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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-07-22 · 6 (22.7.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
6 (22.7.1932)
Date
1932-07-22
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deutsch- Israelitischen Gemeinde £ . Nummer 4 komfortabel! eingerichtet, «laß sie audi für < Vergrößerung des Hauses ausreichen wird. Die alle Küche wird weiterhin am Peßaeh benutzt. .Die Ausgaben für diese Umbauten halten sich als rentabel erwiesen: die Kesten für Wäsche sind durch den maschinellen Betrieb wesentlich geringer gjew oWlen: _ / ('.einfinde hat 192s 29 dem Hause einen Zuschuß von 27S02 AH geleistet, im Jahre 1929/50 betrug er 18|26H AH. während für 1950 5t 11 (XXI AH und für die Zeit vomll. April 1951 bbJ 51. jMärz 1952 nur 7s90 \A>1 seitens der Gemeinde gezahlt pverejen mußten. Ks ist zu erwarte n, dal! die Zinsen der aufgeweiteten, bei chvr De-pos'itenkasse milder Stiftungen der Gemeinde bedeuten Fonds jdes Altenhauses für das laufende Jahr einen Zuschuß der (pemeinde erübrigen. Wcrjdus-Ilaus kennt oder besucht, hat seine Freude an seiner Führung. Die Alten haben ihre Ruhe uncj Pflege, ihre Regelmäßigkeit und Sorglosigkeit, und so spricht für die Anstalt jme-hr, als Worte es vermögen, der eine Umstand, daß die meisten Insassen ein hohes Alter erreichen. Dil' Mahl/ iten werden in einem großen Saale gemeinsam e-ingeiiotnmct . hinter dem die sjehöne Laubhütte und ein groller Garten sich befinden. —j Die 1 luus-Synagope wird auch von nicht dem Hause Angehörigen benutzt. Kcjiner der Insasserl ist , ur Ausübung religiöser Handlungen gezwungen. — [Die I erren haben ein Rauchzimmer, in dem sie sich unterhalten and auch ein gemeinsames Spielchen machen keinuenj Ebenso ist ein Dainenzimmer vorbandenI in ihm ist durch eine Radioanlage für abwechslungsreiche,1 Unterh.dtung gc^nrgW Der umsichtige] Oekonom. Herr Kuhn, lut es auch verstanden, das Lustsnieltheater Thalia und den Itenschöl-Theaterkonzern zu bewegen, regelmäßig Freikarten für die Insassen zu-stiften] — So kann die Gemeinde glücklich lind stolz, sein, ein solch segensreich wirkendes Institut in ihrem Altenhause zu besitzen, und es ist zu hoffen, daß he i Eintritt besserer Zeiten auch wieder wohltätige Herzen dem Ilause neue- Mittel zuk- Aerfügung stellet!, die so »ehr wünschenswerte Vergrößerung des Hauses zu: ermöglichen. \ ■ Das Mädchenwaisenhaus der Gemeinde Paulinenstifl Bericht, erstattet von Herrn Dr. Max Plaut in der Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums vom 28. Juni 1952. , *Das Pauliiienstift beherbergt i zur Zeit 11 Kleinkinder. Id Schulkinde-. 4'Schulentlassene! von denHn)z.wcij an den Un Hause sta' [findenden haus Wirtschaft liehen Jahrefskiirsus teilnehmen, z vei in der Berufsausbildung stehen..!— Fiii^ I Mädchen, Sc! ülerin des Fröbelse-minars. das bei dei Mutter wohnt, werde-Ii \om Institut die Kosten für die Se-minararbe-iten best litten; in gleicher Weise wird 1 Zögling, elevr die- Kinderpfl ege-rinne-nschule bi-sucht. unterstütztL Be-iele- »ind auf A-ntr ig dies Instituts von der Schiilgelclza.jfcjnng befreit. 2 Mädel en. dieift e-ine-ni Büro tätig sind undfvch noch niiht selbst erhallen können, bekommen eiifen \Ve>hnungszuschuß. — Di-r G esundheits,zus t a n el der Kinder ist . »ehr gut. A ißer Erkältungskrankheiten waren in den letzten Jahren ke ine Krankheitsfälle zu verzeidinen. Die- Leitung des-Instituts steht in ständiger Fühlung- Sabine mit den ehemaligen Zöglingen. Hier ist in der heutigen Notzeit des Arbeitslosigkeit und der wi -tsdiaftlichen SSdiwier gke-ite-n ein außerordentlich wichtiges \rbeitsgebiet entstunden.. Die Verwaltung bemüht sidt nach besten K-räfte-n. den lach dieser Richtung gestellten Anforderungen gerecht zu werden. j . .. - Das Personal se-tzt sich zusammen aus der Leiterin. 1 räulein B e f z i a n , "der W irtschafterin. .Fräulein Nußbaum.] de-r I lausheamtin (te-ebn. Lehrerin), der Jugenclleiterin als Fizie-hertit. eler Kinderpfle-gerin für die Kle-inkinder und ei icr Praktikantin, die ehemaliger Zögling ist und im März ifiit drei weiteren Zöglingen in der. staeitlidien Schule für Frauenberufe die llausgehilfinnenprüfiing abgelegt hat. — Der Hausmeister bedient die- Heizung, hält den Garten in Ordnung und führt kleinere Reparaturen aus. Dafür erhält er fre-ie Wohnung. Licht, Heizung und Feuerung- Alle Arbeit im Hause wird von den Haiiswirtschafts- 1< hrlingeh erledigt, von'denen für de-n neuen Kursiis außer 2 eigenen Zöglingen noch 6 e-xterne Mäddien eingestellt Wurth