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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-02-12 · 2 (12.2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
2 (12.2.1929)
Date
1929-02-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt der 1 deutsch - Israelitischen Gemeind«. Nummer L Sohn 2, ü c t? n 2. Denn dadurch entscheidet er die Wahl zugunsten keiner .Kandidaten. Hätte er aber nicht das Recht, .keine Ttimmen zu hänfen, gehabt, Io hätte zwischen Cohn 'und Leon eincrieits und Hirkch und Salomon anderleits Stichwahl oder das Los entscheiden müssen, nachher l sich ergeben hat. dah 0 für diele letzteren a>>ch je eine St abgegeben batte. Hat inan 'ich fcie'V Gedanlengänge eri! einina! z:> gemacht. w erlennt niag auch, wie notwendig es i«l das ein'-m jeden '3I?qnIcr zustebende -leckt •tirnric jd’I ie'taelegl 'ein muh.?.>!an ans ' '' Mbl nach, für nime eigen da!; durch eine! detonnte na:.stich >eu Äedanlen tommen. z>> destimmen,. dah die Höckstder de'n einzelnen Wähler .ruitehenden Stimmeij sich der Anzahl der Kandidalen der Stifte richten soll, reiche er stiimnt. Denn theoretisch i>1 es aieich; ilstg. ob der Wähler de>- Lüle I über 6. der Wähler der^ \! ilo 2 über ]- und de>. Wähler. der Line 3 über 2^- Slinmen verfügt, weil ja ibr Wahlrecht iich in jeder Liste voll aus» wirst. -Iber es in n'.ht gleichgiiiig. ob I. weil dre vor ihm gewällte Liilc nur 6 .ikandidatcn enthält. nur 6 stimmen hat-, non denen, er Li o hn 4 und Leon 2 gibt. ober, uic in un'erer ’23 Stimmen, non denen er Cohn üö> 'und V f r n 3 gibt, . . ' •2o komme ich zu dem ol'M bereits ausge>orochenen mrgelnc. dah un'er -l'arlrech, den liabe-.u höchsten strad der Kt-illou.menh."'-. dm heilt, der bei dem Perhälchiisivrih!- reck!! dcniüar ja.' tonn misiKroucktt werden, aber das '!>« auch nicht in: inkndeiten ein Argument dagegen. Vich>s. »nn '"enhh'ich.a, ti'iwüi i:!i:;vn Hi vollkommen. keine r-vn i’ iui! in gegen '.-'tiharauch ge'chützt-. •- und - die bürgerliche r.rcibeil r-wd-b-ru'.e .aewin »ich: rpebr deswegenangefachten, werd.'-». weil >ie - und »je zue in der menschlichen Gei.il- «chan taatäglich müibrauch.i. verlebt und geschändet wird 'Mi! ,!;'!! dem Wih brauch unie.es Wahlrechtes vorbeugeu io bedeute man. dah. es milch ' etwas gibt, was man Waiilethil. V'- a!>! in oral nennen, könnte — und .dieie läht >ich an drei lnäouen' Sähen, zusammenfaüen: Für die Wähler die g r ö-h l M ö g I i Ä e W a h l f r e i h e i t. f ü r d i e Partei e i n_ q c r c du i t e. g! eichmähiges Iftmrelcu für alle ihre Kandidaten, für die einzelnen Kandidaten Verzicht ans jeden perst uk ick en Ehrgeiz und s e I b Ii-l o j e s. G i n t r e t e n für die Z io ccke nnd i m Dienste der Gesamtheit. Perfsrralisü und Kleine MiNsttuogen. Der Brlksüund Deutsche Kriegsgräbcrfiirsorge, in dem auch :'l> jüdisch'' Glau'amisacmeinschas: oertreten ist, hat beschlosien. auch dieses Fohr einen V o l! s l r a » e r i a g zur. Ehrung des Andenlen?' der >m ^'Iel.lciege G.'ia.Il.encn. u. z. Sonntag, den 2t S. 'M. zu begebe». 