Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 10 (10.10.1927)
- Date
- 1927-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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©et t 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Nummer 10 modernen Menschen und auch bfiti heutigen Inden häufig leerer Begriff geworden. Er sehe im Gebet oft nur eine starre Formel, die ihm nichts bedeutet. Tein tjnüber wird gezeigt, wie das jüdische Gebet (hispallel, selbst richte»! immer wieder höchste Aktivität ersor und deswegen immer wieder von neltem erkämpft erarbeitet werben muß^ Tie Fassung des jüdische» eles beweist zudem, wie bei allem Verständnis für Bitten und Wünsche des einzelnen — der Gemein sgedanke immer im Miltelvnnkt des jüdischen Ten und Füblens siebt, ^eder Jude hat die Pflicht, n Gemeinschastsgedanken, wie er in unseren Ge i aiisgedrückt wird, durch sein Leben zu fördern und tärken. ein nock gcg sich dert .und Grbsdie schakt kendies bete zu run | Erst a 3til)e ■ Far ein ilie ist Wei 's" an die Tie Pla aus> in bau, die Tr größe Gar freu iintch deii pläillt sich erh erste Das Aus stall aus Zen der» Teil Ans Zn Tas in den wenigen Wochen des Um und Erweite sbanes Geschaffene löst bei jedem Besucher freudiges unen und ebrlichen Beilall ans. Tie dem maurischen der Snnggoge angepaßte Dekoration wirkt bei aller denfrkndigkeit beruliigeud auf Auge und Seele — und jeder, der die Andachtsstätte betritt, wird von der e, die sie erfüllt, ergriffen und fühlt sich in ihr hei lind wohl. Marmortaseln halten das Andenken verstorbene Mitglieder des Gotteshauses sowie an kriegsgesallenen Söhne seiner Mitglieder lebendig, 'ganze Anlage zeugt von einem wohl durchdachten ie, der auch Ergänzungsarbhileii, die z. Zt. nicht, ejiilut werden konnten, sowie Zukunslsuotwendigkeiten kluger Voraussicht berücksichtigt. Tie Leitung des Um s lag in den .Händen des Architekten B e h r e n d, künstlerische Ausschmückung in denen des Malers E. Brill. Besonders erfreulich ist, daß auch eine rre Iaht jüdiseier .Handwerker zum Gelingen des. zen in hervorngender' Weise beigetragen und er ilich? Beweise ihres Könnens abgelegt hat. Bleichte aus der Lituing des Repräseutanten- .Oollcgiunis vom 2H. Februar 1027. »>. Tr. GotthvId Stiftung. Berichterstatter: Tr. Kalmus. d Stiikung. lml den Zweck, Kranken utid Erboluiigsheime iür die Gemeinde zu gründe», zu beaiisfichtigen. Anfänglich war von 2chaiking einer Nervenheilstätte ge von ihnen erworbene Grundstück nicht eignete, wurde es als Kinder-- Tie ^r. ('wtthö Erboluiigsheime batten und' zu Gründern die da aber da^ für diesen Zweck o luigsheim Wilhi lminenhöhe eingerichtet, das in den l Jahren auch Haus in' inzw .'au zu einem Erwachsrnen zur Verfügling stand, scheu durch vlanmäßtgeu Um und cegelrechten K i n d e r h e i m ausge 'l worden. Millen im Wälde bei Blankenese gelegen, estauet mit alb n Erfordernissen der Hngiene, wie ralheizung, Wafmwass.r, Brausebäder», Liegehalle, Luitbad, Höbensonii - usw., bietet es i» feinen unteren Räumen mit etwa I n Leulichlands : mhntc. Ter Wilh 172 Düii UI e > T. h. im Tom uclmincnhöhe Aus Tchulkinder. ond 1 :ldors, I aus Ha, us Eaiiel, 22 aus > x> Betten s ch u l v s l i ch t i es e n Kin '' Gelegenheit ziis Erholung, l ln Kinder aus. allenfanden im vergangeuen Sommer') Gesundheilszusland war befriedigend, den oberen Räumeie sind alle notwendigen Einrichtuneen zum vorübe tgebenden oder dauernden Aufent halt von - K l e i n k i!