Ii. die z. T. hre Verpflegung im Institut se-lbst bezahlen. Sie erhalten Anleitung in allen häuslichen Arbeiten. Auf Grund diese? llaiishaltungsjahrcsbefreit die Berti fsschulbehördc elie Mädchen für dieses-Jahr vom Besuch eler Fortbildungsschule. Leber den Verbrauch an Lebensmitteln, Material. Wäsche usw. werden Bücher und Kartotheken geführt. — Der Speisezettel untersteht eie-rv Aufsicht ^le-s A nstaltsar zie* Dr. Otto \l ivi- 4 In ''den' letzten S o in in e r f e r i e n war dieganze Belegschaft jm Heim der Pädagogischen Vereinigung in Gleschendorf in der Nähe von Timmendorf. Durch Mitnahme von 15 zahlenden Gastkinclern wurde eler Aufenthalt wesentlich verbilligt. Im Übrigen wurden elie -Kosten für eleu Ferienaufenthalt .aus einem von Frau Samson G o I el s eh mi-d't geschaffenen Fonds Jn-stritten. ■ ' . - ' Die Klein k in der abt e i 1 ii n g . die früher in Wilhelniinenhöhe war. ist seit eh-ni 1. September f95l. im In.stitut untergebracht und hat sich dem Betrieb ohne irgendweiche Schwierigkeiten eingegliedert. — Aul Antrag des, Jugendamtes der Gemeinde übernimmt elie Anstalt Jetzt auch die Ausbildung derjenigen Mädchen im Kochen, died>as huusw irtschaftlichc t raue-nschiiljahr in den Staatlichen Schule-n für Frauenberufe absolvieren und aus rituellen Gründen elort nicht mitkochen können. Die l.anele-sschiilbehönle hat das Pauliiienstift als Ausbildungsstätte für diese Mädchen anerkannt, und ihre I.einplane bilden die Grundlage für den im Pauliiienstift erteilten Unterricht Die Ausgaben im Geschäftsjahr 1951/52 betrugen V> 972.(19 AH: hie rvon entfallen auf Verpflegung£37(00 JBJ, auT Gehälter 99(X), W äsche und Reinigung 580, Wasse r 115. Beleuchtung 580, Heizung 1500 und auf Bekleidung 5(>(X) AH. Die F i n n a h in e n setzen sich im wesentlichen zusammen aus Pflegegeldern, dem Zuschuß eler Gemeinde 1951/52 14 9<X) Mitgliederbeiträgcn, Zinsen nnd Spenden. Aus diesen wenigen Daten ge-ht schon deutlich hervor, daß das Pauliiienstift außerordentlich sparsam arbeitet. I\erpflegungssatz. bei 45 Personen je Kopf und Tag durchschnittlich (1.50 bis 0.60 AH.) Fs wird mit Befriedigung anerkannt, daß elie Anstalt umsichtig und verständnisvoll geführt und den an sie gestellten Anforderungen in jeder Be-- zieh'ting gerecht wird. , ' > •* J ..».') Das Müdchenw aise-nliaus der Gemeinde Pauliiienstift konnte, wie audi im Bericht über die Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums an anderer Stelle dieses Blattes (S. 5) zu lesen ist, am 14. Juni el. J. auf se-in 75jähriges Bestehen zurückblicken. Mit Rücksicht auf dievon He-rrn Dr. Plaut in der erwähnten Sitzung in Aussicht ge-ste-llte größe-re Darstellung seien hier nur einigekurze Mitteilungen über die Anstalt zusammengestellt und dem vorstehenden 'Bericht angefügt. Sie wurde gegründet von den Herren I s a u e I.'JjafF<§ undDanie.i l. Jaffe und am 14. Juni 1857, dem (.eburtstageele-r verew igten Frau P a U 1 i n.e Jaffe, -geb. G o 1 el s eh m i d t, eröffnet, deren Gedächtnis sie zu erhaltet! bestimmt ist. Ursprünglich — w ie audi heute eins'der Aufnahme von Knaben dtenend4r<Waisen-Institut — eine se-lbständige Anstalt, wurde das Pauliiienstift im Jahre- 1920 von der Gemeinde übernommen, nachdem schon vorher eine Reihe von Jahren eine enge Verbindung zwischen Gemeinde und Stift bestunden und insbesondere die Gemeinde dem Stift si-inc-n alljährlichen Fehlbetrag zur Verfügung gestellt hatte. Seit dem L'ebcrgang auf die Gemeinde bildet der Verstand des Stifts eine Kommission eler Gemeinde, die nach den Vorschriften ihrer Verfassung zusammenbesetzt ist« es gehören dem Anstaltvorstandean je zwei Mitglieder des Vorstandes und des Repräsentanten-Kollegiums der Gemeinde sowie eine- Anzahl von Gemeindeangehörigen, dievom Repräsentanten-Kollegium gewählt werden, unter dlesen einegrößere- Anzahl von Fraue-n, elie. zumal unter dem Kinfluß eh-r neueren Anschauungen in Erziehiiugsfrugen. ne-ben ele-r Leiterin eh-r Anstalt einen entscheidenden Filifluß auf ehe Lebensgestaltung und elie Erziehung der Zöglinge ausüben. Die- Anstalt hat in den 75 Jahren ihres Bestehens Zöglingeaus ihn verschiedensten Gründen aufgenommen. Naturgemäß beherbergte siein erster Linie verwaiste Kinde-r: daneben abe-r auch in umfangreichem Maße solche Mädchen, elie nur de-n Vater och-r elie Mutter verlore-n hatten oeh-r aus anderen Gründe-n aiistaltsbedürftig geworden wann oele-r eine-r erfahrenen Erzieherhand bedurften. Bei eh-r Aufnahme der Zöglinge beschränkte sich die Verwaltung

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