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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-04-24 · 5 (24.4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
5 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Sette 4 mann bei der' Stiftung er Bibliothek der der Höhe geba ist die erste Zuw zuteil wurde: Lehmann zu Muttertag „Der Deutsche im Wachsen, die für alle M ü t ten Sonntag im alle Glieder des und Bekenntnis Dankbarkeit für!,dic Mutter Jahre wurde des Muttertag Gemeindeblatt der Deutjö ^erae'äti'chen Töchter'chule eine Bibliothek- ^ichtet. Mit ihrer Hilfe soll die Schülers Töchterschule ckusgebaut und dauernd aus ten werden. Diese grobzügige Stiftung, mdung, welche der Schule seit der Inflation die Schulverwaltung iit daher Herryi besonderem Danke verpflichtet. i i 929. Seit 1922 ist unter der Bezeichnung Muttertag" in Deutschland eine Bewegung inen Tagim 2 ahrezu einem Festtag e r. ob jung oder alt, machen will. Am zwei-j Mai wird dieser Tag jährlich gefeiert, der deutschen Volkes ohne Rückächt auf Partei in dem Gedanken der Verehrung und vereinigen will. 2m vorigen! in 'allen Teilen Deutschlands! als Familienfest - und in der Öffentlichkeit in vielfältigster! Form begangen.j 2n die>em 2ahre wird der Ausschuh in! Berlin die Bdcel dieses Tages wieder möglichst durch das! Reich tragen, ab» ohne die Mitarbeit der Landesausschüsse.! Das Bugendaml der G e m 'e i n d e hat in - einer Be-i sprechung mit dar Vertretern der hiesigen jüdischen Schulenj bestimmte Gesichtspunkte für eine stille Feier des Mutter-- tages in ihrer Milte ausgestellt. 2m übrigen soll der Tag! in die'em 2ahre in aller Stille begangen werden. i Aus dem jüdischen Dereinsleben. Hauptoersammkung der Vereinignng für das liberale Judentum, Ortsgruppe Hamburg. Unter dem stellvertretend den Vorüh des! Herrn-2. Valk erstattete zuerst Herr!' 2'aacsen in gnohen Zügen den Geschäftsbericht seit 1925!. Die Vereinigung^nreue sich der dankenswerten Unterstützung des Tempelverbäades. Leider sei seit den letzten Gemeinde» wählen das Bntercüe der Hamburger 2uden für die Ver- -einigung abgeilaut, zum Teil mangels eines geistlichen Oberhauptes. Es fei. zu hoffen, dah mit dem Amtsantritt des Herrn Rabbiners Dr. 2 t a l i e n e r, der auch zweiter Vorsitzender geworden ssi und sich somit in den Mittelpunlt der jüdisch-liberalen Bewegung Hamburgs gestellt habe, eine neue Belebung und Zu-ammenfaisung aller liberalen 2uden Hamburgs erreicht werde. - Die Vorstandswahl ergibt die Wahl der Herren 2 .Valk <1. Vorsitzender): Dr. B. 2 l a l i e n e r «L- Vorsitzender), R. Bsaacen, 2. Mandls O. Henmann, M. Valk fr., A. Mannheimer. Fräulein 2. Werner, sowie der Herren Mar Alexander und Direktor Engek und der Frau M. Äl 0011115. Der frühere Vorsitzende der Vereinigung, Herr C a r l B u rt ve I, der leider wegen Krankheit sein Amt zur Verfügung stellen muhte, wird wegen seiner langjährigen Verdienste uni die Vereinigung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. . Rach Erledigung der Tagesordnung machte Herr Rabb. Dr.;2tal icner Mitteilungen über die Einführung des Religionsunterrichtes in den Hamburger Schulen, ' dann sprach Herr Rechtsanwalt Heinrich Stern- Berlin, Vorsitzender der Vereinigung für das liberale 2udentum in Deutschland, über das Thema: Lebt oder stirbt das liberale Budentum? Seine Ausführungen wurden mit grohcm Beirall aufgeyommen und veranlahten eine lebhafte Diskussion. * Hauptversammlung des Vaterländischen Bundes jüdischer Frontsoldate». Die Versammlung leitet in Vertretung de- Vorsitzenden Dr. S. Urias Herr Albert Steinberg. Er gedenkt in ehrenden Worten der im vergangenest Bahre verstorbenen Kameraden und begrüht und verpflichtet die neuen Mitglieder durch Handschlag.. Ter von Herrn Robert!2 ' aacsen erstattete Geschäftsbericht erwähnt die erfolgreiche Abwehrtätiakeit des Bundes in best verflossenen kritischen Bahren und warnt vor den antisemitischen Herden in unserem deutschen Vaterlandc, dies der Bund nicht uber-chen dürfe, -vielmehr scharf beobachten müHe. Bnsbe'onhcre weist der Bericht hin auf antisemii ti-che Vorgänge lauf den Hochschulen und eigenartige Gerichtsurteile .bei juhenfcinölichetz Straftaten, wie den Fricdhofsschändungen, die gar nicht hoch genug bestraft werden konnten und endlich den Protest führender deutscher Persönlichkeiten/ wie Walter von Molo, herausgefordert hätten. j Die von dem Bund veranstalteten Vorträge waren in der Regel gut besucht. Besonderen Erfolg hatte im Novembers v. 2. das Wohlläiigkeilsfeit zugunsten der Kriegsbeschädigten und der Witwen und Waiien der Kriegsgefalleuen, vornehmlich infolge der dankenswerten Unterstützung prominenter -Israelitischen