Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 8 (12.8.1929)
- Date
- 1929-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 insgesamt erfordern : die Ausgaben der Wohlfahrtspfl'ge innerhalb der Gemeinde einen Betrag von 369 650 .Tt.U (310750 .tt.U). alio etwas 28'.- Prozent des Gesamtetals. 8. Beäräbnisweien: Die Einnahmen mit 149 700.7f.ll (1(7600 Ji.W und diel Ausgaben mit 148756 7t.it «1 HO 000 ./t.U) entiprecken den effettioen Einnahmen und Ausgaben des Vorjahre»: nui Ll> e de( all i Pc dei Gemeind^blatt der Deutsch - biid>tcd)niid)cr Art. 9. Bewilliquuge in den Vorjahren iil Subventionen mit 101 die Erhöhung der , Positionen iit n für besondere Zwecke: eine An;abl jährlich wiederkehren 00 ,/t U (8000 ft.U) für wichtige ememe jüdiiche Inititiltionen vorgesehen: aus diesem neu »ollen Beträge gezählt werden an den Zentraloerein lieber- Staatsbürger jüdischen - Glaubens, den Deutsch Nir der dei zur dci^ jüd scheu deil isrtzelili'chen Genxindebundi die Zentrale für Wanderarmrn orge. die Zentralwohlfahrtsitelle der deutschen Süden, Hilfsausschuß des Verbandes jüdischer Lehreroereine, Bcrein zur Förderung ritueller Doeiiehäuier, den Verein Forderung jüdischer G^steslranler, für Paläikinafürjorge, Reichsbund jüdi'cher Frontsoldaten, den Verband der ben Gemeinden Schleswig Holsteins und der Hansestädte, sozialen Ausschuß.des"Allgemeinen deutschen Rabbinerverbandes. das Misrachi-Lehrgut in Rodges und Beiträge für andere jüdische Vereine und Institutionen nach Beitim musig des Gemeindeoorstandes. 10. Dispositionsfond: Dem Dispositionsfond des Vorstands sind wiederum 10000 .7t.ti, und dem Dispositionsfond des Repräsentanten Kollegiums 1000 .ft.U zugewiesen wo den für Ausgaben, die. wenn nötig, sofort bewilligt werden sollen. 11. S m vorigen Etatsjahr bewilligte, aber >ch nicht erledigte Angelegenheiten., Die für die Errichtung einer Abgrenzung aut denz Fried hofh-gelünde in Dhlsdovf mit 14 000 .tt.U und die restlichen jleii für die Drdnung des Archivs mit 1200 .ft.U sind n o ( 'Ho len Ho u'icsder bewilligt worden. 12. mir Unvorhergesehenes sind Ausgleichsposten eingesetzt. mir n ih als 1569 .Tt.U An Renten, Zinsen und spenden .Tt.U) eingesetzt worden. Da der Ausgabe von 1305 205. .7t.it denen an reinen Einnahmen nur » gegenüberstehen, io mutz ein durch Steuern aufgebracht werden. 13. Finanzwesen: iind 11300 .ft.u (11200 Haushaltsplan mit einer! 124" 925 .ft.it) adichlietzt. 355 205' (315 825 ..' Betrag von 950 >00 -ft.U Der Budgetausichuß unddie Gemeindebehörden haben aber nur 9U. >'(». .»r. „ als (Gemeindesteuer an Einnahmen eingesetzt. da zu befürchten iit daß infolge der verschlechterten Wirtschaftslage mit: feinem höheren Steuereingang zu rechnen vt. Der Haushallsjplan schlieft daher mit einem Defizit in Hole von 5*>(,:•«» .ft.u ab. Die Gemeindebehörden hoffen aoer, dah durch angespahnle Svariamteil seitens der Gemeindeverwaltung und der einzelnen Institutionen, sowie durch möglichste Vermeidung von Rachbewilligung und Erhöhung von Etat-: vollen dieics Defizit ganz vermieden oder wesentlich vermindert werden wird. Zur besseren Ueberücht geben wir im folgenden noch einmal eine Zuiammienfassung »amtlicher Kapitel des Haushaltsplanes: Zs u i a m m e n >t e l l u n g: | A. itinn-alimen. l. Grundlrückswesen . . . 55 600 .ft.U 53 500 .A.U 2. 'Verwaltung ' .... 3. Schul u. Erziehungswesen 59 300 ‘ 62 380 4. Kultur- I.e Aufgaben 5. Kultus. ...... 500 500 0. Peniionszusch., a. d. Kul tusverbänden,. 7. Wohlfahrtspflege! 81 725 77 825 8. Beoräbniswci^n .... 107 600 147 700 9. Bew Iligungeiii t. besondere (wecke 10. D spoiitionsfcknd . . .’ 11. Vorjahr. Posten, die nicht ellediqt . 12. Unvorhergeivhxncs . '. . 13. Finanzwesen .... 936 200 „ 961300 “ 1240925 Jt.U 1305 205 Jt.U israelitischen Gemeinde. Nummer 8 B. Ausgaben. 