Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 3 (5.4.1932)
- Date
- 1932-04-05
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummtr 3 Gemeinileblatl der D e u t s c h -1 s r n c I i t i s c h c n (". e mV i n d c Seite 5 Köret/ verstellt den Optimismus von Dr. Piri.ri' i nicht, der die Ansicht ausgesprochen hat. die Eingänge würden sich:', vielleicht loch noch erhöhen, /wischen der schürfen Drosselung des. Etats, die Dr. P i n n e r vorschläft, und der Drosselung, die Dr. I.oe wen 1) e r g Tür nötig hält, welche wiederum von Dr. Pinner als überstürzt bezeichnet wird, sehe er keinen Unterschied. Nachdem bereits die Erhöhung des Steuersat/es um .nur I Prozent, der er nur ungern zugestimmt hat. <-ehoi; scharfe Erörterung liervnrer vor der von Dr. J' i n ri c r schon Ifriiher vorgeschlagene n Erhebung ejner Vermögenssteuer und lehne mich den beantragten Ausschult ab. edauerei dal? jetzt in letzter Stunde gerufen habe, warne I s a a c s e n : Ich 1 einschneidende Acndc rungen in dem Etat vorgeschlagen «erden, der doch von beraten wurde. Ich m rung noch weitere Be die Etatsposten noch mufi den betreffender Der Vorsitzen möchte ich feststellen ausschuß weder die 1 Vertretern aller Richtungen mit vorlebte abraten, in die jüdische Bevölkeinruhigung zu tragen. Wenn wirklich weiter abgebaut werden müssen, so Stellen doch eine gewisse Frist zurrmstellung und zur rjinstellung auf die neue Lage gegeben werden. le: Zu den Worten des Vorredners daß die Vorberatung' iiii Ifnushalts- 'irteien noch die einzelnen bindet. Reich : Das verga|ngene Jahrjhnt sich besser entwickelt, als wir erwartet haben. Wir dürfen daher auch von dein neuen Geschäfts jahr günstiger denken. Herrn Dr. I. o e w e nberg möchte ich sogen, daß man Reserven .aus lieberschüssen gewinnt, nicht aber aus einer Drosselung der Angaben. Außerdem dürfen wir eine Erleichterung der Lage der Gemeinde aus der Wiederaufnahme des Stiftungszhtsendienstes erwarten. Aus der E i n z c I b e r a t u n g des Hau sh'al t.s p I a n> sei hier nur dasjenige kurz mitgeteilt, was «dine Kenntnis der einzelnen Posten'des Haushaltspläneverständlich ist. Der Vorstand teilt mit, daß er bei allen Gehältern und Pensionen die Notverordnungskürzungen, bis z.ur Erreichung eines Bruttobetrages von 200 Jl)l durchführen will. Dem Ausgleich von Härten -oll ein H.ärtefonds dienen, für den der Vorstand 2000 7t)l beantragt, das Kollegium aber nux 1000 71)1 bewilligt. — Die Schulgeld-Einrtaiimeii der Mädchenschule vilerden mit 43 000 Jt)t eingesetzt. II. /. auf Antrag von Dr. N.newcnbcrg. der von 400 Grnndtirtd Volksschülerinnen und?20 Realschüler innen ein monatliches Sdiulgeld von je 2000 71)1. also zusammen 4000 .'/?)