Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 9 (10.9.1928)
- Date
- 1928-09-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 9 crstei'-und letzten herb und gewaltig TagyS, — von de.- Einsctzuilj des!FüsteS und Erlösung, Segen i nd Erbarm nr. ^ic Mussas außetzdem noch' diei Einschal! ungeii: Malchujjo tum)j Sichronot sGcdcnken) cn beginn jtanze .Hochjgrsühl Israels, der alle Völker diesen rtttck, das dein jüdischen W stlbschnitt aus. Fl> solgt eine 5)cilicnng des Gemeindeblati! er Deutsch - Israelitischen Gemeinde. )ie Ztimmung de Bitte um 'silla bat (Möniii und Schosarvt ('^bfcnim’ii).. ne behandeln d a s G o t t e Sjr c i ch. das Ger die;!D f f c nbar i n g. Fcd »s der drei mit xincr Einleitung und einer 3chlußbitte eine liche! Reihe von 4 ibcksprttchcw mit -dem jeweilig! wort „König", „Bedenken" nab „Posaune". Machtvoll dem ' Alcnu, das kenntnis des eiitstgen und gegenüber den Götzendienern ein großartiger Bslick in die ch t nnd mschließt betracht ligsn Stifi) fvahrcn Gottes spricht sich darin jZnkniist zeigt die Gott crkenltlkn'und ihm diene 'fühl so sehr enlspr eit von hicjr aus den Weg'auch in die in seiner Beliebst andern Gottcsdic» Doch hier, am Rösch haschan i» der Wiederhol» ig der Te nird Feierlichkeit ins. Bei solle!» nieder und beten ar l'miu dein Borbcte c aus die bärde gibt dein- Inhalt de Nachdruck. Der zweite Teil, Fiichrönot. stellt dar, vor dem es keine verges de»«j Weltcnrichter verborgene Tat g bt.^ Doch über dem Gedenken un Ger Es siisd verheißen »e und trö zu der solgcndcn sLItte um Bundes'. Ebensalls von 'doppelte Teil, 3chosarot. Er begi lTssenbarung aus i 'tun 3imii barnng der Eiidz, it. Rosch haschan i ist der r »i die M a l ch n Hot mit mit Er 'gnadeten ins, und Zeit, wo Ticses ich. fand tc des Faptzes, die cs iininer und Fom Kippu 'ijila in seiner ganzes >en Worten „wir st. wirst sich djc iinid. Diese ungewl! Gebets einen sehr das in Drei kurze mit dein wird. kleineren Gruppe» nach -Schacharit chujsot, Sichronot Der Scholar mitiven Form, nnd nichts Mclodli töiujnd nnd dürstig Unis doch liegt in der! Urzeit herübe illingen. Erregendes. Uranstingc der und! lenken die G ilst - das >, ichts chcs. De wenn i riesen primitiven Tonen, die Mahilung der letzt« n und cwigeu Tinge ist den r wird : genl tue er a» Dtd körperlich (2 t tilndigcs vollk.'mmcncs mit t ch eiin Mann im Fom Kipp ne er a» bi. rirocheiier A ltenthalt" n izer i st c Feie ganlze Fahr über Ab, c ällcnc ko nur GölteSdiensteS am diejeri Tag erlaubt zu beten, und a i, gleich daraus folc t kläilich Gott als ene, noch schon die Bibelspröilche leiten ischt zniich Gedenken in Gnade, tende Sprüche, die .rnintigen Erbarmen und Gedenken des n Inhalt ist der! hrilt! unt inst Erinnerung an .die und geht über zu t er Cifeir Festes beschließt, tritt es Macht kstien und rlcineinde gute (ile starten ag des! 3 ck> o s a r b l a > e u s angckünidigt 'und 'iiigcleitet ignale. die in gröseron oder geblasen werde». Man bläst ach Mal ne. ^ahr finsachc llsainmen i id in de', Ätiissas Teiilla und -3chc sarot Llidderhorn in der Mcchlvolles hgben ar Fremden mögen icht gar lächerlich ilten pri ine Tone sie miß erscheine», wie ans etwas trcs Erschrecköndts und Religion sprechen danken ncsch dem Ende der weißen Stcrbckleid bläst.;» und seelische» K a g eint dsr 3h»ae aus ihnen seit. Eine dieser Ton. rotz der starken Ansorderun Fasten nnd lOstiii diger unjnnden. ümagoge) Menschen vge entfremdet sin!