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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-07-22 · 6 (22.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
6 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nummer 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Seite? Anläßlich des Muttertages, der wie in den letzten Jahren so auch dieses Mal am zweiten Sonntag im Monat Mai siatifand, ehrten Mitglieder hiesiger jüdischer Jugendvcrehie ein«- größere- Anzahl alleinstehender Frauen und Mütter «lurch Besujdic und kleine Blumenspenden. Insbesondere w.urdcn bei liauses und Gattin des dieser Ehrung die weiblichen Insassen des Altendes. Pflegeheims der Gemeinde einschließlich der Oe-konoincii bzw. der Oberin bedacht,. Den sei auch au dieser jugendlichen Teilnehmern dieser Elmin Sudle für ihre Mitw irkihig gedankt. Die Talmud Tora Schule veranstaltet«' in der /eil vom J4. Mai bis [26. Juni in den Räumen der Früheren Mädchen- Realschule in der Bieberstraße eine Ausstellung von Ze-iehnungen und Erzeugnissen des Handfertigkeit»- und Werkunterrichts ihrer Schüler. Sie sollte nach dein Willen ihres Schöpfers, «JU-s Zeichenlehrers K. Rothschild, die Entwicklung der.künstlerischen Erziehungsarbeit der,; Schuhin den letzten Jahren veranschaulichen. Di«' Ausstellung überraschte sowohl durch die Vielseitigkeit des Gebotenen als auch den hohen Grad des Könnens der Schüler auf den verschiedenen Gebieten des Werkunterrichtes, nicht zuletzt aber» auch durch seine mit Erfolg betonte jüdische Note. So fand' sie Dicht ni^r den Bt-iLlH einer begeisterten -Silin Igeini-iniie und der alliieren Bcseehj-r, deren Zahl weit übe-r 1000 hinausging, sondern auch u. |r. in bcs«>ndcrs hohem Mal*«-jh njenigen der Sachverständigen, wie des Vereins «ler Zeicnen- (ehrer an cen hambutkischen Schulen. Auch auswärts i»t man auf «Ii« AussteHunjc aufmerksam geworden.' und es besteht eine gewisse Möglichkeit, daff .sie auch in Bfe r I i n niitj vielleicht auch, in I.oimIoii gezeigt wird. * * Aus dem Verein selbständiger jüdischer Handwerker und (Gewerbetreibender von 1906. In der Sitzung Vom 13. Mai trai der Ehlen Vorsitzende B. H, eilte ma n n für die Veranstaltung eines großzügigen Werbeabends im Herbst dieses Jahres eiir, dessen \ «Vberei tu Ilgen und, dessen Kosten er gleichzeitig übernahm. — Der Verein ernannte den Vorsitzenden d«|'s Vorstandes der Gemeinde, Herrin Alfred inl|äl!lidi sein -r Gölicneri Hochzeit zum Ehrcliüberrei h<c ihm hierüber eine \on Malcrgef« Ge rt gte Ehrenurkunde in einer r s 0 n S t Q p |> e I in a n n ehrte anläßlich seiner Silberhochzeit durch eine eil I s a a c s c ü . in der er «Ii« les Jubilars im Amver- Reprjäscntantendurch ein Ehrengeschenk. Der itgliede und meisten I v > n L «• v y Ucdermappct - Herrn der Verein spräche des Vorsitzen« dienstliche Airksamke t Kollegium v ürdigte, und christliche Kcuditormeistur Ch istiansen hat dem Verein wiederholt .'■pendelt für das W uterhilfswerk und dort Knuds zur Bekleidung hilfsbedürftige;! Lehrlinge, aus dem wieder zwei 'Lehrlinge eingekleidet werden konnten, zugewandt — « in Verhalten, das in dieser Zfrit politischer Verhetzung besonders wol Itucird empfunden] wi/d- und w irklich elrrende .Erwähnung verdient. — iDer Verein trittdafür'ein, daS «Ii« Stelle des Hauswarts im zweiten (lemcinelchaiisc John alee 54 mit einem jüdischen Ehepaar besetzt wird. — In der Berufsberatimgsstelle st der Verein «lurdi Herrn I \ a u Levy ständig vertreten; die Vielseitigkeit und Sachkenntni der ehrenau tliehen Lei e-rin der Be-rüfsbcratungsktclle. I ran Dr. R.'Zadik, wird lähmend und dankbar anerkannt Der Verein appelliert «n das Solidaritütsgcfühl [seiner Mitglleder, das durch gefördert w< rden soll, aber auch verlangt, dal! cliii Mitglieder sich ihrer Bi'itragspflicht criniii-fii, zumal einsTcil der Ver einsbeiträge zugunsten «ler Lehrlinge, insbesondere ihrer Belieferung mit Handwerkszeug und Berufskleidung Ver-« wendung findet. — In der {.ehrlingsgruppispradien in jüngster Zeit die Herren Dr. K ü r t Ii und Dr. Ye-is. im Verein selbs schilderte in der Sitzung vom 15. Juiii Herr Dr. I . M a rx di: Eindrücke, die er auf seiner Reise zur palästinensischen Makkahiu {empfangen hat. — Anläßlich der jüngsten Veranstaltungen des ORT und .des Reichsbundes für jüdische Siedlungen erinnert der \ e-rein erneut die Gc meindemitgl eder an ilpre Verpflichtung zur