Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 11 (10.11.1929)
- Date
- 1929-11-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer ll Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Seile 5 n bi e! Q3 zu geben. Gegen ein Argument: Kampf um di der Vorschlagsliste Ich bin auch Ge,, der Listenverbindußr, fröhlichen Kampf trauen zu dem den Guten, die Was ist Demokra den einzelnen. Schindler: wird auch heute möchte Herrn Dr. nicht dieses Wahl gium zusammen' Lisser: Es Wahlen in dem Sinne geändert h, dah das Häufun! Persönlichkeiten in den. Was wäre das Unglück hat. beginnt! Mittels Weh gemildert u Bezüglich des ltandes, dah bei bestimmte Kandid Wahlbceinflussung zur Kenntnis, das fassungsausschusses amtlichen ^Ctimmze Repräsentantenkollel! l ordnung mitgeteilt Nach einer >« gebundenen Listen spricht vor allem )|eE' allen Kennern der Dinge verhakte Reihenfolge der Kandidaten auf der sich hinter den Kulissen abspielt, iter der Einheitsliste und des Systems fj. Dagegen bin ich für einen frischfairer Form. Haben wir nur das Zurren Urteil der Wähler, dah sie aus Liste bringt, die Besten herauswählen! ie? Das Marimum an den Rechten für a>e Al die Einführung de, des Häufungssyster i! :'Jtr 3 ur Kalmus gegen 10. 25 0000 schule. Ohne Eri > Antrag des Dorf verzinsliches Darleh Talmud-Tora-Real Schulgebäude gre dieses Darlehens 11. Bewilligung Schomre Schabbos Kollegium mit, das an den vorgenannt Ziele des Äerbani» schluh des Haushql men möchte. Der der bedeutendsten u. a.: seine Arbeit Heiligung gerichtet deutung. — Das Kenntnis. An die öffent Der Antrag des Herrn Dr. Kalmus end wieder abgelehnt werden. Aber ich Kalmus einen Trost geben: hätten wir riecht, so wären wir nicht in diesem Kolle- -- und wir vertragen uns doch so gut! mag sein,' dah ich mich nach den letzten >ron Herrn Dr. Kalmus gekennzeichneten e.! Heute bin ich jedenfalls der Ansicht, syltem den Vorzug hat, hah wertvolle as Repräsentantenlollegium gebracht wersonst einem Kandidaten beschieden, der dah sein Familienname mit einen! „W" des Häufungsverfahrens kann dieses irden. von Herrn Dr. Kalmus gerügten Umden bisherigen Wahlen Wahlzettel für ausgegeben und mit ihnen unzulässige ettieben worden sei. bringt Dr. Nathan 8er Vorstand auf Vorschlag des Äerdie. Einführung der Wahlzelle und des iele plane. Näheres hierüber würde dem ium seinerzeit bei Vorlegung der Wahlwerden. ssyrache über die Schwierigkeiten, welche amtlichen Wahlzettels bei Beibehaltung s mit sich bringt, wird der Antrag Dr. oier Stimmen abgelehnt. -Darlehen für die Talmud-Tora-Realrterung genehmigt das Kollegium den andes, der Talniud-Tora-Realschule ' ein en von 25 000 zu bewilligen. Die chule hat für ihre Zwecke ein' ast das iPendes Grundstück erworben und bedarf Abdeckung der Kaufschuld. Jwit 500 Jt)l für den Weltverband 3>er Vorstand der Gemeinde teilt dem er aus seinem Dispositionsfonds 500ft.(( :n verband gezahlt hat, weil er zwar die es billige und fördere, aber nach Abtsplans keine Neubewilligungen vorneh- Verband erfreut sich der Unterstützung Gemeinden wie Berlin, Frankfurt a. M. isi auf jede Art Förderung,der Sabbath¬ und darum von allgemein" jüdischer Be- Kollegium nimmt die Mitteilung zur ichse schlicht sich eine g e h e i m e ' Sitzung. Das Delegiefften-Kollegium des Tynagogen- Verbändes trat am 2. v. Bl dix Herren Off er scher, Dr. Lanz b e r g teilnahmen. Vorstandes, dah tusvorsteher a einen zusammenfass Statuts des 2 stand des Verban Kraft gesetzt. des den im in das Delegierten-Kifl bis der Dorstand habe. Daraufhin lungen zwischen Vorstände und d Synagogen-Verband zwischen einzelnen 3 und des Verbände Memungsverschiedei h gen haben kem eid aber sei der Vorst«: ' zsu einer Sitzung zusammen, an welcher r g, Vorsitzender, OVo tthold. Heck - n. Dr. Leon. P e l s und W e i h - Reich Bekanntgabe einer Mitteilung des Herrj Dr. Zuntz seine Wahl als Kulrg -nommen habe, erstattete der Vorsitzende nt en Bericht über die Angelegenheit des exbandes. Bekanntlich hatte der Vordas neue Statut zum 1. Januar 1928 Ijlbir schon am 4. Januar 1928 beschloh llegium, das Statut sei nicht in Kraft, der Gemeinde die Genehmigung gegeben Imben amtliihe und halbamtliche Verhandverschiedensten beteiligten Stellen, dem Delegierten-Kollegium, sowie zwischen und Gemeinde, endlich Verhandlungen ersönlichkeiten der Vorstände der Gemeinde stattgefunden, um einen Ausgleich der . iten herbeizuführen. Diese. Verhandlund^ültiges Ergebnis gezeitigt. Inzwischen des Verbandes auf Grund eines Gur- LMesaasfchub der jildischenZugendorganisationen Sade rrovemvov: Vffenttiihv Kunvgevung »Da» Jtcttft der Äugend In dev Gemeinde^ Redner: Dr. Ludwig T setz-Berlin, Vorsitzender des Reichsaüsschusses der jüdischen Jügendverbände. Dr. E d - gar M a r i, Hamburg. Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben 2. öffentlicher Vortrag jm Kursus „Beruf und Berufsberatung". Montag, 2. Dezember, abends 8> > Uhr. Gemeindehaus, Iohnsallee 54. gr. Saal. — Dr. Dr. Walter Pinner: Dit kaufmännischen Berufe. Arbeitsgemeinschaften an den beiden darauf folgenden Montagen, ebenda, zu demselben Thema. - achtens seines Rechtsbeistandes zu der Auffassung gekommen, dah das im Jahre 1927 beschlossen^ Statut wegen eines Formfehlers ungültig sei, und habe dementsprechend am 18. August beschlossen, das alte Statuts wieder in Kraft zu setzen. Das Delegierten-Kollegium sei entgegen der Ansicht einiger seiner Mitglieder, .welche ein dem vorerwähnten Gutachten widersprechendes Gutachten vorgelegt halten, dem Vyrstandsbrschluh förmlich beigetreten. Hiernach, bestehe zwischen den beiden Körperschaften des Verbandts Aebereinstimmung darüber, dah das frühere Statut des Verbandes weiter in Kraft sei. Zu diesem Bericht des Vorsitzenden gab Herr Pels zugleich namens der abwesenden Herten Flörsheim und A. Cohn eine formulierte Erklärung i ab. .welche das Gutachten des Rechtsbeistandes des Vorstandes unter Bezugnahme auf das 'von ihnen eingeholte Gutachten bekämpft, das Vorgehen des Verbandsoorstandes als einen Gewaltakt bezeichnet,-ausdrücklilhcn Protest gegen dieses Vorgehen' einiegt und -damit schlicht, dah' die Unterzeichner der Erklärung sich weitere' Mahnahmen Vorbehalten. Die Versammlung nahm die Ikr klärung zur Kenntnis, indes nicht, ohne sah der Vorsitzende das in der Erklärung gebrauchte Wort. Gewaltakt zurück wies und dah das Kollegium dem Vorstände des Ver b an des sein Vertrauen aussprach. Nach einem Bericht des Herrn Dr. Levy erwählte das Kollegium sodann Herrn M a n n.h e i m zum Synagogenkommissiar für die Verbandssynagoge in dek Gluckstrahe, auch dieses Mal gegen den W i d e r s!p r u ch der Herren Flörsheim. A. Cohn und Pels, der von Herrn Pels oorgelragen und schriftlich zu Protokoll gegeben wurde. Personalien. . Carl Bunzel s. A. In der Nacht vom 21. rfuf den 25. v. M. starb nach .längerem Leiden Herr Earl Bunzel. Geboren 1863 als Sohn des Kaufmanns S. D. Bunzel. der auch eine Zeit lang dey, Vorstande der Gemeind« angehörte, studierte Earl Bunzel auf der Universität in Leipzig und trat 20jährig in die Firma seines Baters ein. Groh ist die Zahl der öffentlichen Aemter, die er bekleidet hat. Er war ein führendes Vorstandsmitglied der freisinnigen Volkspartei, des Lürgcrvereins von Harvestehude und Rothenbaum und gelangte als solches.in die Bürgerschaft und von dort aus in die Finanzdeputation. Jahrelang hat er das Ehrenamt eines Handelsrichters ausgeübt, pnd auch während des Krieges bat; er an wichtiger Stelle der Allgemeinheit gedient. In Nachrufen, welche die Ortsgruppe Harvestehude und Rothenbaum der Deutschen Demokratischen Partei und der Bürgerverein füx Harvestehude-Rothenbaum dem Heimgegangenen widmeten, finden sich Worte, wie sie sonst irr Nachrufen nicht häufig ün.zutreffen sind. Der erstgenannte Nachruf nennt ihn ein! Vorbild aufrichtiger Liebe zum Vaterland und zur Vaterstadt, einen mutigen Bekenner seiner Ueberzeugungen ohne Rücksicht auf Beifall, einen Kaufmann vyn selten werdender Strenge der Auffassung; der letztere , lagt von ihm, dah er rastlos zum Wohle Hamburgs gewirkt habe in einer Zeit, in der es . dem freiheitlich und fortschrittsich gesinnten Kaufmann schwer gemacht wurde, seine Gesinnung öffentlich zu betätigen. — Auch im jüdischen Leben Hamburgs hat Earl Bunzel sich bewährt. Er gehörte eine veitlang dem Repräsentanren-Kollegium der Gemeinde an und war Vorsitzender der hiesigen Ortsgruppe der Vereinigung für das liberale Judentum. r \