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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-07-13 · 7 (13.7.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
7 (13.7.1931)
Date
1931-07-13
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deotsch-Israeli tischen Gemeinde Nummer. 7 in- .!44 in ( Lei [Rh MUH sild Gegenteil /n erfahren. Die Frklürung für cKcse l'inpiiiig der Kurven vom erwähnten Kreuzpunkte an i-t er differierenden Besetzung der höheren AncEsgruppcn der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung, namentin dem höheren 'durchschnittlichen Aller der Juden rftarli «ler Altersklassen bo -70. 70 so. N» und mehr /n zu -ler il ' ■ I > L ■ L l[)ie stärkere Dichtijrkje.il der höhe -■Fohre, daß U-i der jüdischen Ii*-% R Ihm Wkeits/iffe •r jml ihcr als •reu Altersgruppen hat dien Bevölkerung die Gesamt- »ei tjier n ich! j üd i-dien erscheint. Ein Quellenbuch zur jüdischen Geschichte Und Literatur Von Rabf>iner Dr. A> Posner-Kiel l nter einem Quellen!.udi \cfrstclW man ein W erk, daan b di'r geschichtlichen Darstellung durch einen best imm- Verfusser die Quellen, au« denen dieser \erfasser selbst >fen müHte. dem Leser darbietet: Jiekle, die peschidit- I >.it—t«-lliifiir und die D irbietung der-Quellen, haben ihre üge und ihre Mängel. Die geschichtliche Durstellung skh zumal wenn sie der Keiler eines genial vcranlagilie Vorgänge intuitiv erfassenden Menschen enlstatnuit Iein einheitliches Ganzes, sie erhebt /u höherer Finli.it aber den Mangel ihres Vorzuges, sie zeigt den ges< liehtlichen Ablauf der Dinge so., wie der Gcschidrtstu -iber ihn sieht, dei oft l'arteiraanIi ist und selbst beim VVilen /ii »freiigster Objektivität wider seinen Willen oft •sich selbst mihi hinaus kann. Qucllenhiichcr haben mm den Vorz.ng der I uinittclharkcit — eine jede Z<'it eine jede Generation sprechen /um Leser im Stile, in den Findlingen, in der Beiraduiingsweise ihrer Zeit — die ltdeiikniüler und [ rkundei der Jahrhunderte und Jahi- •ude \ereinen sich /u ejnein bunten Mosaik und lassen lenkenden, den aufmerksam hnrdienden Leser die Fülle Geschehens imvermittelt nacherleben, geben ihm Anteil r Kiitwkkluilg «ler Dinge, hissen ihn mit w eben an der Siel len -dlii| lidf. Vor gibt ien. "71 A heit üh< w iei und Km| Sehr laude ii dean i ( .oll heit leb den VV slijc /il < sehn hin: iMsi w enlgi Lud J I« I Mit g'r I M t l(cn dc--eli. dc-r ezusammenstellt, immer ■er! l.iitw i<kIung gebelk un I es nötigt seinen ler gedanklichen Arbeit, zu einem selbständigen .Ii iiml im uje bat <U> i< |ei lef V *en a lle gnn; Un. •Mut /eil. I schö Man -dl ii de-rdeu lebt ■i ii. i -Ii' Sdi je I Mangel ndigem Kleid, -eine- Vorzüge e- Aber auch da -4 es kann. Q/irc Midi L nbudi hat )eim besten nur Brudi- I Jeser Nach- [fen. tlus nun einmal nicht jedermann- Sache i-t. Iniinerge-diiditliehe Darstellungen der jüdischen Geschichte /en «ii eine ganze Zahl -1 Qucllenhiichcr dagegen nur Vus die-ein Griinile zeigen w ir hier ein Quellen- /iii jüdischen Ge-diidite und Literatur an. «las Dr. i ii - 11 i> \ I e r in Frankfurt a. »M. herausgegeben hat. M Ii nein Midier Mühe und nur ilurth die l nterslütz.ung i geistig iiitct\-—icrtcr < )rgani-atinnen — wie d^-r Lngcli Ii HL de ii ngei). ( h> iaiinnen — wic «BT Keiclisvcvrf Kindts jüdischer Lehrer u uL" ist es es Wi rk in Würdiger und schöner Vusslaltiiier eriirtientlidi billig heia 11-/11 bringen!- jVVicunhl at dl-r VV i--en-duilt. eine -elir fühlbare Lücke ien l utcrridit un-erer Schulen ausfüllen kann. [ erfunden. es durch die e \ oKiteilung l'rühek- Mittcflabei aiillenir^lentlidi billig In ii Desiderat di idil I ichc bisher die notwendige [VerhreitUing nicht die e- /uinj w ert v ollen Besitz jede- Schulkindes und jugendlichen werden könnte. - wird liier geboten:' Vielleicht genügt Hing der l ntertitel der ein/einen I eile, eine (uttzen Werk*- zu Iii-fern: Altertum und fri \on der Zerstörung ijes er-teu lempels bis zum l nterde- (<aunat-| "5s<i \. — I04O u. bes.