'An diesem Talge sollen religiöse und welttiche E>ebcnk?eiern veranstaltet unv Vergnügungen und Luftl ’.rtcitert eingcschräntr werden. In den' hiesigen Synagogen wird des Lolisirairermgcs am 2N ». Ak. in geziemender Weise" gedacht werden. ' ' Religionsunterricht n>i de» höheren Stoatsschulcn. Dem k-orstalide der Gemeinde ist unter Dem Ib. v. Ai. seitens der Eber«chu!behörde fofgendri Bescheid zugegaugen: > Die Eberschtlbchördr Hai beschlossen, dah an denjenigei' höheren S:aalsichulen. an denen eine genügende Anzahl jüdischer schulet,vorhanden iir. von Eitern HUM an jüdischer .Aeligionsuuteri ichl einaerührt wird, und zwar entweder als Älajsclladzr als iüruopcntrnterricht. Die .tzoitcn für diesen Unterricht, der nach Ar:. 110 Abi. 1 der Reichsveriakinng in Uebercinstimmung mit den Erundlägen, der DeAUch-Fsraelitischen lüemeinde erteilt werden soll, übernimmt Ser skaal, wie auch die Aufsicht und die Anstellung der jLehrer sache der Oderschulbehörde bleibt Die Eberschulbehörde wird nünmehr zunächst feststellen, iiir welche schüler der höheren s'.aatsschnlen jüdilcher Religionsunterricht beantragt lbird. I Ter Fsraelitijcht Tempelverband veranstaltet s o n il l a g , den k 7. d. M.. rdnn. II ,. Uhr. im Logenheim eine Ai i tg I i e d e'r wc r s a in m l um g, in welcher die Verwaltung über die ablaufende ^Amrsperiode Bericht erstatten wird und der Termin für die Neuwahlen feslgesetzl werden soll. Besondere Bedeutung' kommt den Darlegungen zu, die Rabbiner Dr. Italiener zum scklul? der Tagesordckuuq machen wird und uufj bie hiermit Kingewieien iei. «Vgl die Anzeige 2.-fi > Im MSdchcuwaisenhause Paulinenstist fand Sonntag, den 8. v. M., eine schlichte Gedenkfeier statt für den am 4. Januar 1923 verstorbenen Herrn Joseph Lippmann, der sieben Jahre lang, der Vorsttzcnde der Anstalt war. Auszer den voll- ^zahlig erschienenen Angehörigen seiner Familie, die für den ersten Erinnernngstag der Anstalt lein Bild gestiftet hatte, nahmen nur einige Mitglieder des Vorstandes und der Vor. sitzende des Reprätenianien-Kolleqiums der Gemeinde sowie die Mitglieder der Verwaltung des Paulincnstifts an der Feier teil. Nach einleitendem Chorg'esang sprach der 2. Vorsitzende der Verwaltung des Hauses, Herr Rechtsanwalt David. Nachdem die Bitterkeit des ersten Schmerzes, so führte der Redner ans. wehmutsvoller Erinnerung gewichen sei, empfänden alle, die dem Heimgegangenen nahestanden, dah das Beste an Joseph Livpmann unverlierbar sei, well dieses Beste dauernd mitwirke und in Der Erinnerung sortlebe. Erinnern sei aber nichts ande. res. als gegenwärtig zu halten, was Vergangenheit zu werden drohe. Joseph Lippmann habe sich ganz dem Paulinenstist zb eigen gegeben, wie er an jeder. Stelle, an der er stand, ein ganzer Mann gewesen sei. Als ein echter Joseph habe er die Jeit/da er der Anstalt Vorstand, zu Jahren der Fülle gemacht in Rat und in Tat, habe er, nach dem Sinne desMamens. den er trug, sich «4 ei» Pkehrer der Fürsorge für die Zöglinge, als ein Mehrer ihrer Lebensfreude und ihres Elücksgefühls erwiesen. Schlichtheit und Bescheidenhen, Pilichtgesühl und Freundlichkeit seien der .stern. Wohlwollen der naturgewachsene Ausdruck seines Wesens -gewesen. Sein Bild, das der Redner bei seinen letzten Ausführungen enthüllte, und für dessen Stiftung er der Familie des Gefeierten namens der Anstalt dankte, werde auch äußerlich die Erinnerung an ihn wach erhalten, die in den Herzen