/. als möglich erachtet. Vom dem Jahresbetrage von 4soinj 'JDl setzt er 3000 JDl nooh ab. so daß gegeniiüber dem Voranschlag, der 36 000 Jt)l vorsieht, sich ein Mehr von <kmm) '.R)l ergibt. K o r e t z wendet sich gegen Dr. M e v <• r » der in tU r allgemeinen Erörterung geäußert hat. die Rentabilität der Schule würde sich erhöhen, wenn die liberalen Krei-e ihre Kinder mehr in sie schicken würden. Es lägen bezüglich der Einstellung der Schule Meinungsverschiedenheiten vor. die erst geklärt werden müßten und. sich auf Aufführungen aus Eltemkreiseji und Mitteilungen auf dem Gemeindeabend der Liberalen gründen. Bis zu einer Klärung wedle er nichts weiter vortragen. Xath an-wünscht, daß" in der OefTentlichkeit alles geschehe, insbesondere auf die Bedeutung und den hohen Stand der Schiile hingeu lesen werde, um die Eltern zur Zahlung des Schulgeldes willig zu m uhen. Dr. Kalmus verlangt die Beschäftigung jüdischer Erauen beim Reinemachen. Rin Retrag von 300 JDl für orthopädischen Unterricht wird nach längerer Erörterung gestrichen. — Beim Jugendamt beantragt Dr. I.oe wenberg Herabsetzung der vorgesehenen 40 000 .'/?)/ au/ ">2 000 71)1. Er und Dr. M e y e r - W e de)] hallen Einsparungen bei dem Hort der K i n (I e r v e r.- dl i <k u n g und der Unterbringung von Pfleglingen in Anstalten und in Berufsausbildung für möglich. Dr. Nalh a n wendet sich cegen, diesen Vorschlag, der1 unter Einbeziehung von 46*4 71)1. die der Ilaushnltsain-ehiiß bereitgestrichen hat. ein«- Verkürzung, des Redarfum zu beachten, daß das Vertrauensarzt wesens bereits auf siel i seien nicht wesentlich llortkincjcr nicht mei anstalt.sbediirftigen K I2 6S4 JDl darstellen würde. Dabei sei [ugendami die Hälfte des Gehalts de* >s zur Entlastung des Wohlfahltsgenominen habe. Die Horteinnahnlen zu steigern, weil man die Eltern der r belasten kinme. .Einsparungen bei ndern seien schwer zu verantworten. Er sagt die Vorlage'«iner Spezifikation der Kosten für die Unterbringung von Zöglingen in Anstalten und in Berufsausbildung für die nächste Sitzung zu. Dr. M e y e r - W e d e I I -!-:—:-— berichtet über die Fürsorge für die e r w e r b - 1 o s <• Jugend: die früheren Schwierigkeiten seien nach \n-teHunir dtes Herrn Dr. Biiljenlv lesef-r restlos beseitigt; I.e\ y<i Hei dein Etat des Jugendämter j'nü—len wir an die Zukunft djer Gemeinde denken. W.i- Wir liier ausgeben, ist be-tangele.w .Geld, Schluß cler offen) Ii ihr n Sitzung gegen 12 I hr. Personalien Am 13. Januar verschieß! na»,« längerem Leidim Herr Dr.' Emnnuel Fink. Ohne daß der Heimgegangene ein öffentliches Amt bekleidet hätte, hat er doch' eine WeitgenenHe Wirkung in feinem KTeise ausgeübt. Namentlich in der Steinthal-Loge U. O. R; B..'zu deren elf-rigt!ten Mitgliedern er aehörte. und hier wieder insbesondere im gei-ti'.ren I eben der Loge hinterläßt der Heimgegangene Spuren-seiner- 1 .iti: keit.'. die noch lange -iehtbar bleiben wenleii. Dr, Fink war einer der älte-ten Förderer der Wie lerbelebiinr der hebräischen Sprächein Hamburg und \ erstand rVfltritj «elb-t. -i<li ihrer zu bedienen. In Fachkrei-en war er geschnitzt Wegen -einer besonderen Kenntnisse auf inedi/ini-ch-w i—en-chaftliehem Gebiete innerhalb des jüdi-chni SehrifttimtS- . . ' ' ■' " {;. :>(•'' * . ■ \ Dem vor wenigen. Wochen in der .Vollkraft »eines. Schaffens heimgegangenefi Dr. Erich Bnihholz gebührt noch, an dieser