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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-03-12 · 3 (12.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
3 (12.3.1929)
Date
1929-03-12
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Sei le 10 Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Nummer 3 Für uns in Hamburg, die wir mehr noch als anderwärts tn den Anfängen der Sozialarbeit durch die Jugend stecken, wird es jetzt darauf ankommen, die vielfachen Anregungen und Forderungen der sozialen Woche in die -Wirklichkeit umzi setzen. ' der neuer richi g geboken.. beiß itebeirdcn weil wün zu an arten erha und nen werk odei Zur Erholung. Von Jugendpflegerin Thekla Picard. Der arbeitende Mensch, ob Kind, Jugendlicher -oder Erwachfencr, braucht Entspannung — Erholung. 2m Getriebe Froßstadl wird soviel Rervenkraft verbraucht, daß Zufuhr c Kräfte stäidig notwendig iit. Aus diesem Grunde sst ge Zeiteinteilung und richtige Ausnutzung der Freizeit 'en.. ' . ' . I schon beim Säugling müi'en'wir damit beginnen. Die pünktliche Zeiteinteilung, bei richtiger Ernährung, richtiger Körperpflege, genügendem schlaf und ausreichender frischer listen ihn gesund und widerstandsfähig und für die steigen- Anforderungen gewappnet werden. — Neben der täglichen Enl> lannung gehührt dem wöchentlichen Feiertag die genügejnde Beachtung. Bewegung. > Vicht, Luft, Wandern füh- Körper und Seele neue Kräfte zu. Aber auch selbst bieristir" werden wir nicht jahrein jahraus auskommen. Darpm gibt es in fast allen Berufest „Ferien". Auch hifc es wieder: richtige Anwendung der zur Verfügung Zeit. Nicht möglichst viel sehen, Erleben und Fahrten lind die richtige Erholung. Vielen kann man eben. in dieien Tagen auf die suche nach «ich selbst eben, um dann voll Kuotrstcht und Selbstvertrauon en alten Platz zurückzukehren. Im folgenden möchte ich von 3 verschiedenen Erholung-- sprechen: 1. E r h o l u n g s p f l e g e. Diele dient der Eesundtung des gefunden Körpers. Hierzu itehen Licht-, Lumschwimmbäder zur Verfügung. -Wanderfahrten könim kleinen Kreiie oder 'durch Verbände oeranitaltit en: für die^Jugend itehen noch örtliche Solvadekuc^n Tagesferienkolonien, je nach der Oertlichkeit verschieden, Verfügung. j j 2. Erholungsfürsorge. Sie hat die Hebung von Kraiikheitsfolgen,' die Bekämpfung konstitutioneller Mindeirwer: igkeiten und angeborener oder erworbener Krankhertsberqitichaften zur Aufgabe. 3. Die H e i l st ä I t e n b e h a n d l u n g. die die Hebüisg ehender Kranklzeitszustände verfolgt. , Dieie Einteilung wurde für die Schuljugend erstmals aufckestcllt,- iit für das Kleinkind und den Jugendlichen ofüe hränkung zu verwenden und kann für den Erwachse i-n ebeiPalls Geltung haben. Die Erholungs pflege ist beim Schulkind in Fe r>n Tagesierienkolonien und Wanderungen bei uns tut Es wäre zu wünschen, daß sie Jugendlichen, bereits im Erwerbsleben flehen, erhöht zugute komm«, das Kleinkind in dies, schon wieder schwieriger, -doch aut! keinen Fall abzulehnen. Die Erholhngsfürsorge ist dagegen schon Mehr cineiebürgert, wenn auch hier -wieder das Schulalter rm! mei lcn bevorzugt erscheint.. Ties ist dadurch begründet, daß hier zuerst eine einheitliche Erfassung möglich ist, zumal m i er Kriegs- und tn der Nachkriegszeit eine große Anzahl Heine geschaffen wurden. Bei der Erholungsfürsorge für Schulkinder kann'man teilweise schon von Eewöhnuiü. ja ogar von Verwöhnung sprechen. Dagegen wird >en anderen Altersklassen noch nicht immer die genügende Be ichtung geschenkt. . Und doch ist auch hier Vorbeugen wichtiger -als Heilen. Durch rechtzeitige Beachtung beginnender Lrlkrün ungen kann -die Erholungsfürsorge der Notwendigkeit der Heilfüriorge entgegenarbeiten und sieüberflüssig machen. Diel iS Vorarbeiten late "den Jugendlichen besonders Not. An sie werden erhöhte Anforderungen gestellt, einmal ^bedingt durch, die Enlwicklungsjahre, andererseits durch die >erböhlen Berufsanforderungen, so daß hier eine zweckmäßige Verwendung der. Ferien am wirksamsten den Schäden tntgegeaarbeilen kann, deren Ausheilung bei endlichem Ausbruc> einer Krankheit mit dem Ziel der Wiederherstellung der Berufsfähigkeil viel längerer Zeit bedarf. i Mit dielen Aufgaben befassen sich in unserer Gemeinde: 1. ne-Zentrale für Kur- und Erholungsbedürftige. «die Me! »ungen Erwachsener bis 15. d. Mts. entgegennimmt, 2. Ine ErbolungSkürsorge des Jugendamtes der Gemeinde, 'die ür Klein- und Schulkinder,-sowie Jugendliche Meldungen schriftlich und/ persönlich, «Sonntag 10—12, Montag 44-6, Dor nerstag II—1) entgegennimmt. ' . - b e! von auspebaut. die Für ^cffeinliche Ltnittung. Wir erhietten an Spenden: 5 Mark als matonoki baseser ohne besondere Veranlassung. . 