Förderung/ de: jüdischen HliHlwc-rkcrJtandcs, der von dem w irtschaftlich« u Boykott ohn.'hin sehen!schwer genug betroffen isL :i Der.Frauen-Verein zur l ntei liitzung von Wöchnerinnen in «I e r De ii i seh - h ru r I tischen Gemeii'di dessen Vorsitzende Krau Sophie Heil hu t', Sehjankreye 51, partr., ist. bittet uns. wiede-r einmal auf seine] verdienstliche, in der jüdischen Oelfentliehkeit noch iijehit genügend bekannte und gewüriligjte- Tätigkeit hinz.uw ei»en. Der Verein schireibt uns u. u.: Wir haben geJade in den letzten Monaten vie-len f raueil ms'guten Kamillen lir-lfen können und mochten gern, (|aß alledie. die' es-noch nnlit wissen.'auf dieverschwiegene A uunserer Arbeit aufmerksam Werden, Gerade, weil,wir »> im stillen wirke n, erzählt keine Krau, die sich an imwandt«-, von di r Mille, die; Sit; erfuhr, einer änderen Krau. Aber jede I ran, die in dieser schweren Zeit mit Sorgeihrer j&ipclerkünft entgegen sieht, kann sich vertrauensvoll cm ein«- der \ orstnnd»ddnien wenden., Es wird nirgend ein Name genannt, jeder Kall'Wirdals (■eheimfall gebucht und in keiner .Sitzung mit Naiuey bezeichnet. In besserer Zeit nehmen, wir gern eine; Rückzahlung an. so daß die gegebenen Gehler als pu.rlehe| betrachtet werden können. »Die .Naineie unserer Ve>rStujndk-> damch sind noch immer:- Sophie llyilhut. Schlau Kreye >l partr. — Johanna Via re u ». Bismarckstraße lj(tt — Henriette Lcv v, Isestrafh- 119- Gertrud S ch «> n f 0 1 <l . InhOCentiiLstraß«! «) — .Klka (i ü t t h o Id. Parkallee 47 — Hcdw ig M i ch a e- I. Isestraß« 2J5 Luise Der e ü b erg. Mittelweg IM Martha Flörsheim. " de r genannten Damen i»t bereit, sich den .Müttern, die sich an sie', we-iidcn ' J- -• ''. -•■ .! . * Der Jüdische Turn- und Sportverein Bar koch ha K. \. konnte in den verzeichnen; Heim A I errangen se-ine verschieb ebenso acht läge späte Geestha eh t. wo die eliirch ihre straffe Disziplin Aufmerkerfolgreich schnitt de-r Bar Kochba i Austragung der Me-istersd' v.'ti-n dein. Juni bei der Allste ^j'-.ag der nth(etik-Meisters(haften. 1 Bralrrasntlee _n vcrtraulidi mit w , zu beSprechern. ■ ..Jede >eme»ihtzten Monaten wiederholt ehrende Erfolge - i r f : t e leiten Grbppeh heim V e - 1 clim Kcicftlw-Mi Lau I am J. lieaeht liehe a>e r j ii g-i iiinschaft besoi taitlkeit « rre-gte il> am IJ. Juni .,, Mai P iiU.-. ii d in iders Elb he (laues Alste-r line norildeutsehen L( De-r Vorstand de-r Gemeinde hat der \ i reinignni Kachsdiara, deren Aufgabe es ist, jüdische Jugendliche für die- Ausübung eines handwerklichen oder landw irtsehaft- I .auch liehen Berufes auf dem Boden des Heilt; zubilden (Chaluzim), in dem der (a-nie-inele gehört lieneckestraüe (> - Räume für ein C'haltiz.ini-Ileiin zur fügiing gestellt, Die gesamte Ausstattung des Heims w aus gespendetem Hausrät bestritten; auch sämtliche arbeit wird von den in ihm wohnenden männlichen wciUichen|Jugendlichen| geleistet.' Die- Eröffnung Heims er folg tt: Sonntag, den IJ. Juni, in einer schlichten. ( harakier des llc-ims urigi'messenen Feier,'bei Welche HeWjj;!.. Michae-Iis, Dr. K. Nl a r x und \. H- Offe-n , 'h-tzte.-rer namens des Verstandes eh-r Gemein« r ' — r i... i . r L-IISO eler um. ichtiUHSn Hause \er- Ulcle I läu-- und lie-ses dein die Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser schrejbt uns-: Die Reisezeit gibt Verunlassuug. darauf hinzuweisen, daß an se-hr vielen Kur- und Erb^lungsplützen jiu.li-.che Hotels und Restaurants vorhanden 'sind, die den Ansprüdic-il des Publikums durchaus GenUJee leisten können. Es s«dlt<- in «le-r heutigen Zeit weniger denn je eine Kragesein, dal! jiede-r Glaubensgenosse, auch we-nn er im übrigen die Spciscge:letze nicht beobachtet, j ii d i - ch e Hotels ujncL-Restaurants aufsucht, wo (ielegenheit dazu ge-boten ist. Eine Begrünilujn elic;s»-r Forderung erschein)! überflüsig. Wer bishe r aus urleil jüdische Gaststätten gemieden hat. insbesondere Virer irrigen Ansicht ist. ehrfj sie. teurer seien als anderegle-ieh Ranges, sollte zum niiiieleste-ii elie Berechtigung »einer Aniitihme nachprüfen. * In eler Zeil \«>in J". Iii» 51. Mai faml in Hamburg diejährige mit einer Ausstellung verbundene Tagung Bundes erblindeter Krieger statt. Aus diesem Anlaß sei Iniich au dieser Stelle die.Tatsache verzeichnet, dal! um elie \u»- -s-- es Besdififfigf jüdische Handwerker und Geweroefreibende!

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