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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-02-29 · 2 (29.2.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
2 (29.2.1932)
Date
1932-02-29
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nummer 2 Gemeindeblatt der Deutsch- Israelitischen Gemeinde Seite 5 und die Kosten jedenfalls zu hoch. Hei 480(MM) JIU würde die Erhöhung von 1 Prozent ein Mehr von 40(KM) JIU aufmachen, das ist für die Gemeinde ein wesentlicher Betrag. Redner legi dar, daß bei 12 Prozent diejenigen, die nur 20 XU Beidiscinkommenstcuer entriditen. gemeindesteuerfrei bleiben, weil nadi der Steiicrordnüng Betrage von 2,50 XH nicht erhoben werden sollen. Kr bezeichnet ferner die Erhöhung von 12 Prozent auf 15 Prozent als tragbar, weil beispielsweise bei einein Einkommen von 10(KM) XU statt 144 XU Gemeindesteuern 1% XU. bei einem Einkommenvon 6(MM) XU statt 60 1m Gemeindesteuern 65 XU und bei einem Einkommen von etwa 5000 'JiU statt 15 'JtU bis IS 'JIU 16,20 bis 19,50 'JiU Gemeindesteuern zu entriditen sein würden. Bedenken wegen etwaiger Austritte aus der Gemeinde hat er nicht, und bezüglich eines llinwoisps auf Vorgänge laß die dortige Gemeinde jetzt end- K reisen, die aus der Gemeinde anfing nehmen. Kür die bisherigen hohen Steuerzahler kom ne die Erhöhung überhaupt nicht in Betracht, da diese im Jahre 1931 keine wesentlichen Gewinne, sjtc zu verzeichnen gehabt hatten. Ergebnis, dafl.der Gemeinde nichts eine gewisse Erhöhung: das Kolle- dieser Krhöhiing und'das Verant- P eine geh lieft sich E e v y halt sofortige in Berlin bemerkt er lieh begonnen habe, mit scheiden wollten, l iilili wenn nicht ga-r Verlus Bednex kommt zu dem anderes übrig bleibe als gium solle den Mut zu wortu'ngsgefühl für "sie l nufhi ingen. den Ausführungen Dr. P i n n e r s an. Entscheidung für nodi nicht nötig, da das Gemeindeste Juli llegi jähr erst am I. 10. Oktober sei. jnne und der erste, Zahltag am Kine etwaige Nacherhebung könne mit Finanzamt Das Kollegium muH sich heute ist zwar richtig, e.laß.diis Steuer jähr al>er viele Pflichtigen haben , ihre im Januar abgegeben und werden Bücksicht auf das Steuergeheimnis nur durch da erfolgen. Dr. X a t Ii a Abend entscheiden. Ks erst am I. Juli begännt Steuererklärung bereits bescheide nicht weiter sen: Man darf die Vernetzt bereit« veranlagt. Deshalb kann der Druck der Steuerhiiiausgesdmben werden. I s n a c - lältmsse auswärts nicht ohne weiteres mit denen in II a m Ii u r g vergleichen. Außerhalb dieses Saales würde man eine (Erhöhung der Gemeindesteiler nicht verstehen. Ich lehne fijr meine Freunde und midi eine Erhöhung ab. Dr. Wohlige ni u t h : Ich möchte vor Experimenten warnen. Wir müssen versuchen Gleichgewicht zu bringen, wenn idi auch im Weg noch nicht sehe, höhung der Steuer dei Mit Bücksicht auf den -den Etat ins einzelnen den lind uns sehr überlegen, ob die Er- Gemeinde keinen Schaden bringt. Appell des Herrn Heinrich l.evy', allseitig das Interesse liir die Gemeinde .und die Liebe /u ihr zu erwecken, wann die konservativen Kni- und empfehle vielmehr nen wiederzugewinnen, ich ferner vor Experimenten, welche zum Austritt veranlassen könnten, den-Versuch, die bereits Ausgetrete- Dazu ist erforderlich, daß bei den Verhandlungen mit den Kultusverbänden auf die Empfindungen dieser Kreise Biicksicht genommen uird.