1 1. Grundstücksverwaltung 48 000 .Tt.U 52 000 Jt.U 2. Verwaltung . . . 83 600 ,, 89 700 ,, 3. Scl.ul ii. Erziehungsweien 363 900 ,, 402 080 ,, 4. Kulturelle Aufgaben '. . 51 950 u 71 450 f. 5. Kultus . 55 000 56 030 „ 6. Peiisiouszuick'. a. d. Kulliisoerbündeu. 7 200 7 200 7. Wohliahrlsweien . - . . 370 750 u 369 630 8. Begräbnisweien .... 110 000 148 756 9. Bew lligi.nq.'ii f. besondere 1 Zwecke. 8 000 u -io ioo „ 10. Dispositiviisfond . . . . 11 000 ,, 11000 11. Vorjähi. Posten, nicht er ledig! . 55 800 „ 15 200 „ 12. Unvorhergesehenes . . - 5 225 1 569 13. Finanzwesen. 70 500 70503. 1240925 .Tt.U 1 305 205 .Tt.U T. Das Reprüfenkanlen-Kollegium der Gemeinde hielt am Montag, dem 8. Juli 1929, seine 22. Sitzung ab. Anwesend waren die Herren Alfred Viner (Vorsitzender», Blatt, Dr. Durlacher, Ezechel. (reiner, Dr. Fränlel, ^Ssaacsen, Dr. Kalmus, Michaelis, Münden, Dffenbckrg. Schindler, Dr. Spitzer. Entschuldigt: die Herren Bqchrach, Heinemann. Heymann, Knobloch. Dr. Lanztron, 'Illerander Leon, Schloß We-gberg. Vom Vorstand der Gemeinde die Herren: Alfred Leon. Heinrich Levy. R.-A. David, Friichmann, Dr. Herzseid, Dr. Tannenwald. Zu der Mitteilung des Gemeindeoorstandes übet di? Ablehnung der vom Repräsentanten Kollegium beschlossenen Erhöhung der Suboentionen für das Misrachi Lehrgut Rodges beckütragi Herr Michaelis, die vom Bo itrndr abgelehnte Erhöhung wiederum neu zu bewilligen. Herr Siaacien beantragt zu der Mitteilung des Gemeiuoe vorstandes über die Ablehnung der für die Lehrlingsfürsorge des Handwerieroereins vom Rcpräsentanten-Kollegium'bewilligten 500 .7t.lt die Genehmigung unter Bezugnahme aus seine Ausführungen in der vorigen Sitzung.' Herr Dr. Kalmus unterstützt beide Anträge mit deni Hinweis darauf, daß es nach seiner Aniia l richtiger iei. für die Aus- und Fortbildung der Jugend dieie relativ kleinen. Beträge bcrzugeben. als für die unproduttiven Arbcileu auf dem Griudelfriedhof die enorme Lumme von 100 000 .Tt.U zur -Verfügung zu (teilen. Hiergegen wendet sich Herr Dr. Fränkel. Er meint, daßman mit .dieier Argumentation jede Bewilligung durchbrin gen könne. ^Der Etat sei von der Budgctlommiision mit besonderer Lvrgsalt beraten worden und man sei genötigt gewesen, auf die schlechte Wirtschaftslage große Rücksicht zu nehmen. Der Bewilligung fijr den Grindelfriedhof haben Vertreter der liberalen Richtung nur mit Rüäiicht aus die An'chauungen der orthodoren Partei zugeitimmt. obwohl sie nicht ihren Anschauungen entsprochen habe. Die Anträge der Herren Michaelis und Siaacien bedeuten Dauerpoiicionen. die bei der Finanzlage der Gemeinde nicht in das Budget kommen dürfen. Außerdem halte eres für unrichtig, wenn verlangt würde, daß die Gemeinde eine Aufsichtsperson *ür die Lehrlinge bezahlederen Anstellung notwendig geworden sei. weil die Lehrlinge (ich in den von der Gemeinde ihnen zur Verfügung geil. Ilten Räumen nicht angemessen aufgeführt hätten Herr Schindler regt an. falls der Posten doch bewilligt werden sollte ausdrücklich fcitzulegen, daß es leine Dauerpositionen, sondern nur einmalige Bewilligungen sein sollten. Darauf werden die beiden Anträge angenommen. - Die Mitteilung des Gemeindeoorstandes darüber wird zur Kenntnis genommen, daß die Verwaltung des israeli-tiichen Krankenhauses der Gemeinde auf ihre Beschwerde. daß am Reubau des Hauies am Sabbath gearbeitet werde, geantwortet habe, der Reubau mit dem Platz iei dem Ilebernehmer verpachtet und die Krankenhausverwaltung habe mit den Arbeiten nichts zu tun, außerdem sei mit dem Ilebernehmer ocreinbart, daß am Sonnabend nur Notstaadsarbeiten gemacht werden. Herr Dr. Kalmus erklärte, daß die Mitteilung ihn keineswegs befriedige. Da aber der Bor stand der Gemeinde auf den Vorstand des Krankenhauses keinen Einfluß habe, so müsse die Angelegenheit als erledigt betrachtet werden. I