Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 4 (10.4.1927)
- Date
- 1927-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Beite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. mit Mk. 7000.— (Mk. 7500.—), Gehälter und Pensionen mit Mk. 57 100.— (Mk. 61000.—) und das Gemeindcblatt mit Mk. 3000.— (Mk. 3000.—) entsprechen den Ausgaben der letzten Jahre. IN. Schul und Erziehungswesen. Diebin nahmen der Israelitischen Töchterschule sind mit 8500 Mk. (Mk. 10000.—), des Paulinenstifts mit Mk. 13 200.-- (Mk. 6700. - ), die Schulgelder süv den Rcligionsunter richt auf dem linken Alsterufer mit Mk. 200.— (Mk. 200) Eingesetzt, an Ausgaben sind gemäß den von den Institutionen vorgclegten, von dem Budgetausschuß eingehend geprüften Voranschlägen vorgesehen für die Töchterschule einschließlich der zii zahlenden Pensionen Mk. 128 900.— (Mk. 128 500.—), für das Paulinenstist Mk. 37 700.-- (Mk, 30 700. - bewilligt. Die.Talmud Tora Realschule erhält - wiederum einen Zuschuß von Mk. 60 000.— (Mk. 60 000.—») außer der monatlichen Zahlung -von Mk. 1000.— für den Knabenhort und den Handfertigkeitsimterricht. Für die Bibliothek und Lesehalle ist derselbe Betrag wit im Vorjahre) nämlich Mk. 2000.—, an gesetzt; eine Erhöhung wurde abgelehnt, da man glaubt, für die Bibliothek in den jetzigen unzureichenden Räumen -nur die unbedingt notwendigen Uirt^chaltskosten aufwenden zu dürfen- Für hambuvgische Vereine für Religionsunterricht, Bildung und Erziehung sind Mk. 23 700.— (Mk. 18 000.—) eingesetzt worden, die folgendermaßen verteilt werden sollen: Jeschiwah Mk. 4000.—, Jüdischer Schulverein Mt. 7500.—, Jwriah 2000.—, Hachscharah Mk. 300. , Levin Sqlomon Klaus Mk. 2400.—, Wallichs Klaus Mk. 1200.—, Religionsunterricht im Heinrich Hertz-Realgymnasium Mk. 900.—> Jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba Mk. .200.—, Religionsschule der Neuen Tammtor-Synagoge Mk. 2000.—, Keren Hathora, Mk. 300.—, Verein selbständiger jüdischer Handwerker für Lehrlingsfürsorge Mk. 500.—; ein' Bettag von Mk. 2400.—, welcher als Subvention für die Alte und Neue Klaus beantragt war, unterliegt noch der Beratung einer Kommission. Das Jugendamt erfordert, nach seinem Voranschläge Mk. 36 750.— (Mk, 30 470.—), es imte;- hält verschiedene Kurse für Religionsunterricht, jüdische Geschichte, Haushaltungs Unterricht und profane .Fächer, den Mädchenhort, den Knabenhort und die Handfertigkeits kurfe der Talmud Tora-Realschule; es zahlt dem Kinder- , garten der Agudas-Jisroel Jugendgrüvpe einen erheblichen Beitrag: im Vorjahre hat es eine von über hundert Kchder>l besuchte TageSfcrienkolonie unterhalten und beabsichtigt, dies auch in diesem Jahre zu tun. Für Erholungszwecke. Pflegekinder, die in Hamburg in Ptlegestellen oder in Waisenhäusern hier oder auswärts untergebracht sind, und Ausbildungskosten für Lehrlinge werden erhebliche Beiträge geleistet. Insgesamt werden für das Schul und Erziehungswesen Mk. 208 050.— (Mk. 267 670) veranschlagt, ‘ IV. Kultus. Für das Kuliuswesen hat die Gemeinde außer dem Staatszuschuß für die Gefangenen-Seelsorge Mk. 500.— (Mk. 100.—) keinerlei Einnahmen, da sämtliche Einnahmen dieser Art den Kultusverbänden zufallen. Für die Abgabe an die Kultusverbände aus den Steuereinnahmen mit 10 Prozent sind Mk. 30 000.— (Mk. 25 000.—J angenommen, da sich bei den Abrechnungen der Vorjahre herausgeftellt hat, daß von den etwa 6000 Steuerzahlern des Jahres 1925 nur eben 3000 Mitglieder eines Kultusverbandes sind. An weiteren Ausgaben des Kultuswesens sind Mk. 4000.— (Mk. 4000.