Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 3 (12.3.1929)
- Date
- 1929-03-12
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 3 Gemeindeblqtt der Deutsch»Israelitischen Gemeinde. Seite 9 ein Fehler Pels Auf' Herr abgelehnt. seinen Gründen eine Mitarbeit in da seine Fraktion gangen worden sei los halte, weil fast die er i Vereinen 500 bezw. anders gehandhabt worden sei, so sei das' der bisherigen Leitung gewesen. Auf Antrag des Vorstandes werden Esra und Me ko r Chajim Beträge 300 3tM gewährt. bat die Wahl in die Chor-Kommission Frage des Herrn Gotthold nach oiderte Herr Pels. daß er prinzipiell Kommil'ionen dieses Kolke ziums ablehne >ei der Bürowahl in brüsk:r Welle über und er jede Kommllsionsaibeit für zweck sämtliche Anträae. die por Kommissionen in langen Beratungen vorbereitet se'en. im Pl mum abaclebnt würden. Seine Argumente werden jedoch von Herrn G o t t - hold durch eine grohe Anzahl von Beisvielen widerlegt. Da sich aber keiner der Anwesenden freiwillig „ erbietet< als Ersah für Herrn Pels in die Kommission einzntreten. wird die Ersatzwahl ans die nächste Sitzung verlegt: eventuell soll die Kommission um ein Mitglied verringert werden. Nachdem belästnt gegeben war. daß auf Antrag der Gemeinde abieitm des Hambnraer Staates an den höheren Schulen Reliaiotzsunterricht einnekührt werd >n soll, haben Herr Dr. Schlesinger und Gen. einen Anirng emgereicht. den Vorstand des > Verbandes aufzufordern, mit allen Mit teln ischleuniast dvbiv zu wirken, daß die Ausvabl sämtlicher Lehrkräfte und die A'llstellnng des Lehr-lun- N'cht im Ge genfgh .zu dem rckigiö^en StandnuNkt des Verbandes erfolgt. Dieser Antrüa wird von den Herren Dr. Schkelin- und g e r.i Pels die aus den früheren S'tznnaen Antrag wurde von b e r g und G o t < I ibre volle Anerken ri'ng ihrer! 1leher-e"qi'nä ihren Va-ck-lilanen der geletze-trer'en obne L'v'e Eobn mit den Argumenten begründet. bereits bekannt lind. Der den Herren Dr. L a n z k r o n. Weist bold bekämvtt. welche der Gemeinde für das Erreichte a i--Grnchen und Aufdruck naben.. dast die .Gemeinde hei huf t?lnste'l"ug von Lebr'räben die Regste Gemeindemitnl'eder w"brnehwen werde, die liberalen Krelle. kür welche der llnte'rickt in eruer bedacht sei. zu bi-üskie'en. Der Antrag 'es He-'rn Dr. Schlesinaer und Gen. w>rd darauf in namentlicher Abstimnsung mit , 5, aeaen 3 Stimmen abgelehn. (Im dieker Debatte mär e'n >.?w',schenfall bemerlens-eri. 5err ^r. «chlesinaest war der Meinung, dah das anwesende Barst.,nd-smitalled Herr A.Leon sich zu der Frage k>es Reliaionsunternchts zum Wort gemeldet habe. Gr münte. dast der Vorsitzende nicht äesechtigt lei ibm das Wart zu erteilen, da er nur in der Sitzung anwelend. aber nicht vom Vorstand zu diesem Punkte per Tagesordnung als K »mm-'lar entsandt und angewesdet worden >ei. Herr Dr. Schlesinger wurde in seinenAuslübrunaen von den Herren Vels und Cohn unterstützt me'che eine solche Ne"e-un<l nicht »uli'sen wollest. .D'''' ^Vorsitzende war anderer Men »ng. Da-sich aber berausstellt«'. dast Herr Leun sich aar. n><i>t zum. UNn^fe gemeldet hatte. rfv,irf d?e Debatte über djiese Gc'chäfksordnungsfrage im Sande.) * Der Vorstand des Verbandes bat an leine Mitglieder ein Rundschreiben versandt, in we'chem mit einer länaereu Bearündimg un, . Zabl,,ng von Mi^gliedsbe träten erlucht wird. Genen dieses!Schreiben haben die Herrei Dr. Schlesinger und G^n. i Vrotest erhoben und Besprechung il'res Protestes in öffentlicher Sitzung verlangt. Da der Vorstand aber sich afaen. eine öffentliche Behandlung die'es Proteste-, au-aefvrochen bat. mustte sie in di: nachfolgende geheime Sitzung ^verwiesen werden. - ' T. licheni Äussprach« jr Sachkenntnis und jüdische Aufgabe . Landesqnsschnst der jüdische» Jugendorganisationen Hambnrqs. Sozial« Woche des Reichsaus schstsses der jüdische nJugendoerbände in Seesen. Vom 25. bi< >31. Dezember 1928 fand in -seien a. Harz die Soziale Wock e des Rcichsausschillse; der jüdischen Juaendoerbände statt, an! der eines unserer Vors andsmitgliever teilnahm. Der Brests der' Teilnehmer letzte sich aus etwa 40 jungen Meuchen aller jüdischen Richtunoen zusammen: den Rahmen bil iete das eigene Heim des Rl ichsausschuiscs. das uns zu gemeinsamer Arbeit und Erholung gastliche Stätte bot. D<r Geist der Jugendbewegung fand seinen Ausdruck in neren, verantwortungsvollen Forderungen der beruflichen und ij chtberuflichen Sozialarbeiter, in ernsten ehrr. Durchdachte Kritik, die ich auf guter eigenem Miterleben aufbaute, zeigte konkrete! Die Herren Dr. Olkendotff und Dr. Kreutzb e r g e r