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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1927-03-10 · 3 (10.3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
3 (1927)
Issue
3 (10.3.1927)
Date
1927-03-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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I Nummer 3 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Seite' Z a) daß die Schule entsprechend den Borschriften de« Schulchan Arucff. geführtwerde, b) ' daß für die Interpretation des Schulchan Aruch der jeweilige Oberrabbiner des Synagogen Ver-i bandes maßgebend sein solle, ' ■. \ . c) daß im Schulvorstand. der orthodox zu führenden Gesamtschule - die Majorität ays -orthodgxcn Mit gliedern zu bestehen habe, d) daß die Bedinguiigcn a bis c im Statut der Schule fest- und unabänderlich. zu verankern seien, c) daß der- Vorsitz in dem Vorstande der gereinigten Schulen dem jeweiligen OberrabKincr des Snn agogenvcrbandcs zustehen solle.'! Erst in einem späteren Stadium der Perhändsungeu ließ das Kuratorium bie ■ letzte dieser 5 Forderungen fallen. Ta bet Vorstand der Gemeinde aber auch so die Bedingungen des Kuratiriums nicht annehmen zu können glaubte, so einigten s ch die VerhändlungSparteienl zu letzt dahin, daß die Mät chenrealschulc auf die Fortführung ihrer Vorschulklassen, l nabhängig von der Gesetzgebung,; verzichten zu wollen erklärte,' sofern ihr die Gemeinoc für die Tauer des Verzichtes — einstweilen 3 Jahre — einen Zuschuß von 12 J(>0 Mark gewähre, eine Verein - barung, welche praktisch j>ic Vereinigung der weiblichen jüdischen Schuljugend ti den Grundschulklasscn im Sinne der Reichsverfassung b deutete. Ein entsprechender Antrag wurde dein Kol egium zur Beschlußfassung am 17. Februar eingereicht Bevor dieser aber zur Veraltung kam, richtete das Kura vrium an den Vorstand der Ge mcindc ein Schreiben, in welchem es zwar erneut seine Bereitwilligkeit zur villigen Bereinigung der beiden Schulen aussprach, an den vom Votstandc der Gemeinde' aber -ilS Unannehmbar l inpsundencn Bedingungen^ festhielt. Ter Vorstand verblieb daraus bei seiner Steltungnahme, gab aber dem Kollegilm von diesem neuen Schreiben Kenntnis, das nun >lb>:r den Antrag des Vorstandes und zugleich über das Schreibe» des Kuratoriums zu bc finden hatte. . Tie Vorlage des Verstandes wurde von. seinem Kom missar, Herrn Tr. S ä m s o n, gegründet. Er schilderte die eben dargelegtc Vorgeschichte des Antrages »nd hob besonders die jüdisch ideale Bedeutung einer Einheits schule hervor, die den Vorstand veranlaßt hätte, dem Kura torium soweit entgegenzukommen/wie es die Verfassung der Gemeinde, die sonst in der Besetzung der Gemeinde, Kommissionen keine Unterschiede kenne, eben gestatte. Wenn aber daS Kuratorium seine Schule lediglich von der Ge ineinde'finanziert sehen, im übrigen aber ihr selbständig gegenüberstehen wollte, so könnt man dies nicht mehr als Vereinheitlichung iczeichnen. Trotz einer gewisses Schärfe, mit welcher dis, Kuratorium noch zuletzt seinen Standpunkt kundgetan habe, hf»be der Vorstand sich lediglich von sachlichen Gesichtspunkten leiten lassen. Ans ihnen fuße auch der dein Kollegium vorliegende Antrag. TuS neuerliche Schreiben des Kuratoriums, welches! auf bereits mit guten Gründen abgelehnten Forderungen bc harre, gebe dem Vorstand keine Möglichkeit, seinen Antrag zu ändern. Endlich wies der Redner von dem Kuratorium gegen die Organe der Gcmeindcschulc erhobene Vorwürfe als völlig ünzutressend zurück. Herr Tr. Spitzer bekämpft den Antrag und die Tarlegungen des Herrn Tr. Samson. Zweierlei sei in den Verhandlungen zu untcrschcihcn: die Fusion und die Unterstützung der Schule. Für eine Fusion feien die vom Kuratorium gestellten Forderungen