Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 10 (6.11.1931)
- Date
- 1931-11-06
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer III hin und setzte sieh ilafür ein. daß die Kitern der Schülerinnen der Grund- und Volksschule durch ein freiwilliges Schulgeld deir Schule ül>er dikjetzige [schwere Zeit hinweghelfenUderen I listen die Gemeinde allein nicht nie-hr tragen könne. Direktor Dr. Jonaführte dazu au-, der Schul vorstand habe rigorose Maßnahmen, wie die in den Staatsschuld) durchgeführte Zusammenlegung Ivoji Klassen abgelehnt, um den Sehn Dietrich Flicht zu - schädigen. Die Gemeindebehörden würdigten den Wert der Schule sowohl wegen ihrer Leistungen als auch hc-unders weglen des in dieser Zeit wachsenden Judenhasses und Wünschtcnldie Schule ungefährdet durch die Kriseiizeit zu fülirc-ji. Die Aussprach^- erwies erfreulicherweise den aufrichtigen Willen der Titern. die Gemeinde hieubei zu unterstützen, und ebenso deii W illen des Vorst.indes einer weiteren \ er-tä iidnjse ollen Rücksichtnahme .ml die finanzielleTage \ iejler Eltern. I ine 'Ausprachje üImt 'den Soiiiitagsuiiterrieht -{.erlief angesichts der vorsre-schrittci! üfe gründlich i rgebiiislos.' \ orge-cn l ltliineit z.e vorgetragenen div •Vit und de lixenricrenden mehr lebhaft Meiulu iiien 1 in Bildnis dei verstorbenen Herrn Joseph Lipptmajin. der Iiizu seiltfem Tode dem Vorstande des Israelitjiscaen Tfropelvcrbnndes, und zwar seil l'JiW als dessen VoMitzpnder. angehörte, wurde von Herrn Staatsrat Dr. I. i p p m api n Im den Sitzungssaal des TebipflVerbandes gestiftet und dein Verbände am IK. \. M. in einer internen Feier üljer- -eln'it. Hierbei gedachte I lerr II e i n r i th I.evk. der iejt/lgo \or-itzende der \ erw altung des Te-mpeh erp uieles. in ehrenden Worten -eine- Heimgegangenen Amtsvorgi naers und dankte dem Stifter de-, Hildefür seine sinnige Spende. /w i-c Die im Mudttcil Wiiiterluide zw i-chen der Straße BraJUÜ- Kcplrip, und der ( nrl-( edin-Stnuße anzulegende Straße mit I u l'gniigerdii rehgatig zur ( arl-( dlm-Straße soll dep amen Mareiis-Norillieim-Wcg erhallen. Damit wird das Andenken ,ui. einen hamburgi-chen Widi'ltiifvr geehrt, der elurjci das am I. Februar. ls<rr errichtete' Testament sein großes Vermögen /u wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken hinterließ und dadurch! die Veranlagung zur Gründung des \| 11 rii--Xordlieiiir-Miete-llilf-\creins in Hamburg und des hajniburgischen Seel-Hospitals .,N'eirelhtliin-Stiftung" jnijAmte I! it/i liiiltel gab. das am 4. September d. J. auf ein 2) jähriges He-telien zurückhljckcii konnte. Das Grundkapital fieser Stiftung betrug damals Irl Millionen Mark. Mar.ous \ o r d Ii e i m . geboren am Ji. September 1812 in Memnud-- Icnl in Baven), gestorben J">. November 'I8«W in Hamburg. .•war Inhaber der Firma M. Nordheim & ( o. und hat als Senior de- Hamburger Häiitehandels zum Aufschwung des hiesigeri Hüntemarktcs beigetragen. Fr gehörte von! 1871) Iii, ksus den) Vorstände der Gemeinde an und hat sieh durch Begründung de- Maren- -• Nordheini - Stifts sowie durch lu I rriditung des Gebäudes deir Mädchenschule der {Gemeinde in der Gurofiiicnstriißc ein bleibendes Verdienst um die Hamburger Juden erworben. Seine irdi-ihen ITirrrteste iahen auf dem Begrähnisphitz der Gemeinde in Ohlsdorf. . Bei dic-i'r Gelegenheit < sc-jen einmal kurz die wenigen Straßen aufgezählt, die in Hamburg an Juden erinnern. Die II c i n e-straße. die von der Fckemförderstrufie zur Reeper- LmIiii führt, i-t nach dem Stifter de- Krankenhauses der Gemeinde Salomon Heine 11767 bis IS44) benannt. —I Die •Gabriel' R i e fie r strußei in Eppendorf.- die von dei lliiilwigslraßc bis zum Schi ittminkt der KellinghiiseiiJ und '-'äiiftl prinnert an Gabriel Rießel Nummer zufällig er vertrat bekanntlich Hamburg Ker-ammliing (1848 4'» und hat rgeHchaft angehört. — Die eini h n - S t r a ß e in Winterhude I ohkop|>elweges von der llochdei ■ 11 iiideiiluirgsti aße ml der der Goerhestraß« 'tsiii, |,its(,i); clever en Xapir; in, dieser wiederholt genannt wird: '.in der Frankfurter Nation; .mitteler Tlambunprscheji Bi gajigs erwähnte C a r I - C I iilit t inerlängerung des b.ihn bizum Schnittpunkt i ei-torbeiK-n Senator C arl lien-tvolle- Wirken zum . -,'|ih i Fiu iiizen. noch in aller I). ing laliri k* Vorsitzende Mr.d'e \nrdring: sie -oll