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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1927-01-10 · 1 (10.1.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
3 (1927)
Issue
1 (10.1.1927)
Date
1927-01-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer 1 Gemeindeblatt »er Deutsch-Israelitischen Gemeinde. schenk gemacht wird. Tie verschiedenen Sammela'.len des Keren Kajemeth . eine Million Nationalfonds Büchsen, die in der ganzen Welt verteilt sind, Oelbaumspen)e, Göl denes Buch, Gelegenheitsspende y geben jedem d c Mög lichkeit, sich je nach seine», Können an der Erwerbung des Bodens zu beteiligen. ' Tie tätige Anteilnahme weiter jüdischer Kreise am Keren Kajemrth war um so stärker, als der Nation rlsonds Gedanke einer einzigartigen urjüdischen . Idee entspringt. Gegenüber Latifundienwirtschast und schrankenloser Boden spekulatiön, welche jedör Staatssorn» und jeder sozialen und ökonomischen Ordstung verderblich werde» müssen, proklamierte schon die Tora:, ki li kol hoorez „mir gehört die ganze Erdest als ein göttliches Gebot. Das Eigentumsrecht auf Grund und Bochm wurde na h altein jüdischen Gesetz nur aus 50 Jahre eingeräumt; noch dieser Zkitperiode »nutzte der Boden seinen» ursprünglic)cn Be sitzer oder dessen Erben zurückgegeben werden. Tie Gleich heit der Landparzcllen, welche sich bei der Anstci ung des jüdischen Landes ergebt» hatte, wurde in jede» halben Jahrhundert-wieder hl rgestellt. Jetzt, da in Palä'tina eine neue jüdische Siedlung ersteht, lebt im Keren Kajeincih das Gesetz Moss wieder auf. Er will, datz es in Palästina keine Agrarsrclge gebe, daß der ganze Boden den» ganzen Volke und nicht einzelnen gehöre. So soll er die Frage der Nationalisierung des Bodens, welche, die größten und besten Tenke, unseres Zeitalters beschäftigt, lösen, so die Möglichkeit ein 'r boden ständigen und selbstarb»ilei»den jüdische»» Landbeiölkerung schaffen^ so an seinein Teile den»'großen Gebacken einer Erneuerung der jüdishen Geincinschast in Palästina dienen. ' Der dein Keren Zsajemeth gehörige Boden in Pa. lästina wird nicht verkauft, sondern nur verpac>tct oder in anderer For»n zür Bearbeitung und Bebauung gegeben. Je mehr, die Mittel des Keren. Kajeineth a» wachsen, desto mehr kann er di: große Aufgäbe crfüllei», - der er sich 25 Jahre lang nit unleugbarem vErsolg unter. zogen hat. Aber schon jetzt ist er des achtungsvollen Interessesaller Menschen, gleich »velchcn Stammes und welcher Parteizugehörigkeit, gewiß. Er verfolgt ein jüdi chcs, ein Menschheitsziel. — Jeder wird ihm für seine weitere Ar beit Glück wünschen. Sitzung' des ^elegierien-Kollegiiims des Syntigogenverbandes. Tas Delegierten Kollegium des Synagogen» erbandes hielt am 5. d. Mts. ein: öffentliche Sitzung ab, i » welcher anstelle des erkrankten Herrn Flörsheim Herr Tr. Heck scher den Vorsitz führte. Vor Eintritt in die Tagesordnung wünschte dieser dem erkrankten Vorsitzenden baldige Genesung und er wähnte »nit besonderer Befriedigung die Ehrung der Mitglieder des Kollegiums,' Herren Flörshci m und Offen bürg, welche ür ihre 25 jährige Tätigkeit in der öffentlichen Jugendfürsorge voin; Senat durch die Verleihung der Plakettö ausgezeichnet worden si »d. Nach Genehmigung des Protokolls wählte das Koll giun» in die Kommission zur Festsetzung der Verbairdsbei rägc für 1927 die Herren Tr. Burchardt, Tr. Heckscher u »d Offen bürg. In der der Wahl vorangehenden Erörterung sprach sich Herr Offenburg gegen die Einsetzung dur Kon» Mission qus und zwar sowohl grundsätzlich, weil sic statutenwidrig sei, als auch aus dem besondere, Grunde, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse.sich nicht 'derart bessert hätten, daß eine neue