^ Nach einer Pause beantragen Dr. Kalmus und Gen. die Erhöhung des Gemeindesteuersatzes auf 15 Rrozent, Dr. ILeyer und Peine (die Erhöhung auf 14 Prozent. Dr. Lo e w e n b e r g. erklärt namens seiner Freunde: Schweren Herzens treten wir für eine Erhöhung auf 15 Prozent ein. Wir bitten den Vorstan I, im Gemeindeblatt einen Aufruf niii die Gemeinde zu erla.sen, in weldiem die Erhöhung mit, Bücksicht auf die. außer ordentlichen Schwierigkeiten begründet und ein Beridit filier die Tätigkeit der Gemeinde unU die Gemeindearbeit j egeben - "wird.- Den Gcmeiiidcmitgliedern muß die Möglichkeit ein.es Einblicks gegeben werden und die Möglichkeit, sich von der -Notwendigkeit" der Erhöhung zu überzeugen. Dr. Meyer: Auf Grund der Ausführungen Dr. Pinn e r s halte ich die Erhöhung auf 14 Prozent für nicht wesentlich. Dr. I" r i a s : Ich mödite die Herren Dr. Meyer und Peine darauf hinweisen, daß wir ihnen fjern folgen würden, wenn die Erhöhung auf dem-freien Willen der Gemeindemitglieder beruhte. Tlie'r handelt es sieh aber um eine Steuer. Im Interesse der Einmütigkeit bitte ich Sic, Ihren Antrag zurückzuziehen. Dr. Meyer zieht seinen Antrag zlijgleich im Namen von Peine zurück. Auf eine Anfrage vohJDr. W o h.l g e m u t h . ob die Herabsetzung der Gehälter leler Steuerangestellten sich in einer Herabsetzung der Pauschal gebühren auswirkt, welche die Gemeinde den Finanzämtern für die Verwaltung der Gemeindesteuern, zu zahlen habe, erklärt Dr. Nathan, daß die Pausdiai gebühr flir die Verwaltung der Gemeindesteuern der ZUJ Beichseinkommensteuer förmlich Veranlagten \on 5.T Prozent auf '« Prozent ermäßigt wordon sÄ daß aber .darüber hinaus die Gemeinde noch die Gehälter der Angestellten zu zahlen habe. weNhe' für die Verwaltung der Gemeindesteuern der mir Lohnsleucrpflidlligen-erforderlich seien. Die Ersparnis für die Gemeinde dürfte sich auf etwa 5()0<M| JIU belaufen. Is-aacsen spricht sich .erneut gegen eine Erhöhung aus. In der Abstimmung wird die Festsitzung des Steuersatzes auf 15 Prozent mit 15 gegen 5 Stirnjmejl beschlossen. — Dr. U r.i a s spricht das Ersuchen ait den Vnrsland aus. daß dem Kollegium nicht -noch einmal erklärt werde, am folgenden. Morgen rtiüsse der Vorstand die Entscheidung der Gemeinde weitergeben, und das fernere Krsiichcn. daß bei sämtlichen Anträseu des Vorstände» den Kollegium Rahlen vorgelegt würden. Werl es sich um die Wahrnehmung des vornehrn-teii Rechtes des Kollegiums. rjejl ,Budget-Bechles. handle. . Sdiluß der öffentlichen Sitzung 10'- I Iir. Der Jüdische Schulverein im Jahre 1931 . \ rr Die fünf Lehrkräfte.des Skhiilvererns erteilten im Jahre 1051 Schülern und Schülerinnen Relision's-l'nterricht (biblische und iiaehbihl ische Geschichte, Hebräisch 1j.1111 Liturgie) in 67-Wochenstundcn. und (zwar