behandelten in Referat ustd Korreferat die Frage der E rn eu e r un q sb estr>eb un a e n in der allgemeinen und jüdischen Wobl'abrtsvfleoe. Für uns ist bier interessant, dah Herr Dr. K^eutzberger^pls besondere jüdische Forderung rrschiebung im Altersaufbau der irtcnautzfall in den Kriegs'ahrcn in den Jahren 1930—31 für litik auszunutzen.. Notwendig Bereitstellung besonders gualifür Großgemeinden.und hervorhob, den biirtf> ’ bic Bevölkerung bezwl den Gek entstehenden Lebrjlingsausfo e r u f s i julung un berate!: eine jüdische dafür sei die Sä fiziertec Beruf- Bezirke. . Die Fragen per jüdUchfn geschlossenen Fürsorge wurden von Fräulein Dr. HannaEisfelder und Fräulein Tr. Paula Kronbeimer behandelt. Die .crstere ichild?rte auf Grund eigenen Erleb ms. bezjo. eigener Mitarbeit in jüdischen. Anstaltctz die N c> 1 de?! jüdischen Anstalt» kindes, seine Auflehnung! gegen j eine Erziehung, die die Individualität des Kindes unterdrückt und es per unkontrollierten Willkür nicht immer: gualiWerter Erzieher preisgibt. Sie. unterschied dabei drei Tnven von Anstalten: solche, die in hngienischer, pädagogischer.!und menschlicher Hinsicht völlig unzureichend sind. Anstaltenmit' äußerer Reform, die in hngienischer Hinsicht tiven Standpunkt aus keine und einige wenige Anstaj Fräulein - Dr. Ki onhcimcr leiten her jübischen >l alten nnh die Maßnab wesenden betonten sehr s der Fürsorge-Erzitbung üb Ersetzung der Füillorge-Er nusreichstn und daher vom caritaheiondcren Mas,nahmen bedürfen, :en -mit neuerer, innerer Form, korach jübcr dir Schwierig- Zürsorge-Erziehlungsanstitn. ihn^n zu begegnen. Die An ark den I fragwürdigen Charakter :rbaupt:!iie forderten weitgehende iehung durch freie Unterbringung in Familien. Waisenhäusern und Landbeinien und svrachen sich im übrigen im Interesse der augenblicklich in den füdi'chen Fürsorgeerzichungsanstalteii beiindlichen Jugendlichen für Unterstützung und stärkste Beschleunigung der, im' Gange befindlichen Rcformmahnahmcn aus. : ,■ An Hand langjährig! r Erfahrsingen berichtete Fräulein Hilde Hochwald üb«r Ern exu erungsbestrcbung e n in der jüdischen b a l b o f f r n c n Fürsorge. In einer grohen Anzahl vor Kindergärten und Horten seien die Forderungen der modl inen Hnaiene nicht au^reichend^rfüllt. Sie fordert enge N nbundenheit der Mitarbeiter diclkx Institutionen mit den Eltern und geinauc persönliche Kenntnis des Milieus, dem die Minder eittstanimen. Sie beklagte den Mangel an ausreichei den Einrichtungen für das jüdische Kleinkind, insbesondere den Mangel an Tagesheimen für Säuglinge und Laufkind! r. " Dem vcrhältnismähic jungen; Gebiet' der J ugendpflegcarbcit an der Heller u n or-g a ni s i e r t e >1 Jugend galt ein Referat von Herrn-Dr. Lubinski. Bei grundsätzlicher Anerkennung der Wichtigkeit gerade dieser . Ar- .bcit bestand dennoch keine Einstinzmigkeit über ihäc letzte Durchführbarkeit. An Hand von Erfahrungen,, die insbesondere .in der Diskussion besvorträtetz. wurde 'die Forderung nach Freiheit des Erzieh: t&, besonders auch in bezug auf die Stellungnahme, zu ge gNichaftlichen Fragen Und auf die Gestaltung der Arbeitsme boden erhoben. Im Anlchluh hieran >^irde über Ansahvunktc der chrens amtlichen M i ta rbc it v ö n Jugendlichen in W o b hi fohrttzkommisiioneh gesprochen. Diese ipll von der Möglichkeit der Mitbestimmung und Einiluhnahme abhängig gemacht werden, wie auch von der Mitgliedschaft der Jugendj lichen in den leitenden Gremien. —: Abschlicsjcnd sprach Herr Ai artin Sobotker über Tatsachen aus dem Lebest der jüdischen G r o h,st a d t i u g e n d. über die ischwic» rigen Probleme der Berufsumschichlung! und Berufsberatung, und die biermit in enaem ^uiammenhang stelimdc 9iolwendigolungshcime.; bic aber leine Kon- Heim biiden dürften. L fand estie: Soizderarbeilsgcmein c n h ä n g e von W o h I f a h r t s - m us Itatt;. ferner wurden B c >pr neuerrschtetzen Pilcgeämter mtl ftj Kowno gegeben, auszerdeni und Bfruf-fragen der jüöijcher und die hiermit m engem feit jüdischer Lehrlingserh kurrenz für das -Seejener Während der Tagur jchaft über die Z u i a m m pflege und Sozial richte über die Arbeit des jüdischen Kinderhauit besprach:man Ausbildung^ Sozialarbeiter. ' ' Zur Auswertung der Ergebnisse der Tagung und zmf Durchführung der. für die praktische Arbeit gefaßten Re solustonen würde ein A u s!s ch u ß gewählt, der aus den folgen den .Personen besteht: Edith Cohn.!Dr. Paula Kronheimer. Tr. Hanna Eisfelder. Hi de Hochwald, Dv. Kreutzbergeri und vom Vorstand des f eichsausichusses Dr.' Ludwig Tietz und Dr. Georg Lubinsk^ l