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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-03-12 · 3 (12.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
3 (12.3.1929)
Date
1929-03-12
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nummer x Gcmeindeblatt der Rutsch-Israelitischen Gemeinde. fast völlig dem Bedarf. Der Verein hat 1928 von 91 Stellungsiuchenden 19, und zwar zur Hautpsache B iropersonai zu den Tarifgehältern, ferner einige Hausangest:IIte untergebracht und halft, dah feine Erfolge gröber wer ren, wenn die sinanzielle Balis ihm eine intensivere Tätu reit ermöglicht. Der Antrag des Vorstandes findet die Zus im* mung des Kollegiums. 4. Der Vorstand der Gemeinde teilt mit: Auf Ei und der Bähungen: des Pensionsoereins der Vorstände und :!elzrerinnen der nichtöffentlichen Hamburger Schulen sind die!!ehrerinnen der Israel. Töchterschule mit zwei Drittel desmoiatlühen Versicherungsbeitrages beitragspflichtig. In die'er sBeitimmung liegt eine Härte gegenüber den männlichen L^hrfräften, die zu solchen Beiträgen nicht verpflichtet sind. Der Vorstand hat daher beschlossen, den Beitragsteil der weiblichen Lehrkräfte zu übernehmen. Es handelt sich z. Zt. nur um einen geringen Betrag monatlich: dieser wird üch aber erhöhen, je mehr nach Ausscheiden der Slt ren weiblichen Lehrkräfte jüngere zur festen Anstellung bei der' schule gelangest. Die Mehrbelastung der Gemeinde rnrd 'päter schätzungsweise zwischen 1000 und 2000 .ft.U jäh lief) ausmachen. —»Der Vorstand beantraat und erhält die Zustimmung des Kollegiums' zu diesem Delchluh. 5. Der Vorstand bringt die Mitteilung der £ Oer* ichulbehörde zur Kenntnis des Kollegiums, dah sie auf Antrag des Vorstandes be'chloiien habe, an den in Betrrcht kommenden höheren Staatsschulen jüdi'cken Neliaionsunlvrricht eiinnfiibren. iVal. Olr. 2 des Gemeindeblattes. £, 4, und dieke Nummer S. 2.) An diese Mitteilung schi ebt 'ich eine längere Erörterung an. Herr Münden gibt seiner Freude über den Beickluh der Lberschulbehördc Ausdruck, der hoffentlich gute Frühte zeitigen werde. Er beantragt, das Mandat der He!ren Dr. Fränkel. Ti. Kalmus. Dr. Lanzkron und des Nedners. welche sich mit der Materie zu befaßen haben, bis auf weiteres z» verlängern. — Herr Dr. Spitzer: Der Bescheid der .Dberschulbebörde beseitige einen arohen Deil der Bedenken seiner Gesinnungsgenossen: er hoffe, dab es der Gemeinde gelingen werde, die Einführung des Religionsunterrichts an den höheren Staatsschulen in einer Meise, verwirklicht zu seben! die allen beteiligten Kreisen, insbesondere auch den ihm nahestehenden/ aenebm sein werde. — Herr H einr ich Leon: Der 'Vorstand werde sich!bestrehen. die tN^in'che aller Intere'senten zu cr'ülten. selsbstvcrständlilf^ auch die der liberalen Kreile. die iin vorliegenden Falle ganz be'onders in Frage kämen. Man müste im^Auoe haben: dan un'cre Geine-nde eine Einheitsgemeinde st'i l i>nd nicht tin'eilia nur die 'Forderunaen einer Partei cr'üllen könne. - Herr Dr. Snjtzer ist non dieser Erllä niia nicht restlos befr-edjgt' in einer Einbeitsgemeijide mii(rc1 Bor Neligiansunterricht alle» Krei'en genehm sein.. — Herr Dr. Frankel bittet Herrn Dr. Svitzer. a!usui'!ihren ums emeine. tlVep» er der Memunq fei, dah;;ut ortf-nhiive r/ebrer anaestellt melden dürken. so inuste er ils Äicrlreler der liber-st-m Richtung entschieden dagegen Einiaruch erheben. Als Schüler kämen zum aröbten Test i Ki> der liberaler Eltern in Frage, die verfangen, pan i der Unterricht von' Lehrern idrer reliaiölen Richtung ertjeilt! u-eildc. besonders, da kein Zwang zur Teilnahme an dem llnter-ickt ausgeiibr werde. Gegenseitige Achtung müsse zur v r riedung nzkron bittet Herrn «.r. spitzer. "ei iä Lei der Gesamtheit führen. — Herr fDr. : leine W' iiiche zu präzisieren, damit ne. im Ausschub besprachen weiden könnten, Herrn Schloß seinen Sitz im Ansicht s; zu, überzlebmen. da er als . Schulmann besser als er. der Redner. dort wirten. könne. Herr sch lost: Er habe, seinerzeit den Eintritt in den Aufschub abgelehnk, da er gegen die vpn der Gemeinde geplatzte Regelung der Sache iei. Wenn auch die finanziellen >c senken iort^fallen seien, io blieben Bedenken geniug, ' ie> ibm den Eintritt in die Kommisston auch jetzt noch yer- - icsen. Anstatt an die eine Schule einen konservativen. - »/die andere einen liberalen Lehrer zu berufen, solle nßan i.n iervative Lehrer im Hauptamte für alle Schulen pnen. die auch den indisterenten Krei'en genehm sein wür- — Geaen dic'e Forderung wendet sich Herr Dr. n> ti s. Man müüe streng paritätisch