ah den Staatsschuld): Gelehrtenschule des löhnnnjenrns, Helene-I ange-Oberreal"- ttiid Wüstenfeldschuie, . Ileinrich-Hertz-Realgvmnasiiun. Ober real schule Eppendorf: an den Privatschnlen: Mädchen- Realschute Ria Wirfh . Kn6ben«ReolsdHilen Bertram und Wahnsdiaff, ferner in eigenen IMi:rions-I iiterriehtskurscn. Hebräischen Kursen sowie in dw.Religionsschulc selbst ein-? ochließlich des Kursus in Munds' iMsbnrg, lüle'ijiune der Religion? hui Die 152 Schüler und SchiHe'rjmneii wurden in elf Klasesn unterrichtet. Am Schluß des" Schuljahres IfraQ s| fand in der Oberjrealschule Kppendorf eine Schulfeier »tat f. die im Zeiehei de I25i Geburtstages Gabriel Rpelflers stand. Das Sommerhalbjahr 1951 stand im Zeidien -des Neubaues des Tempels in der Oberstraße und der neuen-Schulrihime.= Die- ITiltefrichtserteilung in Eppendorf fand] in der letzten'September- , weiche ihren Abschluß. jVJabie lang hatte die Obefsdiplbehörde dem Schulverein die Räume zur Verfügung gestellt. Am Sonntag, dem 18. Oktober 1051, fand zur Einweihung der neuen Schu'lräiime im Gabriel-Ricßer-Saale des Tempels eine Schulfeier statt, die '*ich' eines großen Besuches erfreute. [Der Unterricht in den neuen Bäumen wurde am Tage darauf aufgenommen. Jugend-Gottesdienste. di>» oe-hr stark besucht waren, wurden am er^te'n Tag Rausch haschohöh, am VornlH-nd des VersöhnungNtages, am Versöhmtijgstnge selbst und am Simchas Thörä abgehalten. Während Sukkaus7"jiinden in der lu-ucn Laubhütte Heimiraehtiiittage für etwa "()( Kinder statt. Am Chanukkah wurden im Vnschlnfl an ilen Gottesdienst Klässeiifeiern Veranstaltet. \\\\ denen auch Schüler nnd Schülerinnen cler höliercn Staats- und Privatschulefi teilnahmen. Seit dem Eineiig in den neuen Tempel finden KreitagalH-mf-A eranstallniiL'en. jeweils unter Leitung einer fehrkraft eine Stunde \or Beginn des Gottesdienstes statt, bei denen durchschnittlich 20 Kinder, anwesend sind: Seit November hat Rabbiner Dr. Italiener mit!einer Arbeitsgemeinschaft fiir Miitte.r der Schüler, über ..Lehren und Bräuche des ludentums" begonnen.. Sie erfreu™, sich regen Zuspruchs. Die.laufenden Schulnngedegcnheite« wurden in regelmäßigen LehrerkeMiferen/en erledigt, <Iie im. allgemeinen zweimal monatlich stattfinden. Personalien C i Am 14. fannar starb nach kurzer Krankheit Herr Joseph Ritter. Der Heimgegangene hat in früheren Jahren eine umfangreiche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit entfaltet. Er gehörte vor dem Kriege jahrelang dem Repiäsen-' lanten-KnIIegium der Gemc-inde und dem Deleffierten- Kollegium des Synagogen-Verbandes an, in (Jessen Mi zzothkom.mission er ebenso fingere Zeit tätig war. In cl » BeerdigungsiBrüdersdiaft cler Gemeinde war er in seinen jungen Jahren eines der.eifrigsten Mitglieder. 42.Jidrc-.li.it er cler Brüderschaft-angqhört. Seine besondere Liefe galt dein Verein t\\t Speisung armer Reisender am Sabb ith. in ih-sson Vorstand er v*ir .4() Jahren als Nachfolger seines Vaters I. e v1 i Ritter berufen worden war. An der Bahre

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