Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 11 (10.11.1929)
- Date
- 1929-11-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer ll Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. ISRAELIITISCHE TÖCHTERSCHULE Die Schulleitung: Dr. JONAS Die Anmeldung wird im Schulhause, Ca gegengenomme^n: Montag Die Grund-i und Vo‘ sind bei der Anmeldung Seite 3 euer Schülerinnen für April 1930 rolinenstraße 35, bis zum 30. November ents bis Freitags 11.30-12.30 und Sonntags 10-11 Uhr und Vollcsschulklassen sind schulgeldfrei Die Kinder vorzustellen, Geburts- und ilmpfschein mitzubringen alt beif el An > Sc t übernehme mit den geweihte Stätte. präsentanten-Kollegiu Haus seiner Besti des SynagogeitW des Inventars, der Synagoge Anwesenden und aber ihr Interesse a hätten, für ihre solle sein eine weihte Stätte, gewesen, welche die bunden habe. 2m Haus stehen bis an Als letzter Ri Wort. Er begann Lenker der Geschicks Tag. an dem sie würdigen Stätte unter Bezugnahme Worte, mit denen zweiten Tempel g führungen oerbreilejt' von der Zuhörerscha Mrungen unter eisen des Ta deutung des Toralje wurde von den He b l a t t, sowie von Hause eine dem Geber und der L^hre ft danke dem Vorstande und dem Ream der Gemeinde dafir, dah sie das mung zugeführt hätten, dem Vorstände eijbandes für die Bereitstellung eines Teils en -denjenigen, welche zur Ausstattung esteuert hatten, für ihr! Spenden, allen äiich' den am Erscheinen verhinderten, die ir dieser Stunde in anderer Weise bekundet herzliche Anteilnahme. Das neue Haus, acht- und eini der jüdischen Lehre geche Stätten seien das unsichtbare Band Iudenheit der Diaspora alle Zeit ver- Dienste dieser Verbundenheit solle das das Ende der Zei en. dner ergriff Rabbiner Rabinow das mit einem Worte des Dankes gegen den der die ostjüdische Gemeinschaft diesen in den endgültigen Besitz einer eigenen omnie. habe erleben lassen, und sprach auf Abuherungen unserer Weisen die nach dem Bericht der Bibel Esra den weiht habe. In seinen weiteren Ause der Redner sich sodann in feinsinnigen, ft mit aufmerksamen Interesse verfolgten vielfacher Bezügnahme auf die Worte lmuds und des Midrasch über die Bernens. — Der kantorale Teil der Feier ren Oberkantor Bürger und R h! e n - Herrn Kanarek bestritten. >ie cn Das Erundstüil von deyr Ostjüdisch^n erworben. Da die stände sah, den Rt gen, vereinbarten 1925, dah diese und ihm die von stück zur Verfügung es im Juli dieses cher das. Anrecht zum Verlassen des seine Zwecke hergeli> geben werden konnte Kielortallee 13 wurde am 19. Iuli 1924 Verein Adas Ieschorim für seine Zwecke er aber sich gegen sein Erwarten auherufdetrag aus eigenen Kräften aufzubrin- Gemeinde und der Verein im Jahre seiner Stelle das.Grundstück erwerbe ihm benötigten Räume in dem Grundstelle. Rach rzielen Scywierigkeiten gelang Jahres, die Ungersche Prioaischule, welauf Benutzung des Grundstücks zustand, Hauses zu bewegen, so dah es jetzt für chtet und dem Ostjüdischen Verein, über- Die in dem Grundstück Kielortallee 13 eingerichtete Synagoge hat, um relig ionsgesetzljchen Vorschriften für den Fall des seit langem beabsichtigten Verkaufs der Eemeindesynagoge Kohlhöfen zu genügen, durch Beschluh des Vorstandes den Charakter einer Elemeindesynagoge erhalten, mit der Mahgabe, dah sie formell als Eriatz für die Gemeindesynagoge Kohlhöfen gelten toll/ sobald der Verkauf der letzteren zur Tatsache wird. Dir Entscheidung über die Errichtung einer höfen-Synagoge b vorgegriffen. Vera über die Sitzung t suchen, wird durch diesen Beschluh nicht . im übrigen den hier folgenden Bericht es Repräsentanten-Kollegiums. 