Schätzung geböten sei. Seite 3 Teingegenübcr. sprechen sich die. Herren Möller uitd - E> ohn für die Neubildung der Kommission aus, »»in d.ii Mitgliedern des Verbandes die Gewißheit, einer gerecht?» Heranziehung zl» den Verbandsbeiträgest zu geben. . I» den vom Vorstände bcautragten Ausschußzur rifevisiön der Shnagogenordnung, in welche dieser die Herren Kleve -und Hirsch entsandt hat, wurden die 'Herren Tr. Burchardt und Glückstadt gewählt; hingegen . säb das Kollegin»»» von der Entse>»dung von Vertretern einen vom Vorstand ferner beantragten Ausschuß zur Verbilligung der rituellen Lebensniittel. einstwcilen al' und beauftragte die Herren Glückstadt und Pels, vörer'l mit de»» Vorstand die Angelegenheit informatorisch z.i bespreche» und dann dem Kollegium zu berichten, Ter Zählung eines Monatsbctrages von 100 'llj . bezw. 50 Mark in» Jahre 1927 an die Jcfchiwah bczn. die Ehinuch Konimission der A. I. I. stiininte das Mol legium zu, insbesondere veranlaßt durch den befriedige» den' Bericht des wem» Cohu über die Tätigkeit de» Ehinuch Koininission, wölche erfolgreiche -Schiurim uiitei der jüdischen Jugend veranstaltet. . Längere Erörterungen veranlaßie der Airtrag des Vor; . standes auf Bewilligung der Kosten für die Zahlung eines Notausganges in der Choreinpore der Gemeindc jnnagoge Boxnplatz, welcher von den Herren Glück st a d t und. T'r. . Burchardt für' unnötig er. achtet wird, während Herr Möller feine, unbedingte Notwendigkeit betont, was danj» aucls von Herrn Tr. Burchardt zugegeben wird. Herr Tr. Heckfcher ver weist auf das Urteil der Sachverständigen Baurat Herr li»g und Architekt Engel und spricht sich für den Antrag des Vorstandes ans. Tie Gefaintkosten mit 300 Mark für die Ausstellung des provisorischen Gerüstes und 500 Mk. für die endgültige Ausführung werden daraufhin ciiistiist inig bewilligt. . Ebenfalls eine längere Erörterung knüpfte ^sictj an einen Antrag des Herrn Tr. L a n z kr o p, eine ständige Bau Konunission zu bilden. Veranlaßt ist dieser Antrag dadurch, .daß der Wochentags Betraun» der Gemeinde Synagoge Kohlhöfen feit kurzen» auch am Sabbath für die Abhaltung des Gottesdienstes verwendet-.wird ui»d aus diesem Grunde die Kleiderablage der Slinagogc zur Frauen Slstiagoge »»»»gewandelt worden ist. Diese Ae» dcrutigen haben mancherlei Widerspruch und Unzufrieden ' heit hervorgerusen. .Herr Tr. Lanzkron forderte dcns» auch in der Begründung seines Antrages eine Verbcfse rung der gegenwärtigen Verhältnisse und beinerkte, daß er sich mit feinen» Anträge an. das Kollegiuin habe wenden müssen, nachdem der Vorstand des Verbandes ihn schroff-abgewresen habe. Er weise darauf hin, daß! die wenigen Besucherinnen der Synagoge mir der Zeit dauernd den» Gottesdienst fernbleiben würden, wenn keine Abhilfe geschaffen werde. Es fei »hui^bekannt gewordest, daß die Gemeinde den Vorstand des Verbandes ersucht habe, die Synagoge in erneu» ivürdigen Zustand zu cf halte», und er bedauere, sagen zu »nüssen, daß die-Gt »neinde damit iin Rechte sei. .Her»' O f f c n.b u r g unter stützt die Tarlegnngen des Herrn Tr. Lanzkron, hingegen führt.Herr Möller zugleich in feiner Eigenschaft als Mitglied dir Synagogenkommission aus, daß diese die Angelegenheit Ernstlich geprüft und ihr Bestes zur Aj^ stellung des Uebelstandes getan habe. Ter Kleide:ablägt, rauin sei jetzt unter Berücksichtigung der religionsgefetz lickien Vorschriften mit dem Wochentägsbetraum zu eitlem einheitlichen Raun» ausgestaltet worden, sodaß de»» be rechtigten Wünschen der Frauen soweit wie möglich Rech nung getragen sei. Nach weiteren Bemerkungen der Herren Tr. Lanzkron, Glückstadt, Pels und Tr. Heckschet wi^"

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