10 Mark als matonali baseser aus zwei Wetten 10 Mark von Herrn und Frau Willi Jakob zur Ab-c lösung der Tankiaaungen für die Glückwünsche anläßlich ihres Eeschäftsjubiläums und ihrer silbernen Hochzeit. 20 Mark von N. N. für Arme für Schlichtung wegen Kartenspiel. 25 Mark von Frau N. N. für wohltätige Zwecke. 40 Mark von Herrn- E. A. M. aus besonderem Anlaß, und zwar je 10 Mark für das Altenhaus, das Pflegeheim und die beiden Waisen-Anstalten. 40 Mark von Fräulein Jenny Mendelson anläßlich des ersten Jahrzeitstages de; Herrn Leo Mendelson. von denen wir bestimmungsgemäß je 20 Mark dem Israelitischen Unterstützungsoereia für Obdachlose und dem. Verein zur Bekleidung armer Schüler der Talmud Tora Realschule überwiesen. 50 Mark von N. N, für Wohlfahrtszwecke. 50 Mark von Herrn und Frau Oscar Aaguist zur Ablösung der Danksagungen für die Glückwünsche anläßlich der Barmizwoh ihres Sohnes Robert., 50 Mark von Herrn Dr. I. D. B. anläßlich eines Jubiläums für wohltätige Zwecke. 50 Mark von Herrn Rabbiner Dr. I. Caro-Köln anläßlich des Heimganges seiner Mutter, 100 Mark von Herrn Leo I. Leßmann zur Ablösung "einer Aufmerksamkeit anläßlich des 25 jährigen Gesck äitsjubiläums des, Herrn Moriz Bachmann. 200 tschechische Kronen von N. N. als matonoti baseser. 200 Mark als Jahrzeitsspende zum 8. Adar von Herrn S a l l y M. Mainz, die wir auftragsgemäß zu gleichem Teilen der Kommission für das Wohlfahrtswesen, dem Israelitischen Humanitären Fraüenoerein, dem Heim für jüdische Mädchen und dem Israelitischen Erholungsheim. Segeberg, zuführten. 250 Mart von N. N. anläßlich eines Familienfestes. , 500 Mark von Herrn Mar Stavenhagen zur Verteilung an Bedürftige. 600 Mark von Herrn und Frau N. H. O f f e n b u r g zur Ablösung der Danksagungen für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich ihrer silbernen Hochzeit. Der Betrag wurde in Teilbeträgen nach Aufgabe der Spender überwiesen an: 1. das Deutsche Centralbüro des Mjsrachi, 2. die Tachkemoni-Schule in Jaffa, 3. die Kommission für das Wohlfahrtswesen, 4. die Jüdische Mittelstandshilfe. 5. das Pflegeheim und 6. das Altenhaus der Gemeinde, 7. das Kindererholungsheim Wilbelminenhöhe. 8. die Pensions- und Fürsorgekasse des Shnagogen-Verbandes. 9. die Talmud Tora-Realschule, 10. die Vereinigte alte und neue Klaus, 11. die' Jeschiwoh, 12. das Deutsch- . Israelitische WaHen-Jnstitut, 13. das Mädchen-Waisenhaus Paulinenftift, 04. ben Israelitischen Humanitären Frauen-Verein, 15. die Misrachi-Ortsgrupve, 16. die Zeire Misrüchi. Hamburg, 17. die Achduth und, 18. das Keren hatorah-Kommissariat. 1000 Mark von Herrn und Frau Julius Heckscher zugunsten hiesiger Wohltätigkeits-Institutionen anläßlich der Verlobung ihrer Tochter Li ly mit Herrn Herrn Fritz Marcan-Köln. 1000 Mark von Herrn Ca^l Ellern anläßlich des Heimganges seiner Gattin', Jenny E l.l e r n. von welchen wir bestimmungsgemäß je 100 Mark dem Altenhaus der Gemeinde, dem Pflegeheim der Gemeinde, dem Mädchenwaisenbause der Gemeinde Pauiinenstift, - dem Verein zur Versorgung schulentlassener Zöglings des Deutich-JsraeNtiichen Walsen-Instituts, dem Israelitischen Humanitären Frauenverein, . dem Frauenverein zur Unterstützung armer Wöch- . nerinnen, dem Israelitischen Schwesternheim, der Jeschiwa e. V., der Vereinigten alten und neuen Klaus und L dem Komitee der Tachkemonischule in Jaffa ' überwiesen. ' Allen Spendern verbindlichen Dank. ’l Vorstand her Deutsch-Israelitischen Gemeinde. * J

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