d> - Andenken an den erst jüngst oliii wach erhalten, dessen ver- Wolile Hamburgs, insbe-o iden Erinnerung ist. ler Verwaltung der Reliuion--<hüle der Neuen Dammtor-Synagoge. Herr \f ki r i t z K n r I 5 b c r g . i-t von seinem j.Vmt zurückgetreten. An -ein, i Stelle i-l Herr F r wj I Ii F ji n el a u zum Vorsitzenden gewählt worden. Neu tritt Herr S i e g f ri ed A b r u Ii a in in die Schuh erw altung ein, so daß sjeh diese nunmehr folgendermaßen zusammensetzt: Herr Erwin Landau. Vorsitzender, Herr Heinrich Mayer. Kassierer, stellvertretender Vorsitaender, Herr Wilhelm Haljeir. Schriftführer. Herr Wilhelm van ( leef. Herr S i - f rie d A b r a Ii a m . Frau El se II a in I e t. Herr M oiri.t.z K a r I s b e r g . ■ Frau Anna Kaufmann, Herr Dr. med. s. Stiebel. Herr Jacob Valk jr.. Herr IIa ns S. V i et o r. - * Am ersten läge del.auhhülfenlestcs wurde die muh Schäferkampsallee J" verlegte Volksküche der Gemeinde entsprediend dem Erisl der Zeit ohne irgendeine Feierlichkeit inBetrieJ' genonimen. In der Volksküche kann jedermann gegen die geringe Gebühr ron 0,3flj '.ii)t, trotzdem die Herstefkingskosten mehr als das doppelte betragen, ein ausreichendes kräftiges Mittagessen erhalten. Es ist | iiti/n nehmen, daß die Frequenz im Laute der nächsten Wochen -ich -teigern wird. — Die Besichtigung der Küche und der Aufenthaltsräiime wird gern gestattet. Spejnden für die «Volksküche werden mit besonderem Danke entgegengenommen. Dali die Wirksamkeit der Volksküche, auch außerhalb dei Gemeinde Beachtung und Bettall findet, zeigt der nachstellende Beliebt des ..Hamburger Fiemdenblattes"' in seillei Morgenausgabe vom J5. \. M.: Die Dentsch-lsraemtische Gemeinde in Hamburg unterhielt seit acht Jahren eiAe Volksküche in der Rentzel-traße. Jetzt hat die Gemeinde da- Haus Schäferkampsallee 27. da'« ihr gehört, für diesen Zweck freigemacht, da diealten Räume den durch die Notzeil erhöhten"Anforderungen nicht mehr gewachsen Waren. In dem neuen Helm der Volksküche sind im Kellergeschoß weite Küchen- und Vorratsraumc vorhanden, im Parterregeschoß clic-neii helle Zimmer als Fßräume für Damen und Herten, In einem hübschen Aul enthalt-raiim ist Gelegenheit zum Fesen und Spielen. Unter Leitung von Frau Gnrwitsch werden täglich etwa i(H» Personen ge-peist. Die- Mittel fließen aus Genieindekreisen. Der Hamburger Spei-uugsring trägt zur /; Verhilligung del.--enprei-ebcd. so daß es möglich ist.' ihn zurzeit auf ><> IMg.. für die- Portion zu halten. Der Wohltätige Scholverein liefert Leliensmittel, wovon etwa loo bedürftige Kinder israelitischer Schulen gespeist werden können. Das Essen wird in der Volksküche zubereitet und im Jugendhort der Gemeinde, Joh.nsallee >4. au die Kindel abgegelien. Da- Speisungswerk der Deutsch-lsraetitistheu Gemeintie i-t ein schöner Beweis tätiger*Nächstenliebe. * ... Die Geschälfsleitlillg de- Bliimentages, der am ">. und (>. September zugunsten der Frlioliiiigsfürsorge bedürftigei Kinde r \eran-taltet wurde, hat dem Jugendamt dei Gemeinde ihren Dank für seine- Mitwirkung ausgesprochen, insbesonderegilt dieser Dank allen Helfern und Heilerinnen sowie allen'den jugendlichen Sammlern und Sammler innen, die- -ich mit Erter in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Diesem Dank schließen wir uns'von I lerzen an. I* * ' l ■ In etiler Besprechung der Ausstellung Kult und Form. über die wir in der jüngsten Nummer des Gemeindeblattebcridttel haben, kommt da- ..Hamburger Fremdenblatt" in seiner - Abendausgabe mihi 10. \. M. auch auf den .neuen Pemp.el in der Ober-ti'aße zu ^sprechen. Der Aufsatz rühmt die e i n cl r ll tjk> v o ) I e S eh ci Ii Ii e i t el e r Ii a u ni - gesta Illing des Baues, der in würdiger Wei<e das jüdische Kultschallen der Gegenwart repräsentieret Aus den Vereinen Der Israelitische Mitgiftverein, vormals Ausstuttu'ngsxe-rein von 1810, Toroert diejenigen seiner früheren Mitglieder! die bei eiuer VeHosiiug gewonnen und sich inzwischen verheiratet haben, sowie diejenigen, die bei einer Verlosung ge wonnen, sieh inzwischen nicht verheiratet, aber das 45. Lebensjahr erreicht haben, sowie endlich diejenigen Mitglieder, diezwar bc-i keiner Verlosung gewonnen, sich »her nach mindestens lOjahriger Beitragszahlung verheiratet haben, auf. sich schriftlich unter Angabe (hier Adresse bei dem Kassierer de s Vereins. Herrn J. R o s e -