Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 5 (24.4.1929)
- Date
- 1929-04-24
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer 5 gröberen Betrag zum zur Verfügung stellte, für die Erwerbung Gewinnung die jüdi den jüdischen Handwj s J Gemeindeblati Andenken an seine verstärk enen Kinder Dieser Betrag soll mitverwandt werden nes L a n d j u g e n h e i m c, um dessen e Iugend Hamburgs im Verein mit rkern und der Gemeinde sich bemüht. Bühnen-Schau-Tunlen des Bar Kochba. . - der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. m Rahmen eines der jüdischen Bevölkerung Hamburgs bisher noch nicht gezeigten B ü h n e n sch a n t u r n e n s wird der Turn- und Sport-Verein Bar Kochba Sonntag, den 5. M a i, vormittags 111 l- Hör, in der Hamburger Volksov e r wieder an die Oöffen lichkeit treten. Wer die gro ien Werbe-, Turn- »nd Sportfest» des Vereins in den letzten Jahren besuchte, wird erkamt haben, das; er in seiner fatt 20» jährigen mühevollen Arbeit auf dem Gebiete der körperlichen Ertüchtigung dir jüdischen Jugend bahnbechend und erfolgreich gewirkt hat. Viele ^Hunderte junger jüdischer Menschen sind durch eine Schule gegangen und scharen sich heute um seine. Fahne, in dem Willen: der stoischen (Gesamtheit zu dienen und auch auf turnerisch-sportlichem. Gebiete Ehre zu machen. Haben schon die Halicnturnfeste des Vereins begeistertJjinb ausgezeichnete Leistungen geboten, so wird! das Bühnen-Schauturnen zwar, keine Massendarbietungen zeigen, aber, alle Zweige der modernen Emnnästik in einzigartiger ausgdwählter norm darstellend die, Zuschauer packen und injtreitzcn. Jugendliche und Erwachsene. Turner und Turnerinnen werden durch ihre Lei tungen der Oeffentlichkeit einen Beweis vorzüglicher Körperschulung geben. Der Ertrag des Schauturnens ,ioll der Schaffung eines Jüdischen'Turn- und Suort-Werbofonds und somit der Förderung der Leibesübungen stntcr her jüdischen Jugend Hamburgs. soweit sie im Bar Kochba organisiert iss, dienen. 20. Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums der (Yemeiiide, Mittwoch, den 10. April J 92 9, abends 8 Ufjr. Anwesend vom -Repräsentanten - Kollegium die Herren Lisfer, Vorsitzender. Bachräch. Blatt, Dr. Durlacher. Ezechel, Heinemann, Jsaacscn, Knobloch. A l e r a n d e r Leon, Michaelis, M ü n - den, Offenburg. Schindler, S ch l o h. Dr. Spitzer, Weihberg: für dei Vorstand der Gemeinde die Herren A l f r e d L e o n. H e ck ch e r. Rechtsanwalt D a o i d, F r i sch - mann, Tr. Rat ha i, Dr. Tannenwald. Entschuldigt: die Herren Dr. Fränkel, Heymann, Dr. Kalmus, Dr. Lanzkron. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmet der Vorsitzende dem verstorbenen Mitgliede des Kollegiums, Herrn Paul Leon, warmempfundene Worte des Gedenkens: das Kollegium ehrt den Toten durch Erheben von den Sitzen. Dann begrübt der Vorsitzende den an Stelle des Verstorbenen in das Kollegium berufenen Herrn Josef Feinep mit einem Hinweis auf seine frühere Tätigkeit in dem. Kollegium, welches dann an seiner Stelle Herrn B a ch r a ch in die Verwaltung der Depositenkasse milder Stiftungen und Herrn Blatt in das Jugendamt der Gemeinde, auszerdem Herrn Michaelis, zwar als Mitglied der Jüdischen Volksvartci. aber, wie der Vorl tzende ausdrücklich unter Zustimmung des Kollegiums festste lt. als Vertreter des Gesamtkollcgiums in den Haushaltsausschub wählt.. Ohne Erörterung genehmigte das Kolleg um die Gemeindesteuer-Ordnung für das Rechnungsjahr z.929 1930, die wir später^ veröffentdie Gell d I l e s lichen. Es sei aber eineut darauf hingewiescn, da meindeiteuer zum^l. Juli d- Ium ein Prozent gesenkt wird. Das Kollegium bewilligte sodann eiize ganze Reihe von Anträgen des Borstendcs geldlicher Art. Die Herren Dr. 2 s m a r Freund, Tr.' h. c. Aron Hirsch und Rabb. Tr. Weibe in Birlin haben den Vorstand! der Gemeinde um einen Bi itrag zur Mazzdth Versorgung der russischen Irden gebeten, wobei dem i Vorstande vertraulich zur Kennnns gebracht wurde, dah mit. einem Beitrage von >2000 RAIseitens der Hqmburger Gemeinde gerechnet w cde. Zu: Begründung ihrejr Bitte legten die genannten Herren ctna folgendes dar:! - Die Hungersr.ot, die im letzten!Jahre Ruhland heimsuchte, verbundei mit der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Lage bedrohe die jüdische Bevölkerung angesichts des bevor lebenden Pehachfeitts mit besonderer Rot. Nach zuverlässi ten Nachrichten bestehe die ernste Gefahr, dab sie ohne N azzoth bleibe, wenn lnicht die Glaubens- » sötte ■■» ihrer annäbmen. Das bedeute Juden, dah. sie mährend neun buchstäblich