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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-01-12 · 1 (12.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
1 (12.1.1931)
Date
1931-01-12
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemein deblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer i ml Uhlers heidie die Ausführungen des Vorredners, ins I c-cinclcn' mache: er -itti -eine Dankes Worte an die Herren J Ii - t e r tiiil N u t h a il. lmiiz besonders aber an Frau Dr. ™ e'y v r - VV e d e I I /n eigen. Kinzig und allein ihrem Klan und ihrem [Geschick-sei die l e|>erwindung der dem Plan entgegeiiste>jlieii<len S»hw ierigkeifen zu danken. Der Redner i berhruihte -crlann die Grüße des Vorsitzenden des Voraneies der Gemeinde. Herrn Ad f red I.evy. der. am 1 rscheineif \erhiudert. dein neuen Werke bestes Gelingen \ iin-ehe-n |(iw. I - -ei /war kaum nötig zu sagen, dal! alle i ein Heim da- Beste wünschten. Ks sei ein. Zeichen von Mut uul Vertraiieii. dal! die Jugend das neue Hehneiii- » eihe. bev< r feststehe, ob es -uh firr seinen, Zweck eigne. Das Treue;elöbitis-. dader Vorredner namens der Jugend ( er Gelpeil de ausgesprochen habe, habe er gerne gehört, uch die Gemeinde-werde der Jugend, die sich zu n n e n u d in d er G e m e i n d-e d a.s h i s to - Ii r b e 1 - d,Y i - eh e -i ihm \;d. v dal! u i i (I i« a t' i r l eil e Z e Ii t r ml er jtew a'ih-cn Not ... Ik ii d e n Ii e i t s e h e u in d e r Ir a in b u Ii, die Treue bewahren. Ks von 2 Jahren das zweite Gemeinde ein Jugendheim weihe. Am l'U'i habe -ie der Jugend in der Stadt die rhalb eine- Zeiträume: >e|>t Hiinnie u ( ein /«eilen Gcmcindchaiisc Johnsallee ">4 übergeben. |l).i nalhabe er in -einer Kröffnung-srede gesa^ ..Die Au'ftaUeu der Gemeinde sind gewachsen; weil die Not ist. ■nie wirtschaftliche Not und die geistige •i -krieg und -eine Kolgen haben eine völlige I ni-ihiiiitiiug einegroßen Teils der Hamburger Judeuhcit bewirkt: l|i ganz anderem Maße als früher muH für die Kindel ge-orgt »»(erden. Die denkende Jugend, »leren Ideal»' zerschlugen «enden sind. ist auf der Stiche nach neuen Werten.] Sis ringt um eine neue XVcltauffassüng, Daraus lijben lieh '1/u-nmmeii-chlii--e und Organisationen vereine lener ,lrt ergebe^n. Die Gemeinde muß-»ras notwendig« Zent i itTn können." liier in Aufgaben, r kinder- und da- -iih alle die-e Ciebilde anlehnen lii'-ejn Hause siehein w ir noch vor schw ierigen l>efterbergl eine Kleinkinder-, eine Kriiölungscine Abteilung für Kinder, die uns von tlcr Lahtfeszeutnilc der deutschen Vereinigung für Säuglings- und Kleinkiiidrrtiii-enge überwiesen werden. .Nun zieht null IfOtjh die Jugend hier ein. Ks »werden -ich Schwierigkeiten ergenen. nlier hoffentlich werden diese überwunden weiden. Jedenfalls wird che .Schaffung dieses Land Jugendheims als eine I at angesehen werden iniis-cn. ich stell»' mich resjtius hinter die Jugend. Die Jugend ist hi-ute zulikal. weil sie aufwächst ohne Brot und ohne lloflie jüdische Jugend wird von dem l nglück eil i■ <><.11 mehr als alliiere betroffen. Aber sie ist nüng-tn-. Wäre sie es. sie wäre ihrer Vcrgungen- "würelig. dieser Vergangenheit, die den