Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 4 (10.4.1928)
- Date
- 1928-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/4891256-5444708-5444891--0297-4891499- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1 Nummer 4 Gemeiitdeblalt Herren Brück, Horwiz, Kohn, Labsschin, Ornstein und Wolfs. Z\n die Verwaltung dirDarlehnskasfe wurden t^ie Herren M. Blatt, Heinemann «nd Zlaaesra, zu Revisoren die Herren Horrditz und Rothsteiil gewählt. Der Vorstand geht chit Freuden an die!Arbcir, sie das Gedeihen des Vereins verlangt. Don den Lögest sind ihn zugunsten der Lehrlingsgruppe 6g Jl monatlich zur Verfügung gestellt worden. Der Vorsta id hat dem früheren Vorsitze nden, Herrn H e i n e m a n n, der 17 Zahre -den Verein Mil Umsicht! und Aufopferung geleitet hatl den' Ehrenvorsitz angeb >len. Mit Freuden wurde dieser IDorschlag begrügt Und ein timmig genehmigt. Herr Heinemann nahm die Ehrung dankmld an und gab bekannt, dag er zum Andenken an seine cherstorb, nen Kinder eine Stiftung zur Förderung der. Zugend- und Lehrlingsbewegung gründen werde.' — Der Verein chat im -verflossenen Jahre in allen Abteilustgeü erfolgreich gearbeitet. <rv hat alle der Deutsch -Israelitische» Wcntcinbc. Seite 5 daran gesetzt, Sinn und Liebe ssür das Hanhwerk in Von der Gemeinde erhielt er einen Bcsilrag von att für die Lehrlingsabteilung: dieser gehören Ich) männ und weibliche Lehrlinge an. Grogc Atbeitslas sind Geldm> 3 zu erwecken. öOO lichc ausgaben verursachten Berussberatungss Vermittlung. Es wurden 70 Lehr fiel Sonnabend geschlossenen! Betr Die Zusammenkünfte im Lchrlingdbeini. besucht. Es wurden Teeabcnde veranstaltSt. gefeiert, wissenschaftliche und heitere Vorträge gehal e» u.'a. in. Äusgelernte Lehrlinge sind dem Gehilfenvercin beigclrelen, mit dem der Verein in engster Arbeitsgemeinschaft stel l. Bcrufsberatsingsstellc und Lehtlingsheim werden! in daaki ^beife von FraulDr. R. Zadik chrenaintlich geleilei: t > Stellen- 71 u a in vermittelt, rchwcg gut abe würdig akenswerier Das Reprüfenkanken-K^Negi «fr» der Gemeinde trat am 8. v. M. zu seiner 15. Sitzung zusammen, wärest die Herren Alfred L i sse r. Vorsitzende^ Dr. D u rla chen Ezeche l. Dr. Frä nko i. Hei H e y kn a n n. S s a a c s from Alexander L 'Ui ü n d e n, N. H. Off Meigberg, sowie von A. L e v t), H. Leon Di M der Zugend v klnwesciid Blatt, c m a n n, Länz - h a e! i s, Spitzer, dfe Herren l, i l i b od) linb n, Dr. pR almüs. ' e v n. Paul Lew ». M ien hu r gj Schlob. Dr. Vorstand der Gemeinde Heckschsr, David. Dr. Na 1 han. Dr. Tanne» wald. ' Entschuldigt waren die Herren Bachrack. Knc Schindler. Das Kollegium entsandte anstelle des ausgefchiedenen Herrn! Flörsheim sein neu > eing'tretenes Milgl I N. H: Offen bürg, den der Vorsitzende herzlich willkommen hieh. in den Vorstand des Ältenhsufes und in di:'Kranken hausfürsorge, sowie Herni Dr. Frankel in bin Finanzausschuh der Gemeinde. —!Darn trat das Kollegium in die Beratung des Antra zes des Uorstandps ein, bie_-Uiittcl für die Erteilung von Rel gionsunt rricht an höher« n> Schulen, soweit sie nicht staatsse tig j übe nommeir wersteu,! zu be willigen. Einleitend