Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 11 (11.11.1928)
- Date
- 1928-11-11
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Nummer 11 Gl meindeblatt der Deutsch - Israelitischen 'Gemeinde. Leite!* klagen " hatten, nid) Hilfsbedürftigen de sofort ebenso wie di, Die Eerichtsverhandl! Jahr lang im weserst! Habens Wir heben neut die Eemeindeaiii ebenso vor telephoni keit des Anrufenden warnen. Hamburg erschc s ch e Welt, lsationen ln ache Berliner mehr be Gemeinde gestohlenes! ng ergab, ichen von on dieser sehörigen scheu Anriss nicht ohne S*; nst^te Garderobe zul erbaten, um Jic be i Kleidungsstücke zu dag die Angeklagte dem Ertrag ihrer B Verhandlung Kenntyi r unbekannten Bitt en, bei denen die weiteres fcstfteht D CI j«?, Organ Haupt lint [feit tu: 31 Zentralorga utschland errxn an. 51 Der Präsident ibjet Reich und Arbeitslosenver icherung l arbeitsloser orthodoxer Jude tagen nicht meldet, nügende Entschuldig): wenn ' ' denke: beitsvsrmittlung nicht. darunter dieiUnterl , ng gemäst achgewiesener nahen bei. gegen die Meldung best Für die Reichs den. »ah Anträge 1 sie 3urj Befriedigung und Äersöhnungsfckt^ den ich soweit die behörden ist on Beamt, ihrer religi gairz vor, ^ienstverhäit so l 0 n ci t W , üabour Party und Regierung, berichtete burger Ortsgruppe 1 es Äeren swerkes in tin Rosenl Hajeilod untecstützl: beide Herren beantwo Bereitwilligkeit die an schrieben in groben neuen tes. Golonel W/dg stimmt, was den des L lindes betrifft, genossenschaftlichen Siedlungen A r a b e r f r a g e f ii gunsten der Gelingen verkaufen a über ein ute gelebt s. um ertellern und Persönlich-' dringend zu >em eine neue jüdische in des Verbandes Dqr Redaktion g rnstalt für Arbcitsyc at genehmigt, dah, sich am Labbatk, odch assung der Meldung 8 114 AVG. ange^ »em Arbeitslosen rcti eben und der Zwqck leidet. rmittlung wenn ein an Festals gesehen wird, giöie Beder Ardie Anordnung get n. Angestellten und Pien Bedürfnif'e am Dienst zu befreien niise es irgend gest rpffe» wor- Arbcitern. Reusahrsstatt-zugeittcn. d g w 0 0 d. Abgeordneter der ehemals Minister in der Ma vor^kurzeyi auf mehreren von Hajessod einberufenesi über hen aügenblickychen Stasid des jüdischer lung Ri a r ileren arohei P a I ä (t l fl t h co 111 a. Hierbei wurde in Präsidium des >ie gerichteten Frage, jZügen die mannigfackien Prob noch im Ansjang > seines Entwicklung stehens, durchaus 0 v t i m i f coood ist oirtschgftlsthcn und kulturellen erhofft has Beste von den und hält die' viel wichtig und gefährlich er nicht io der üe ernstlich das begonnene Mirk gefährden könntc Kultusqeinsindc Nürnberg wir! ider veröffentlichl. d, „Wir stehen am che Veranstaltungen jchten wir nun unsere e d w c d e A r t 0 0 Von seiten Ausruf an die Gemeindemitqli Gemeinde beherzigenswert ist: Wintersaison, und allerlei fest! ihrem Verlauf stattfimden. Da m genossen recht herzlich bitten, und liebe rhr ei bung zu vermeiden und zn überschreiten. des Bürgerlich-Zulässtaen nicht die Pflege edler Geselligkeit unterbinden, die schäm Gastlichkeit cinschränken zu w »llen. Aber wie in Kreisen, hat auch bei snanchcn unter uns die frühere weichen müssen, und: man begegnet Auswüchse n iolgendcr r für jede Beginn der werden in Glaubens- L u x u s die Grenzen Fern sei cs. Litte der io vielen Einfachheit n. die in keiner Weise zu billiqs» sind un) mit der Rot der Zeit durchaus nicht im Einklang stehen. Hu rdcrtc von Alten ur d Kranken entbehren das Nötigste zum Leien! unzählige Familien. früher in gesicherten Verhältnissen, misssen aus gemeindlich in Mitteln s ' . ist die Klaae dah die Geldspenden nur in be cheidcnem Mähe uns, rcn Wohlsahrtseinrichtungen sufliehen. Wenn uns ein Teil der Mittel. .die man oft für/übertriebene Bewirtung der lfläste oder auf allerhand öffentlichen Festlichkeiten ausgibt. :ugewendet würde, wieviel Rot undsElend lönnte man damit linsern! Deshalb sage stch jeder, der diesen Winter eine Einladun l gibt oder einen Ball besucht: ick» riill mich g rö ht e r Einsa «i> hcit befleihigen und lieber einen gröberen Betrag den Armen stiftön, damit an [einem Abend, an dein ich vergnügt bin, auch ein Bedürftiger sich freuen kann. Gerade in unseren Tagen, da das Geistige mehr und mehr in d:n Vordergrund tritt, da ein Zug nach Vertiefung und Wissen durch alle Kreise geht, sollte man den materiellen Genüssen d is Daseins geringere Beachtung schenken. | Mit guten musikalischen oder deklamatorischen Darbietungen, mit einem Vortrag ol er der Erörterung eines allgemei, interessierenden Themas kämmt man dem Gseschmack seiner Gifte weit mehr entgegen, als [wenn man ihnen nu^eine