Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 5 (23.6.1932)
- Date
- 1932-06-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 5 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gern ei i d <• Seite -5 bemüht siijd. dus F u i i i I i <• n I e 1) e II . ganz besonders das ler Kinderreichen 4111 bevölkerungspolitischen und kultu- — rellen Gründen au frei mit großen Schvv icri unvermeidlich. il.il> maßnahmen wahre htzuci halten — w ceiti'ii 111. >_ I ■ < '1 i> 11ii ich Kchenratjüchi •ü (sorge unmöglich ,is M-hkhäufig mir * t- — so] ist (■•. noch Sparand Abbäuwird. ■ Selbst wenn der ilürc iIir Bestand i sbnderer \ii nährcr dfr Familie heute noch in \rbeii1 --teilt, wird d<-n ~tinken (.eli.ilN.ilikiu ihre Lebenshaltung DH ehr in infolge Ii. gestellt. Bei Aufwendungen bctritt sehr leicht auch ein uon Krankheit. Wo^nuhgslwechsel usw. ei diesen Familien eine Vcrschiildupg lie so)i>t liei bese heidenstcr Lebensführung vermieden werden konnte. Ii) Viesen Füllen müssen Wir neben der Wohlfahrtsbehürele r-chtzeitig eintreten, unter dem Gesichtspunkt vorbeug der Hille. Erfahrungsgemäß wirken sieh am schwersten Sparmaßnahmen boi unwirtschaftlichen und asozialen F.imil en ans. Wenn wir auch bei diesen, gcnau wie die Wohlfarjrtsbchörcle, einen bedeutend strengeren Maßstab bei der Gi-kv üh rung von l"nterstütz.ui)gi-ii anlegen als bei den Lebenstüchtigen, so würde vom (Standpunkte wahrer Sparsamkeit aus oft eine ciiimnlfge durchgreifende Maßnahme zur Sanierung rationeller -ein. als der Verzicht »er auf jeden \ersuch z|ii bessern und das ewi.se mitschleppen; aber die Barmittel fehlen. Kernpunkt der \Vohlfahrl--arbeit iVi--t um M i e't e - und W 0 h 11 problem. Die Wohll staffelt die Mietebeihilfen nach der Zahl d mitglicdcr, untef Berücksichtigung des Viters schlechtes der Kinder. Sie erkennt /. B. für niit zwei Kindern gleichen Geschlechts nur miete bis etwa 40 JTH bi.s höchstens 10 31)1 al Sie verweigert jedoch die Beihilfe, wen.n die k nicht bestimmt gesu \erliältnismäBig nieil uns Juden hat die \V besonders bei ritucl vorhanden sind. (Iii berechtigt an. inftige Miele her! ist. Geeignete AItw< Inningen nyt rigen Mieten sind kaum zu »hngegend ihre besondert i-benden Familien, oder ie jüdischen Schulen b haben. Für Bedeul aug, wenn Kinder liehen. Gesell r häufig finanziellen rade diese besonderen Verhältnisse nötigen Ilm) bei Räumungsklagen'Zürn Eintreten und-zu Opfern. Der'als Sparmaßnahme oft erörterte Plan. I nterstülzuiig in Form von X a t 11 r a I I e i s t 11 11 g zu geben, droht bei Fa Indien mit Kindern daran zir scheitern.' da Schule, im Hort oder im Kindergarten gespjeist Barunterstutzungen setzen den Empfänger wendige Einkäufe selbst vorzunehmen, zwingen Kleidung und Fuß/cug schonend zu behaode Gasrechnungen si-lbst zu bezahlen, kurz, si disponieren, tfnserc Frfnhrungcn gerade in zichung. die sehr stark an die der Kriegsjal sind recht mannigfach'und \eranlassen un.s. hi< festen Regelh zu verfahren, sondern von Fall entscheiden.' Eine rteue große Schicht von PHi-glinge-! vielen E ir w e r b s I o s e 11. die zum größten leren ^Lebensalter stehen und schulpflichtig jüngere Bindet1 haben. (I^ie jugendlichen unterstellen dem Jugendamt.) Für den jüdi I» e i t 11 e h m e r wiegt der Verlust der Vrbeit v als für den Nicht juden. da er um Anerkennung stincr Gleich Wertigkeit mit den letzteren auch bei glc eher Qiinli fikation. sofern nicht der Arboitgel suchenden von vornherein ausschließt, ringen Situation wird noch bedeutend schwerer, wenr sabbathfreie Resc-häftlgung annehmen möchte die Arbeitslosigkeit andauert, desto mehr nimmt beitsfähigkeit und -f ncudijrkeil ab und die Fähigkeit zur Einordnung und zur Mnelmitung|der Disziplin. Dazu Kommt die Gefahr auch Tür dje Arbeitswilligen,- daß sj^ infolge der langen Erwerbslosigkeit körperlich und scelisph kommen und sich degradiert fühlen. Für diese gesuchten Brüder und Schwestern einzutretei wir als unsere besolidere Pflicht, mag es willigung von BarunSerstützuna Miete, Kleid mittel odei um die tägliche warme Mittagsmahl Viel mehr [würden wir noch tun. w enn unsere laUbten, schon um die Mutlosen aufzurichten zweiflung KU bewahren. . i In der [Sp reih stlu nde ist Gelegenheit schiedensten Beobachtungen. Wir hören die inj? Worte ,;es Ihat überhaupt keinen Zweck mehr, .inf Arbeit zu . .' ' 11: . bleibt das ,1 Ii rtsbehörde ■r Familien-" und des Geeilt I lu-paar -ine Monats e in der werden, instand, notaber auch. t|. Licht- und Ibständig zu dieser Bere erinnern, r nicht nach zu Fall zu , bilden die eil im mitt- - und noch Erwerbslosen 1 c h e n A r - eil schwerer wa'rtcn".— •— der Mutige. : und der Tatkräftige ständen wieder Arbeit zu ngt ist liekiillim steht es mit dcnpli, die in ihrer Ji-ge Tätigkeit kennen lernten, inzvvisch wachsen sind mul denen .Iie \ iualii|ii zur Gewohnheit gewotifen ist. Oft wird uns von den Petenten gestellt, warum wirjsoviel'.aüsfragei Hausbesuche machen usw.. vveifii wi llodl nicht richtig helfen könn« und darum müssen wir Imme sinnen, um G c I d ni i t t e: L zu kurz bevor der Aufruf für da ..wenn ich erst Arbeit finde" überzeugt,-...unter allen Uro-i n". Besonders traurig ndjnhren nie geordnete 1 dem Jugendalter entvoii I üterstützilhgen erschien, sind unser;- Gemeindpbehi Wi. Dm. .111 die- Oeffent 1 ichkefi getreten, nennenswerten Barlietrug" zur isorgearbeit daneben aber ajid 1 Ie\ Pflegemittel zu erhalten,'so dal! sprüchen des Winters doch ein konnten. Wir-müssen auch weHejrhi 1 jenigen, die heute noch' glücklichen^ unsere Arbeit durch Spjenden jeglicher \rt unterstützen] Ein besonders anerkennen-- und dankenswerte« I nter nehmen sei /um Schluß hoch erwähnt v e r c'tn i u 11 }r der X e Ii diinh aufopfernde V'rlteit lie vorwurfsvolle Frage . PragelWigen ausfüllen. ' aus Mnngld an Mitteln ie Fraire ist berechtigt: ler neue Methoden ernffen. Im Xo\elnbi-r. •ineine \\ interli iIfsw erk rdi-n mit einem .AnfciiT hallen da- ( dü(k. einen hführiing unserer Fürijlien. Lebensmittel und ir den -v ei mehrten Anermaßen entspreifu-n dafür sorgen, daß diese g e b e n k ö 11 n'<-11 . aufopfernde Lebensmittel zu beschaffen, da volle Pakete zusammenstelle ders auch für Kr/Mike und hierbei die -Pakete nach branensar/{ zusammen: Die Damen, •wirken, wissen nicht die tarnen der dem .