Gemeinde. Nummer 5 Kreise, die in einem Ehrenausschuh vereint waren. Auch der Mitwirkung eines Frauen-Komitees. das sich mit besonderem Eifer einsctzte, wird im Bericht ehrend gedacht. Der Unterstützungsausschuh war daher in der Lage, zahlreiche bedürftige Kriegcrwijwen, insbesondere mit Mietezuschassen und Feuerung, zu unterstützen. — 2m kommenden Jahre soll die Bundeszeitung „Der Schild" jedem Kameraden zugestellt werdest, um einen geistigen Zusammenhalt für die Kameraden zu schaffen. Auch die sozialen Aufgaben der Ortsgruppe sollen nach Möglichkeit weiter gepflegt werden. Mit einem warmen Appell an alle Kameraden, fest zusammenzuhalten und sich zu betätigen, schlicht der Bericht. Nach der Erstattung des Kassenberichts werden die Kameraden Dr. Sl Urias, Dr. S. Fürth. H.'Theil Heimer. W. Eraeh, L. Bottkowitz, L. Streit und E. Salomo n zu Mitgliedern des Vorstandes, die Kameraden F r a n d und Hauptmann zu Kassenrevisoren wicdergewählt. — Bei der. Gemeinde Wandsbek soll die Errichtung einer Gedenktafel für die gefallenen zwölf Kameraden angeregt, auf die Bnstandsetzung der Gedenktafel einer Hamburger Snnagoge hingewirkt werden- - - Teilnehmer der Versammlung sprechen ihr Befremden darüber aus, dah die Gemeinde Altpna eine Gedenktafel zu -Ehren der Gefallenen weihte, ohne die Ortsgruppe Hamburg ein zuladcn. — Zum Schlug der Versammlung berichtete der stellvertretende Vorsitzende über seine Eindrücke bei der Feier des 10 jährigen Bubiläuyis des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Berlin und teilte mit, dah eine 'groge Kundgebung in Hamburg geplant sei. in welcher bedeutende Redner, wie Walter von Molo oder Fritz von Unruh, .sprechen sollen. ' Aus dem Fahresbcricht des Vereins selbständiger jüdischer Handwerker und Eewerbctreibcnder zu Grog-Hamburg von 1996 e. V. Der Verein selbständiger jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender hat die Aufgabe, das Stanbes bcwuhtsein der jüdischen Angehörigen des Handwerks und des Gewerbes zu pflegen, das Verständnis für das Handwerk und die Liebe zu ihm in der 2ügend zu erwecken und einen gesunden jüdischen Handwerkerstand im Laufe der Bahre heranzubilden. An dieser Aufgabe hat der Verein im ab gelaufenen Bahre auch weiter gearbeitet. Er setzt den höchsten Ehrgeiz darein, beruflich auf der Höhe zu stehen und vor der jüdischen und nichtjüdischcn Umwelt das Können seiner Mitglieder zu bewähren. Der Bericht weist darauf .hin, dah die weitesten Kreise der deutschen Budenheit mit besonderem Bnteresse die Entwicklung des Handwerks unter den Buden verfolgen. Das trat besonders auf dem Verbandstage der jüdischen Handwerkervereine, der im Buni v. 2. in Hannover slattfand, in die Erscheinung, an dem Vertreter staatlicher und städtischer Behörden und der Gemeinde mit regem Bnteresse teilnahmen. Die besondere Aufmerksamkeit des Vereins gilt der Heranbildung der Bugcnd im Handwerk: die Lehrlingsabtcilung umfasst rund 80 männliche und weibliche Lehrlinge. Ein Teil von ihnen wurde aus von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Mitteln mit Werkzeug. Kleidung und anderen Bedarfsgegenständen unterstützt. DaL Zusammengehörigkeitsgefühl der Lehrlinge wird in Zusammenkünften im Lehrlingsheim, bei welchen Vorträge über Berufsfragen und andere die Bugend interessierenden Dinge gehalten werden, gefördert und gepflegt. Eng in Verbindung mit dem Verein steht die jüdische ,B e r u f s - beratung-stelle und Lehrstellenvermittlung, die gleichfalls von der Gemeinde finanziell und ferner dadurch welentlich gefördert wird, dah diese ihr kostenlos Räume — seit Banuar ds. 2s. in dem neuen Gemeindehaus, Bohnsallee 54 — zur Verfügung stellt. Die Berufsberatungsstelle wird ehrenamtlich von Frau Dr. Zadik geleitet, deren ständigem Eifer der Bericht höchste Anerkennung zollt. Der Verein ist ferner bemüht, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und anderen Organisationen eine Kreditgenossenschaft, sowie einen neuen Verein für Arbeitsnachweis zu begründen, Pläne, über deren Vorbereitung auch an dieser Stelle schon berichtet wurde. Zwei Mitglieder des Vereins gehören der Gemeinde-Kommission für das Bau- und Grundstückswesen an. Eine Liste sämtlicher Vcreinsmitglieder wird alljährlich den Gemeinbebehörden, den jüdischen Wohlfahrtsanstalten in Hamburg, ben Grundstücksverwaltern und anderen Stellen zugesandt, um damit die beruflichen Bnteressen der Vereinsmitglieder zu fördern. Vorsitzender des Vereins ist der Malermeister 2 v a tt Leo». DeL frühere Vorsitzende. Herr Bernhar.d Heinemann, wurde an seinem 60. Geburtstage zum Ehrenvorsitzenden ernannt, bei welcher Gelegenheit Herr Heinemann einen

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