Mannheim
Compact Memory

Die Gegenwart · 1870-11-18 · 47 (18.11.1870) · p. Seite 416

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
47 (18.11.1870)
Date
1870-11-18
Page
Seite 416 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
78% known words query
IRI
…/4890378-5433916-5434088--925-4891206
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

410 — m man fcio ganze fucidjcr. und die wird selbst zugestehen, das; Jene, die liier ei» non jiossmmis entgegen« ftl'c», die (il)il.d)rn und Dlese, die ftd) a»»lasten, die biblische» Gebote zu allcnrr» die jifnitifdjcn Hendstcr sind. I.. (.>oifolgt. * . . WochcnchroniK. V* Auslassung der Lirewrabbinake. Die Repräsentanz der bohl». X'iuu-Cv i.iDt nfduiM uutti’c um teilt einer ^mriinft der l)ol)in f. f. 2tmthultcnt von dem Minifterlalerlafie, die Kreisrabbinnte au'z»lassen, verständigt. jedoch ergeht an die betreffcitbc Repräsentanz die itfföi berinig, an Btcllc^biT KreiSrabbinate. cine.t onbeicn zeitgeinästeii 'JJioö»? zu siudeu und diesen der 1. f. l'andesst.lle bekannt zu geben. *,* Eine hebräische Schule Dem allseitig sich geltend machenden "Bei laugen nach einer spezifisch hebräisd)en Tchnle ist der im instruktive» m,c im pädagogische» Fache sehr rühugr Direktor Hr. Jvret» mit der Grnndiinq einer solchen 2d)nle »adigekoinmen, zu der er bereits h. Orts die Eon« eessivn erhalten hat. dieser schule wird auch der Röligionsunterncht ginn^l-d, gepflegt werden. Das Programm vom Direktor der 2diitlc cntivvrfcn, wird.eine nähere Aufklärung gebe» %* Anoweis lieber die Lliätigkeit des Vereines zur Unterstntzung »»tielioier israelitischer 2tnd,re>ider in Wien, gibt u»s der mnute .lalne, beiid't. der uns zngeichickt ivnrde, richtigen Vliindjlu*':. erb liesen im 'Ganzen l >!'^ sl. a» JahreP beiuägen. .Vj< > fl. an BtihaiiS'penden und '.n> st. aii 2penden bei bcionderen Gdegeuheite» ent, dte Zinse» von den Jahlesbe>tiag>n »nk vorn Foiide betingen fl. t<! lr. da- Z" der Taldv vorn von-,'» Jnihre '!7>> sl. Il »nd Unbehobeitrs nein .labte l'-i«'," replä'eiitiiteii insgesainuit den Betrag non .Itc.’i st. ::i fi,; r'on diese in ivnrde» I7i> 2tudirendr, unter diese» M ans "Bohiuei'J'.l I."> sl. 7>i)kr. theils als Kollegiengeldcr. theils als Rigvlose»gelder und Prviiivtivnstu reit i’aubtctdjt. 3 n I a ii d. Wien < Crin Xf'<r i Heir Prot'. Dr. Gomperz liest in tiefem timultn ilu (i»fii'i'U'l'ltme der Philosophie und erfreut sich 'ein Eellegivi» eines recht zahlreichen "Besuches dnrdi die e;iuuMidte en geltende "Behaiidlnng und anziehende "Bortragsweiic. Heu Pi c'. ^ocbau. ein ansgezeicli.ieter O rien talist. liest bebrändte «sNruintnunF in bewährter, vcrgleidtender .Methode, vtetf Welt! er. detmalen iiiehrsacher Hausbesitzer um ivtiits .lose'S O.uat, denen ehemaligen »ugnnstigen "Bei baltnisse nodt bei "Bielen in E>in»er»iig steltrn, hat durch glndlidte lliitelitehiiiui'geii nnb 2veliilaliousgeist sielt zu ei nein bedeuiendeu "Bet>i:e>.lei> netltolieit, wovon er in wvhliltäliger Weise viele 2ve>:dcii a» ".'Urne vertheilt und gemeinnub'g Zn wirlen stiel t. andev'eits i»ad>l iltn das Gluck nidtl »berinuthig und er >nh,t. w'c zuvor, einen sehr religiöse» " cbenSivaitdel. llttiet "elndereut 'vendete er auch dam sUd lutiise in der gtosten 2 el ittaane eilte sehr schon geidtriebenc eltoratolle die in ilr.im aait,eu Iliittaitge mit 2cide unterlegt ist, tamnit eleganten Ild-.izug "Bsautel, silberne Oerath tdtasteu »»deine kostbate. iveuhvolle Krone ivie an dt eine prad'k la'Ile Aluienioidede. — Hcn '"'»stav Ritter v. Epstein hat zui t^runbillig eines im. "B.'a,- ul ant'es in "Baien l<m>oo fl. geipcndel: (0 > n! o tt ' e it i o n s l o i e r e n t r a l - ,\ i i e b I) o U .ln b i 2 u;ung des Genieivdeiaihes v I I. d. reset tue Biitlachet „bet die Aiil'.age der Friedlio's .Kommission tvegen ".'Image eines Devital Flieehoies. TrAnl'.ag. worin es l eigt, das: >„r den Amt. als e.m ".'lbilieilung des .Vnedltetcs nach den >!ont,t':enei' dei "Be>t di .! no!