Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 3 (12.3.1931)
- Date
- 1931-03-12
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer 3 Gemeindeblatt der Deutsch -Israeli tischen Gemeinde Seite 5 Einweihungsfeier des Krankenhauses des Erweiterungsbaues der Gemeinde hotte die Ver- Vertreter des neu Kreis wni •*. M ä r /. 1931. Zur Einweihung des Erweiterungsbaues; waltung des Krankenhauses (I<t Gemeinde J~5enats. der BehördeiJ der Acrztesdiaft innL i Gönnern und Freiin len geladen* Der Vorsitzende. Herr Dr. Fritz AI. Warbiirs. begrüßte die Erschienenen im I gedachte dankbar des Stifte« S a I o - m o n Hejine, der 1*41 das krniikcnhnus ins Lehen gerufen hatte. Ei "wies darai f 'hin. dal? das Krankenhaus auf Grand seiner Satzungen in 'herc-instimiuung mit der ethischen AnTfussung des jiidcnti ms von jeher (Irr Pflege von kranken aller Konfessionen diene und damit in ■.einem Aufgalienkrcis zum Ausgleich von Gegensätzen beitragt*. Anlehnung an eine Festrede des Ol eriabbiiicrs II i r s <h *. \. heim ><i jährig. Jubiläum im Jahre 1893: zitierte er die maßgebende Talmud- Melle: ..da, iro Kranke'gepflegt «erden. Millen ni<ht Idol! Hie Kranken, aus Israel, sondern welcfhcm l Stamme und Bekenntnisse, sie auch angehören iiiöge-n. idie gleidie Lieln-. die gleidie Fürsörjge genießen." Der Redier schilderte weiterhin die .Enfwjicklung des Krankenhauses in den letzten 40 Jahren und die engen Rcziehiiugen. die es besonders mit, der Bewilkeriing des Stadtieils St. Pauli verbinden. An die - Begliijiiincswortcf des Herrn Dr. War >urg|. schlössen sich eine griiRerci 'Anzahl von Ansprachen, die wir mit unwesentlichen Kürzungen hier wiedergeben. Herr Senator Eisenbarth: Im Auftrage des Senate-, im Namen der GesundheHsbehÖ"rde und der W'ohlfahrtsbehördo überbringe ich die allsrheraHchsten Glückwünsche zur Weihe dieses schönen Baues. Das im'Jahre IB4I errichtete Krankenhaus der Deutsch-Israelitischen Gemeinde hat in Hamburg immer an der S > i t z e d e r K tl n. n U en Ipuser {restanden. Sein guter iRuT ist in Hainmirgjin allen Schichten und Konfessionen unbestritten und |iat sieh in der langen Zeit seit seiner Griihdiimr Iiis heute erhallen. Wie kommt das? Die Antwort mufi lauten: Dieses Krankenhaus hat schon seit seiner Gründung den Anfejrderiihgen entsprochen, die man. an ein Krankenhaus stellen'muß: ZwcekmäRige Bauten, entsprechende lnticncinridit|ung. tüchtige, auf der Höhe der Wissenschaft stehende \e?rzte. eine gute Schwesternschaft, und wa< aiiRcrordfntlieli wiejhtig ist. eine geschickte, sparsame w rtschoftliche Leitung, sind nach meiner Meinung]die Faktor« iC die für ein frlntos Krankenhaus aus-.' schlastrebend sind. Bei diesem Neubau handelt es sidj um einen '/weck-. Riehl um einei^ Luiusba'u Architektenknjjst und ärzllidicr Sachverstand, die. wie i :h von Herrn Dr. W a t b u i g gehört habe, von Frau Ohe-in Gordon seinnachdrücklich unterstützt wurden habcil M u s t e r g ii I t i g e s geschaffen. Der ftuf dieses Krankenhauses, ist außerordentlich - gut.