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Die Gegenwart · 1870-11-18 · 47 (18.11.1870) · p. Seite 417

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
47 (18.11.1870)
Date
1870-11-18
Page
Seite 417 (sequence 5)
Language
German
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- 117 - O , I ' K opp: DaS heißt einen ganzen Stand beleidigen. Ich bitte den Ü3orfi^enbcn, dein Redner diesen dluSdruck zu verweisen. (Allgemeiner Beifall.) Jos. Kopp: Mir ist cs gleichgillig, waS Herr Dr. Kluckp von meinem „(bewerbe" beult, ich muß cS aber dein Bo,sitzenden anhcimstcllcn, den Anstand \\\ wahren. Jllni’.ui: Ich glaube, Herrn Dr. Klucfn keine 'Niiijc erst ertheilen zu müssen, denn die Bersammlung bat >I>m bereits ihre Mißbillnng auSgrdrückt. Bo» allen Seilen wird dem Vorsitzenden zugernfen, er müsse Dr. Klmkn missende,n, daß er seine Aenßerung zurücknehme. Klnek»: Ich erkläre, daß ich mit dem beanständeten Ausdruck Niemand beleidigen wollte. Die Bersammlung beschließt hierauf mit überwiegender Mehrheit, de» von Huber beanständeten Absatz in der KonkuröanSschrcibnng himvcgznlasscii. Ein (.Gegenantrag Pollact'S, zn erklären, daß der Bcmcinderath für den Fall, als cs einzelne Konscssioncn wünschen, in dem neuen Zentral - Friedhöfe konfessionelle Abtheilungen vornehmen zu lasse» bereit ist, wild ebenfalls mit großer Mehrheit abgelehnt. .Dieser Sitzung nach zu schließen, könnte sich der wiener Buncindcrath einst im Ccntralfriedhofr kaum vertragen. D.Rd.i fleiftL Angclegenh. gelangt: ^<erlin, den >. November l>7e>. In Allerhöchstem Aufträge eröffne ich ti;i\ Wohtaeboren ans die Eingabe vom I'.'. Angntt d. I., daß Le. Majestät der völlig den von Ibiien empsohlenen .... die freiwillig a» gebotene Itnentgkslliche seel'vrgei »'.he Thmiglett bei den ja djschen Soldaten der mobile», Armee n.id in du Yazaielhci: z» gestatten geruht habe», sofern daraus für den ^üfitär fonds Keiilerfei /rollen erwach l en D,a»drgg Iran Weit Schott. Mauer des (dbefs des bekannten Bankhan'es dieies A'aniens zu Be'ailaiid »nd <\lo renz. zu rleangegg in Baden bürgerlich, woülbii >l>ie Bor fahre» gewohnt. Halle vor ilueiil sode t.nciti Soli ne. be: dein sie gcwohnl. die YKile l»>,:e.la>sen. sie in Randeag bei ihren Bälcrn begraben zn lan.» Die Bitte wurde von de re» Lohn erfiilli. «rotzdem die Hebe»bringung, der ('eiche an' Ilalien nach Denlschland dmch den >iueg mit großen Sch'vierlgkeiten verbniiden war. Die>ee Lage kam Her. Weil Schott ans Floren;;n»i Besuche dahier an und über gab bei dieser Belegenheil dem »Kineindeialhe eine Summ von loMO f|. zu einer ..Wett Scholl s.-csllcrn Stillung"., zn dem Zwecke, .aus. den Zinsen einen Arzt mit dem Wohnsit'c i» Nandegg zn erwerbe». A « S I fl n b. Berlin. Einer Mitthcilung in der ,Allg. Ztg. deö Iudcnih." zu Folge,, hat der König von Preußen durch Allerhöchste Äabinctsordrc vom l5. Dktobcr die Seelsorge der indischen Soldalen geregelt und bereitzwei jüdische Feldgeistliche ernaimt. — Bor Kurzem hielt der Eonsul de? Norddenlschen Bundes in Palästina sich hier für einige Tage aut, besprach sich eingehend mit mehreren unserer Bianbens genossen über die AngelAienheitcn der Eolonisatioi, des heil. Yaudcs. Es hatten nämlich die Herrn Dorn, Dr. Yorje uiid Herr Nathan Fricdland um jenc Untcrrednng nachgesucht, um in dieser hochwichligen, alle jüdischen Kreise inleressirendcn Angelegenheit ein Unheil von sachtundiger und eonipetenter Seile zu hören. Der letzte jener drei geiianiiten Herren, Rabbi Nathan Friedland, hat sich die Agitation für die Eolonisatio.