unvergänglichen Slol/ und den unvergänglichen Kuhin der jüdischen Gemeinschaft bildet und die darum auch der nnvergängliihe Koni indischer Zukunftshoffniing und jüdischen Selbstvertrauens i-t und bleiben wird. Zu diesem Selbstvertrauen rnfe ich die jüdische Jugend auf, hier, in dieser Landschaft-, in welcher hn ch ard Dehme I gesungen hat: . . LNämm dein Schicksal ganz als deines. Iliijter Si*ge. Gram und Grauen W ifst du dann ein ungemeines '>Ii|ck entdecken — Selbstvertrauen."" uidi an ein andere- Wort, fuhr der Rednei fort, in piesej Stunde erinnern. Jm Jahre IV*) habe die eine Denkmünze herausgegeben, auf welcher das 'rophejtcn Je-.da (30,8) ..lasset uns einmütig zumeist i i n ii Iii. ii n -e re r nicht liofl heit nicht Aber «olle er ( ■ eure iudif •Wort de sainifeie^slehen" zu lesen -ei. IS'X) — das sei eine Zeit des frieden- und (lej deutschen Aulstiegs gewesen. Heute, in einer Zeil di-- Nile derganges, von dein die deutsehen Juden lie-oiulei■< betroffen wurden, sei dieser Ruf doppelt notwendig. Darum rufe er zuitr Schlüsse die jüdische Jugend auf rui Innigkeit! uird zur Treue, zur I reu e zu m Staat, /ur I r ein ef z il Hamburg, zur I r e u e z u m J u d e n - 1 ii nl und /ir I r|e ii e zur (i ejn e i n d e. VIniithker Redner sprach Herr Direktor Dr. Hertz namens i er | Jiigrndhehöiilc. ' Kr gab seiner großen Kreude uber-ilie Btjgrür.dbuig des Landjugendheims Ausdruck und lilici mitteile die be-ten Glückwünsche seiner Behörde. Aus der Verltnc iiiig dieses I.aiidjiigeudheims mit einer Anzahl anderer. hMirichtilngeii'erwüchsen «ler Jugend gewisse Verpfliddiinren: fcihcjr Rücksichtnahme auf andere und Selbsteiviclniiig seien ja gerade Aufgaben, die der Jugend pbr liegen. Aus eigener Erfahrung wisse er, was clor Aufenthalt in einer Jugendherberge und inmitten der Jugend bjBpeute. Kr wisse, dal! solcher Aufenthalt den Menchsen inner Lieh und äußerlidr erfrische. Sokhei Segen, das sei sein W husch, möge auch von dem I and Jugendheim VV ilhclminenhöh* ausgehen, dem er ein herzliches Glückauf entbiete. . Krau Dr. Meyer-W.ecTe 1.1 Bberbradite zpersl die Gliiekw ünsehc " des Repräsentanten-Kollegiums und! fuhr dann fort: sie nehme den ihr \on den Herren liiciiliioh n rad Philipp ausgesprochenen Dank gerne an, jniisac ihn aber ausdehnen auf alle diejenigen, die ihr bei Ausführung ihres Piaties zur Seite gestanden hätten, wie insbesondere Herr Philipp sedhst und der Vorsitzende des Repräscntanten-KoHegiunis. Herr A.lfred Lisser, sodann aber auch die Sachbearbeiter im städtischen Jugendamt und in der deutschen Vereinigung für Jugendheime in Stadl und Land, »lie sie mit ihrer Ernährung beraten und ihr Mut zugesproth'cn hätten. Viieh der G o l t Ii o 1 d - S I i f I u n g dankte sie. welche nicht leichten Herzens das ursprünglich für andere Zwecke hestimmte Heim zur Verfügung gestellt hätte. Au« »lie Rednerin gab der Hoffnung Ausdruck. '(MI die Jugend duidi Selbster/.iehung und Disziplin der in dem neuen Heim;offenbar vhrhandeireii S»h»\ ieriukeiten Herr werden möge. Sie fühle mit der Jugend und hoff»'. dal! dicke in ihrem Landjjigendheim Selbstvertrauen und Sellistgew ißheit wie.leigew iniu-. dal! der A u fc-ij t