Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 1 (25.1.1932)
- Date
- 1932-01-25
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 1 (lemeindcbloll der Deutsch-Israeli tischen G .e meine i . . S?ite 1 seines Mandate», um lür den Notfrtli liereitzustehen. An den Bericht sdiließt sich eine liingere Krärterung, in welcher insbesondere Dr. Kalmus und Dr. P inner die Erweiterung de»Ausschusses durch außerhalb der Gemeindeverwaltung im öffentlichen Leben stehende Persönlichkeiten fordern, und /Kar unter besonderem Hinweis auT die infolge der politischen Veshet/uiig' entstandene tVermehrung der Gefahrenpunki e*. Dr. Pinn er »etweist insbesondere auf die, Verhetzung der weitesten Kreise der deutschen Jugend, welche noch jahrelang jna b wirken würde, und durch welche ilie jüdische Jugend in den Schulen, die Mitglieder <1cr Freien Berufe, sowie die in der Provinz; und auf dem Lande ver-! einzelt lebenden Juden ai|fs äußerste gefährdet seien.' Nach seiner Ansicht! müßten die Gemeinden die akti\4* Abwehrarbeit bei dei Behörden und den Parlamenten ergreifen, (rot/ des Gciil ral-Vereins, gegen dessen Tätigkeit, wie Dr. Pinn er hervorhebt er sich in diesem Moment keineswegs äußern will. Dagegen wenden sieb K n r c t z. Dr. K r a n k e I. Dr. Crias, Peine, welcher die Veranstaltung|von apologetischen Runen, sowohl nach elc-r wirtschaftlichen nie nach der wissenschaftlichen Seite hin. durch die Gemeinde für' erforderlich hjilt, Dr. 1. o e w e njo e r g,. Dr. Plaut, der mit Befriedigung von der Anerkennung der Tätigkeit de- Centraivereins dureb Dr. Pinner Kenntnis nimmt und hierauf -bei ((er Berdtuiig des nächsten Hau-haltsplnnes /urück/ufcomnicn erklärt.' sowie Dr. Samson ge^en eine Erweiterung des A.ufgabertkreises tfcs Au-sehus-cs. wie sie die Anregung von Dr. Kalmus und Dr. P i n n e r /ur ,Folge haben piüfite. Die Erörterung beschäftigt -ich noch des längeren mit der Krage, ob der Alisschutt' nur die Aufgabe hat /u prüfen, ob die seirenwärtige politische Lage bestimmte Notwendigkeiten für die Gemeinde ergebe, und gegebenenfalls1 entsprechende Anträge an den Vorstand der Gemeinde zu stellen, oder oh er darüber hinanein materielles Mandat habe. Die Versammlung einigt sjdi zuletzt auf den Beschluß, das Mandat des Ausschusses", mit der gleichen Aufgibt* zu verlängern, wie er sje nach dem Inhalt' seines Berichtes, also ohne materielles Mandat, bisher aufgefaßt hatte. An Stelle von Dr. Marx tritt Dr. K a I m u s.iii den Ausschuß.ein: die Anregung von Horo'witz. den aus! dem Kollegium ausgeschiedenen Dr. Marx hinzuzuwühlen, wird von denk Vorsitzenden als nicht angängig be/ekhnet. weil der Ausschuß zur Zeit nur aus Mitgliedern des Vorstandes und des Itcpräsentnntcn-Kolh-iriiims besteht, was nicht ausschließe, daß der Ausschutt nach eigenem Ermessen zu etwaigen Berätungen geeignete PeraAneu hiii/.u/ivli 6. Auf die Entsendung eines Mitgliedes des Kollegiums in den sozialpolitisclieii AusschuP. an Stelle von Dr. Marx wird verzichtet. * 7. Dr. Kalmus riditet an den Vorstand der Gemeinde «■ine Anfrage über die Bedeutung der'vorsorglichen Kündigungen, durch welche in den Lehrkörper der Mädcheii-diulc ' der Gemeinde eine gewisse Beunruhigung getragen worden sei. Der Vorstand müsse jetzt sowohl über den Eingang an Steuern als auch an Schulgeldern and ebenso über die durch den Krlaß der Notverordnungen vcraiilafitea Gehaltskürzungen im klaren sein. Bediier ersucht denjVorstand, eirfe endgültige Regelung bis /um Ii. Januar I9x> herbei/urühren. Von yorstandsseite wird erklärt, dal! nach Krlaß der hamburgi-chen Aiisführungsbe-timmniiingon über die jüngste Notverordnung die Lehrkräfte, entsprechend dem Wunsdic de- ' Herrn Dr. Kalmus, endgültigen Bescheid über ihre W'eiterbeschäftigung an der Schule erhalten würden. - Auf eine weitere Anfrage von Dr. Plaut wird mitgeteilt, dal! an einen Abbau der Seclsonre für die jüdischen LhttefsudlllUgS> und Strafgefangenen nicht!reda,cht werde, sondern dal! die sämtlidien vorsorgticheftl Kündigungen nur aus rein formal juristischen Gründen erfolirt spien.. Dr. W o h l;g e m u t h spriebt den Wunsch aus. daß der Vorstand bei Beratung grundlegender Personalangcdesenheiten das Büro d"-s RepräspnfanteiirKpllegiums hin/iiziehe. 