berichtete Her, Dr. Fränlch! eingehend über die Beratungen des Ausschusses fitst. bie_ (Sihfübruiisi jübiidjht Religionsunterrichts an )en höhere» isckulen. Die Verhandlungen seien fast bis zum Abschlüb gediehen. Die Einfül rung des Unterrichts sxi ' dringend Erfordert ch. da die Kinder der liberal denkende» > Eltern zum gröbsten Teil ohne Religionsunterricht aufwuchsen, denn Schwierigkeiten häuslicher und pädagogischer > Natur machten den Un lerricht a» den Religionsschulen außerhalb hcs regulären^Pchulunter richts so gut wie erfolglos, der Ausschub geprüft, ob die! UI Lf UV9 (V«4U1U1VII Zwei prinzimelle Fragen habe Einführung des Nelitzipusunter der richts an höheren Schuli n Äufg ein Bedürfnis für ihn i orhändest sei. Beide zu bejahen. Insbesondere s«i der 'Ausschub dab die Erteilung des Religioiiisunjerrichts von der Gemeinde nicht an andere Institutionen abgegeben werden könne. Da her dürfe sie sich nicht der Lösung diese, leicht bei ihrer Struktur etwaÄ schwirr Ein Bedürfnis sei zwerfelfos vhrhanden statistischem Material mindestfns 500 Kir Teil aus liberalen' Kreisen, an den höhe denen die meisten überhaupt! keinen niehen. Die Verhandlungen Mit hier Ober' ihr Einverständnis erkeinileii lasseist sich auch an bjeit Kosten zu beteiligen. j Ueber Einzelheiten berichtet pinn nock der '>ebner: a) Nach anfänglichen Zweifelnjj ob di^ zur Verfügung stehende Zeit sowie andere «trage die vielg sei. eiitziehen. Es eien »ach der. zuin, gröbte» en Schulen. von Relichonsunt kpricht ge chulbehürde haben Gemeinde und ob Fragen seien best Ansicht, chultechnische Momente die Aufnahme des Heibräsichen in den Lehrplan geilatlc ten, habe man als! Lehrfächer Geschichte, Hebrä i s ch und Religjonslehre bestimmt, dt Bezüglich des Lehrvlanes habe man sich nach Anhörung eines aus Pädagocen und Rabbinern bestehenden Aus ichuises auf einen Lehrplan geeinigt, der sich anden im Zcntralblatt sü, die Ilnterrichlsverwallung in Preü tzen veröffentlichten vom Allgemeinen Rabbiuerverband in Deutschland ai sgearbcitetcn Plan anlehne. . c > .Grundsätzlich solle der Unterricht an möglichst vielen. Schulen, zunächst <ber mir an den Schulen eingetührl werden, an denen eine erhebliche Anzahl jüdischer Schüler vorhanden sei. Das «eien.für -Knaben: das Heinrich Hertz-Raalgumnasium, > das Sohanneum, die Obcrrealschulen Ev« endort und Holitcntor: für Mädchen die Helene Lange-D berrealschule, die Wüstenfeldichule und die Schule in der Curschmannnrabe. — Von Privat schulen kämen in Betracht: die von - Bertram. Wahn schaffe und Fräulein. Willst. Die Vereinigung (her Schüler mehrerer Schnlciiin Sammelklaiien sei wegen technischer und vädagogjiche.r Schwierigkeiten i abgleleliut worden. l . Der Ausschub stabst eingehend gevrüil. nach welchem Grundsätze die T'clitkräfle auszuwühlen seien. Die Ver trcter der breiig konservativen Richtung nähmen den Standpunkt-eil,/ der Unterricht sei ausichlieblich ' voll orthodoreii^ Lelirkrrfle» zu erteilen. Er würde von liberaler Seite abgelelint, die sich, obwohl der Unter ncht im wesentlichen für Kinder aus liberalen Kreisen in Betracht käme, grundsätzlich mit paritülsichcr- Aus wähl einveritaitdeii erkläre. Dafür habe sich auä, der Ausschub in seiner Ukehrhcit cnichieden. Es käme Übrigens nicht lo i-lir auf die religiöse Richtung ver. Lehrer an. sondern darauf, das; sie. den nötigen Takt und die Objektivitä besitzen, ünz auch Kindern an,ders gerichteter Kreile klnterricht erteilen ,u könnest. Herr Dr. Frünkel hat aus verichiedenest auswärtigen Gemeinden den . 