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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-04-24 · 5 (24.4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
5 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nummer 5 der De GeMenrdeblatt utsch-Israelitischen Gemeinde zu Hämburg 5. Jahrgang DaS Gemcindeblatt jeden Monats und der Deutsch-Israel Hamburg kost e: »scheint anflO. eines t )frb allen Biitgliedern I irischen Gemeinde zu nlos zugestellt. Hamburg, 24. April 1921). Druck, Perlag und Geschäftsstelle: M. Letz nann. ABE-Hoi, ABC-Stratzc 57. Fernkpr.: Sammelnummer C 4 Tammtor 0737. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: SchiditusiTr. N. Al. 9i a i fj a n. für den Jnseratenteik: E. Loo Z,.beide in Hamburg Anzeigenpreis 50.; p. (igcjp. Ronp.-Zeiie. Gedenk ek des Kinder-Kilfskages ' > & 4 am 5. Mai 1^29. *> ir das Petzachfesk zu 31 crit 9« lN Don Oberrp ihiner Tr. Joseph Carlebach, hlltona. >, leitdem im Jahre 344 der'zweite Hil- Kalender in Israel eingefühlt hat, war so spätem Tennin zu feiern nie in diescin ui Male geschieht es', das; der Neumond >if den 11. April fällt. Tie Frage mag ob damit nicht das. Fest in eine Zeit es nicht hineingehört, und ot der jüdische mer Revision bedürftig wär«? Auf der ch Bundes jüdischer Akademiker wurde diese iifchressanten öffentlichen Tislnssiim behandelt, ahler, ordentlicher Professor der Aitrosf, hat im „Handbuch der jüdischen tans.i dem. Grundrisz der (»esamtwissenjms)'>, einen 2000jährigen Kalender der dastfänge ausgestellt. Aus diesen ergibt sich. 1 Ereignis erst in 38 Jahren und dann erst chren 76 Jahren wiederholen wird, das; Jahren, also im Jahre 2214. zum ersten päteres Datum, nämlich der 12. April. Nissan sein wird. i seres Festkalenders ist der Sltz des Dcuinaur es chaudesch hoow \v w'oßißo lich überseht als: .beachte den Frühliereite das Petzach! Als Frihlingsmonat 21. März, um die Frühlin >s-Tag- und also der Actzach dieses Jäh es nicht um püt? " sei zunächst festgestcllt, das; der Sinn cnjderer ist. Er.bedeutet: Warte den Monat ab!. Schon Raschi dtutet in Uebereini m Sifri: Achtet darauf, das; jener Monat gengnet ist. das; ipan das Omeropfer ingere das Jahr. Es soll also der Chau- Noch nicmal l e l den festen das Petzachfest Jahre. 'Jum des Nissan erst manchen beweget verlegt ist. in Kalender nicht letzten Tagung d Frage in einer Eduard nomie in Budap Chronologie schaft des Judeijt jüdischen Monat datz sich dieses wieder nach wc aber erst in 235 Male ein noch Rausch Chaudesch Grundlage teronomium: sclui, Peßach! gewöhn lingsmonat und gilt der um d Nachtgleiche. Ist einen Monat zu Demgegenüb^ des Verses ein der Aehrenreife stimmung mit d zur Werstenernte bringe, sonst vcrf Schriften schaft des Judetst spar? er Gesellschaft zur Förderun; 'ms. Äipzig 1916. tH»us bcsoiidc ves Gemci erscheint Auf, n» (Gründen erscheint di« ideblattcs schon jetzt. Di« ,g Juni. der Wissendesch lioowiw btirdmus nicht 'jmir her Rionat des Früh lingsbcginns. sondern der talsächlicheN Aehrenreife lein.» Ja. der Jaltut folgert aus diesem. Verse. das; man eigentlich einen zweiten Nissan einlegcn mühte, wenn'trotz des doppelten Adar die Aehrenreife noch nicht herangelommcn ist. dnst .nur, weil der Nissan ein für allemal als erster aller Mvyale ' festgelcgt ist. es keinen doppeltest Niiianmouat geben tonne. Ter Chaudesch lioowiw al? Monat des Frühjahrsbeginns ist also nur eine