der Mitglieder der Verwaltung und der Zöglinge lebe. — In ale'ck bemlichcr Wei'e kvrach sodann die der Berwaltiurg . des Paulinenstifis anqeböriige Frau Samson Goldschm i dt. Auch sie führte aus. dafz der Heimgeganaene in seinem Werke und i» den Harzen seiner Mitarbeiter fortlebe. Sie dankte besonders seiner Gattin, die ihn selbstlos in seinen hohen Zielen und in seinem Wirken für andere hingebend gefördert habe, und wünschte ihr. dah ihr darin reicher Lohn beschiedeir sein möge,' dah sie Kinder und Kindeskinder in dem Sinne des gelebten Toten wirken sehe. — Mir dem Vortrag des 12k. Psalms durch die Anstaltszöglinge fand die würdige Feier ihren Abichluh. 1 Am Sonntoa. dem 3. d. -je.°kan' anlählich de» .ersten Jahr zcitstages des im voriacn Jahre so jäh aus dein Leben gerissenen Herrn Leo Mcndellon cijie Ged-nkkeler, im Daniel Worin scr-Haus statt, dem das Wirken und Sinnen des Heimgegangenen stets geaolreg hat und das mit der Erinnerung . an ihn dauernd verknfipst bleiben wird. Zu der Feier waren auher den Angebähioen. vor alle'', der Schwerer des Heim aegangencii. der Varlruende des Voritandcs-der Gemeinde. Herr A ljrr,d Levy. so'üft die Aiitglieder der Kommisfton für die Fremde,qof!e'>e des Vorstandes des Israelitischen tlnterstützungsvereins fü E dacklo'e und - es 4'o'ftan es de Dr qruvve^cs Hilisvereins der dculilhen Juden erschienen. Nach Verrichtung «des 7>n>^- und des Gebetes leitete der Vorsttzende der ''Kommission für die Frcmdenmlege, Herr Jacob Hcckscher. mit wenigen Worten Die Feier ein. indem er es als eine Herzcnspslicht aller Versammelten bezeichnele den ersten Todestag des »nvergenlichen Freundes und Mitarbeiters, dessen Sstirken in diesem Hause besonders erkennbar lei. in einer Stunde gemeinichaltlichen Gedenkens zu begehen. Er aedachre des Toten mit den Worten des Psalmisten als eines Mannes, der nach Vollkommenheit strebte und durch sein Beispiel auf sozialem Gebiete andere zu gleichem Tun veranlaht und angespornt hätte. Wie sein Bild in den-Herzen der Seinigc» und seiner'Freunde fortleben, wird, so solle es auch sichtbar an ihn erinnern an derjenigen^ Stätte, der seine Arbeit so ganz ^gegolten habe, Darum hätten sein« Freunde demDaniel Wormser-Hans kein Bild gestiftet, damit es neben dem Bilde seines Meisters^ des unvergehlichen Bearünder, des Hauses. Daniel Worms e r. einen würdigen Platz erhalte. Dann widmete Herr Herma n n ':G u m p e>r tz —i dem Heimgegangenen Freunde und Verwandten Worte pietätooller Erinnerung, -iachdem der Schmerz um seinen Hcimgana stiller Wehmut gewichen und es möglich geworden sei, sein Schaffen zu überblicken, erkenne inan erst so recht, wie sein Herz innig aeichlagen habe für alles Gute und Schöne und wie er in wahrhafter und aufrichtiger Religiosität bestrebt gewesen sei. jedes Gebot unserer heiligen Reliaion zu criüllen. Es wolle scheinen, als ob ihm des Dichters Wort geltes „Edel fei der Mensch, hilfreich und gut", und an ihm habe sich die Verheihunq erfüllt, dah Gott ihm einen ewigen Namen gebe, der nie vergehen wird. Der Redner schilderte dann die liebenswerte Persönlichkeit des Heimgegangenen und «ein Wirken im Familienkreis, lowie lein Leben in der

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