Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 8 (12.8.1929)
- Date
- 1929-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer 8 Sdtift bes Herrn .schlägt vor. über bi zugelier. Herr ^iskusüo» über dir Gemeindeblatt der Deutsch»Israelitischen. Gemeinde. dts tOemeinbeoorstaiibes. »ach welcher Afpräsenlanlenkollegiums auf Herab-, n Wahlallers auf 21 ö n l; t c Kenntnis genommen. .Tie zweite ioll in der nächiten 2it<uini vvr wirb riii bif '.'1 r .. inbelfriebhof aus bem Kapital e B e g r ä v u i s p I a tz e. welches nach 25 000 .X.H beiragt, ein -teil der Darlehen in Hobe von verschaffe. sowie ferner für Hnvolhelen auf den Dagegen verpflichtel sich rechnunz ber Gemeijibe D e Mitteiluch .er benr Antrag tusch u r g des alt i jo c z »st i > rm t. wird zur kkeiung! dieses Anliage genoiniien werben. '211if Antrag bcs (tyemeinbeooritembes beiten auf bem CO ber 2 Iiftung f ü r b öer A ifwertung <jtroa Kosten zur Verfügü ig bestellt. B e r e i t st e l l; > » g von Älk i t t e 1 n f ü r ben e > baut es israelitischen Tempels. Hierzu teilt der Voriihfiibe mit, I >h beim Repräsentanten Kollegium eine r'r.. Aaphael Möller eingegangen' ist. Er i ie Ausführungen zur Tagesürbnung juver " ' 2 p i tz e r meint, bafj überbaupt leine Eingabe eines nicht zum Kollegium gehöriger (Oemcinbem tgli ibes möglich sei. wenn iich nicht ein Mitglied des Kollcgiuiis mit einer solchen Eingabe ident! fiziere. Es fei bat er nicht nötig, eine» Beschluk zu taiieh, wie eire solche Einuobe behandeit werben soll. Der.Vor, sitzende erklärt. b'.sz bieie Ausfübrnngen zwar für richtig halte, la aber die Eingabe offiziell an bas Kollegium gerirgiei sei und die Frage ^Dasi bic Deutsch israelitische COemeinbe ben iltaibm: bcs i.C! logen Tempels unterstützen? " ausbriniii,', stelle, io habe er es für richtig gehalten, bieie Eingabe zu er wähnen, unb Haltens für richtig, iie für erlebigt zu erklären, ba bie »rage schon >, ber vorigen 2itzung bes '.tierräientanteu Kollegiums einstimtz ig bejaht sei. Herr Dr. Fr^enkel berichtet im Aufträge ber Kommission über bereu 1 ilerhanblungen. Der jetzt borgelegte Ber trag sicht vor, dah bie (Oemeinbe bem Tempelverbanb ein -Tv..,., ., •-■<-. ---, 250 000 .ft.U gegen ihre Bürgschaft -wei Bürgschaften über je x5ÖOf 0 // lOrnnbitiidcn bcs T. V. übernehme, ber T. V..seinen Etat unb seine Ab zur COenehmigung vorzulegen unb zu gestatte r. bah ein Kommissar der Gemeinde an ben Sitzungen bes T. B., in bceen üoer finanziellen »ragen verhandelt werde, teilnehme, Vuherbem soll der T. V. sich oerpsl ch:en, nur M tglieber auszunehmen, welche Mitglieber einer jüdischen tOer.'.einde Groh Ha nburgs ieien^ und leine Satzunge» nur mit Gmehmigung der (Oemeinde ändern dürfe». ' Aebner schlägt einige Aenbirungen zu bem Entwurf vor. bic bai-in gipfeln, basz bie Fii auzäufsicht ruhen solle, wenn ber T. 2!. jährlidi 10 000 ./?. >t von bem Darlehen zurüdzahle ober bas Därlehn, von 250 0!0 Jl.U zur Hälfte getilgt habe. Herr Dffenb i r g-wendet sich gegen bie Vorlage, nächst labe bie Ter ipelverwaltung in ihrer Eingabe an (Oemein)e die -2te!P mi ibes T. V. falsch charakterisiert. .Verwaltung bezeid'ii't de» T. V. als eine- Einrichtung.