Hunäer leiden mü-sen. Das in genossen des Auslandes sich für grobe Teile der russischen Tagen »Riga seit längerer Zeit be tchcnde. vom O berrabüi den an die ‘ lücmeinde Bauern - und der un ner Schneersohn mnitergiltig ge'ciicte Hilfskomitee, wolle nun von Riga aus 50 Waggons »Maz'vlh nach M o s k a u schicken, von wo aus iie nach einem, bestimmten Plane über, dasganze Land verteilt werden sollten. Hierfür sowie für Transport und Zoll seien schätzungsweise 170 000 Reichsmark erforderlich. Von diesem Beträge habe die Zentrale in Riga die deutschen Inden um einen Beitrag von 40000 Jt.U gebeten. Es erscheine, io führen die Antragsteller aus, als eine heilige Pflicht der Judenheit der ganzen Weit, sich der religiö'en Not ihrer! Glaubensbrüdcr in Ruhland^ nicht zu verkchliehen. Doppelt gelte diele Pflicht für die deutschen Juden, die noch vor kurzer Zeit -in der gleichen Notlage waren und die Hilft der »ausländischen Giaubensbrüder mit innigem Danke angenommen haben. Die Antragsteller bemerken dann weiter, das; die Jüdische Gemeinde zu Berlin 5000 .R.U bewilligt habe. , Auch der Hilssverein der deut'chcn Juden -bestätigt die vorstehenden Darlegungen und unterstützt den Antrag, dem d:rl Boriiand der Gemeinde auch ange ickits der .Kürze dew Zeit! bereits durch Uebcrwei- - sung des Betrages von 20Ö0. j't.H an die Antragsteller entsprochen hat. , . Auch der Hilfsoeresti der deutschen Juden selbst hat sich mit einem - Beitragsgesuch zuguziilen des H i I f s w e r k s. f ü r d i e b e i s a r a b i i ch e n I u! tzewandt. 40 000 beisarabischc Juden uritcr ihnen viele: sind infolge der Mihernten der letzten Jahre gewöhnlichen Kälte des letzten Winters dem .Hunger und dem Elend preisgcgeben. Insbesondere leiden 'die .Kinder, Das American Joint Distribution E o in m i t t e c, das Rote Kreuz. Hilfskomitees in P a r i s. und -in London haben bereits cmgegrifjcii. Die »Rot ist aber io grob, dab auch die deutschen Jude n um Hilfe angegangen werden müssen. Diele Hilfeleistung hat für Deul-chland der Hilfsvercin der Vest'chen Juden organisiert und in keinen Beitragsgesuchen ausdrücklich betont, dab es gelte, die jüdische Bevölkerung Be iarabiens vor bitterster. Rot und völliger Verelendung zu bewahren. Auf diesen Antrag hat der Vorstand der Gemeinde die Zahlung eines Zuichusies von 500 ./i.K bewilligt. Lud er beantragt für dieic sowie fn*r den zugunsten der russischen Juden bereits geleisteten Beitrag die Zusiimmung des Kollegiums. Das Kobeginm slinimte dielen »Anträgen.einstimmig zu. ..I» einer kurzen' Erörterung Hainen zwar, gewisse Bedenken zum »Ausdruck, aber die Herren »B a ch r a ch, Of.fenburg und der Vorsitzende sprachen die all ^Atmeine Ueber.zeugung dahin aus, dab. zumal angesichts l»r religiösen »Rot, unter der die russischen Glaubensbrüder seufzen, die beantragten »Beträge gezahlt werden mübten, in Erfüllung einer Ehrenpflicht und zum Zeichen der »Verbundenheit der jüdischen Gesamllicir. Insbesondere betonte der Vorsitzende, dah es de» Anfang vom Ende einer jüdischen Grobgemeinde bedeute, wenn iie «inmal wegen der »liot in ihrer eigenen Milte sich der »Rot der Glaubensbrüder werde, versage» wollen. I Eine »Reihe weiterer »Aiilrhgc »des »Vorstandes der Gemeinde betreffen gemeindeeigene Ein r i'ch tungcn der geschlossenen und per offenen Fürsorge. a i s e n h a u s e s »P a u bemüht,. seine Zöglinge 'Berufsaus lildung in der »Anstalt ' is gesundheitlichen und Zöglingen eine gewisse werden kann. wenn ' Die Verwaltung des' M ä d ch e n u l i n e n st i f t iit seit längerer iZeit bis zum Abschlub der zu belassen. Das empfiehlt sich a erzieherischen Gründen, da von den Selbständigkeit frühestens erwartet sich selbst zu erhalten vermögen. Aiis diesem Grunde iit es erforderlich geworden, in der! »Anstalt einige neue »Räume zu schaffen, welche »Platz für 6 »Be ten bieten, da eine gewisse räumliche Trennung zwischen den in der »Berufsausbildung stehenden und den noch sdie Schule besuchenden Zög-', lingen erfolgen mub. »Rach einclr »Izersechnung eines »Architekten > sind für die Schaffung dieser .»Räume 8 9000 .RAI, sowie für gleichzeitig voizunebmende »Reparaturen 4 5000 .Rsil er- | forderlich, deren »Bewilligung .der »Vorstand des »Paulinen-! stifts nachgeiucht hat. »Rach Prüfung des »Antrages durch i den Grundstücks-Ausschub der Gcnjeinde und durch einen Sachverständigen hat der »Vorstand und beantragtdie Zustimmung de dem »Anträge zugestimmt Kollegiums. Das Jugendamt d c r G e m e i n d e hat in einem »Bericht an den Vorstand rechnerisch! nachgöwiesezi, bcjjj es