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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-08-12 · 8 (12.8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
8 (12.8.1929)
Date
1929-08-12
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 dem T. V. zugegeben. Die Forderung, dah der T. Vnur Mitglieder einer Gemeinde Groh-Hamburgs aufnehme, sei durch die neu eingeführten Latzungen des ¥. V. de reits erfüllt. Diel andere Forderung nach dem Riecht der Genehmigung von Satzungsänderungen sei der T. V. bereit, zu erfüllen. Herr Schindler hält eine weitere Diskussion nicht für fruchtbringend, und bittet, die Anträge des Gemeindeooritandes mit den Abänderungen des Herrn Dr. Fränkel anzunehmen, insbesondere aber, den Vertagungsantrag abzulehnest. Herr L i s s e r hält ebenfalls eine^ Vertaguyg für nutzlos. Den Vorschlag des Herrn Dr. Lvitzer, die Erhöhung der Lteueranteile zu gewähren, erachtet er für gefährlich, dq dadurch die ganze Finanzgebahrung der Gemeinde in Unordnung komme und die Balancierung des Gemeindeetats unmöglich gemacht werde. Es sei ausgeschlos-j ien. den einzelnen Kutlusoerbänden die Autonomie ihrer Finanzgebahrung zuzugestehen, wenn sie die Möglichkeit hätten, einfach ihre Ausgäben auf Kosten der eingehenden Gemeindesteuern zu bewilligen. Es würde dann bie_ Gefahr bestehen,; das? der übrige Etat der Gemeinde für Schulwesen. Wohlsahrtswesen usw. ungedeckt bleibe. Seine _ Freunde müssen daher aus prinziorellen Gründen den Vorschlag des Herrn Dr. Spitzer ablehnen. Ta die Verwaltung des T. V. keine Einwendungen gegen die Finanzkontrolle erhebe, so habe die Gemeinde kein Recht, auf diese Forderung zu verzichten. Er nehme auch nicht an, dah Herrn Offenburg besonders daran liege, dis Autonomie des T. V. in finanzieller Be-! Ziehung zu ichützetz. ®5 komme ihm wohl vielmehr darauf an. diese Bestimmung mit Rücklicht auf die Lage des S. V^ zu Fall zu bringen. Selbstverständlich beabsichtige die Gern emde nicht, in irgendeiner Weise die Autonomie der Kultusverbände in bezüg auf die Ausübung des Kultuswesens anzutasten. Was ferner das Genehmigungsrecht bei Satzungsänderungen anlange, io erinnere er an die Verhandlungen detr. die Satzungen des s. V. Die Gemeinde müsse darauf ächten .bäh die ün oder innerhalb ihr bestehenden Kultusiocrbände keine fundamentalen Aenderungen ihrer Konstitution herbeiführen, ohne das; sie vorher ihre Zustimmung zu solchen gegeben habe. I Es wird darauf zur Abstimmung geschritten. , , Der Antrag auf Vertagung wird abgelehnt. Dir Vorsitzende bemerkt .sodann, dah er die einzelnen Paragraphen und Absätze einzeln zur Abstimmung bringen werde und dah ier am Schlüsse fine Geiamtabstimmung erfolgen lassen wolle. jDarauf erklärt Herr Offenburg für sich und Herrn! Ezechel,!dah sie für die Annahme des 8 1 in der von Herrn Offenburg vorgeschlagenen Form «Darlehenshingabe ° durch die Gemeinde direfti gegen hypothekarische Sicherung) stimmen werden, dah sie iaber, wenn $ 1 Absatz 3 «Aufsicht über die Finanzgebahrung» nicht gestrichen werde, in der Gesamlabstimmung mit „nein" votieren werden, da ihnsn ganz!besonders an der Streichung der Finanzkontrolle liegt. Für Gemeindeblatt der i Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Rümmer 8 die Abstimmung n zu 8 1 Absatz 1 und Absatz 3 sowie für die Geiamtabstimmung wird namentliche Abstsimnrnng! beschlossen. J 1 Das Ergebnis der Abstimmung ist folgendes: Die Präambel zum Vertragsentwurf wird mit der von Herrn Dr. Fränkel oorgeichlagenen Aenderung angenommen, dah der Vertrag auch geschlossen werden soll für dsn Fall, dass ein anderes Grundstück als das im Entwurf angegebene durch den T. V. vom Hamburger Staat oder einem anderen Eigner erworben werden fällte. r? 1 Absatz 1 wird mit Zustimmung der erschienenen Kommissare des» Gemeindeoorstandes in der Form der früheren Vprlage, jedoch mit der Bedingung hypothekarischer Sicherheit zur Abstimmung gestellt in folgender Fortn: „Die D-sutsch-Jsraelitische Gemeinde verpflichtet sich, dem^ T. Bl ein Darlehen in Höhe ooin 250 000 .'ft. II. verzinslich jmit . . . Prozent, und zu amortisieren init alljährliches Teilzahlungen von ... zu gewähren. Das * Darlehen nt durch Eintragung einer Hypothek! in das vom T. Vs. zu erwerbende Grundstück zu sichertz." Mit Ja stiminen die Herren: Blatt, Dr. Durlacherl Ezechel, Feiner. Tr. Fränkel, Jiaacien, Dr. Kalmus, Liiler, Äiünden, Offenburg. Schindler. Alst Rein die Herren: Michaelis, Dr. Spitzer.!! 