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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-10-10 · 10 (10.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
10 (10.10.1928)
Date
1928-10-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer 10 4-= Gemeindeblatt ter , Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Seite 3 reits vor, daß wir 19. 4. 1924, 25. wieindemeben — und ebenso alle Haupt er st ein vor 114 (---- 6 mal 1967, 2043, 2062 2214 wird es sogä Tie Entwicklung dieselbe Lehre gebe > Laufe der Geschichtl kn sich abgerundete.. bleibt, zum ersten!!tal auf dhn 2 6. April fallend „Wenn das so weiter geht, werden u isere Enkel Pcßach im' Mai und Juni feiern ui) 9as schi ne Hütten fest etwa im Te zember."') sf - ' des konstanten Kalenders wird uns die wir schon so manches Mal im erhalten haben: das Jndentnn ist ein bis zum äußersten einheitlicies Sy stem. das jeden gtwaltsamen Eingriff zurückwe> st. Wie einen Fremdkörper stößt es jede Reform früher oder später In der Mischna 5) ftfirb uns übet eine Meinungsverschieden heit zwischen R. Gainli :I und R. Josua hinsichtlich des Neu» jahrsdatums berichtet. Beides Unmöglichkeiten, wenn da mals bereits unser he iliger konstanter Kalender gegolten hätte. Man mag sich neben her Beobachtung des Neulichtes seit der babylonischen Deportation vielleicht schon gewisser chronologischer Regeln bedipyt haben. Ter Kalender in seiner heutigen Form cfjeinl indessen von R. Jchuda ba nassi um 2OO eingtfü >rt. ab^r erst von Hillei II. 359 öffentlich bekannt gtgeien wrsrden zu sein-). .! Woher fanden nfrn jene Ätlänner, sonst die treu 'freu Hü ter alter Traditionell, den M lt zu einer Reform^ wie sie. die Festlegung des Kalenders -arstellt? Tas Ch:istentum. hatte immer mehr Wurzel gef ißt. Seit den Konzilien von Nicäa (325) und Aeitiochäi (341) war erst eine kurze Spanne Zeit versllssim, und die Kirche bekämpfte das Judentum immer n ehr. Im mbrigen lagen die Römer in ständigen Kriegen nit den llersern, so daß dtp Verkehr zwischen Babylon und Pala tina stark behindert war. Hillel II. und seine Ratgeber mochten daher fürchten, daß die voyr -jeweiligen! Patriarchen getroffenen Neumonds »nd Feiertagssestsetzungen nicht alle in der Tiaspora leben den Juden rechtzeitig erreiche:; würden und dadurch da-? damals wichtigste Bindeglied i er Gesamtjudenheit die Ge . meinsamkeit im Tatum der Fest und Trauertaze. per loren gehen könnte. Für die Idee der Einheit des I u d e n t u m s a u d e r g a i z e n. Erd c hat also daiitals das al:e Kalenderststem dem neuen weichen müssen. Jlre Urheber haben woyl nicht damit ger^cknret. daß er Jahrhunderte ode: gar Jahrtausende in Gebrauch bleiben müßte, sondern wo! l gehosst. daß bereits nach wenigen Jahrzehnten ein S medrion. gestützt auf jüdisch nationale Selbständigkeit, das alte Snsten wieder ausnehmen könnte. Tenn für die Taue ist unser nun schon über 1500 Jahre alter Kalender nie! t geeigne!. Wir Ihaben eingangs ^gc zeigt, daß je 19 uns rer Jahre um über - Stunden zu lang sind. Taraus ergibt sich, daß! wir unsere Jahre jetzt, nach Verlauf von l5l)O fahren, dst chschnittlich um rund 7Tage zu spät beginnen ui ib ebenso. unsere Festtage teilweise zu spät feiern. In je :16 Jahrs i vergrößert sich der Fehler um 4^ Tag. Nach! er Thorh sollen wir nun aber das Pcßachsest im Früh ingsmonq (z'ÜNm SHm) feiern, d. h. nicht später als . mZK. April. Es kommt aber jetzt be s tu spät begckhtn. z. B. 23. 1. 1921. lj)29, 21. 4. 1932 usw. So spät begonnenen JahrfielP e ßpch folgenden Feiertage 1929 — über lso 19!) Jahrdn. Tas wird wiedeh so 2119, 2176 und 2195. Im < wenn bis dahin alles beim sein ahre älten chhaschono!ll, 8—9. ^) Mischna. Rai 8) Nack Trahiti, i b. Tbijä, Sefer ha-ibppr §. 97 nüd Dubnow, Geschickte 3. 