> d e r n bis «» Jahren, auch Säug liiigni, vorhanden. Für diese Abteilung stehen 80 Betten ner 192«,. Jn diesem Jahre fanden in rahme bis I. Tept.: II.', Kleinkinder und war: I aus Hamm. 2 aus Warburg, aus ijiborn,-!» aus Tuisburg. lii aus Berlin, Altona, II aus Köln, til aus Hamburg. zur Verfügung; augenblicklich sind 22 Kleinkinder dort untergebracht, darunter eine Anzahl' Waisenkinder, die meisten in Tauerpflege. Tas Haus wird ständig ärztlich überwacht, von einer außerordentlich tüchtigen Schwester geleitet, der andere Schwestern und Helferinnen zur Seite stehen. Es muß an dieser Stelle betont werden, daß leider trotz allen Bemühungen der Verwaltung jüdisches Personal/ das den Anforderungen entspricht, nicht in genügender Zahl zur Verfügung steht. Wilhelminenhöhe untersteht einer selbständig arbeitenden Verwaltung, die von der Gvtthold Stiftung eingesetzt-ist. Tie Kosten-werden durch die Gemeinde und freiwillige Spenden ausgebracht. Ein Werbe Ausschuß leistet dabei gute Tienste. Im Jahre 1920 gingen ein: an Kostgeldern 29 550 Mk., an Jahresbeiträgen und Speiche» 9051 Mk. Ter Zuschuß der Gemeindebetrug 20 000 Mk., so daß die Ein »ahmen und Ansgaben sich'aus 58 001 Mk. beliefen. Für das lausende Jahr hofft man mit dem bewilligten Gemeindezuschuß von Mk. 17 000 auszukommen. Wir. dürfen sagen, daß mit dem Gelde Gutes geleistet wird. Ein Besuch, d'en ich in den letzten Tagen Wilhelminen höhe abslattete, hat mich überzeugt, daß unsere Gemeinde jetzt ein 'von jüdischem Geist durchwehtes Kinderheim besitzt, d.as mit allen Notwendigkeiten ausgestattTt7 h» gienisch einwandfrei und peinlich sauber geführt wird. Rcligionsschnlc der Neue» Daniiutor-Lyuagogc. Tas Wintersemester beginnt am Montag, den 24. Oktober. Aiimelduugen von Schülern und Schülerinnen nimmt der Schulleiter, Rabbiner Tr. .Holzer, Jse straße 87 (Nordsee 9827), werktäglich von 0 bis 7 Uhr entgegen. Es sei noch besonders stuf die Kurse für Schulentlassene hingewiesen. Rcligiousschule des Jüdische» Schulvcrcins. B e g i n n des Winter 2 c m e st ers: Ton n er slag, den 20. p^tuber. Ter Unterricht findet für jedes Kind einmal' wöchentlich in der Lberrealschnle, .Hegestraße, von 4 bis 0 Uhr, statt. Anmeldungen für Anfänger und Fortgeschrittene (Knaben und Mädchen) möglichst umgehend an den Schul fetter, Rabbiner Tr.. Lnbäsch, Abendrothsweg 19, Nord fee 5957. Herr Nabb. Tr. Lubasch veranstaltet einen Mitte Lklober beginnenden Kursus für die schulentlassene Jugend icher: Kultur und Geschichte der Juden i m M i t t e l a l t e'r. Schriftliche Anmeldungen au Herrn Tr. Lubasch, Abendrothsweg 19, Nordsee 5957. Der Hamburger jüdische 2port- und Turnverein. Bon Rechtsanwalt Dr. Fürth. Folgender, von einer größeren Anzahl anschcncr Perjönlichteilen und interessierter Bereinigungen unterstützter Aufrus erging im Mai d. I»..an die jüdische Bevölkerung Groß-Hamburgs: An alle Sportfreunde! Weiteste Kreise der jüdischen Bevölkerung haben von uns die Gründung eines völlig neutralen jüdischen Sport- und Turnvereins gefordert. Einen solchen Verein gibt cs bisher nicht. Sonstige Sportvereine werden leider von unserer jüdischen Jugend zu wenig besucht.