—) für die Seelsorge der Strafgefangenen und die Peßachspeisung, sowie Mk. 500.— kleinere Aufwendungen für verschiedene Kulruszwecke irölig. Dem Tempelverband sind Nummer 4 wiederum seine Pensionsa tsgaben mit Mk. 7200.— (Mk. 7200.—) zu ersetzen, da er seine Bedürftigkeit nach . gewiesenhat. V. Wohlfahrtswesen. Tie Einnahmen der Wohl sahrtsanstalten entsprechen n it Mk. 18 825.— (Mk. 18825) für das Altenhaus, Mk. 7:00.— (Mk. 6600.—) für das Pflegeheim, Mk. 1500.— (m 1500.—) für die Fremden pflege und mit Äk. 42 000.— (Mk. 44 000.—) für das Kindercrholungsheim Wilhel minenhöhe den von den Ver Wallungen -angegebenen Ansätzen. Die Kommission für daS Wohlsahrtswesen hatte einen I Zuschuß von Mk. 150000— beantragt, der Gemeinde Vorstand und der Budget« asschuß haben aber geglaubt, selbst bei Berücksichtigung des Umstandes, daß für 1921» einschließlich einer größeren Nachbewilligüng Mk. 40000 bewilligt waren, nur Mk. .20 000.— ansctzcn zu dürfen, da die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde und die Wirtschaftslage der Gemeind emiiglieder eine größere Aus gäbe, die eine Erhöhung des Steuersatzes zur Folge haben würde,.nicht gestatte». Für die Mittelstandshi fe ist derselbe Betrag wie'im Vorjahre, nämlich Mk. 30 000.--, ohne Berücksichtigung der' vorjährigen Nachbewilligung eingesetzt, worden. Ge rade die Mittelstandshilfe n uß versuchen, von wohlhabcn den Gcmeindemitgliedern fi.r ihre unbedingt notwendigen Zwecke Zuwendungen zu erhalten, um die Gemeinde angehörigen, die früher zu den gebenden Kreisen gehört haben, in ihrer Notlage unterstützen zu können. Für Vereine für Wollfahrtspflege werden wie im Vorjahre Mk. 5000.— anglsordert, von denen Mk. 2000 - für die Theresienstiftung (Gesundheitsfürsorge) und Mk. 2400.-- für das jüdisthe Volkshcim in Altona ver ausgabt werden sollen, wählend der Rest von Mk. 600.— vom Vorstand nach Bedarf «ls' Beiträge zu vergeben sein wird. Tas Pflegeheim erfordert an Ausgaben Mk. 26 000 (Mk. 30 000.—), das Altenhaus Mk. 50 700.— (Mk. 50 700.—>, die Fremdenpfltge und das Taniel Wormser- Haus Mk. 32 500.— (Mk. | 30 500.—), das Kindererho lungsheiin Wilhelminenhöhe mit dem Kleinkinderhcim Mk. 55 5<K).— (Mk. 64 000.—) und die Krankenhaus fürsorge Mk. 1800.i— (Mk. 1500). Insgesamt erfordern die Aufgaben der Wohlfahrtspflege innerhalb der Ge mcinde Mk. 321 500.— (3|l 700.—). VI. Begräbuiswessen. Tie Einnahmen .mit Mk. 94 700.— (Mk. 95 500.—) und die Ausgaben Mk. 86 280.— (Mk. 84 900. -) entsprechen denen des Vorjahres. t> \ VII. Allgemeine jüdische A u sg abcn.. Wir in den Vorjahren ist eine Anzahl jährlich wiederkehren der Subventionen mit Mk. 8550.-- (Mk. 8100.—) für wichtige allgemeine jüdische Institutionen vorgesehen; aus diesem Posten sollen Beiträge gezahlt werden an den Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, den Deutsch-israelitischen Gemeindebund, die Zentrale für Wanderarmenfürsorge, die Zentralwohlfahrtsstelle der deut sckstn Juden, das Gesamtarchib der deutschen Juden, die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Juden tums, das Büro für Statistik der Juden, den Hilfsausschuß des Verbandes jüdischer Lehrervereine Deutschlands, die Israelitische Union, die Jüdisch-literarische Gesellschaft, den Verein zur Förderung ritueller Speise Häuser, den Verein zur Fürsorge jüdischer Geisteskranker, die drei Rabbinerbildungsanstalten, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums, die jüdischen Lehrerbildungs-' anstalten und für Palästinafürsorge. VIII. T i sp o si ti o ns so n d des Vorstandes. Tiefem sind wie im Vorjahre Mk. 5000.— zugewiesen