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Die Gegenwart · 1869-01-01 · 1 (1.1.1869) · p. Seite 3

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Journal
Die Gegenwart
Volume
II (1869)
Issue
1 (1.1.1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 3 (sequence 9)
Language
German
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akut e Krankheit.de- Institut«- gedrängt wurde, die mit Rapidität den allerschlechtesten Ausgang herbeiführen konnte, theil s durch die Verayttpprtrmg der inS Budget cinzustellender Posten moraljsch ßkzwyngttl watd, besser weiß, als alle anderep Menschenkinder,. daß b$f Urstoff, die Dkatcric und der Organismus der Änstqlt nichts'taugen, wollen wir seine NoivetätSgrüude annchmen unv selbstin Einem Punkte mit ihm übereinstinimen, daß Büchtr fehlen; wir jedoch verstehen unter diesen' .Büchern dis verkörperten Hilfsmittel und das smd die Lehrer. Hier verunglückte die Commission vom Anfänge an und das nur. weil, wie wir schon einmal darauf hingewicscn, die Protektion ein zu wichtiger Faktor bildete. Mag hat Lehrer für die Gymnasialnnd Rcalgcgcnstände oer T. T. Schule angestellt, die für sich viel wissen mögen, andern jedoch nicht die ersten Begriffe mitzntheilcn im Stande sind: denn Lehrer, welche ihren Schülern, die über die Anfangsgründe der deutschen Sprachlehre nicht hinaus sind, den Sophokles lehren, überdieß atheistische Grundsätze zur Geltung gebracht haben, sind ebenso wenig geeignet als solche Lehrer, die in der Pädagogik nicht weiter vorgeschritten sind, als in den brutalsten Ausdrücken und angcdrohtcn Miß. Handlungen ihrem Sisteme Luft zn machen. Cs wird dann wohl einleuchtend, daß der Bestand eines Institutes unter dem Schutze solcher Lehrkräfte, die entweder durch ihre Methode oder durch die Lässigkeit, mit der sic viele Stunden verabsäumen, ..den abstoßenden Maoflict bilden und nur, wie es eben stattgefundcn, zur Selbftentscrnung der Schüler bei tragen, ein rein imaginärer ist. Erwägt man überdieß, daß die Schüler den Talmuduntcrricht, so wie cs authentisch erwiesen ist, gar nicht genießen wo ll cn und nur mit dem Institute spckuliren, sollte der Obmann doch nicht so anspruchsvoll sein, an den Ehrcnpunkt der pragcr Gemeinde zu appe lircn, damit diese einiger „Fremde" wegen und einigen Ehr geizigen zu liebe ein Institut krcirc und erhalte, welches der Gemeinde nicht zur Ehre, sondern zur prononcirtcn Schande gereicht. Indem wir aus die beiden in diesem Blatte widergcgcbcncn Sitzungen aufmerksam machen, glauben wir den Status des besprochenen Institus nicht besser zu prücisiren, als cs der Obmann gcthan, und in der Thal, wenn dieser schon zugcstcht, daß von vier Schülern nach Aussage der Lehrer zwei die Maturitätsprüfung, einer das Examen aus der »>. Gynu asialklassc zu machen die Aussicht haben (wann?) und ein Schüler zweifelhaft ist, so können die Dinge schon nicht ärger stehen. Führt man ftdj nun diese erbärmliche Gesial tung einer mit einem Heidengelde verbundenen religiösen Lehr anstalt zu Gcmüthc, welche Resultate sind zu erwarten, wenn J in Pkäg einst der Sitz eines großen Seminars sein sollte. Hätten jene Herren darüber nachgcdacht, wer eine Schule nicht erhalten und leiten kann, kann auch ein Seminar zn Grunde richten, sic hätten auch den klugen Grund gefunden, warum die wiener Isracliten-Reprüsentanz für den Sitz ei ncs Seminars in Wien, trotzdem es der bcstgclcgcnsie Pnntt ist, nicht war; der Grund lag hierin erstlich, daß sic die Schwierigkeit der Ucbcrwachnng und Leitung eines Seminars im Vorhinein crtannt, und thcils praktisch genug ist, die Gemeinde nickst mir einem Alumnat zn beglücken, thcils ehr lich genug ist, mn nicht einen Pöbel groß zu ziehen, der sich zum Abccß des Iudenthums gestalten könnte. Leider ist man über den Urgncll dieser systemlosen, er bärmlichcn Wirthschasr schon un Reinen'und man empfindet immer mehr den Verlust jenes unvergeßlichen Landau, der wiewohl auch nicht ohne Schwächen, wie jeder Sterbliche, Sinn und Herz für das Iudcnthum gehabt, den Geist des selben ersaßt und mit wahrem Kcnncrnngc jene Männer als die Krebsschäden der Gemeinde nicht auftommcn ließ, die als aufgeblähte Ehrenstellcnjägcr der ewige Hemmschuh des Fort schrittcs gewesen wären. Ein Königreich