^der Gemeinde, für die e die kulturellen Bedürfnisse eines grvizen Teiles der Gemeindemitglieder zu erfüllen habe und in dieiem Sinne als Beauftragter der (Oemeinbe fungiere. Er brgegeif vertrete den 2tanbpilnlt. das« ber T V. eine COrü» bung ovn Privatpersonen fei unb keine Einrichtung ber (Oe meiube, - sondern nur als Einrichtung innerhalb der Ge memde!zu betrad.ten. wogegen der Siinagogenverbanb durch seine Kjonititutionsuikunbe von ber Gurninbe gegründet tei unb in! ihrem Aust rage den Kultus ber (Oemeinbe -führe. Es iei begreiflich. brsz in gewissen Kreiseiuber (Ojtineinbe sich eine Erregung über bic Vorlage geltend mache, da zum ersten Mal seit iah zehnten der Fall eintrete, bafj ans den M:t>eln ber (Oemeir de Aufwendungen für liberale Kultus zwrde lemachi würl en. Zweitens wende er sich bagege», bah die Gemeinde bl m T. V. die 250000 .ch/k-als Darlehen verid.afle» soll unb nid'.t selbst als Darlehensgeberin auf trete. Er habe sich dei einer für ihn in religionsgesetzlichen Fragen bedeutsamen Persönlichkeit erkundigt und sei der Ansicht, i bah es nicht zulässig sei, bem T. V. gegen Bürgschaft ber Gemeinde ei» . Darlehen zu verschaffen, wogegen es erlaubt l fei. ihm ba ■ Darlehen selbst zu geben, wen» eine hnpothefarische Siche stellung gewährleistet werbe. Er sei de reit, der Bewilligun > ber Summe zuzustimmen. wenn 1 Absatz 1 in diesem Sinne geändert werde. Die Haupt bedenken hade er ab r dagegen, dah der COemeinbe bas Ein spruchsrecht gegen' dm Etat des T. V. unb die Prüfung der Abrechnung ionie das Aecht zugestanbe» wirb, die Finanzoerwaltung b s T. V. durch, einen Kommissar ui überwachen. Er denn trage, daher, de» $ 1 Absatz 3 gänzlich zu streichest. Auherd-m bitte er. die besondere Verernda die Die Seite 5 -Hrung. und’ weldzer ber Temm I mir Mitglieder einer Gemeinde auinel ine» darf und »adz weld er die (Oemeinbe bas (Oeneh migungsred t f>l>, Satzungsünberungin bes T. V. Izaben ioll; fallen zu laiien. Er -iei be( Aniichl. bah die Angelegenheit trotz der Vehaudlung in ber voriren Sitzung und in ber Konimiiiion noch nicht genügend gestört iei,-und bitte daher für l.eilte, die Vorlaar nod einmal m vertagen. Herr Pi ti n b e i! will iich aus die geschichtliche» Erörterungen des Herrn Di'ienburg md t einlaiie». Er wenört!id: aber dagegen-, daü zwisäen den eiiizelne» Kuljiisoervunben in ihrerl 2l^I!un>, zur (Oemeinbe irgendein Unterjchiib gemadit werbe. Der T. V. habe dieselben Aechze unb! auch dieselben Psliditen gegen die (Oemeinbe und idolle daher nidit als! Vervaab 2. Aanges behandelt werden. Dagegen, dajz das^ Darlehcii direlt von der Geme'nbe gegeben ^werben ioll. sei von der Tempelverwaltung >rid>ts eintuwenbdi. ba es ihr einerlei sei, in welcher Aechtssorm sie .das Gelb erhalte, wenn sie nur in die h'age versetzt werbe, .valbign mit dem Vau beginnen zu tönneii.! > Herr Dr. Frantel ertlärtl. drih zwischen den einzelnen Kultusverbänbeii in ihrem Verbälirris zur (Oemeinbe keinerlei Disferenzierung bestehe oder geidiäsre» werbeji dürfe Er hält daher die Ausführungen des Herrn Dffendurg zu dieser Frage 'ür abwegig. Was die Finanzauf idzt der Gemeinde über ben Tempel anlange, io ist ct der M'einuna. das? die (Oemeinbe nicht in ber t.'age iei; dem Temvel ein (Oeidient über 'i Piillio» zu mache». Es ieS' wirklich bie Abücht der (Oemeinbebehvrben. bas für de» Tempelneubau verausl-igte Geld wieder zurüdzuerhalten. Das sei nur moglidi wen» die Autonomie des Tempelin finanzieller Beziehung io lange beiiträutt werde bis die. Summe ganz oder zu einem Teil zurüderiiattel iei. Es ie; bghee unmoglidr. ben '.Ubrnft 3 bes 1 fallen zu' laiien. ' | . Herr Dr. Spitzer idzlieht!