Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 4 (10.4.1928)
- Date
- 1928-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 •«n dien ft oerdi Herzlichen Worten gehaltenes Schreiben, welches ihrem veroollen Wirken innerhalb und außerhalb der Gemeinde die ente Würdigung zuteil werden lägt, geehrt. 3'er -3ader ichen gleite nenr „b c K o i n i H Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Oberkanior der Synagogen-Gemeinde Hannover, illtcr, gab jüngst hier einen jüdischen Volksliederd, bei welchem er von dem Oberkantor unseres Jsraeliti- Tcmpclverbandrs, Leon Kornitzer, am Klavier bel wurde, In der anerkennenden Besprechung dieses Abends l die hiesige führende Tageszeitung Herrn Kornitzer einen : ufcnen Fachmann auf'diesem, im hiesigen zerlprogramm seltenen und daher doppelt r e s. s a n l e n G e b i e l". 'Jv „ „, Mädchen- W a i s e n h a u S der G-e IN e i n d e Pa >l inenstift veranstaltete eine Ausstellung von Handarbeiten seiner Zöglinge, zu welcher zahlreiche freunde und Gön «er der Aiistall erschienen. Die ausgestellten Gegenstände lKleidungs- und Wäschestücke, Bedarfsstücke für den Haushalt und; Zielgcgcnständcl legten beredtes Zeugnis von der viclieilijen Ausbildung ab, die.den Zöglingen zuteil wird, und fanden bereitwillige Käufer. Am I. o. M. fand an der Talmud Tora Rkalfchule die Reifeprüfung für Oberiekunda statt. Sämtliche Schüler bestanden stc. und zwar: Harrp Bähr, Ernst Blau, Karl Brimer, Alerander Eobn. Julius Eisner, Max Englard, Adolf Falk, Werner heymann, Richard Kleve, Hclmuih Koppel. Ludwig Petrover. Moritz Sonnenschein. Heinrich Wagschal. Elias 'Weisifnch. Die Enrlasiungsfcier für die Abiturienten und zum ersten Riale für die Schüler, welche die oberste Klasse des neuen Bolksschulzuges absolviert haben, fand am is. o. Ai. stall. Vertreter des Vorstandes und des Repräsentanten-Kollcgiums der Gemeinde, des Vorstandes des Synagogenverbandcs sowie des Vorstandes der Schule Nahmen an der Feier teil: besonders zahlreich erschienen waren die Eltern der abgchcnden Schüler. Eingelciiet wurde die Feier durch den Vonrag de.s Inn.'Psalms. den der Schülcrchor unter Leitung des Herrn Rothschild verständnisvoll sang; dann folgten zwei Eedichtsvoriräge und ein kleines' Ecigenkonzen, welches ein aus Schülern der Anstalt zusammengesetztes Orchester vorlruq hierauf ergriff Direktor Spier das Wort 'zu einer, kurzen, ernsten Ansprache. Waren seine Worte auch in erster Reihe , an die abgehendcn Schüler gerichtet, so galten sie vielfach dock der ganzen Versammlung. Besonders unterstrich cr die Bedeutung des Ausbaues der Volksschule, dessen Tragweite in" weiten Kreisen der Elternschaft noch gar nicht genügend ge 'würdigt würde. Der Direktor wies darauf hin. wie febr eine gute abgeschlossene Volksschulbildung den Vor-ug verdiene vor einer abgebrochenen Real-chulbildung. Kur; legte dann der Direktor den abgehenden Schülern den Umfang des ihnen zuteil gewordenen Unterrichts dar und sprach die Hoffnung aus, das; die einen auf den Anstalten, die sie jetzt beziehen, die anderen in den Berufen, denen ne sich, zuwenden würden, sich bewähren und der Schule würdig zeigen würden. Er ermahnte sie, bescheiden zu sein: denn bescheiden sei und werde, wer bei jeder Leistung ihrer Schwere gedenke. — Die Feier klang aus mit einen, Abichiedslicd. das der Schülcrchor in zu herzen gehender Weise sang. Fn der -I s r a e l i r i i ch e n Töchterschule fand am -j. v. M. eine Entlassungsfeier stau. Vertreter der Gemeinde, des Schulvorstandes und des E l I c r n r a t s sowie di; E l r e r n der abgehenden Schülerinnen waren er-, schiencu. Die Vortragsfolge stand unter dem Molto: „Dom heute gewesenen Tage". Den ersten Teil der Darbietungen bestrillen die Kleinen her Grundschule, die durch 'das „Laiernenlied" Abcndstimmung heroorriefen, die Kinder im Betlchen beim Einschlafen belauschten (Strampelchcn, Sandmännchens, bis dann eine Schülerin der I!a. Mörickes „Um Mitternacht" mit dem Refrain „Vom heute gewesenen Tage" vortrug. Die Ansprache des Herrn St r e i m an die scheidenden Schülerinnen bezog die Worte des Dichters auf das Erleben des Abschlusses d;r Schulzeit: das Wissen und die Lehren dieses für sie nun..gewesenen Tages" würden aber doch erst in ihrem neuen Lebenshbichnitt ihre wahren Früchte tragen. Der zweite Teil . der Darbietungen brachte eine Pantomime, die viel Kraft des Ausdrucks und Schulung des rhythmischen Empfindens zeigte. In klasüschem hebräisch folgten dann fünf Szenen aus