unumstößliche Voraussetzung, weil bestimmte Persönlichkeiten der rocßer de bronce sein müßten, um den religiösen Charakter der vereinigten Schulen zweifelsfrei und unanfechtbar festzulcgcn. Wenn bereis früher im Kollegium geäußert' worden sei, ^>aß man selbst* darüber entscheiden wolle, was orthodox sei, so mahne daß das Kuratorium zur, Vorsicht. Tie vom Vorstand gebotenen Sicherungen könnten daher nicht als ausreichend, vielinebr nur iats ' Schciirkvnzessionen gewertet werden, und zwar umso mphii, als die Verfassung der Gemeinde durchaus die Annatzm^ sämtlicher von dem Kuratorium geforderten Bedinguitgen zulasse. Wiederum ser die Bedingung, unter welcher!or: Vorstand die Beihilfe gewahren wollte, sehr darr. Bei früheren Verhandlungen hätte das.Vorstandsmitglied.Herr Rechtsanwalt Tavid sich dabin ausgesprochen, die Unjter stützung derj Schulen sei Sache der Gemeinde-, nicht dir der Kultusverbände. Jetzt aber fordere der Vorstand tiii die Beihilfe den Abbau der Vorschule und entziehe da durch der Mädchenrealschule die ihr nach Erlaß des ReichsentschädigungSgcsctzes >o»st -'.»stehende-Entschädig ung. Tic vom Kuratorium gegen die!'Organe der Gemeinde schule erhobenen Vorwürfe halte (er für berechtigt. Redner erwähnte zum Beweise, hierfür einen Fall, in welchen» die Mutter einer. Schnlcxiü iä-einer seiner Meinung nach litnznlässig'kn Weisebeeinflußt worden sei, ihre Tochter, entgegen ihrer Absicht, .in, der Grmeindeschnle zu lasten " Redner btantrccht zum Schlüsse ohne die Vervilichtnug nir die der Vorschule. > - .Herr > L i s s e r spricht dem seine Ancrkennnng aus, | daß er trotz ihrer gewännren ^Finanzlage in ßochherzichr Weife! der Mädelienrealschate eine Beihilfe gewähre», wolle, und. billigt, daß der dann, vcrbnndeite Abbau der Porschulklas'en der Mädcheinvtz! schule de» bisherigen Lcxrtans durch das R^veneiiiandn laufen zweier gleichartiger Vorschulen beseitige. Ebcn'o billigt er, daß der Vorstand dex/Gemeinde einer. Sstste. auf deren Besetzung sie gar keinsw Einfluß hat, nicht!deu letzten Und entscheidenden Einstuß ans die vereinitzkein Schulen ein räumen wolle.. Rajhdei» der Vorstand in seinem Entgegenkommen gegen die Mädcktetirealschnle bis an die äußerste Grenze 'gegangen fei und im. Kollegium, wie beispielsweise .Herr Tr. Spitzer" »elbst zngcbe!! ein tiefes Verständnis für recht« gerichtete Wünsche herrsche, gehöre zu dem ersehnten Ziel der Fm'ivn' nur eins: Ver v Bewiltignilg der' Beih Realschule zum Ab ilie .>nn Vorstand der ltzcmeii,d> trauen zu den Gemvindekörperschasien und Vertrauen zu ihrer Lonalitär. Wenn jetzt durch die Ueberinbrnng. der Kinder in die gemeinsame Ginpdschnle, durch b-re,, Ueberlassnng an die Gemeinde das!Kuratorium der Regt schule nach seigeriMeinuug 'ich eigentlich seihst widp-tehr. die orthodoxe Elternschän Gelcgeultrit lsabe, selbst' zu sehen, zu prüfen und zu urteilet, werde sich die. liebst zeugung Bahir.brechen, daß die völlige Versclimel'unig der beiden .Schulen-das einzig Richtige fei.'In dem lfm» Herrn Tr. Spitzer bemängelten der Gemeindesckmle köinie er nicht-: Leiterin der Realschule würde w handeln. Redner beanttapte sodanp di schließung: TaS Repräsentanten Kolle-fiir »i stimm >, t-ou-tchiverer finanzieller Bedenken, dem' Antrag des VorstaijdH.- ans Bewilligung einer imostat scheu Beil,ilie von je >0t»> Mark für die Dauer yon ä"- ochs Tle, erhalte» des Tirek! Unrechtes sehen, obl auch;Nich» ander'' nachftebeude c^nt Mäl/chen Realschule ■| r :r T irellor dagegen tzl- Es handelt sich dar»»,, daß d Wahrung einlegte, daß eine Schülerin! _ Beurlaubung und ohne Abmeldung den ssstterriln dtr Mädchen-Realschule besuchte. ' ."> Jobren an der Töchterichnl^ ohne

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