- nidit nur in Hamburg selbst, sondern weit über lliimb u r ff s [G r e n z e ni hinaus. Fr I wurde begründet wm den Professoren Kr fajh und Alsberg und er wird — davon bin ich persönlich überzeugt — durch ihre'Herren Nachfolger weiter gefestigt werden. Herr.Dr. Warhur r hat erkliirt. es sei verboten, die Ve rd i e n s t|e der Fr in Oberin zu' erwähnen: ich nehme an. daß sich dieses Verlwit nur auf den Herrn Vorsitzenden bezieht, ich wenigstens lasse es ni'r ii'tht verbieten, und ich muß vor allen Dir treu sa"en. daß Frau Oberin sieh in in der Bemühung, sine tüchtige, irut durchgebildete^ S ch w e sj t e r i\ s dl a f t heranzuziehen, außerordentliche Verdienste erworben hat. Das muß! jeder anerkennen. Und das tue ich heute im Namen des Senates und der G e's ii n d h e i t s b e h ö r el e In Anerkennung ihrer W'ditieke;t hat der Send der Poliklinik bisher einen Zuschuß gewährt! und will diesen audi weiter •gewähren, soweit es die Finanzlage irestnttef. Möee das Krank;nhaus weiter wirken im Sinne seines Stifters, wie es seil 1S41 — also seit Ifohrzennten — zimii Wohle vhn Hamburg und vor allem /um Wohle der Kranken wirkt, lind mö*e es weiter blühen zum, Segen der Kranken und unserer Vaterstadt. Herr!Redi<«anwn t Oavid: Im Nnmen de« YprstanoVs der NDeii1<=ch-J«irnelitisdie!i Gemeiti'le danke ich Ihnen her/liehst für Ihre Einladung] zu dieser Feier der Weihe Ihres neneii Hauses. Ihre Einladung gibt uns die willkommene und gern -j--n-r--—-;- genutzte Gelegenheit, in feierlicher Stunde wieder zu 'bekunden, wie w'iliuuden sieh die Deiilsdi-Israelitisdie Gc-- meinde. wie Ranz eins sie sich fühlt mit'diesem Krankenliaiise. das ihren Namen ■ trägt Gemeinde dein 'Werke de* kr .sie dem Wirken seiner Yen» um so herzlicher, je tiefe-r die FestcsstUIldc fühlt, was in de i neu ii Jahrzehnten -eit eler Die Anerkennung! die e+le inkenhaiises. der Dunk, den aItiing CHtgegenbriilj t, sind Gemeinde gerade |n dieser das krankenji; Iis aus zumal jetzt, in .dieser eigener Kraft! neu ge- (iruiidsti-iiilegung am )0. Jun Is>41 eigener Kraft geleistet!1 und uaes Zeit, die schwer .auf uns laste, aus -ehalTen hat. Am läge der Grundsteinlegung hat das Vorstehler-Kolle gjum der Gemeinde an Slalomnn Heine, dessen Name gesegnet ist für Zeit und - Ewigkeit, geschrieben: „Wir wollen einenr Di'iikmal der großartigsten Mensdiienliebe gexentlber ein Denkmal he riehtc-n.*' DicMCs.selbe Wort > meinde jetzt aji«t freudig Iii dien, zu dem Gcistlind der flügelt. Ea ist wirk ich ein >e. und diesem Werk soll in herzlichsten Dankes und waltiing des Krankenhauses, die dieses W'c-rk erinöglieht Gesinnung, die Solche Tal I» Denkmal edelster Mchsehcnlie- Unserem llerzem ein ■ Denkmi herzlichster \nerkennang eiri:htet -ein Solchen Adels der Gesinnung .und cler isdiaffcnilen edlen lat wollen wir uns freuen. Chateaubrialnd spricht einmal •wm den drei Stadien des Adels.dem de;? supeiielfitll. dem eleT privile'-ges und dem der vaniteV Der