die. von Herrn Dr. M. Salzberg unter Benutzung des Bibeliextcs zuiamincngcitellt von Ouinta dramatisch darzeboten wurden. Dann sprach Direktor Dr. Jonas; er gab sine kurze Darstellung des abgelaufenen Schuljahres, gedachte hrend der jüngst verstorbenen Lehrerin Frl. Flora Jacobohn und wandte sich dann an die abgeyenden Schülerinnen nit der Mahnung, dem Judentum, in das die Schule sie ein-;eführt hat, auf ihrer ganzen Lebensbahn die Treue zu beoahren. Mit den Strophen „Ein Abschied" (L. Freimann) ■inö dem Volkslied „Morgen musi ich fort von hier" schloß die Feier. SEI Z In Sachen der Begrüitdung uossenschaftlicher Grundlage, üv l «richteten, fand, am 11. v Vorsitz des Herrn Jacob he chnerter Kreise und Einzelpersc ch m i d t - Berlin, der den ercin für Handel un Zl. auch als desien Vorsitze Referat über die Art, den Zw In der Erörterung spr> Mathiason, Otto Jo Magnus, Simon horo Ernst Leopold Wolf. K Ik a r r ,* Dr. Pinncr , A b alomon. Die Versammlet dsts; die anwesenden Vertreter rechten und sie zur Stellungna bestens geschehen, damit bald linn. Auch die erschienen^ beten, bis zur nächsten Sitzl»y> schlüssig zu werden. Nummer 1 acher einer Mittelstandsdank auf ge ber die wir i i der MärznumMer . im Gemenbehause unter dem ckscher ein« Versammlung intercnen statt. Herr I a m e s G o lddortigen Jüdischen Kredit- Gewerbe begründet hat und oder leitet, hielt ein eingehendes eck und das Ziel der Gründung. n die Herren. Eduard hua, Dircltor Klcvx, Dr. i tz, Dr. Ludwig Fränkel, empncrmeiste Lübeck, Max aha m hcc scher und Carl ng endigte mit dem Beschlusic, hrcn Organisationen zunächst keime veranlaßen sollen. Das soll igst eine neue Sitzung stattfindcn n Einzelpersonen wurden gcg sich über ihre Stellungnahme In ^e^hauptoersammlusig' des Israelit schen Humanitären luenvet-ins am Sonntag, dem 19. Februar, sprachdie Vorsuchr heim d:m raue schiede, Frb^Tidopie Werner,!.Uber die Ziele und Zwecke des ckeins. lleber^die Fürsorcfearbeit refer crle Frau Louise erenburg, dicvmchr als iSOOO .11 für l nlcrstützungs- und ^egczwccke ausschen konyth. Es gelanc, mehrere Arbeit, nde in geeigneten Stellen unterzubringeu. Das Erholungs- ^altungsschulc in Scgcberg erfreuten sich.nach ,rrau Wolfsbcrg eines starken Besuchs und könnten giktt^Crfolge verzeichnen. Eine Ber, ichcrung der haushiltungsschule ist von der heuen Ecwcrbc-Oberlchrerin zu erwarten. Mit Dank wzirdc! das Interesse betont, das Oberrpbbincr Dr. Carlebach (Altona) durch dis llcbernahme der tuellen Aufsicht in Segebcrjg bewies. Die Mittclstandsküche ater Leitung von Frau Katzcnstcin erhielt sich ihre Freunde »d Besucher. Besonders crfrcuNch war dev Bericht von Frau mmq Baruch über de» Kindergarten in ^dcr Gluckstraßc in ekarmbcck, der von V Kindern besucht wird. Ebenfalls eine 2eugrllndung ist der gemeinsam mit dem Jugendamt der 8 emeindc und den Schwcsternvereinigunzcn der Logen ins Leben gerufene Nachhilfeunterricht, der unter Leitung einer Lehrerin an 4 Nachmittagen der Woche schnachbegabtcn Schult rn und Schülerinnen der Talmud Tora-Sck ule und der Israelischen Töchterschule geboten wird und von großem Nutzen für d c Kinder ist. — Für das heim des Jüdis hcn Frauenbundes i> Wyk hat der Verein dio Ileberwachung der durchreisenden Transporte übernommen. — Die Sparbüch en brachten einen Ertrag von 6009 JE, der eine haupleinnahne des Heimes in Scgeberg bildet. — Eine Reihe von Vorträzen und Referaten tiugen dazu bei, zwischen Vorstand und Mitgliedern des Berns auch außerhalb seiner ifsirsorgcrischen Arbeit geistige ustd p rsönliche Bindungen zu knüpfen. — Der Kassenbericht, den Herr Ehasiel erstattete, bcwicss daß die jüdischen Frauen hamb lrgs trotz wirtschaftlicher Not die ansehnlich, Summe von über l: 10 000 Ji aufbringen konnten, die sie dann in großzügiger Arbi it und sozialer Einsicht zwcckvoll verausgabten. — Der Vorstand wurde in seiner Gesayitheit wiedcrgcviählt. Nach einer Besichtigung hurch das Land«! rg ist dem Kindergarten j des Humanitäre Gluckstraße 7. die staatliche Esenehmigung e^ bn h licht Ft Mi gl Der Verein selbständiger jüdischer hand^ erker und Gewerbetreibender zu Eroßamburg von 19 06 wählte in seiner 22. Eeneralversammpg den Malermeister Ivan Levy zum Vvrsitzendcn und die rren R. Jsaacsen, h. heymann^ S. Blanken-- ein, W. Blatt, I a m je r P o l a ck und I. Stern zu tgliedern des Vorstandes. Der Arbeitsausschuß, der ichzeitig neu gewählt wujrdc, setzt sich zusammen aus den sjugendamt Ham-' n Frauenoereins, teilt worden.