Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 10 (10.10.1927)
- Date
- 1927-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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I Ende zu bringen. Der Vorsitzende gegen die Resolution, die in ihrem j Subventionierung der Schute, die imen Sitzung beraten werden solle. Darauf wirq die Resolution mit a n g c n o m m cn. Nummer 10 und zu einem guten wendet, sich ebenfalls letzten Satz sogar die doch erst in der geh« i schon vorweg entscheid 6 gegen 3 Stimmen Unter den vom' Vorsitzenden berlesenen Eingängen befinden sich auch noch ciüige Anregungen des Herrn Glücksta.dt über die Beschaffung von Ärbo'oh Minim zu Sukkaus und über die Anstellung prominenter auswärtiger Vorbeter ft r die Schacharis Gottesdienste an den hohen Feiertage l anstelle der bisher ehrenamtlich tätigen Privaten. Tie Anregungen werden zur, Kenntnis genommen. . | Herr Offenb u n hat schriftlich beantragt, den Ent Wurf der Verbandsstc tuten vor Beendigung der zweiten Lesung unter Gegenüierstellung der'alten Bestimmungen den Verbandsmftglictern zur Kenntnis zu bringen, damit die interessierten Kreise über die beabsichtigten Aenderungen unterrichtet seien und noch vor Beendigung der Beratungen Anregungen geben könnten. Bisher seien nur geheime Beratun gen gepflogen worden, und niemand außerhalb des Köllegi igns und des Vorstandes wisse etwas über die 'beabsichtigt » wichtigen Aenderungen. Soweit über die Statuten i tl öffentlichen Sitzungen gesprochen worden sei, sei niem ns von solchen Aenderungsabsichtcn und -Vorschlägen die Rede gewesen. Herr Tr. Heckschcr meint, cs genüge, wei y nach Abschluß der zweiten Lesung eine Veröffentlichung hl Gemeindeblatt erfolge, man könne dann immer noch Vepbesserungsvorsckftäge berücksichtigen. Herr 'Möller beml rkt, daß die Mitglieder oder andere Interessei tcn kein Recht k ä t t e n, ihr Veto gegen den (! ntwurfzü erheb« >l; der Ge fahr, dqß derartige Eingabenaber ersolgeh, müsse man aus dem Wege gehen; deshalb sei er gegen eine Veröffentlichung. Hen Osfenburg erklärt, daß er eine. Beratung nach Beendigung der zweiten 'Lesung für sta tutenwidrig und deshlb eine Veröffentlichung nach Be endigung der Lesung frr unzweckiüäßig halte. Eine Verschleppungsabsicht, wi< ihm vorgeworfen werde, liege ihm durchaus-fern. Die Statuten könnten auch bei Veröffentlichung noch vor Eni: des Jahres und vor .den Neuwahlen endgiltig erledigt werden. Trotzdem wird der Antrag Osfenburg abgelehnt, nachdem Herr Tr. Heckscher Ausdruck gegeben hjit, es' sei Wohl eine zweimalige Lesühg vorgeschriebeit, aber drin sl^he nicht entgegen, den (Hgtwurf mehr als zweimal zu Ende zu beraten. die Kommisjidn für die Rclig'io n s schu lc wird anstelle des verstorbenen.Herrn Tr. Burchhardt Herr Dr. Lanzkron, in die ji:r Festsetzung der Mitgliederbeiträge Herr Möller gewählt Der Vorstand h,! für das Geschäftsjas t Ueberschuß von etwa Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Seite 5 nehmen ist, daß die Mitgliederbeiträge 26 für 1925 .veranschlag «Gemeindesteuern nur (Für 1926 sind im Abrechnung naturgemjö konnte, etwa 13 000 SV. abgesührt wordesr fung der Abrechnung dem Kollegium die Abrechnung 1926 .vorgelegt, die mit einem 500 Mark abschlicßt und der nach den mündlichen Mitteilungen des Vorsitzenden zu ent- *■ ' auf 25000 Mark veranschlagten 00 Mark und der auf 8000s Mk. lOprozentige Anteil an den etwa 7000 Mark ergeben haben. Laufe des Jahres 1927, da die ß erst in diesem Jahre erfolgen