Aejlel eler Gesinnung ~a.t. den wirj in, elie sejr Stunde Bezirken der kup'-riorite ge- 'zlichster Anerkenn unketiricht der Vorstand der Gev egteni Uenzen zu der \*rzu dem großem kreis 41II derer, iin'd der schaffenden edlen 1 preisen, er ist wirklich in den blieben, «fei er ist nicht koili innererechte, lind tiukeit und •über innere inneren. stolze erstarrt iin Stadium der priyilögejs. Verdipnsl mehr ::r ist nicht herabg ieuRerlichkeit, die Leere Solchen Geistes eler Gerne» nbÜrgsdiafi und tätigiing wahrhafter, sozialer Kthik wollen -wir (ins freuen. e-incr Sittenlehre, elie er-t In c tesidieidenejn I ebc rfegenheil rei'editfertigten au siinken zuit v.miti' nicht hinwegläusc^ieb I ßetr r durch n Vorzi(r Nich.- köiinen leher Beer ZusammiMifassii ig aller, in der Gesamtheit ihre Frfüllung findet, einer Gesamtheit wiede'riim. die aufgebaut ist auf sittlichen l'orelei ufngcn und in ihnen erst ihre Krönung sieht. Soleher Adel der Gesinnui g und solcher Gc Kthik werden walton im neu gewirkt haben im alten, und dem granitnen I'undament. au Gemeinde und für sie ruht, u] des Judentums, und solche Werden sieh frei und freudig soziale Wirken dieser e ilen SchlietT an ein Ganzes dich a; So sehetii wir in elänbige neu*>n llaiis'es zum Wohle de hier Heilung von ihren' Lefdt n Haus, wie sie iewerden getragttn ';r dem all unsere A id das heißt Gesinnung und sei inreiben in das sjt ist sozialer »egens reich sein von t in der •t**; Finheit •r Geist asreidie Stadt. ..Als dienendes Glied Zuversicht das Brüder und Sehw Id \\ rken des eMern. die u erhoffen und denen wir dieser Festpssttinde cmi Hoff Illingen wünsch eu. l'nd wir fassen unsere W gröRte ist. das eler heilhrste ftHTTsa ^y'TTiaaim: l'eber erheben. •Herr G'e Ii e i m r n t unseres altedir würdigen cler Aerztekammer und I Innrhutger Aerztesehafl schönen stolzem Neubaues ganzem Herzen Frfü Ii ng ihrer mische in das AVnrt Tag eiern Juden -z't ille Erdenschwere ■ das das *agen' hat Prof. Dr. Kiinimell: Ini är/t iehen Vereins von I ich darf wohl sagen, iclcji ntücfite ich zur Vollendiu aussprechen. Wohl, alle die hier gewirkt haben und nodi res Vereines. De-n chirurgi nCrankenhanses habe ich von kannte eliMi'erst.en in diesem unsere herzlichen Gjiitkwiinsdie eiligen Herren Kollen-n. die wirken, «lud Mitglieder unseeheti Fntw icklungsgaiig dieses \nheginn an beobachtet. Ich Kr inken'iaiise wirkc-jiden Chirurgen, der in keit berichtete: ich k iniit b-erg. cIct l.in,rc- Jahre ein prächtiger Mens« rin Chirurg v«r meinen Am Unserem Verein wiederholt über seihe Tätig-. hier w irkenden ('hirurgen- 111 nicht eited zu machen! wo gedenken dem in de r 'inneren Medi'zh didi Namen a Biburg, ganzen g dieses len hier I' ein unvergeRlichp gewirkt hat »1 Alsimd als ganz hervorragender en sieht. Von diu 11 «iehte ich nidits sageti iiier m;;ehte . ich eind wenn er auch nicht .in cler Oiiri| heute 11111 ihn Mannes rle. sonwirkte sich dodi njit einem in der inneren Medizin sehr »sltenen Sdiarfblick der Chirur