>, ja selbst i z» dissei» Tag. Zu Anfang des Vorabend! wird verkündigt, laß es an sei,' mit den Abtrünnigen zusammen isst daS vielunistrittene Kol iidre, das ist auS diesem Zusammenhang er rätte pellt als die d e r das Seite 3 Worin lie st die eigentliche A n z i ö h n n g s! r a ' t •> dieses Tag Er ist nnt'r de» Tagen dss Fabres der eine, de, „ganz anders" ist. Er stellt nickst unter den Gesetzen de, andern Tage, t ' läuft nickst in ihrcin gewohnten Rnthnins ab. .Gewissermaßen bat „ansgehört 3aat nnd Ernte, Kälte und Hitze, 3onmov nnd Wintev. Tag und Nacht", aus gehört wie an' Tage des Todes. Sterwelleidc'. trägt auch die Genie»de. nnd das Sündenbckeiintnis. das ge sagt wird, ist zugleich 3tcrbegebet. Zeit und E>vigtrir werden anders gegeileinander abgdwögen. Fst es nun. beim einen das Fehlen der täglickien Begneinlichkgit ^oder beim andern das Feilen der täglichen! 3orge». aus jede» Fall ist es ein seir kräiriges r'osgelöstwerden von der ge ivohnlen Wirklichkeit. 3ogar die eigenen. Gedanken wer de» e'inein fast gciroNiinen iver im ^üebetbnch niitliest rindet kaum Z, >l zu cigciiein Dt Bereitschaft eriiillt das Geinist. Fn diesem „v, in cigeucn Weseijl Gesütil nienschl cher Nichligkeät, das Krcatnrgesühl der Ge Einser-nng des Festes und 4 gebung. Ngch ofr leisen'Teri »is.gesagt/ Fis i der Wieder! enken, und nur wortlose .juisgegosseii wie W.assei". los" 3ein sindet das Wäisrend recket wichtig vor re „3e<n" bcschräi sich das Fcl> foniml. tinft und bete einen staikon 4öidcrchall. ininllten seiner Tätigkeit meist ist Cv an diese» Tag ans das bloße sindet sich vor!>cni gegenüberst'ehesidcn übermächtigen' Sein Gottes wertlos. i Am Rosch baschana siebt die- Lfseubarnng Goue-s >-!-. des 46eltenricht?rs im Millelvunkt, dagegen ist Fom. Kippur. mehr die Antwort - des Mensche» .daranr.. Wohin kann man sliclc» vor dem Gerrckit. in dem alle 3lüm'n brechen? Zn Gott selbst, zu seiner 4lariuhei>rigseit. Es entstehen so dir Gebete, i» denen F»r,hl nnd vertrauende Hingabe »nlös ich miteinander verbnndeii find, djes un best^reiblichc Eesühl des Fnden am Fom Kivvur, gäu:. lich' vernichtet ind doch zunächst bei lstolr zu fein. Die Einschlillnngen in die Tesilla sind rast dieselben, wie! an Rosch haschana: die große Eeweitzeiung des bi it tcn!3egensspri!chcs, und .in.der- Heiligung des Tagedir Einser-nng des Festes und Bitteum Erlösung Nnd Beisl la lvird das 3ilndenbekcnnt holnng werden 3elichot nnd das BekenntniSleingekügt, außerdem.die zahlreirlieii Piiiliin mit! ihren oft! seltsamen lind frregenden Melodien, ag denen sich die Gemeinde lebhaft beteiligt. Ein H ö >> cch n » f t des Gottesdienstes ist in der Mu> fas Tesilla' die Aboda, d i e B e s eh r e i b n n g des T e m - p e > d i c n st e s am Fom Kippur. Die seierlichen Gebräuche, das 4^lutsprengen im Atlerheiligstrn und das -Aussprecktei: des göttlirsten Namens beim 3iindenbekennlnis durck, den HoMnir^iiester gäben dem Tenroeldienst dieses Tages et was Anßerordenlliches. so baß.er ein beliebtes Tlienia religiöser Poesien wurde >rnd bis ans den heutigen Tag feine ^istehnngskraft nicht verloren bat. Während die. einleitenden nnd zwischen den mehr poetisch, bearbeiteten Höhepiinkrön verbindenden Prosastücke für unsere Zeit meist nur niehr Erinnerungsiverl haben, bringen 'die Hauptstnckc der'i 'unvergänglichen Fnhält des!7pferdienstc-s lebendig zu Grzsübl und sind umwittert von 3chaner und Erhabenheitn tzas .3'ündcnbekenntnis des Hohenpriesters mit der Anrusung des gölltichen Namens (es wird hier der im Geböl ungewöhnliche 'Ausdruck ha 3chem. der Name, gebracht)!! ugd die Erinurrung, wie Priester und 4v>lk beim Anhören des Namens sich niederwersen. Der musikalische .Ausdruck ist hier sehr stark. F» den liberalen Gotteshäiiser»! hat die i^rgel Teile des kraditionellen Gesangs übernomiilen und schasst mit den seltsam aus nnd abznckendeu bansen eine atemraubende, schauernde 3vannung, die beiist Niedersatlcn der Gc>'>.