ha Ii in dein Heim sie aufs neue mit Ginuhf und Heimail verbinde. " Sie I WÜnscheL dal! Gott in dein Mause widme die I egciti (lott aber. ' so e. wohne dort i w i n kurzen S e I i g in a ii n Ausführungen wiiklkh von jüjg»*n»lrische getragen. I )ic- -ihloß sie unter Hinweis auf eihe iw o man ihn einlasse. Dann kam in dem Jugendlichen die Jugend selh,t /um Wort. .Sein» waren zur Freude aller Anwesenden liebem Schwünge und jugendlicher I Jugend, sei am heutigen läge einen bedeutenden schritt weitergekommen. Krüher habe mau sie nichl für vidi genommen, jetzt aber hahe^mtUi erkannt, daß die Jugend ihren eigenen Standpunkt, habe, daß sie trotz d«'r Verschiedenheit der" Vn-ihauliugeii im einzelnen »'in geiiilcjn- - i in BS Ziel , habe: V e i i n n er Ii chhl n g d e s j ü d i - s »h e n VJ e ii s ch e Ii u n d W e i t e t b i I d u n d e s J u d e n t ii jii s. Die jüdische Jugend Hamburgs habe schoii mancherleierreicht; Mitarbeit an den Aufgaben der Gemeinde und [leimriiumc in der "Stallt. Aber die Stadl genüge nicht, last 'im Ltfndhenn könne die .Jugend na»h [ihren Idealen leben, und wenn die Gemeinde ihr diesekandheim biete, so diene <ki auch s'Uh selbst. Denn etsf. H'PKI die Jugend aus ganzen Vlen-chc n bestehe-, könne sie ihrer Gcnicins»huft elwa- -ein. Wir .linken, sagte der Redner, der Gemeinde, wir wollen ihr danken durch die Tat. in leiii wir Kräften beniit/en. Wir wollen hier j ii d i s (h e VI e n - ch e n vverden, das die-es Heim nach ganze, starke, sei unser Dank. Nach diesem I!» dner überbrachte Fräulein ldisa|>eth l.ev.y Hamenmehrerer Kerliner Jugendiiigen Ciriiße und Glückwünsche. Die von ihr vertretenen Jugendlogeu hätten den lebhaften Wünsch, reehi bald das Jugendheim kennenzulernen. . ■ •. einmal I lerr V' I f o n s J a c o J) s i> h n . allen Anwesenden für ihr Kiscfieiiien. für ihnherzlichen Worte dankte! Der ..Stadt Hamburg an der Klbe tlueri" aber eben diircfi ihre Kiufadiheit und I ).mii sprach noch indem er nochmals; sämtlichen Redriein gemeinsaiiie Gesang endete die einfache, dur»h den überaus herzlichen Ton. der durch eier. Ansprache u klang, würdige und erhebende F r 7-f » : f S»*wester Paula Steiner. welche da- Kiiide.re r h ii I ii n g s h e i m VV i I h e I m i n e n Ii ö Ii e seit seinem! I ebergang auf die Gemeinde ge leitet hat. ist im l aufe des vergangenen Monats auf eigenen \\ utis'ch aus ihrer Stellung geschiederf. um in ihren Dienst in dem durch den Ntiubafi wc'sciitluh " erweiterten Krattkcnhause der ' Gemeinde ziirückztrkehren. Sefiwe-stfr Paula hat in WillielniincUhÖbe ihre Aufgabe in hingebungsvoller und vorbildlicher Weise erfüllt, welche die Anerkennung nicht nur der Verwaltung von W ilhelminenhohe und de r„ Gemeindebehörden, sondern auch alle-r in Kenaeht koinineudeii staatlichen' Stellen) gerunden hat. Wir siml der Zustimmung der vielen Kinder., welche Schwester Paula wählend ihres Krholungsattfentliulk's in Wilhelminenhöhe betreute, und der Eltern eliescr Kinder, sicher, wenn -wir Schwester Paula auch an dieser Steife unseren herzlichsten .Dank und'die besten VV ünsdie für ihre weitere lätigke it auspieche/i.

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