeinde die Ar/t- und Nebenkosten nuth als Patienten tlritter Klasse zu entrichten. An'den Bericht knüpft sich eine längere Erörterung, an welche! Dr. Kalmus. Dr. M e v e r - W e tl e 1 I . Dr. F r ä n k e I. Dr.N n t h a n, Dr. I" r i a s. Dr. P i n n e r. P e i n e, Lew, Dr. Loewenberg lind Köret/ sich beteiligen. Dr. Kn Irrt us und Dr. M e y e r - W e tl e I I wenden sich gegen die Forderung des Berichterstatters, daß das Krankenhaus der Gemeintie bei Selbst/aJilern cler dritten Klasse auf tlie Arzt- und Nebenkosten verzichte..Dieser Verzicht erfolge in den staatlichen Kranisenhäusern nur zu Lastendes Fiskus. Außerdem bemängelt Dr. Kalmus, daß es nach der Darstellung des Berichterstatters den Anschein habe, als ob die Krnnkehhausfürsorge der Gemeinde sich mit Dingen befasse, die nicht zu ihrer Zuständigkeit gehören. Ihnen erwidert S t o p p e I m a n n , tlaß bei Berechnung von Ar/t- und Nebenkosten in der dritten Klasse Selbst/aliler schlechter gestellt seien als diejenigen Patienten, die als Mitglieder der Ortskrankenkasslzu einem Pauschalsafz im Krankenhause Aufnahme fänden. Hierauf wieder entgegnet Dr. M e y e r - W c d c I 1, daß jedes Krankenhaus Wert darauf legen müsse, mit großen Organisationen, wie die Ortskrankenkasse. in Verbindung zu stehen. Levy hebt die Bedeutung von Stoppkdmanns Bestreben hervor, allen jüdischen Kranken die Verpflegung im Krankenhause der Gemeinde zu ermöglichen. Dr. Nathan als Kommissar des Vorstandes: Uejbcr die Frage tler Aufgaben der Krankcnhausfürsorgc besteht innerhalb der Kommission keine Meinuiigsverschie-ileir-. lu-it. Herr Stcippelmann wüietht allerdings, «laß die Kouiluission ihre Tätigkeit erweitc-rc-. Von der Wolilhilu 'i-- 11iid innerhalb des Vorständel Ivehortle kann man billigerwei le nicht mehr verlangen:. \V> jüdische Kranke, tlie auf Kosten der Behörde'Aufnahme glaubhaft versicherten, daß Sie gten. und eine eiitspri cbende legten, hat die Behörde noch ab« in einem Krankenhause finden. Wert auf rituelle Verpflegung I Bestätigung'der Gemeinde vor in.keinem Fallttlie I eberweisung in «las Krankenhaus der Gemeinde verw eigert; Dieierethnung von Arzt- ' und Nebeilkosten in <l<-r-dritten Klasse des Krankenhauses keimten, w ie ■ die ärztlichen Mitglieder des Kollegiums schon richtig betonten.-nur unteihlcilJen. wenn ähnlich wie bei iftw Siaatskränkcnhäuscrn dhs Krai entsprechenden Zuschuß seiteh Mit Rcchf wird von der Verunliung des Krankenhauses ab auch darauf hirtgewiesen, daß erlassen brauche, die «las nicht /«•Inen Falle würde auf die Nc berechtigter Antrag gestellt schließt, ohne daß ein Beschluß Fs folgt eine geheime Sitzu kenhaus der Gemeinde .einen der Gemeinde erhielte. man denen kein«-1 Kosten zu beantragen. In jedem' eiiir benkosten verzichtet, wo.rif nc-rtle. -- Di«- Erörterung gefaßt wird, — «g. . Personalien und Kleine Mitteilungen I lerr A 1 f r e «I L e v y . der unserer Gemeinde, leiertr an Bert Ii a . geb. V a n P r a a g , nen Hochzeit, für weite kreis« kommc-ner Weise zu Ersten