Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 12 (14.12.1928)
- Date
- 1928-12-14
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Gebäude, aus Erd- und Dbergeschoh bestehend jedem Geschah zwei Sprech- und ein Wartezimmer mit den nötigen Nebenräumen. Das Krankenhaus hat zur Zeit zwei lotende Lb.erärztch je einen für die medizinische <z. Zl. Prof. Ko rächt Und für die chirurgische^ Abteilung Zt. Prof. L e v ch. Auherdem werden' drei Assistenten beschäftigt und ein Praktikant, die in der Anstaltwohnen. Die Dberin des - Krankenhauses i»t gleichzeitig Dberin des Schwesternheimes <z. Zt- Frau Klara G>o rdo nt. Das Warteoerlonal rekrutiert sich aus dein israe» Gemeindeblat^ der Deutsch - Israelitischen Gemeinde, enthält in Nummer 12 litischen Schwesternheim, zur Zeit sind 24 Schwestern und 6 Schülerinnen im Krankenhause tätig. — Die Verwaltung des Krankenhauses untersteht einem Kuratorium von . sechs Herren, dessen Präses zur Zeit Herr Dr. Fritz Marburg ist. Im Jahre 1927 betrug die Zahl der Verpflegungstaqe 43 832. im Jahre 1926 40183. Durchschnittlich wurden täglich 122 (112) Patienten verpflegt. — Die Iahresausgabe betrug 1927 309 534 JtAl, die zum Teil aus Kostgeldern und aus freiwilligen Spenden gedeckt wurden, da das Kranken Haus keinerlei ’ Subvention bezieht. . 5 - j? JL ebenso niedrige Sterblichkeitsrate haben, wie die Kinder wohlhabender Kreise andererseits, hat die Höbe des Einkommens rast aurgcbört, den Einfluh auszuüben, den sie früher (bis zum Kriege» aus die Zahl der Geburten und den Prozentsatz der non den Geborenen Dnrchqebrachten gehabt hat. Die folgende Aufstellung wird das bezüglich der ^.'ebendgeborenen beweisen. Einkoinni. ,'i M Fl <H K fff'e r i:u*hu - rro .«o»i b'Dolferima». 1 °25 Bet Irr* i;eb'tnhaehor. iiberlnmot ninilöl. der l?iemt« Btb11ciI wetB4ntif 1000 Einwobiier Bet » Einloaieret t-Ztiaen entjelen ebeiick INI 3 SefcenBneBnrcne ■> 1003 1904 1910 13 »934. 27 I92H9I7 Billw. Aus'chl. 941 ' 35.4 26.5 14.9 13.8 Barmbeck 1 095 - 31.2 28.3 15.0 14.5 Eimsbüttel 1 417 29.3 25.6 12.3 11?/ Rotherbaum 6 770 15.4 9.9 11.3 11.3 -Harvestehude . 12 434 16.1 12.5 11.8 13.3 Die Differenz in der Geburtenzahl zwilchen armen und reichen Stadtteilen, die im Durchschnitt der Jahre 1900—1904 noch 20.0, im Durchschnitt der Jahre 1910—191! noch 18,4 auf 1000 Einwobner betragen hat. iit im Durck schnitt der Jahre 1924—1927 auf 3.7 zurückgegangen! ..Kommentar überflüssig." Bei bieier' Entwicklung iff es wahrst »einlich, dasz auch der geringe Unterschied in jber Höhe des Kinderprozena satzes, der im Jahre 1925. noch zwischen der Eesamtbeoölke rung Hamburgs und feiner jüdischen Bevölkerung bestand: 17,9 Prozent bei eriterer. 15,3 Prozent bei letzterer — also 2,6 Prozent —,’ bpld verschwinden wird. 2m Jahre 1900 hatte der Kindcrvrozentsatz der Gesamtbevölkerung noch 30,2 Prozent'» gegen.2^3 Prozent bei der jüdischen Bevölkerung betragen, die Differenz beider Prozentsätze'also noch fast 8 Prozent. Dasz >m Jahre 1925 zwilchen beiden! noch eine Differenz von 2,6 Prozent besteht, dürfte hauptsächlich an der noch immer ungeheuren Sterblichkeit der unehelich geborenen Säuglinge liegen, sderen Prozentsatz bei den Juden einmal viel niedriger ist, als bei der nichtjüdischen Bevölkerung, und deren Sterblichkeit bei ihnen außerdem wesentlich geringer ist. Schaltet man die unehelichen Geburten aus und berechnet die Geburtenrate nur von.der Wohnbevölkerung abzüglich der Dienstboten und Einlogierer. wie das in der letzten fSpalte unserer letzten Aufstel lung für die Jahre 1924—1927i geschehen ist. dann ist die so berechnete Eeburtenrate im ärmsten -Stadtteil nicht nennenswert aröher als im reichsten: 13 8 in Billwärder, 13,3 in Harvestehude! Und zwischen höchster und niedrigster Eeburtenrate ist dann nur noch ein Unteirschled von 3,2. '1 Stat. d. Hamb. Staates Heft XXI. S. 51.