24.Sitzung de Dienstag, 15. im S Anwesend: B a ch r a ch, B l a t mann. Heyma Lanzkron, Ale den, Offenbur E n t s ch u l d i cher. Jsaacsen, -ReprSfenlanIen Kollegiums der Gemeinde. Oktober 192 9, abends 8> > Uhr. itungssaal des Kollegiums, die Herren A. Lisser. Vorsitzender: : EzecheI. Dr. Frankel. Heinein. Dr. Kalmus, Kn obloch, Dr. anber Levy. Michaelis, Müngi Schindler. Sch loh, Weihberg. jlt: die Herren Feiner. Dr. Durla- Dr. Spitzer. Für den Vorstand der Gemeinde anwesend: die Herren Alfred Leon, Heinrich Leon, Heck scher, R.-A. David, Dr. Nathan, Dr. Tannenwald. t. Jntcrcssierung der OessentlichkeU für die Angelegenheiten der Gemeinde. Nach Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung spricht auherhalb der Tagesordnung Dr. Kalmus. Er bemängelt, dah den Mitgliedern des Kollegiums die Anträge des Vorstandes erst kurz vor den Sitzungen zur Kenntnis kämen, so dah sie sich nicht hinreichend auf die Sitzung vorbereiten könnten. Auch sei es nötig, die Oeffentlichkeit in stärkerem Mähe mit der Arbeit des Kollegiums bekannt zu machen, damit die Repräsentanten die Stimmung der Oeffentlichkeit festitellen und sich mit den in Betracht kommenden Kreisen verständigen könnten. Er beantragte die Einsetzung einer gemischten Kommission., um Mittel und Wege zur Abstellung der öon ihm geschilderten Mihstände zu finden. i Nach längerer Erörterung dieser Anregung wird beschlossen, dah das Büro des Kollegiums mit dem Gemeindeblatt-Ausschuh Zusammenarbeiten soll, um über die dem Kollegium zugehenden Anträge und Vorlagen des Vorstandes die Oeffentlichkeit in geeigneter Wene zu unterrichten^ 2. Neubau des Israelitischen Tempels >). In einer Mitteilung des Vorstandes wird dem Kollegium der zwischen der Gemeinde und dem Israelitischen Tempelverband vereinbarte Vertrag über den Tempelneubau vorgelcgt. Dr. Kalmus: 'Man macht bei allen Bauten die Erfahrung, dah die Voranschläge überschritten werden. Auch bei dem Temoelneiibau dürfte es nicht anders werden: daher möchte ich füb mich und meine Freunde erklären, dah wir über die 250 000 $LU, deren Bewilligung an den Tcmpelverband wir zugestimmt haben, auf keinen Fall hinausgehen werden. Münden: Es ist selbstverständlich, dah die Berechnungen. die der Tempelverband der Gemeinde vorgelegt hat und die die Gnindlage für den vorliegenden Vertrag! bilden, mit der gröhten Gewissenhaftigkeit aufgestellt worden sind. Es wird darauf Bedacht genommen werden, dah bei dem Bau die .Kostenanschläge nicht überschritten werden. Die. Verantwortung für den Bau aber tragen Tempelverband und Gemeinde in gleicher, Weise. . j Herr Lisser weist die Bemerkung des Herrn Mündeir über die Verantwortlichkeit, welche auch die Gemeinde trage, zurück. „Die Gemeinde hat mit dem Ablchluh des Vertrages ihre Pflicht getan, und nun kann der Tempel bauen!" . Die Mitteilung des Vorstandes über -den Vertrag wird sodann von dem Kollegium zur Kenntnis genommen. 3. Eine weitere Mitteilung des Vorstandes besagt, dah er dem Antrag des Kollegiums auf Erhöhung. der Subvention, für das Misrachi-Lehrgut Rodges auf IVW zugestimmt und ferner der Lehrlingsabteilung des Vereins jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender von 1906 — dem Ersuchen des Kollegiums entsprechend — einen weiteren Betrag von 500 .RM bewilligt habe. Bezüglicki beider Beträge teilt der Vorstand aber mit. dah sie nur als einmalige Bewilligungen zu betrachten, sind. i— Das Kollegium nimmt die Mitteilung zur Kenntnis, l 1. Darlehen an den Ostjüdischcn Verein Adas Ieschorim für di« Renovierung einer Gemeinde-Synagoge. Der Vorstand beantragt die Zustimmung des Kollegiums zur Zahlung eines Darlehens von 5500 iRM an den ostjüdischen Verein Adas Ieschorim. Dieses Darlehen soll verwandt werden für die Renovierung der Räume in dem gemeinde eigenen Grundstück Kielortallee 13. in wLlchem die Gemeinde eine Synagoge eingerichtet und dem oftjüdischen Verein Adas Ieschorim auf Grund eines vor mehreren fahren abgeschlossenen Vertrages überlassen hat. Mit diesem Antrag verbindet der Vorstand die Mitteilung, dah er beschlossen ') Siehe auch die Notiz Seite 7.