Mark von der Gemeinde an den ) Im die Kommission zur Prüwerden die Hetrew Cohn, Offenburg und Pels gewähs. Tie Abrechnung wird nach ihrer Genehmigung im Büro des Verbandes für die Mitglieder, zur Kenntnisnahme ausgelegt werden. Ein Antrag des Herrn Glückstadt „Besprechung über die Preise für rituelle Lebensmittel" sowie Anfragen an den Vorstand wurden vertagt. Es folgte eine geheime Sitzung. T.; Die Port«giesisch-Iiidisrhe (Gemeinde ' hätte an den vergangenen Rausch haschonoh-Tagen die 275 jährige Wiederkehr des Tages feiern können» an welchem die bis dahin getrennt lebenden drei Gruppen portugiesischer Juden förmlich sich zu.einer Gemeinde vereinten. Der Ernst der Festtage und andere Gründe haben den Vorstand der portugiesischen Gemeinde, veranlaßt, von einer Feier abzuschen und die Erinnerung..an die Vergangenheit durch eine kleine Schrift wachzuruien, die ein junges Mitglied der Gemeinde, Also n so C ä ss u t o, zum Versasser hat. Tie mit vielen prächtigen Bildern geschmückte Schrift ist ein freudig zu begrüßendes Zeichen liebevollen Interesses für die eigene Geschichte und erweckt aufs neue deig - Wunsch, daß die Portugiesisch-Jüdische Gemeinde Hamburgs auch, einmal ihren Geschichtsschreiber finden möge. — Tie Jubilarin, unsere Schwestergemcindc, mit der wir durch geschicht lichc Bande aufs engste verknüpft sind, beglückwünschen wir nachträglich mit aller Herzlichkeit. ^Wiedereröffnung der Neuen Tannutor-Synagoge. Für die Mitglieder der'Neuen Tammtor - Synagoge hatte der Vorabend des Rausch haschonoh in diesem Jahreseine besondere Bedeutung. Ter bauliche Zustand des vor mehr als drei Jahrzehnten errichteten Gotteshauses hatte schon seit langem eine gründliche Ueberholung und Ausbesserung in allen seinen Teilen, die vielen Bewerbungen um Synagogenplätze eine Erweiterung des Synagogen - raumes notwendig gemacht. Tie umfangreichen Arbeiten wurden, nachdem sie erst einmal in ihren Grundlinien festgcstellt und von der Verwaltung der Neuen Tamil,tor- Slgvagoge genehmigt worden waren, i in der kurzen Frist von sechs , Wochen zu Ende , geführt; dabei kam dör Verwaltung zustatten, daß der Vorstand der Gemeinde Räume des Gemeindehauses für die Abhaltung des Gottesdienstes für die Tauer der Arbeiten ,zur Verfügung stellte. .So konnte denn am Vorabend des Rausch haschonoh - Festes das renovierte und erweiterte Gotteshaus auss neue seiner Bestimmung übergeben werden. , Vop' offiziellen Einladungen hatte die .Verwaltung der Neuen Tammtor-Synagoge mit Rücksicht darauf, daß an den hohen Festtagen ein jeder am liebsten ftinen altgewohnten Platz in seinem Gotteshause aussuchtabgesehen. Aber auch so war die Synagoge bis auf den letzten Platz von einer andächtigen', von den neuen Eindrücken tief ergriffenen Menge erfüllt, als Rabbiner Dr. Holzer zu Beginn des Gottesdienstes mit einer kurzen, weihevollen Ansprache das ewige Licht wieder entzündete. Hieran schloß sich die Wiedereinbringung der Torarollen. Unter den üblichen Gesängen und Gebeten wurden sie, unter Vorantritt des Synagogen-Vorstandes, von den Mitgliedern der Verwaltung und' des Repräsentanten- Kollegiums sowie von Söhnen verstorbener Gründer des Gotteshauses, deren Andenken aus diese Wdise in sinniger Weise geehrt wurde, zur heiligen Lüde getragen und eingestellt. In der eigentlichen Festpredigt, die Rabbiner Dr. Holzer dann, wie am Vorabend des Neujahrsfestes üblich, erst gegen Schluß des Gottesdienstes sprach er über das Problem des Betens. «Beten sei '!> hielt, dem I