für einen Moses I. Landau und die verfallene Gemeinde ist wieder zu Ehren gekommen, so aber hat diese nicht einmal das Glück, daß Landau'S Geist in jenen Gemächern waltet, wo über den Ruin der Gemeinde nachgedacht wird. Bei solchen glänzenden Erfolgen, wie sie ein von der gegenwärtigen Rcpräsen» tanz, in der nur Juden dem Namen, nach sitzen, geschaffene- Institut, das die Krone aller Leistungen bildet, aufweist, muß > man unwillkührlich die Frage aufwerfen, wo ist die Ehrlich- , kcit der Repräsentanz in der Vertretung der Gcmeindeintereffen? warum zögert sic noch, und löst die T. T. Schule! nicht alsogleicl, auf, und warum wagt sic cs noch einen Po-; stcn in s Präliminare cinznstcllen V wir fragen auch warum i die Kommission nicht abdankl und der Obmann für die ge habtcn Mühen sich nicht empfiehlt? Wir betonen die Frage, gibt cs ein Gewissen oder nicht? gibt cs eine Religion '? Wer cs wagt fremde Gelder^'o zu verwalten, armen Waisen, Lei» dcnden. Siechen auf solcher Weise. Unterstützungen zn entzic hen, die man an systemlosen Instituten verschwendet, der kennt nicht einmal den Begriff „Gewissen," wenn ihm selbst der der Religion abhanden gekommen; denn eine T. T. Schule, in dieser Weise geführt, wo die Schüler keinen Tal mud lernen wollen, zu erhalten, ist bei Golt eine größere Sünde, als gar keine zn besitzen Und trotz den schlagendsten Benwisen. trotz den eigenen Aussagen des Obmannes, ist man nicht ehrlich genug zu sagen, daß einem solchen kläglichen Institute die letzte Stunde geschlagen, nnd man hat noch die Stirne wegen l Schüler,*) von denen nicht, wie der Obmann glaubt zwei, sondern nur! ein Pragcr die übrigen Ungarn sind, die Anstalt in Fluß > zu erhalten. „An der Wahl der Diener erkennt man den Herrn" ist eine alte Sentenz, deren Wahrheit sich auch da geltend macht, wenn man die von der Repräsentanz ernannte . Eommission betrachtet. Wir haben Manches erlebt, wir | werden noch erleben, aber der Geist, der die jüdische Vermal I tung durchweht, die Leiter der Gciucinde beherrscht, enspricht! den Werken, die von Epigonen noch als monströse, vorsündi. fluthlichc angeschcii werden dürften. Run die Repräsentanz!,hat das Verdienst die Eommission ernannt, das Verdienst! eine Schule, wo die zarteste Jugend hcrangebildel werden! soll, ansgrlc.sscn. eine Schule hingegen, wo die Schüler un j wissender hcrauskominen als sie hineingekoinmen ins Leben : gerufen zu haben, ans die man mit Fingern deutet, sic hat auch das Verdienst geleistet zn haben, was man iveder sicht noch hört, nur empfindet; sie mag auch das Verdienst haben, dem Institute der Talmud Tbora den Todeskamps zu I verlängern. Das neue Lereinsgesetz und die jüd. Lehrer Lohmens. Ich lvill hier nur ergänzen, was ein sehr ehrenwerther i Herr College in einer früher» Nr. mitgctheilt hat über die Gehalte der jüdischen Lehrer. Der Laie, der einen solchen Eonknrs in den Tagesblültcrn liest, ist ganz erstaunt, für einen Lehrer > - r>m fl. ö. W. salair zu lesen; allein sehen wir »ns diese (bestall bei Licht an das ganze Ge bilde verschwindet in Nichts, ans den l — r>fn * fl. ö W. wofür er Lehrer und Eantor uns weiß Gott was noch »ein soll, werden an Oesinilivnm ^.n> sl. inkln'ive Woh nniig, daraus, das ist die Achillesferse >vo die «Gemeinden ihre Lehrer im Fannie halten, daß sie stets eingedenk seien ihrer Stellung als jtid. Lei,rer. Wenn »n» dieser den Launen des H. Enltnsvorstehcrs oder jedes «Gemeindegliedes nicht gemäß ist, werden ihm die außer der Fanionsrabellc. zngcsagtcn!'»«> st. entzogen nnd nn» geh! — Man jagt ihn zwar nickst fori, man zwingt ihn nur moralisch zn gehe»', denn wenn!>»";"><«> sl. eben nickst hinrcichen als Mensch als Lehrer! leben zn können, um sich dicß oder jencs nützliche Buch, diese oder jene Festschrift anznschassen, um sich fortbilde» zn können - nnd zn wessen Nutzen ge schieht cs, — wie soll er mit - £><> sl. o. W leben | bei täglich Stunden Unterricht (die minimal Fahl an jüd. I Schulcü.) Ich soll hier sagen, daß die Stellung des Syrers ' eine bessere werden soll nicht des Lehrers, sondern der Schule wegen, wäre tauben Ohren gepredigt. *) Die sogenannte T. T« Schule hat 5 CommissionSmitglieder, 4 Lehrer und 4 Schüler. 1*

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