(iiidi-rs im Morgcli- — Spanien \- Di-ul-dilaad. Krankreich' und Itdien im laller — Lurppiii-die Lander in der Neuzeit :—LNeiiesle I7VI bizur (.egenwart. I; fiese Vngalfen können den Inhalt natürlich nicht-erman ahnt wohl, wieviel hier geboten i-t. chlig-teu . Dnkiimeiite zur. jüdischen (ierhiilt einc-ii Begriff von den Leistungen ralur zu den \ er-ch ieden-U n Zeiten und in n- I andern, in der bunte-teii Gattl HJI )fi-n. AIh kann dit lle le-en. ma I üdisdien I Iii inannigl-adi-tt sich in die Y begibt sich zti i rknndlidien ii It ii r» erhall ijisse den \ (irfallren. vergangener Ziiten «-in (»en eindeichen, zi ihren Berufen. Sämtliche I ( har.ikters -kein odex in ihre Familie, in ihr rubel . mögen W<'iken von flsiellern -tar imeii. i-nthalten im "Beginn eine genügend« >ei J. Kauf m u ii ii. Frankfurt a. M. ~> leih-, so UM., für .sjdiulen bill-iger. ma n Im nih il Aimierkung ülier die Quelle, während ein Anhang über l ebi-rset/er und Herausgeher das Notwendige berichtet.; Die Verwendung dieses Quellenhuches kann gar vielfältig -«•in. Der Herausgeber iiiillert -idi darüber in einer grollen Einführung zum «Iritleii Teile, er hat in erster Linie an die Belebung und Befruchtung des l »,1e r r ith teii in der Geschichte gedacht. Jeder l'adimaiiji weil!, w ic schwieriges ist,den Kjiideru die Namen von Werken beizubringen oder ihnen i'on ihrem Inhalt zu erzidden. wenn -ic damit keinerlei feste \ oi-tellung verbinden können. ■ Die hier gegebenen l'roben werden diesem Mangel abhelfen, sie werden in der Hand de- Kindedie Schulbücher der Geschichte fast über fI ii—ig ma<hen. . '.. - Aber auch in A r b e i t s g e in e i n h di a f t e u über jüdische'Geschichte, in Kursen zir jüdischer Literatur winl man da- Quellenbuch mit dem l>e-len Nutzcju \erweni|en. I eberall wird edie eigene Arbeit anregen und so <l<-n modernsten Viisprüchen der VVissensaneignung entsprcdieji. t-s wäre fast sündhaft, diese wi-rt\olle Arbeit brachliegen /ii lassen. Ks -dieiul mir eine heilige Pflicht /u -ein. ihr alle \\fcgc /ai ebnen.'damit -ic ihrer Bestimmung zugeführt werde: da- Wissen vom .Judentum bei denen, die es angeht. /ii vermehren und das Interesse am jüdischen Badi. au der jüdischen Quellenschrift /u erwecken und zu mehren. Wei da« Hövtersche Buch besitzt, wird sich schies l igi-iilninfreueii. und dankbar wird jeder demjenigen sein, von dem er e- /iriii Geschenk erhält. ' Personalien In der Nadit zum Jb. Juni starb unerwartet Herr Jucnb Badirndi. I in Wort.zum Lobe dieses schlichten und lH-schciclenen; v«n echter judischer Frömmigkeit erfüllten Mannes zu sagen, der viele Jahre in unserer Gemeinde, das Kllrejutnirt eines Mohel, ausgeübt hat, ist unnötig. Line übcrgrolle Anzahl von \ erw. aiidten. Freuildejl und \c-rchrcTii 'erschienen zu seiner Bestallung, bei welcher die Herren Babb. Dr. B a in - berge i und Beb ja min M c > e r sow iifi'in Schwager ilc.s Heimgegangenen da- Wort ergtillen. * Heinrich Band ler, der erste Konzertmeister 'des llambui ger philharmonischen Orchesters, i-t am s. Juni bljährig gestorben. Bandler, der Sproß einer in Böhmen lebenden jüdischen Familie, studierte in frag und wurde dann Schüler von J o - e f J o a di i in. Nach mehrjähriger Tätigkeil in Breslau erhielt er algereifter und fertiger Künstler in Hamburg den l'oslc-n eines I. Konzert meistert di-'s neugegr ii ndelen phil Ii ii inoiii-dieii Orchesters. Die] Frucht seiner 50jährigen Vrheit war der \uf-lieg des Orchesters und diel.ei-liing de- Bamllerquartetts, das weit über Hamburgs Grenzen hinaus als Pfleger der klas-iscju-n und Förderer'{der modernen kanrmerniusik bek.inip wurde. Biutdlers Wirken als Li-hrer der jungen Generation ist von grnm-m Krfolggekrönt. \ ich- (juiige Hamburger, bc-sonderjüdische Schüler, stehen trauernd an seinem Grabe. i * . . ... Da- Fest ihrer goldenen Hochzeit feicjrlen am 1(>. Juni II. lammu-l die f lieleule Ph i Ii pp K I in s und Sa r a geb. L Ii g I ä u d e f. i ' * •! *'• ' Heu Louis David, der langjährige vcrcliertte .Vorsitzende des Israelitischen Mitgiftvereinsj vormals Aüsstattungsvereju von IS40. \olleudetc am J+. Mai -ein K>. Lebensjahr in -seheuer Büsligkeit und Fri-die'. i * '• Juni volleiidete Herr Jacob Lichtenstüdtcr sein 7». Lebensjahr. Der;'Jubilar, blick) auf eine reich gesegnete \rbeil als Frziehet und l.ehrc-r d«-r Jugend unserer Gemeinde zurück. Viele henje -eil Jahren im Leben stehende Mä......r haben ihm für da- /u danken, wasie geworden sind. [ ■ '} ». -■ ' i \ - iL '" I ■ . * I ..-*,•; Km Ki Juni leierte Herr J. M. Valk. der Vorsilzende der ()rtsg^up|ke der fereiiiigung für das liberale Judentum in Hamburg, seinen 70. (,eburt-tag. Der Jubilar, der auch lange Jahre der Verwaltung des Israelitischen Tempel Verbandes angehört hat. war aus diese«! Anlalf Gegenstand vieler I In ungen. Di,- GlückwUnschje des Tempelvc-rbandeübei - biaditcn ihm die Herren Babb. Dr. Italiener. B. Ii a cfi - räch und Oiierkautor Kornit/cr, die d<-s liberalen Ger

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