verfahren, juin ^Skaat ein Bild der Zerrissenheit zu zeigen. i uqm siacii ein z*uo oer oernnenncu zu zcmen. Herr Mümden. Zugegeben, dah auch ein örthodarer rer Kinder liberaler Eltern unterrichten könne, so ] sei bot > nicht zu verstehen, ..weshalb man liberale Lehrer qusfchalten. wolle, wenn die liberalen Kreise sich von ihnen etwas versprechen. Die liberalen Lehrer würden schon leinen Anlah zur Klage bieten. Bezüglich des Jüdischen Schulverelnr hoffe er. dab er seine Tätigkeit werde ernstellen können, glaube ■ es aber nicht, da er; auch nach Einführung des Unterrichts an den Staatsschulen den Kindern liberaler Kreise weitere Kenntnisse im Hebräischen werde vermitteln müssen- Auch sonst werde der -Schulverein sich um Kinder bemühen, an deren Schulen kein Religionsunterricht erteilt werde, und auch weiterhin für die Fortbildung der schulentlassenen Jugend zu sorgen haben. Daraus wird der Antrag des Herrn Münden, der von Herrn Dr. Lanzkron unterstützt wird, a n g e n o m m e n. 6. Der Antrag des Vorstandes auf Erteilung der Ermächtigung/ den Hundertsah für die Gemeindesteuer des Rechnungsjahres 1929.30 ohne weitere Befragung des Kollegiums im Einvernehmen mit den dem Haushaltsausschuh angehörenden Mitgliedern des Kollegiums <den Herren Lisser. Dr. Fränkel,- Knobloch und Münden) mit der Mahgahe festzufetzen, dah der Hundertsatz 10 Prozent nicht übersteigen dürfe, wird einstimmig angenommen: ebenso die nachstehende Ergänzung der Gemeindesteuerordnung: 2m Falle der Zusammenoeranlagung von Eheleuten bestimmt sich beim Tode des Ehemannes die Gemeinde steuerpflicht der Ehefrau so. als ob sie neu in, die Ge meindesteuerpflicht eintritt. Das Delegierten Kollegin»» des Tynagogen- Verbandes hielt am 22. v. Mts. eine Sitzung ab, an welcher die Herren Dffenburg, Vorsitzender. Cohn, Gotthold. 2. Heckscher. Dr. Lanzkron. Pels. Dr. Schlesinger und Weibberg teilnahmen: entschuldigt fehlten die Herren 2. Flörsheim und Dr. Leon. Vom Vorstand erschienen Herr A. Lev y und später der Vorsitzende. Herr A. H e ck s ch e r. Aus den verlesenen Mitteilungen des Vorstandes ist zu erwähnen eine Zuschrift über die' De mängeluna des. Kollegiums an der Abrechnung für 1927, dah der Vorstand es gblebnt, der Anregung des Kollegiums, die Alijoth und Mizwoth an den hoben Feiertagen zu verteilen statt zu verkaufen, Folge zu geben, da der Verband die aus dem Verkauf erzielte Einnahme von etwa 1200 Mark nicht entbehren kann. Einer anderen Anregung, die Cbornroben. für welche bisher gegen Zahlung einer Miete von jährlich 600 Mark ein Raum gemietet war. in die eigenen Räume zu verlege», soll stattgegeben werden. Die Anträge des Kollegiums nach der Notwendigkeit der An ilelluug eines fünften Schächters wurde damit beantwortet, dost infolge des Alters einiger Schächter und ihrer Ueberlastuna die Anstellung nötig geworden lei: auch mäste einer von ihnen zweimal in der Woche zum Eeflügellchlachten nach^ausn'ärts resten. — In Parenthese bemerkte der Vorlistende, dost die stoatli4>e Verordnung, nach welcher kein lebendes Geflügel in Hamburg eingefübrt werden dürfe, längst wieder airGeboben iei. dnb ferner die Mehrkosten für die Reisen Ouf jedes Stück Geflügel nur 1—2 Pkq. nusinachen. lo dah die g»f z>ns auswärtige Schächte» ckaefübrte Ver*e'.:e->'nq des Ge''üaels unheirimdet lei. D'e'e Frage wird daher der iftömmission zur Verbilligung ritueller Lebensmittel überwicien, in welche vom Vorstand die Herren 6>eve und^ Dr. Zuntz entsandt lind und in die aut Wunsch des 'Vorstandes stoch fünf Mitglieder des Verbau des gewählt werden sollest. Der Vorstand teilt weiter mit. dab in die Komm-i'ion zur Anstellung eines »weiten Rabbiners, n-elGe z'mächst mit Dem Herrn Oberrobbiner verhandeln loll die.Herren A. H!eckscher und Dr. Zuntz gewählt worden seien. - .Herr Pels bittet, jn Zukunft die Mitteilungen des. Vorstandes in Abschrift den Btitgliedern des Kollegiums vor der Sitzung zukommest zu las'en, was vom Vorsitzenden zugesagt wird.^ Die Herren Cohn, Pels und Dr: Schles i n a e r bemangesti, dah.! wie aus einer Mitteilung des Vorsitzenden hervorgeht, tzie .Protokolle der Sitzungen den einzelnen Mitgliedern des; Vorst-ndes ebenso wie den Mitgliedern des Kolleäiums zugestellt werden. Nur der Vorstand als Körperschaft hätte allenfalls ein Recht auf Einsicht ustb etwaiae Mitteilung der Sitznngsvrotokolle. nicht abe^ jedes Vorstandsmitglied. Der Vorsitzende weist diese Beanstandung zurück mit der Bemerkung, dah in allen Parlamenten diele Gepflogenheit geübt sei: wenn es früher

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