'Bermst. das; der dort erteilte tlnlerrichi die allerbeste» Erfolgs gezeitigt hsitle. Biele Kinder würden durch ihn dem ^udentuin erhalten, und qewoimcn. Das 5,: teresse für ihn sei überall gleich gtob-^ Der Lehrkörper, sei im allgemeinen paritätiim. zusiimiueMzesetzl. ohnedas; irgend welche Reibungen entsläuien. Besonders »eien an der Ein führung des Religionsuiiterrichts _bie liberalen Kreüe inte, eliiert, da der weitaus gröbte Teil der in konservaiivein Sinne erzogenen Kindxr i ie jüdischen Schulen besuchten: Der heutige Abend solle ui gewissem Sinne epochemachend fürdie Gemeinde sein.- ZümsSchlus;.beantragt der Berichtfrsia, 1er die Annahme des Aiztrages des Vöritandes. Rach Dankesworlan dos Vorsitzenden an den Referenten für den eingehenden und klaren Bericht spricht Herr Lch-Iob: Er habe bereits im Ausschui; .eine^gegenleilige Stcllinig an genommen, nicht him chllich der Bedürfnisfrage. denn es liege eine dringende Notwendigkeit vor. den Schülern höherer Lchranstallen Religioilsunterricht u». verschanen. wohl aber hinsichtlich des vorgcicvlägrnen Weges. — Da habe.es ihn von Anfang ai^ mit l Bennrnhiguug erfüllt, dab die! Ge meinde die traditionell -bewalirten.Bahne» verlasien ipolle. die alis ilirem 'Ivesen und ihrer Struktur heraussühreni Er könne sich nicht denken, das; die Gemeinde in den.fielen Zähren und Sahrzehnjen aus Gleichgültigkeit von der! Ein führung des Religion^unterriägs an den höheren Schulen, abgesehen habe, sonst ü'im' ihr cj» schwerer Vorwurf.nicht zu ersparen.- Sic könne , sie nur unterlassen haben, weil ihr Schwierigkeiten entgegünandeii, Und bie>e Schwierigkeiten, die heute noch ebenso wie ehedem lbektehen, beruhen eben in dem Wesen der Gcnieinpe. Sinnier wieder werde mit Stolz darauf hingewieicn, das, Hamburg unter den GrobgeineinÜen. die inan stetzt stets zum Vergleich heranzieh,.', eine besonders geartete Stellung cinnimint. Sm Gegensätze zu jenen werden alle Snstsiutionen der lsiemeinde im konservativen Sinne geleitet. Sn Konsegueuz dieier Eigenart verlange die Ge meinde von den Lehrkristen ihrer Schule, das^iie in Lehre und Leben auf dem Boden des^geletzestreuen Sudentiiin,. stehen: in weiterer - Folge Dieses Standpunktes brise sie jen scits der 'Alster'ReligionsEnlcrricht in geietzestreuem Sinne erteilen »nd habe früher die I icsigen Volksschüler Go» Lehrern der Talmud Tora 4kealsämle milcrrichlen la>se». Er könne nicht einsehesi, dab ein Unterschied bestehen solle zwischen Volks- und. höheren Schulen. 'Roch, in neuester Zeit habe die Gemeinde es bewutzl ab gelehnt, eine eigepe Berufs beratung ins Leben zu rufen, ob wohl es zu den vorneimiien Aufgaben, des Sudenlums gehöre. ichülentlasieuen I.K ndcrn bei dem entscheidendsten 'Lchrit!