8. Dr. Meyer wünscht zur Spradic /u bringen, daß er in der Wahlbcwcgiing anläßlich der jüngsten Wahlen zum Synagogen-Verband von Mitgliedern des Vorstandes, angegriffen worden sei. Der Vorsitzende ersucht ihn. die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Kollegiums zur Sprache zu bringen, wenn vorher dafür gesorgt sei. daß die von ihm gemeinten Mitglieder des Vorstandes in der Sitzung anwesend seien. Schluß1 der öffentliehcii Sitzung |6U Vhtt Ji^U*+€. M^~6~- ^^^/^JL^^L •* p+dwt, */P <tfr J~r-s/^,**/^, VUs a/^ iu^J^ ^fi+At»+y -ÄnZy/. 4^<*ArS -^L£tr (4^4^ I //?%U*r ^itä+<: Begrüfjungsabend für Ch. N. Biali k. Der Vorstand 'der Gemeinde, die Kranz Gedächtnis-Stiftung, die drei Hamburger Loge i I . (>. und die Zionistische Ortsgruppe Hamburg-Alto la v'eraimul te(en Sonntag, den in. d. M.. einen BegroHim in Hamburg weilenden hcbiäisehen Dichter ( h der dem hervorragenden Erneuerer der hebrUi :;rlt und dem Manne, der die \N iederge winntin jüdischen Geistfssjchütäe der Vor/eit sjdi \ erworben hat. Der Abend war ühciaun Rosenz wlei >end für.den N. B i 6 dien *>| B. Ii. e Verd I i k radle g der en-te In—udii. insbesondere auch von der Jugend, welche die weiter» Ga eitlen des großen Saales de- ( unoliau-cs in dichten r-charen üllte Kür die* gastgebeilden Körperschaften spräche i ilie Hjjtrlreii Hermann P h r I i p p. Hermann G u in p o r t / . Dr. Ilctirv \l i u d e ü . Dr. I rieh B u eh Ii o l / worauf Kra Marie Gedichte.' Bialiks in deutscher IJchc Herr B a n i n im hebräischen Original zu Ge Den gesanglichen Teil der Veianstaltilii:: K n g e I - L u' n d. Wir bringen hier die Reiie lies; Philipp im Wortlaut /um Vbdnick: ilie hefpriiisdie grüßungsworte ch*s Herrn Gumbert/ lasse Jtjkchsten Nummer d«}S Gemei'ideblatles folge! 'P * Ks m*reicht';mir /ur besonderen I hre. Sic, ineh.i Herr Bi.dik. im Auftrage, des Vorstunelcs und i les Ri fanten-Kollegiiims der! Gemeinde /u begrüßen leb!.. K r el/illl^ llttt br,a: ). -tritt les! Namen einer Gemeinde, die alle religiösen und sihe-n Richtungen, welcher Art sie* auch imnu in -idi vereint und die dadurchIdie K l n h e i t tumsichtbar verkörpert. ■ Die deutsche luejifnheit ['verehrt in 'fhoeii pichVer und S di r i f t - t e I I i'r . den.Wrf; rühmten Ks-nv«. die jeder' Jude), gelesen habt feinsinnigen Ordner de rnelislthen Sdiriftt.u ................. ^..... - v%.V gezeichneten I eher-et/er ileiitschsr Dichtun»? ii Großes haben Sie für nie W i e d e r e r w e ck u i-dierf Suratbe eetian. Das \\ i e, d e r.e r w a di schi1-!! Geistpsbdiens ^iin Lande nn-eier Väd Wirken nicht denkhan Sie kommen nadi Hamburg in eiiie-r Zeit. \o nisspn gerade tinsore Stadt bi -mo erbetroffen i-t ilureh -eine Ijlge in der Nähe* des Meer TUchtigkeH und den Wagemut (Wfiher Kanflenle unil das, was wir hier .den hanseati-dleh Geist neu worden. Von diesem hanseatisch *U Geiste ist burircr Judenhe.it in ihren besten Vertretern -eil teil biauf den heu'tiien Tai erfüllt. Wir. di« das Binnenland den Atem der besonderem Bansen, aber auch mit be-onderer heit auf die Gestaltung des eutjopäisdien Scfieksäls. Gel wir in s o 1 di e r n s t p r S t u n cl verschiedenen Organisationen imeinen der würdigsten Henräsenta lebens unserer Zeit zu ehren. m;Jg Ihnen bew -isen, d Ju den « s-er de II sollt Iis. d.'l - Hehr; US and ijen. f'v'i ' l|eri n iBe- Kr |i 1er aljen- ^rwche' iolitiin n ugcfi. rußen e r, tbci -Ben in-* iitht e der IlvTirä* fiieli-. '.Ihr,;■ II (|e i-t «du i i d. t. Hai not HC •. durdi die pPttt nen. neh die Hant- Jnbrhi inder- 'Veit verspeiri-n. sph hr n mit ✓ "-■-en Daß tcbafl iWitTtb*n K.'itsehl hier z'usamnifrijfindc n, um Uten des jüdischen Gpistes- 8 der Wirrdurdi