« Palästinas mit einer wahrhaft bewnndcrungs» würdigen Aufopsernngssähigleit zur Aufgabe seines Yebuis gemacht. Derselbe befindet sich seit Jahr und Tag ans Preisen durch aller Herren Yänder, lebt in den größten Enibehrnngcn, fern von seiner Familie in der Hcimath und verwendet jede Babe, die ihm seine unablässigen Beniühnngen ciniragcn, zu»- Forderung jenes heiligen .Zweckes, dem er sein ('eben gewidmet hat. Derselbe hat erst vor Kurzem rin hebräisch geschriebenes Werl edirt. in welchem er die Norbwendigkcil nnd die Aussichten jenes Unternehmens darstellt. Die genannten drei Herren richteten ihre Fragen besonders auf die Bodenverhältnisse, die klimatischen und die politischen Inständc im heil. Yande. Iücrr v. Alten sprach sich über er. stcre äußerst günstig ans, indem er auf daö Urtheil aller Reisenden hinwies, welche sowohl, das Klima als ein fast durchweg sehr aenindes als auch die Bodcnbcschafsenheit als eine zum Tb-'il für den Aek.rban überaus günnige darüelllen. .Juni Lchlusse be>>e>..h er auch die Frage der Sicherheit im heil. Wiii.x und äußerte sich, daß er die Yandstreeke von Jaffa bis Ie,::'.ttem ,'m- >o vollständig sicher balle, daß er für etwaige Eolouiüen >ast eine Barantie übernelimeii möchte. Ans alledun gehr be.vor, daß die Eolcnisirniig des heiligen YandeS einer e.reüii Intimst entgcgengrhl. wci'n dieses Proieel, wie es 'ov.-l'l von den Nabbinen B»tiii'a. chcr und Kulx'cher. als aii:h von der Alliance ansgefaßt worden ist, encrg'ich in t'ie Ha'vo genommen wird. Hossen wir. daß der Friede bald in n ,'crem Erdtheil znrücktchrt. damit diese friedlichen Eroberni'gcn. damit die Eiviliiirniig eines verödet.» und v.-rwil denen Yandc-'. des Yandcs unserer Sehn siiäit und unserer H.'snnnoen wieder ansgenommen werden. >Ind. Pr.,« Berlin. An den RDüNuir der ..Isr. Wä ist lm.z vor Schluß der Y.Dc.llion 'oigcnse I.ischrisi des Ministers d.ck Liverpol. Der Iiveigvercin der Alliance I. U Hai durch Bcr.nillclnng des Besandlen ui Floren; Sir A Paget, em- Petition an König B:eror Emanuel gerichtet, d ilvu gehen'. daß Edgar YNorlara eine Insammenliii'sl n:,k keinein Bäte» gestaltet werde. Der '^.-'anSle aiilworket. dar er d:e B.ll schrisk übergeben nnd die beü.ui Insich.>.'ingen erhalten habe. Wir haben in einem Blatte gele>e». daß den, Wnusche be reils entsprochen sei, de.b sl.'ht «^enaneres ivoh! er,c zn er* um:ten, da die Anlwon des englischen '^eimisiän erst vom Yli. v. M. dalirl ist. Aus .Arrusalrm »vird der Tod des gelclin,» und für »vohllhäiige Iivääe vielfach lhalig gewesenen :ki.Mo'cs 2 ach^ gemeldel. Die .Inden jtnöifiis I» ü'Din'jai) und den »inliegenden Di len wohnen iuiii bis i ü,' >a i;.iid Inde.i M'hrere davon lanien vor lnrzer Int ans Arabien und werden weiß: Inden geiiaiiitt. B.ele tonini.ni ans Eo liin und. werden schwarze Iadeimgenaniit. D.r gioßie Theil jedoch, der iuIi schon lange im Y.inde niedergelassen Halle nnd >v l.h in die Mahratla die e>i!l>eini>',h.' Sprache .ist. heißt Iiiaeliien oder Benai.Ii'rael. Es isl nichl betanm, imi welche In ihre Almen dieses Yaiid zn ist bewohnte». L>e behaupten es je, schon 1'><»' .la'iie, seildem ein Schüi. »vori» sie lamei'. scheiterte, wovon liebe» Männer nnd siebe» Franen gerettet wurden, die ü I> in 'A'agao. etliche -'t>> Meilen von 'Bombai, niederließcn. SieI'e en nur einen ’ n'ort an, de» Schop'ci nnd Ei Haller des Wellalls, und vcrj.hinahen d n r dienst; glanhen am allen Lest.,ment n»d juchen mir dann das wahre Wo>l l^oites. Sie haben zivei Shnagvgcn in Y'omban nnd eine Nevadunda. Hier versammeln sie si h am Sonnabend, den sie als üinheiag beteahieu. nnd lehren die heilige S-Hrisl sowohl im Nrterle als in der Bc ihral la Sprache. In Alibag, Paniocll mid den Dtlen, in welchen üe l.iiie i^okteshanser besitzen, vurilttai sie ihren >^r>tlesd:c»|l i» Prii akivohiiii» ,en. T ^e weiß.» I,:iden haben zivei solche t^otteshäiiicr ui d,r Fettmig. (Heb, er '.v ' Kpitij'T^kizjril. i der^.-P I. d. I." wird ein .eil oer^. m l>. o. .z. wiro ein de? Ti .n. (!Ki>nie11sleiii^i'ete'1 fe>Mchl. der .;»»> Bel'öliiilina'tagc n las Yager vor PAAtz gcie 'l war. n.n doit einen m. Feld gottesdienst rtli,nl)aliv». Wir bring n a»^ d e> ein 'Beucht ei ne» lnrzen Anspig: Iil»i t^otteesienst'er> h-even »nn t len slag am Bora!-eud des B.usohnnngstog'S fan iainiittli 1>e >>> Soldaten ans den Negimci'.lern I 7>. I I nnd 11 : als iln

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