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Die Gegenwart · 1869-05-01 · 9 (1.5.1869) · p. Seite 88

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Journal
Die Gegenwart
Volume
II (1869)
Issue
9 (1.5.1869)
Date
1869-05-01
Page
Seite 88 (sequence 10)
Language
German
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I L— 88 toflbt schiießen'1) welchem Eebvtr «an sich fügen mußte, um sich nicht größeren Unbilden audzusesirn. Diese Insulten dauerten von 2—6 Uhr Nachmittag», ohne daß die Vehördrn sich in» Mitte» gelegt hätten. Vom Magistrate hatten «tr ftij.en Schuß, und von der Brzirktkauptmannschast kam die Hilfe schon spät, um halb srch» Uhr. und zwar erst dann; alt einer der Unterzeichneten Gemeinde- Vorstände mit dem hrririgezog;:.« Bürgenneister zum BezirtthauPtmann sich verfügte, welcher sich erst dann dew-gc». iand. Militär zu requirtten, dessen Linschrritn» die Ruhe herstrUtr. Au» 28. März. Ostersonntag Abend», überfielen mdhrerc chnft. lichr kunmltantni einige jüdische SpecereiGewölbe. mißhandelten dir Befißer, und zwange» Sie: solche zu schließen, «vorau» sich rin «euer Krawall entspann, der bi» Mitternacht dauerte, wobei mrhrere Söraelitn» Verleßungr,» erhielten, in vielen jüdischen Häusern dir Fenster etngrschlageu wurden, wa» nur durch Militärmacht gedämpft werden konnte. An» folgenden Morgen, den 28. März, wiederholte stch dieser Trawall in noch höherem Trade. 8» versammelte sich eine große Unzahl Bauern. Handwerker. Pöbel aller Lrt u. s. w. auf dem Ringplaße, und warfen aus die vor ihre» Läden hannlo» dastrhenden Järaeliten Steine, schlugen ihnen die Fenster ein, prügelten sie, «a» sie auch Augrficht» der herumstreifenden Militärpatrouillen au», zuführ« sich nicht scheuten, troßdem inan, um sie zu beruhigen, dir Gewölbe abgrsperrt hatte. Bet diesem Vorfälle hatte man Gr. kegenheit die Wahrnehmung zu machen, daß r» dem Bürgermeister gar nicht ernst war, den Aufruhr zu dämpfen, da er die durch da» Militär verhafteten Lxcedenten au» eigener Macht heiinlich entließ, di» aus drei Christen und drei Juden, von welchen Leßtrrn»»gewiß keiner etwa» verschuldet hat. die er drin Sttafgrrtchtr überlieferte. Die Insulten dauerten von zehn Uhr Morgen» bi» vier llhr Nach, mittag», al» von Prz«vor»k vierzig Mann Husaren eimnarschirien, «eiche aus Veranlaffung de» am nämlichen Morgen vom hohen k. k. Statthaltrrei.Präfidium über unsere Beschwerde abgrsandtrir Przemytlrr k. k. Statthaltrreirathe» von Seldler requ tritt wurden, und dir Cxrrdenten audeinandetttteben. Den 4. Npttl wurde der Vorgang vom Ostermontag nruec. ding» producirt. Bon einer versammelten Schaar wurde»» Steine aus die Judm geworfen, wa» den ganzen Bonnittag anhielt, bi» zum Glücke das Militär, welche» von einen» auS dessen Regiment zufällig dagewesenen k. k. Oberst. Lieutnant zu einem energischen Eingreifen angeeisert »vurdr, sich auch darnach benonnnen und dem Unlaust ein Ende machte. In wiefern nun dir Behörden, die uns schüßc» sollten, ihre J Schuldigkeit gethan, wird inan wohl aus Allen» ersehen, wie auch j da» Mit lhrrm Gebar«! zu »crdaukrn »si, daß Vit Cxresir ׳solch, AuSdrhnung angenonuuev haben. Drßwegen müssen wir den Grund zu diesem Umstchgreifm uur in der Säumigkeit und Lauheit der Ottäbehörden erblicken, und mtt Recht annehmen. daß we:.n die. selben bei Zetten und energisch «intzeschritten «Lrrn, dirftk alle» Ächt vorgrkomtiien' värr. und eben diesem Umstande ist H zuzu» schreiben, daß die Judeacrawalle auch in den umliegenden Dörfern und Städtchen ein« Widerhall gefunden, so daß in Radymno, Scniawa, Viettid. Smo»ka und Dubkiewice dir Juden mißhandelt und in kuczempy, Muryno u»»d Zapolow auch die Rttsenden angegriffen wurden. Briefkasten Vk^Hestaktian. ׳ Hern» B. in H. Bedauern es nicht geeignet zu finden. Briefkasten der Ad«inistratiaa. Herr» N. in Ezastolowitz. Bitten um Einsendung de» Pränumeratio««btteage». — Herrn 8. D. in Lußia, Bitte« um Einsendung de« Pränumerarionldetrage«. — Hrn. F. R.!» Buck. Die drei Lb«N» nenten »orgemerft. — H. I. Tt. in Kr. Brträge erhalt«. 8. 8iMS0L1iL k. 1c. privileg. Kleiderfabrik Prag fflnliM (Nr•* 810) HkMrrlfliel» Koitlti'Mkn PftUlt. 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Indem diese Anstatt, wie keine andere, Stickerei «ich Weberei vereint und i« Groß« betreibt, dürfte e» manchem itrfttt sich Jnteressirrnden angenehm sein, sich von der Wahrheit de« ObenerwLhntca deucch den Augenschela zu überzeugen und erlaudt sich dieselbe daher die allgemeine ergebenst« Einladung zum Besuche zu mach«, auddttlckkich brtonmd, daß die P. T. Besucher a»«h ■■r «1• solche bewillkeuit ■nd nicht 1■ Eatferntestc■, ■»it Kaafiiatrage■ behellig( werde■* Druck und Bnlag von -t»d«L k Prandei». Brrantwortlichrr Redakteur I. Bmleil.

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