sogenannte „Abfütterung" bietet. Zeitung: ost)üdischer hören lzur englischen Donaldder Hain Ab.'ndcn L i'c d er durch dcut'chen teten mit und uinei»e dieies. en Ltaai sch g e - Fort'cbritt. zahlreichen 'eivrochciie als dnh 5ritidercrliolnii«zsliei»i ÄZilhelmjuenhötie. Die Kleinkinderabteilung des Heimes ist das ganze Jahr geöffnet. Aufnahmen finden .zu jeder Zeit statt. Schulkinder werden fortan auch während der « ch u I z e i t - ausgenommen und erhalten auf W-u"N i d> Privatunterricht. Anmeldungen Montags von 4 6 Ilhr bei Frau Elle Hamlet, Schlüterstrahe 52. Die Tachlremonifchule in Tel-Awiw. Bvn Dr. Armin Blau. f Die gemeinnützigen jüdischen Institutionen in Palästina sind heute, nach .der Umgestaltung und Erweiterung der Jewish Agency in ein Forum zur Vertretung allgemeinjüdiicher Interessen in Palästina., nicht mehr Gegenstand einer einzelnen jüdisch-politischen Partei, sondern stehen fortan im Mittelpunkt des Interesses für das.jüdische Geiamtvolk. Insbesondere verdient die Entwicklung der jüdischen Erziehungsanstalten im Heiligen Lande unser ausmerisamites Augenmerk. Denn niemandem kann cs gleichgültig sein, wie jüdische Jugend, die Zukunstshoffnung und Aussaat unseres Volkes, gerade dort sich entwickelt und in welchem Geist« sie erzogen wird. Eine der. sympathischsten, weil überparteilichen jüdischen Lchulgriindungen in Erez Israel ist ohne Zweifel die T a ch k c - monr-Real- und Volksschule in Tel-Awiw bei Jaffa. Ihr Schicksal muh uns Hamburgern ganz besonders am Herzen liegen. Wenn auch ihre Wiege in Frankfurt a. M. stand (dort, ist das erste Komitee zur Wahrung der Interessen dieser ersten strengtraditionelken Lchulgründung in Palästina zusammengelrcten), so ist dock, ihre Erhaltung und Ncugründung .icnneuilich in den krisenrcichen Kriegsun'd.Nächkricgsj ähren, der Initiative des Hamburger Lokalkomitees, insbesondere den unermüdlichen Bemühungen unseres Herrn Moritz S. W 0 lff, des langjährigen Vorsitzenden des Komitees, zuZuschreiben. Es war für die Mitglieder des Hamburger Komitees der Lchule eine besondere Genugtuung und Freude, der Einladung des derzeitigen Vorsitzenden, Herrn Liegsried Lcvy. am 4. v.- Ni. solgend, den .derzeitigen Direktor der Lchule. D r. I.. Marschak[ in ihrer Mitke zu beglichen und von ihm einen Vortrag über den Lrand, die Entwicklung, pädagogischen Ziele und Aussichten für die Zukunft der Lchule zu hören. Der Vortrag war io ausschluhrcich und allgemein belehrend, dah seine Leitgedanken im folgenden einer gröhercchOeffentlichkeit wiedergegeben werden sollen. Es war ein höher Genuh, den Ausführungen des Dr. Marschak, eines erfahrenen Lchulmanncs, zu lauschen. Die sachlich gediegenen und temperamentvollen, von tiefster Ucberzeugtheit durchdrungenen Ausführungen dieses für sein- Werk begeisterten Lendboten aus dem Heiligen Lande machten auf alle Hörer sichtlich den Eindruck persönlichen Erlebens und unmittelbarer Wahrheit. Der Redner führte etwa folgendes aus: - Vor ungefähr achtzehn Jahren wurde die. Tachkcmoniichule in ihrem jetzigen Charakter als hebräische Volks- und Mittelschule mir wcltlich-wisscnschgftlichen Lehrzielen ivorher war sie , nur ein ('heiler gewesen!, mit 151) Kindern auf streng gxsetzcstreucr Basis und unabhängig von jeder politischen Partcirichtung, gegründet ' und weist jetzt einen Bestand von über e l f h u n d c r t L ch ü lern auf! Eine schwere Krise machte sie während der Kricgsjahre durch: die Lchülerzahl sank zeitweiseauf kaum zwanzig herab, und nur dank der Gcbefreudlgkcit des Hamburger Komitees und.der Frankfurter Freunde, nicht zuletzt auch durch Mobilmachung grohzügiger a m e rAka n i sche r Hilfe gelang cs. den Betrieb knapp über Wasser zu halten. Das Lchulgebäude wurde bald von türkisch-deutschen, bald von englischen Truppen belegt, auch zeitweise von den Eng- : ländern beschössen: von einem geregelten Unterricht konnte kaum die Rede sein. Auch in den S^ichkricgsjahren hatte die Lchule schwer um ihre Eristenz zu kämpfen. Herr Dr. Enges, damals Leiter der Lchule, machte Propagandareisen in'Deutschland und Holland, die namentlich im letzteren Landf manch' schönen Erfolg brachten. Eine neue Aera brach für die Lchule im Jahre 1920 an. als der M i s r a ch i die Fürsorge für ste übernahm. Fortan unterstand ihr Budget der Kontrolle des allgemeinen Lchulsonds^ (wuud luimefukeach) des zionistischen Keren Hajjessod, jedoch erstreckt sich diese Kontrolle lediglich aus Fragen deräusteren Organisation, die-Genehmigung d?r Ausgaben und Bezahlung' der Lehrer: jedoch auf Fragen der inneren Organisation wie: Auswahl der,.Lehrer und Lehrgegenstände > ober auf diq