Stelle ein Wort dankbaren Gedenken- Das Jugendamt der Gemeinde' hat in »einer Fitr-orue für die jugendlichen Erwerbslosen eine Reihe von Kursen ein» eejrichtetj in welcher die Jugendlichen s.ich- Kenntni—"e und Fe^rtigke-itf-ii erwerben sollen, die sie teilbei Wiedererlangung einer beruflifhen Tätigkeit, teilim nlUägliehrn leben -ollen zweckdienlich veinen len können., D^iik der besonderen Mitwirkung de- Verstorbenen war. et' dem fugemlamt möglich, auch einen Tlschferkrtrsn* einvuruhten, für den er das Handwerkszeug und den Meister -( -Ute. \iitIi in der Frnnz-Rösenjfw«ögM!Je4tMn1n1s-Stif^nng -hat er in rler Sitzung, am 0. Dezember v. J„ der einzigen, an der er feilgenomnteni hat, wertvolle gerade für 'die-e **|.ifbnig bedeutsame Anregungen gegeben.,die zu verwirklichen zu den nächsten \ufgabcn. ih r S|j| Irtng ifomiren vird. .im 24 Februar nach 'läii'zc- Geboren in F/ r n n.k f n r t Sproß einer dort seit langem ausnssiffeu und in viel- Uinsicht nrn die. Albrenliemheit \ erdienietr F imilfe. If.in«: - in H a m - Im tV. I.ebeij-jähre veu-diiei rem Leiden Herr Hugo Mainz. a. M. f.ieher hat <ler Verstorbene die Traditionen -eineb ii r tz. das ihm zur zweiten Heimat ge\>hr«|en ctar.- zu hohen Ehren goljrarhl und al*]Antbegrfinyler ler Sti-intlial- Loge U. O. R. R.. als Vorkammer für die rieilLIi iltun: -le- Sahhaths. als Begründer dc-r Mninz-1 ehui üiu-1 immneUTorW- 'Stirtung und in mrinch andereir Hinsicht -iili -im die Vjfiremeiuheit und um das Iiideniuin \e-rdieni gematht. Wie die Geschäftswelt über ihn urteilte..• beweist, der \iihriif der ^N-'aren-OTWli't.\n-talt in Hamburg, in. deren \uf-icht-- ' rat er den Vorsitz inne hatte. ..Der Verstorbene!', so heißt ehier. .. hat inlangen Jahren.I in guten wie in" schlechtem Zeiten, init ilie erlahmender Fnerg'ie -eine . ieiclii-n Kenntnisse und Erfahrungen in den Dien-t unseres I'iiti-rnehmens ■ gestellt. Fr war ein Mu-ter. treuer Pflichtc-rfifllung." Brji gegangenen sn.rn.chen die t. G a r I e b a «h . Herntann G Rabbiner Dr. S. R.;R a m b e Frankfurt □. M. n Gewissenhaft i*r!»eji .ond ler Reisetznu r >les Urim- [lericvi Obel i-abbiliej- Df. ii m p « r t z : G;i rl File pji . und Willi M Yi nv-i Kunst und Wissenschaft Franz Rosenzweig G*edächlnis Stiftung ' l i .cl am \ hrtra •ntlic Di.-' den DU 20. Februarmit einem „Der Glaube und cl ii vor die Oc-ffeiit|icltkeif des Redners gipfelten ja Ideen dc-r Ribel .wie das I elicH null das des öffentlichen I el ITerr-chen und lenken müßten. .Hamburger Jiidenheit zweifell dc-s Winleinnd rückte er"nei|t dächtnis Stiftnnc Die Stiftung i\ d e Prof. Mar t i n R ') b e r S '• Lebeil" zum zweilen Male mli - ii<k - vidi en Dar.legiingc'n Gedanken, elnfi die i-\»igcn de-- einzelnen «VIensehcri so i- und dadr-r Völker be- Der Vortrag war für die idas bedeutiuid-te Ereignis ilie.-Franz Rosenzweig Gein den: Mittelpunkt ihrer Knfmerksomkeit; das Andenken von Franz Rosenzweig dadurch ehren, daß sie wieder zu einer über : in -emeiii Geiste die deutschen Judc-n Ihj P.ntf ilichkeit erhabenen geistigen