übergeben uns <|ie Pakete zur ähnliiher Weise wirkt segensreich Der S (h w e . I rni- 11.1 a X o b e I - T. o g eistes linsen, eine solche Menge sie zvveimal nion.ill.iUi wertnkann: sie sorgte hfSon- Pflegebeilürfli-e Und stellte Rüeksproehc mit dem Ver-' die ' hierbei mitr Fmplänger. son- Weiterleitimg. In lie vor einigen vor Versoniliins werxien uns rdi macht; so wird jede Doppeln iterstütznn Auf dem Gebiete der Wnl Monaten durch <lie Initialivt einigi-.r Damen Cinge'riihtele P f 11 11 d s a in in I 11 n g . der * <h mich die Agiidas-JjsroelsOwie die Misrachi-Frai.reigruiipe lingeschJossen haben. Sir* verschickt monatlich dji|fe^9\Lsdintttlich etwa i.'n Pakete. S^oeh lie Empfänger namhaft gev ennieileii. hrtsarheit der Gemeinde ge- 1 e r n o in 11 1111 g. Vielleicht reut dieser. Bericht zur Mitarbeit an mul neuen Nbigliihkeiti-'ii. unsere Sich immer schwieriger gestaltende Arbeit immer mehr zu v e'r\ollk'omniikcn und ihrem Ziele zu nähern .... . /11 Im Anschluß hieran noch ein kurzes Wort über das Winterhilfswerk. Der \iifruf der Gemeindebehörden führte Iltis eine Vnznhl sowohl von Geld- Wäsche, [.einen. I cbeiisinittel. Bekleidungsabteil 11 ng konnti Mitarbeit i»ns alten Kreisen. Weiseerweitern, die Kranken- 4 große her Qunli len jiiclis|i-lu-n Arbeitmuß. ' Diec-r nur eine Je länger; lie; Arr beruhte rrhwer heim- . hetracfhten ich um Belüg. Lebenszeit handeln. Mittel es er- 1 nd v or Verzu denvVrerdriieken- . wie Sachspc-nilen (Kleidung, Konserven usw .V zu. l^nsere ihre Wirksamkeit dank der sr Cemeinde in segensreicher IJiiuspflcgc auf einen 'größeren Persbncukrcäs ausgedehnt t#«rden. . Eine.große \n-. zahl von Diabetikern erhielt auf Anordnung unseres' Vertrauensarztes Nähr- und Stärkungsntittcl. vieleandere; Krankenkost. Im allgemeine (i W i n t e r h i I f s vv e r k w aren wir. und zw ar in jedem Bezirk, durch \ ei l 1 •auen»h-ute vert reli-n. so daß dessen Hilfsmittel auch .den jüdischen Hilfsbedürftigen zugute kamen. Während dajs allgemeine WinterhilFsweik seine Tätigkeit Ende März einstellte, waren wir noch in der erfreulichen Lage, zum Pi-ßaclkfeste. an dem bekanulliih cli-r •rituellettaitsha.lt stark verteuert ist. Joihi :R)l bereitzustellen, um eine zusätzliche Ililfsakticjn ilurihznführe'n. Kmki c-rhielt der Synagogc-n-Verband als Anschuß zu dc-r tradilioiiellen' Verteilung von I'leis'ih und Wein: die restlichen I im in .Vi1)/ dienten zur Abgabe einer größeren'Menge lebenswichtiger Xaliruiigsmittel zu Mark ermäßigten Pri-if.cn. 11. a. 900 Pfund Zucker. 200 Pfund Rortoffietlmehl. 4T"> Pfund Blittci und Klinstfcttr* und dergleichen mehr. , ,* 1 Allen, die zum Gelingeil Unseres Winterhilfswerkes beigetragen haben, an. dieser Stelle zu danken, ist uns inniges Bedürfnis, t. iisc-r Dank gilt den Spendern, uiisern Helfern und Helferinnen. Sie alle dürfen das Bewußtseinhaben, daß sie zu einem großen We.rke der tätigen Nächstenliebe erfolgreich beigetragen haben: Fin besonderer Dank aber ^ilt denen in unserer Mitte, die,tsetbst hilfsbedürftig, von dem