BUrgermeistdr Herrn. E|r durch ihn die staatliche Elieju Namens <l«-s Vorstandes der vollzählig zur Bi'gliitkwünschui g erschienen, richtete II CJ i n r ich L <• V y . der zu ein herz Melle . Be-gi üßungr.w orte an verdienten \orsil/etltlen j}f)i \ missioh« r« Vorsitzende tU-s Vorsihiuh's ~. Mai mit si-im-r <!iattin las selten«- l est der (ioldeaus nah und fern ein wlilltnlufl, «las; Jubelp!ar in der' mannigfachsten liren. Di r llnmbufger Senat entsandte seinen G. Peters e n un<| ließ ilä u ms im-da ille üherrc Icfaen. iemeinile. dessen Mitgi ietlor lissibncn und Anstalt»», jt'/t (5i -ichung ihrer Gotdrinc-n »". den et Reo ■n\- ll.rr Vorsil/ende «l«-s \ i>r-\i utles. lie Jubilar«- und) ehrtiden orslandes und vieler Komineiuile durch die l'elieimünze. Die Glückwünsche Iilenen l, des Bepräsentaiiten-K'dlegiums der Gemeinde üherhjjtlchlidessen Vorsitzender Herr Dr. Frankel.' Von «len stjiriftlithi'ii Gratulationen, diebei clei i Jubelpaare eiiiliefeil.llsjpic-n diejenigen der großep Gjrgaftisa ionen des deiits-dien Jiitlentuins. der Landesverbände «fr jüdischen Gemeinden Preußens und-der süddeutschen I ander, sowie dieje Ilgen der Vorstände der elcutsehei GroRgeineinden hervorgehoben — tliese alle ein Zc-iihi-n des Ansehens, das Ib'rr Alfred Levy im deutschen Juili nilim genießt, und ei 1 Beweis der Beliebtheit, deren er -ich überall erfreut. .Todesfälle. Im 15. Mai verschied in dein pal riarehal' ahen ^\ll<-i ,,*<'>. über SO Jahren Herr Sh I I y M. M a in'/. dc'rikdlnc jeflp t% kffentlldies Amt bjckleidek zu habrn, auf ein unifangricln-T i-SVirken im Dienste der'Allgemeinheit /urütkb icken sich allgemeinen Ansehens, in «l«-r jüdischen wie in tler v M : für bei der Werbung,von Baugeldi den Mitgliedern der Stointhal-I treuer Bruth-r WitM en und W'aisei BT, sorgte er wie für nicht jüdischen Welt Hamburgs, rüjimen durfte. S/ä.l M a i n / war ein Annelüner tl diejenigen, deren •Vormund er \ eigenen Kinder. In seinem Heim war der Thorb «-im- |'tatt bereitet und manchem Dürftige den Bau der Gemeiudesy uagog verdient, indem er den vt-rc'wij ten Obc-rrabbiner Iii i ein gastfreier lisch Bornpjfatz macht« rn .erfolgreich Unter?! .ge l'.O. B. Bi war c den Insassen lies von ihm mltverwa ein väterlicher Fr|(-und Km ich r s ch [Ute: ein lekejn S a in U C I- L «• w i s o h n - Stiftes Bei seiner Bestntttiifg sprachen «ler ihm durch gemeinsame- Thorastudium ertg \erbundene Rabbiner S. B a in b e r g e i - Wandsbek, sein Jugendfreund lli-rmann .Gumpert/ unil sein ehemaliger Mündel Älfprfs F r a n k - Lübeck. In' der Trauerwoche'hielt ihm dann noch sein Schüler E^tg'air F r a n k einen Nachruf. Nahe/u s() Jahre alt starb i|m 1~. Mai Herr Nathan 11inutlisehen -Gelehrsamkeit überall geschätzter und angesehener Mann. Der Verstorbene bekleidete seit mehr als II ii r« itz. ein w «-gen . s»!iner I unil seiner innigen Frömmigkeit einem Jahrzehnt «las Amt eines "Salomoii-Flsas-Stiftung. Klausners bei der Mäfbkts- I

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