1 Absatz 3 wird sticht in der Fassung der! Vorlage zur Abstimmung gestellt, sondern in der von Herrn Dr. Fränkel beantragten Forn.! Mit I a stimmen die Herren: Blatt. Dr. Durlacher. Feiner. Fränkel, Jsaaciest, Dr. Kalmus. Liner, Münden, Schindler. Mit Rein: die Herren Ezechel. Mi<haelis, Offenburg, Dr. Spitzer. Die übrigen Bestimmungen des Vertrages werden in einfacher Abstimmung angenommen. In der Gesamtabstimmung stimmen für die Vorlage mit 3a die Herren: Blatt. Dr. Durlacher, Feiner. Dr. Fränkel. Jsaacsen, Dr. Kalmus,. Lisser. Münden. Schindler. Mit Rein die Herren: Ezechel, Michaelis, Offenburg, Dr. Spitzer. Die Vereinbarung: Verpflichtung des Tempels, nur Gemeindemitglieder aufzunehmen, wird durch die Reufaisung der Satzungen des T. V. für erledigt erklärt. Die Vereinbarung betr. die Genehmigung der Satzungsänderungen wird angenommen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung, .insbesondere die Anträge auf Einführung des passiven Frauenwahlrechts, werdenn wegen der vorgerückten Zeit, — die Sitzung dauerte von 8> i Uhr bis *112 Uhr, — auf die nächste Sitzung des Kollegiums vertagt. Zur Vorberatung der Anträge wurde aber eine aus den Herren Lisser, Dr. Kalmus und Offendurg bestehende Kommission gewählt. 1°. Das Repräsentanten-Kollegium hat in der gleichen Sitzung vom 8. v. M. Herrn Heinrich Mayer an Stelle des verstorbenen Herrn Wilhelm Seckel zum Mitglied des Vorstandes der Depositen-Kasse milder Stiftungen der Gemeinde gewählt. Qeffentliche Quittung Wir erhielten an Spenden: 5 von Herrn R. R. für Erholüngsfürsorge. 10 AH von Herrn 3. M. für Erholungsfürsorge. 20 Ah von Herrn Dr. Kalmus zum ersten Jahrzeits tage seiner sei. Muttern für das Altenhaus der Ge meinde, 28 An für das Kindererholungsheim Wilhelminenhöhe als Versteigerungserlös für das Benschen auf der Hochzeitsfeier des Hefrn R. Katzenstein mit Fräulein A. Engelmann am 7. Juli. 30 AH durch Herrn Raphael Plaut von E. B. H. für das Paulinenstift,! 50 AH von R. R. für ein erholungsbedürftiges Kind, 50;?« von Herrn Mar Oppenheimer anlählich des Heimganges seines Vatets und der einige Tage darauf erfolgten Geburt einer Tochter, und zwar 25 3t.K für das Knabenwaisenhaus und 25 AH für das Mädchenwaisenhaus Paulinenstift, 60 An durch Vermittlung der Firma B. öl- Co. von R. R. von denen wir bestirnmungsgemäh je 20 AH zu gunsten des Altenhauses der Gemeinde, des Mädchenwaisenhauses Paulinenstift und des Kindererholungsheims Wilhelminenhöhe verwandten, . 100 AH von Herrn und Frau Klempnermeister Jacob Lübeck anläßlich ihrer Silberhochzeit, wovon wir bestimmungsgemätz 25 AH der Lrhrlingsfürsorge des Handwerkervereins und! 75 AH allgemeinen Wohlfahrtszwecken überwiesem sowie von den Herren Martin Mathiason Erben den gesamten Rettoerlös aus -einem Aufwertungsprozeh mit 502,63 AU, die wir auftragsgefnäh, wie folgt, verteilt haben: 1. Jüdische Mitkelstandshilfe!...... AH 102,68 2. Pensions-Fürsorgekasse des Deutsch-Israelitisch en Synagogen-Verbandes.. 100,— 3. Kindererholungsheim Wilhelminenhöhe . . „ 75,— 4. Hamburgisches Deutsch-Israelitisches Waisen- Inititut . . . ..J. 75,— 5. Mädck en-Waisenhaus der «fiemeinde Paulinenstift .. Altenhaus der Gemeinde 6. .. 75- .. _ 75,- AH 502,68 Für sämtliche Spenden verbindlichen Dank. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. —- Wärmung. Das auswärtige Amt waknt vor einem persischen Staatsangehörigen Mar Jo ha nh es. dersich auch Dr. Th. Mar Johannes nennt. Ec sammelt Geld und Kieldungs-. stückeangeblich für eine choldäfsche Gemeinde im Orient. Deuts«h»I»raeMis«he Gemeind«.

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