>idf bem Z'lnlräg bes Herrn Dsfenburg aus Vertagung an Es habe idion in der Kommi>'- iion ich gegen die ganze Vertradss^ssung gewandt. Er halte es nad den durch ihn von rtstigionsgesetzlicher Autoiität,ein gezogene» Erkunbigungen für edinid unzulässig, bei» T. V. bas Darlehen direkt zu geben, twie es ihm zu »eridnmen. Die Verschaffung des Darlehens! kobime auf dasselbe hinaus wie die eigene Darlehenshingabe, da die (Oemeinbe, die ja dod'. die. ^finszahlunge» und Vüchzahlungen 'leisten müi'e. dadurch üd on nad) lurzer, Feit selbständige Darlehensgeberin werde. Er halte nach wie vor nur dein einen Weg für möglidz. dah der Anteil des T. V. du den tO>enieinbesteuerii gemäsz Zr 12 ber (Oemeinbeversassu, g so' erhobt werde, dah aus ihm die ganze »otwcnbige Sunlme gezahlt werben köiiue. Wen» dieier rlkteg be'chritteu werdp, kan» and, ei für die Vorlage stimmen. Falls man . heute sich nicht dazu ent ic! liehen könne, diese» ilveg z» geh?n, balle .er es i,» richtig, die Vorlage an den (Oenicindevorstand zurüdruge be». mit der Anheimgabe, sich dim Hamburger Dberrabriid über die Plöglichteit ins Einvernehmen zrr setz.» da dgser allein berufen und in der h'age ifi. die religionsgeier! 1 ■ Frage zu prüfen und zu entscheide». Herr Pi i ch a e l i s erklärt, datz durch die Fassung des 'Vertrages »nb bie Einiiihruiig ber Aufsicht über die Fsnanzgebahrung d.s T-» pelverbaudes in weilen Kreise» der (Oemeinbe die Besi>rd> tung ausgelommen sei. bah bie Gemeinbe beabächiige, den Kultus in die (Oemeinbe, zu -übernahmen. Das müsse abA vermieden werden, ba bas Hamburger Snilei» der Treu nung von (Oemeindeverwaltung uny Kultus wert sei, ''aus rechterkalten zu werden. Was bir Hingabe bes Darlehens an gehe, io iei er dafür, es zu l>ewilligen, wenn der T. P. verpflichtet werde.' die Aüdzahlunaen aus seinem Anteil >.n den (Oemeindesteuern zu leisten. Herr Gemeindevorsteher Heinrich h'.eo n wendet iich gegen bfe Forderung bes Herr» Dr. Spitzer, den Dberrabbind des 2. V. um'ei» Gut aditen in der Angelegenheit an;ugeh>n. Die (Oemeinbe müsse diese Angelegenheit, die in erster (Knie die liberalen Kreüe angehe, frei oou..jeder üuheren 'Beeinflusiufrg enlstheide». Gerade die Treiin.UIng des Kultus von der (Oemeinbe bringe es mit ich. dah übdr der Gemeinde keine geistliche ".'lutoritat. weder eine ort'hodore. »och eine liberale, stehe. Er als Vor sitzender des T. V. könne nicht uneben, dah bie geistliche Autorität bes 2. V.. auf deren Einsetzung die (Oemeinbe behörben keinerlei Einfluh ausüdem können, in einer die libera le» Kreüe angehenden Sache ein Gutachten oder gar eine Entscheidung abgebe. 'Ilias die aiidere Frage des Herrn Dffenburg betr. die Fiiiauzlontrolle angeh.e io könne Herr Dffenburg - sich dodi damit zufriede» gebe», dah von fetten der Verwaltung des T. V. keiner-lei Einwendungen gegev die Forderung der (Oemeinbe erhoben werde». Auch die übrigen Punkte'der besonderen Vereinbarung werden von l