untere Grenze für das Petzachfest. Vorher darf es. nichit!stattf!nden. Genaueres ergibt sich noch, wenn wir nach Ra mb am die Wesichtspnnlle feststellech. unter denen früher die Einschaltung eines Weadar erfolgt:. Absolut matzgcbcnd war allerdings die Trlufa. der F rühlingsbcginn. „Wenn b'.ysiehst, das; sich die Wintertekufa über den 16. Niüan heraus erstreckt, so füge ein Schaltjahr ein und: frage nicht lange" so sagte Raw Huna dem Rc ba «Rösch haichana 21 n». Aber das astronomische Datum war nicht allein matzgebcn)., Die Sanhedrialbehördc hatte ebenso sehr den Beginn der Werstcnernte'wie den Stand der Reife dcu Baumfrüchte in Betracht zu ziehen. Ja sogar ganz nutzere Momente waren bestimmend: „Diese sind:. 1. wenn die' Wege äufgeweicht waren, so das; das Volt nicht nach Jerusalem, pilgern tonnte, so schaltete 'man das . Jgbr. Imniit die Regen inzwischen aufhören und man die Mkge h:rstelle, 2. wenn die Brücken nicdergerisjen waren und die Strome ein Hemmnis bilden len, das; man . sie. mir mit Wc fahren durchschreiten iountq: 3. wenn die auf Petzach her gerichteten Bratösen in'olge der Regen beschädigt worein unt> es an Rlöglichtcitcn fehlte, das Passah-Lamm zu b«aten: 4. wenn Wallfahrer aus fernen Wegenden 'aufgebrochen waren Und Jerusalem noch nicht erreicht hatten, so schaltete man das Jahr, damit sie Zeit gewännen, cs zu erreichen." eRambam, Hilcholb Kiddusch hachaudesch I V, . Bei all solchen Fällen bat also notwendig die Tag- und Rachtgle^che' njch^tTi^den l für eine Jahresoerlängerr Nummer Nummer 6 nicht'' früher gefallen/itzf ^lj^\Tn dem König (£ h i i t yj ds Diqies dem Wedächtnis citur»prä-I """ Nissanmonat fallen können. Ein berühmtes Beiipi als das Pehachfest gewij; vielem Jahr, war unter Ereignis verdient sowieso, dem b-edachlnis emg«pra«t> Zw . werden, weil cs einen grptzen Augenblick der jüdzube^W/" schichte in die Erinnerung zurückruft.' Nach seincm'^Siü Saucherib, als das aisuriiche Reich am Boden—war Chistijas erster Wedanke die Jtzrückführung der von Alchur verbannten israelitischen Prudevstämme. Briefe und Boten ergehen an sie. und sie komme!»! Nach jahrhundertelanger Trennung werden zum ersten ' Male wieder Israel und' Juda gemeinsam Petzach feiern.: Schon war das Fest feit' gesetzt. Der 30. Adar wäi hcrangetömnicn. eigentlich schon'' der erste Tag des Niisast, bei, hörte Ehislija von neuen Scharen, die aufgcbrochen' waren und bis zum 14. nicht mehr anlangen oder die borgchchriebcne Reinigung an sich vollziehen könnten. Da erzwingt er nocham 30. Adar die Hinausschiebung des Petzach! um weitere 4 Wochen durch Einschaltung eines 2. Adar. «Pess. Ende des IV. Pcret.I Die Weisen stimmten ihm! nicht zu. aber sie erkannten seine Handlung als rechtsgültig an. Nur deshalb aber: waren sie mit keiner Matznahme nicht, einverstanden, weil es nicht angängig ist, am 30. Adar, also eigentlich schon int Nissan das Fest hinnuszusehieveii. Abcr^ diese Tat Ehülijas war bewundernswert. Er stellke sich vor, zvie seelisch bedrückt jene Heimkehrer sein würden, wenn, fic' ictjtr ins alte jüdische Vaterhaus, zur Mutter Jijon zurückgelangen undz. dann von der eigentlichen Feslesfcicr ausgeschlossen sein sollen. Rechtsgültig blieb die Hatzdluna des Chiskija-, und sie hätte de volle Zustimmung der. Weisen gefunden, wenn he einen Tag vorher erfolgt wäre.? Für uns aber ist sie ein voller

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