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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-02-10 · 2 (10.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
2 (10.2.1928)
Date
1928-02-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Deutsch- Israelitischen Gemeinde. <- Es ist somit die kritische-Betrachtung, der rabbinischen Entscheidung gegenstandslos und auch ihre Durchführung nicht unmöglich. Der Fusion der Mädchenschule stand nichts im Wege. Wenn die Gemeinde dennoch sich ausser-, stände glaubte, sie durchzuführen, und damit auch eine einwandfrei gesctzestreue Schule einzurichten, so wiederhojle sich nochmals, daß es dann erst recht ihre P :r i; ij di l gewesen wäre, der Mädchenrealschule eiti-e! ausreichende Subvention zu gewähren. Deshalb must nochmals darauf hingewiesen werden, weil es von Herrn Tr. Kalmus übergangen wird, dast die. scho« mehrere Jahrzehnte segensreich in der Gemeinde wirkende Mädchcnrealschule die einzige jüdische Schule dieser. Art in Hamburg ist. welche die Berechtigung hat, das Zeugnis dxr Lbersekundareife. zu erteilen. Als solche ist sie denn doch nicht überflüssig, zumal die Realabtei- Iu»g der Gemeindeschule erst im Entstehen ist. Tie Mädchcnrealschule hat deshalb berechtigten Anspruch aus ^Aiilwentionierung burch die Gemeinde, und die Vorteile ihres Besuches sollen, obwohl sie Privatschnle ist, auch - den! armen icindern zugute kommen dürfen. Für die Re i g i o n s s ch u l e des l i b c'r a l e n S ch u l v e r e i n s sind trotz der eigen c» Ge m e i n de sch u le Ge me n d e »i i l t e l vorhanden. Ist es dann nicht ungerecht, sic einer ge s c tz e s t re u e n Mädchen schule unter den o b w a l t e n d e n U m ft ä n d e n z u v e r z». qeu je k weis Inge ii? Der Aiksicill der Sunagogenverbandswahlen, in welchem die Schulpolitik der Gemeinde verteidigende Partei Tieg errang, vermag darum noch nicht d i'e .0 b -; i v e Berechtigung dieser Politik zu er;n. Han! eit - es' sich doch um Tisferenzpunkte auf religiösem Gebiete, u-nd solche können keineswegs nach Ma ibrittifen ents hieben werden. Tie. beachtliche Zahl von 1501 Stimmen« welche trotz des großen Einflusses der Gc- »idiijbf. von der Gegenpartei aufgebracht wurden, ist ein Zrstttzein dafür, dast weite Kreise der Gesetzestreuen den Süradpunkt der Gemeinde in dieser Frage nicht zu teilen rdfn östen, i 'E> ist in Kollügiitms ei malmen Prüftzug realipstile. Es rmnktcu >uch al^lc licht dut dcl ihici spria dare lauch Belange. der letzten Sitzung des Repräsentanten ic .Kommission eingesetzt worden zur noch ddr Subvenlionsfrage der Mädchcnist zu hoffen, dast sie sich von den Geilen läßt, dast die Hamburger Gemeinde, klreise der Orthodorie umfassen will, sich sollen Wertung und Förderung auch der Erfordernisse geietzestr nien Mitglieder befleißigen . muß. Ties entdem Geiste des Verständnisses für ortho-' der für die Schaffung der heutigen Gemeindqverhältnlsse grundlegend war und der noch, heute allpiu imslandje ist, diese zu erhalten. Nur dann ist eilte befriedigende Lösung der Schnlsrage zu erreichen. Tarl.n» ist und bleibt es Pflicht der Gemeinde, entweder die c utonome. in dem vom Kuratorium verlangten Sinne gesttzeslreiic Einheitsschule zu schassen, oder zum mindeste! die Madcheirrealschule ausreichend zu subventionicjrc^i. Nichtigstellnng. Pi-r 2 0 u t i cf) c n j * r n c 1 i tt j di c 11 -j c 1 - i'-i’-rtiftitiat -iicli ein a 11 0 n n m e r Einsender iitit der ti i der 1 e 1» ii jt b c und bchauDtet: ‘ ia:!! ä! IN'der Earolincnitrastc den Aufbau einer Volieren 2»tzu 1 |iiciu-ii dein BotlsschuNugbegonnen: die nötige» „höheren Zchn etSniien" '-Gen aber noch, zuweilen werden vier, manchmal i»iti |Stnucii'v allein „silaiic" unterrichier. -st neuen r»-,miej7enübel fest, das;. in der Earolinenstraste keil 1' ( n u 2ch»l!lai>e mit vier oder f ii n s »lindern bc .geht, D.e Lchii:eriiu:euza!,l in der -höheren Mädchen- Nummer 2 s ch u l a b t e i l u.n g (VI bis II1 beträgt 98. (VI: 13; V: 21; IV: 22: III: 19; II: 23., Ü-ir halten uns für vervflstlitet, dies gegenüber de» w a h rl> e i t s w i d r i g c n Bebanplttitgeu . des liberalen Anomimus öffentlich festzustcllen. Vorstand der Israelitischen Töchterschule. Da beide Anschauungen über die Schulpolitik der Gemeinde jetzt genügend zu Worte gekommen sind, glauben wir die Erörterung schlichen zu können. Die Tchrtsllcikung. Personalien und Kleine Mitteilungen De» Bericht über die Ami Dr. Italiener finden unier Rümmer. Die Beerdigung des am I des Borstandes, Herrn I o i e i nuar auf dem Begräbnis eiitfülirung des Herrn Rabbiners t'i'ier in einer Beilage zu dieser. öle ti oi Mts. verstorbene» Mitgliedes am l>. Ja- Ohlsdorf b je i p v m a » ii, fand ' der Gemeinde in Kitt. Zu der Trauerfeier Halls sich ein Gefolge vereinigt, wie s nufer Friedhof ivoiil nur ii> erans'selten bisher gesehen hat, tnd welches, auch ohne dast ' tgend ein chlort gefallen wäre, tllein genügend Zeugnis ablegt? vou der Beliebtheit und Berhruitg, deren der Heimgegan iene sich erfreute. Zu Beginn >er Trauerfeier sang der Teinvelchor bas immer wieder crireifende: Decle, was betrübst du dich, -- dann - sprach, nach nnem Dolovortrag, Rabb. D roten mit dem Bibelworte zu. Italiener. Er rief dem dast er vermistt -iverdeit würde, tt seiner Iantilie, an der Ltälie Kleiner Berufsarbeit, im Mrcife einer Berufsgcnoffen, iit der Verwaltung der Gemeinde, in hrem Borstande, in ihrem Bftegelieim und von ihren Wakien, tnd nicht zuletzt in der Bet valtnng des Tempelvervandes, >cm feine letzte Dorge gegolten habe. Er feierte den Heim legangeneii als einen Mann di r. Treue und der fegeue'rfüllten Arbeit auf allen Gebieten, an Idcneit er iich betätigte, und Mchnete in schlichten, einfachen lind gerade darum eindringlichen Md überzeugenden chlorten das Bild dieses einfachen, jchafsenS rohen/ jugendlichen Mannes. - Dann ward., der Larg von Nitgliebern der Vorstände der bieincinde, des Tempelverbandes tnd der Anstalten, in denen der Heimgegangene wirkte, zu »em in der vordersten :Hdbc des Begräbnisplayes , bereiteten i Ärabe getragen,, wo nach einerkurzen Ansprache eines Berreters des Bereins der »ilemitter, dessen Ehrenmitglied der Verstorbene, war, wir Abschied nahmen von Joseph. Lippmcutns terbiicher Hülle.

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