>''vei'd:g .wate, in den av.zu fertigenden Plänen angegeben werden müsse, wie dieselbe durchstisnhrcn sei, ries e-ne lan^e und stiirnusche Debatte hervor. Huber besürwortet die Ltrcichung dieses Absatzes, denn er ist dagegen, das; der Alicdhos nach'den versd)iedenen Kon sessioucu abgetheilt werde-, wenigstens zwischen den .Katholiken und Proteswiltcii soll eine 2cheidu»g nid)tvorgeuominen werden, will eitu er in einem konfessionellen Grabe beerdigt werdest, so möge er fid) seine Grabstelle besonders entweihen lassen. P. Ga t sd)e r vertheidigt den Antrag der Kommission. Alle gläubigen jiaiholike» müssen ans ihren eigenen ftriedhos bestehen, und alle gläubigen Protestanten und Inden wurden es and) zuriidweiseit, mit Andersgläubigen gemeinsd)astl,ch beerdigt zu werden. Lchcdling: Der Tod macht Alles gleich, also itiussen die Ariedhöse kouscssionloS sein. -Kluckh: Aragcu 2ie nur die Protestanteu und die Judengeinctude, ob sie einen eigenen Friedhof wünschen. Tie werde» Ihnen sagen: Ja! Tcicn Tic also so liberal und üben Tie leinen Zwang aus. Piir wäre cö am Ende gleid), was Tie besd)liesten, aber es gibt nod)Protcstanken, Juden, Tuikeii, die eine R.-ligion haben. fH.'ilerk.-it.) 2 t endel ist |ur konsessionslose F-riedhösc. V u ft kandl: Der Acker dcS Friedens soll allen gleich zngäiiglich sein und nicht ein Acker des llnsriedcns werden, die verschiedenen Kousessioncn leben sriedlid) mit einander, sie sollen and) mit einander im Grabe ruhen. Jos. Ko pp spöttelt über jene Redner, die, um den Bestand von konsessioucllen Friedhöfen zu rechtserligen, sich ans die Ltaatsgrundgcsetze und aus den stiberalisinuö beru sen. Diese Herren kommen ihm vor, wie Jene, welä)e die Institution der Lklaverei dnrd) Bibelsprndie zu rcd)tscrtigen gesucht haben.' Er weist »ad), das; cs Lad)e der einzelnen .Konsessioucn sei, sich eigene Friedhöfe zu errichteist die Gemeinde sei keine konsessioitelle Anstalt; wenn sie Friedhöfe mid)te, so habe sic kein 9kcd)t, aus besondere Konfessionen Rnck|icht zu nehmen, sondern sic habe von dem GlaubenS» betcnnlliis; ihrer Angehörigen vollständig abznsehen. Ein Borredner sKluckh) habe bemerkt, das; e-i ihm ganz gleichgiltig sei, ob er mit Andersgläubigen beerdigt werde, oder md)t, dast es aber Protestanten, Inden, Türken gebe, die nod) eine Religion haben und dast cs diesen gewiß nicht gleich sei. Run, wenn eS dem Vorredner gleich sei, dann werde cS anck| Hunderttansenden gleicki sein und auf einzclnc Fanatiker braud-e man keine :1Ütcküchl zu nehmen. > 2türm. Beifall.) R a t t c r e r macht daraus ansmerksam, dast die Inden nach ihrem rituellen Gesetz nicht aus dem Grabe heransgenommc» werden dürfen. Jedenfalls müßten also d.e Inden ans dem Zentral - Friedose, wenn sie gemeinfduiftlid) mit den Katholiken begraben werden wollten, viel mehr zahlen, als die Vetztercn, die heranSgevoinmen werden kouncii. Pollak bemerkt, eS sei richtig, das; die Inden anS dem Grabe md)t mehr herausgenommen werden dürfen, und das; daher die Juden einen besonderen Friedhof rngewiesen erhalten müssen. Frankl: Rach meiner Keiintiiif; des Talmuds steht der Errichtung eines gemeiiisdmftlichen Friedhofs für alle Konfessionen ")cid)tS im Wege. Kein Jude wird dagegen ” Einsprache erheben anS religiösen Gründen. Redner ist übrigens dafür, keinen Gewissrnszwaiig anszutiben; wollen die einzelnen Konfessionen besondere Friedhöfe, so gebe inan sie iu,ie„, aber es von vornherein besdiliesteu, dürfte derselbe t">K'ineinderath nidst, der den Märzgefallenen ein Rkoiininclit erriduet, welche in einem Grabe beisammen liegen, trotzdein sie allen Konfessionen angchört haben, t Beifall.I Hügel: Das Konkordat ist tobt, hüten wir uns, für die Tobten das Koukordat wieder ins Vrt’wt zu rufen.D. Gatscher er klart nochmals, der Gemeinderath würde sich eines Gewaltaktes allen Konfessionen gegenüber schuldig machen, wenn er eine» ko,ifessionsloscit Friedhof beschliestcn sollte. Huber kon. ftatirt nochmals, dast von einen Zwang den Konfessionen gegenüber nicht die Rede sei. Dr. K ln ckh erklärt, er weise die seine Person bctresfenden Ansführiingeir des Dr. Jo>. Kopp zurück. Als gläubiger Katholik achte er seine Religion Hoch. Dr. Kopp habe seine Worte verdreht, wa? ihn bei dessen Gewerbe uidit Wunder nehme. «Obo! RnfeJ Dr. Eduard

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.