221] fi Baneth, S festschritt, Berlin 5687 iJHIIU ,11. ides Gaons R. Hai. Vergl.! Äbrabam Bd.Ill ilenderrefohm und Synedrion, ll>iisrachi Religionsunteri ichtskurfe des Jugendamtes ter Gemeinde. Tie Bewohnet des linken Alsterufers werden biermil er . n» ut auf den R e l i g i o n - u n t e r r.i ch t hingewiesen. der in unserem Auftrag jeden Donnerstag — erltmalig wieder am 1 8. Oktober — im Lyzeum 'Lerchenfeld itntt i nndet. ‘rie Kursleiterin. Frau Weidmann, nimmt Anmeldungen jeden Donnerstag von 3 Uhr an entgegen und - gibt über Stundenplan, Schulgeld uiw. Auskunft. U n t e r ri chtsb e g i n n :. 1 8. D! t o b e r. von sich, mag sic dem Menschen. Dez nur eine kutzc Spanne Zeit überblickt, im Augenblick ngch so notwendig und nütz lich erscheinen. Unser-Kalender wag im Lause der Jahr Hunderte zu einer heiligen Tradifiou geworden sein;"er ist. wie wir sahen, nur eine Reform^ geboren in-nvt und ge fahrvoller Zeit Es muß der Tag kommen es mag 1500 Jahreöder länger gedauert baden - an dem auch von ihm der Wog zurückiührt zur alten Lrdnnng. die ver ankert liegt in Tora und Talmud. | Hambiirgischcr Landesausschust der jüdischen Ingendorganisationeii. Fi» vergangenen »Februair konstituierte «ich in unieiei Gemeinde der haiNburgssche Lanbesausichuß jüdischer' Tugend ° organna.tioncn, in welchem sämtliche jüdischen Tugend organisationen und! Bünde 1b sin Jabl sich zu gemein sanier .Arbeit für unsere jüdische! Jugend zniammenfanden. Es gehören dem Landesäusichuß ah: Aqudäs Fisroel Fugentgruppe. Deutsch-Eibische Jugend. Esra, Hechaluz, Fübilchei. Turnverein ,Bar Kochba. - Füdiichelr Turn- und ^Sportverein e. V., Südöcker Wanderbund Kameraden, Fung-Füdischer Wanderbund. Kadimali, Kameraden Aelterer Bund, Kartell jüdischer Verbindungen, Lebrlingsgruppe. Diljüdiicher Fugeno verein, Verein jüdischer Handwerksgehilfen,. Zeire Blisracki. welche insgesamt etwa 1590 1 Fugendliche vertreten dürften. Der Vorstand des Landesausschuiies ieüt kich zusammen au,- zwei Vertretern der zionistischen Dkganisationcn und Bünde, je einem Mitglied, der auf dem Boden der deutsch-jüdischen niw der liberalen Fuge idbewegung stellenden Vereinigungen, einem Agudiiten, einem 1 ferner uno einem Vertreter der Fugend pflege. - Es mag von ieionduem Fnterri'e icin, zu crrabren, uno iit1 bezeichnend für die barmoniichc Jummvienarbeit dz>r im Landesäusschuh geeinten Fugend, daß in allen behandelten Fragen im Voritand stets eine Uebercinktimninng aller erreicht wurde. ob»e dafz zur Abstimmung und damit zur Schaffung einer VHnorität-geschritten zu werden brauchte. Diese Tatsache beweist, -dasz man in jugeitdpffegerischen Fragen d^w Landes . ansschusz als die Vertretung , der jüdischen Fngenif anieben darf und inusz. daß infolgedessen die amtliche jüdische Fugend- I pflege stärkstes FntereNe an der Zusammenarbeit mit dem Landesausschus; bat. ebenso wi!e die'er icinerseits wüwcht und' fordert, verantwortlich an den Arbeiten für die jüdische Fugend, loweit sif lein. Arbeitsprograinm berühren^ derer ligt zu sein. So sind auch bereits im sommcr dieses Fabrc/:- zunächit fünf seiner Vertreter in das Fugendamt der Gemeinde^ gewählt worden. Es ist zu -wünschen und inab darf wob! auch annehmen, daß die Zusammenarbeit beider Fnititutionen. die ein so großes Fnteres'c aneinander baden müiien.. recht eng und freundschaftlich werde! Der Z u s a in m ensch l ü ß alller -jüdischen Fu gendorganilationen u»d Bünde unlerer Gemeinde, unabbängig von ibher religiösen und jüdisch-politische ns Weltayichauung, hasiert auf dem statuta "risch ieftgeleglen Beschluß, die Lösung jeglicher kultuellcy u.» d k u l l u r e I l c n Ausgaben von den -Arbeiten des Land esa-us ichusles a u sz-u s ch l i eße n. r*' Das große Aufgabengebiet des Landes a u s s ch u s l e s l .i e g t i n gemeinsamer sozialer und jugendpfl-egerischer Tätigkeit. So liegen ibm zur Zeit folgende Arbeiten ob: - ' 1. Einrichtung und Verwaltung des Fugendbeimes in dem von der Gemeinde jüngst erworbenen Grundstück in der Fohnsallee: ' , 2. Errichtung eines Landbe nies für die bamburger jüdische Fugend: 3. Weckung des Fntereifis an aktiver soziales Arbeit unter der jüdischen Fugend sarf welchem Gebiet der Berlirier

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