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Die Gegenwart · 1868-12-15 · 26 (15.12.1868) · p. Seite 279

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
26 (15.12.1868)
Date
1868-12-15
Page
Seite 279 (sequence 7)
Language
German
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279 I nach Beschluß, der in den Berathungen gefasst wurde, folgende Bestimmung haben, 1. 40 Percent dcS Reincrtrügnisies deS FondeS sind zu Schulzwecken zu verwenden und zwar erhält jede Gemeinde für die ersten zwei d finitiv angestelltcn Lehrer je 120 fl; für jeden weiteren Lehrer je 6Q.fL jährliche 2^ zur ^Unterstützung östcrr, jüd^ höherer -Bildung-« und Humanitätsanstalten ä. zu Personal - Unterstützungen. Dieselben werden bis zur Minimalsummc von 25 Pcrceut der FondeSerträgnissc an Rabbiner, Lehrer und sonstige Funktionäre der EultuSgemcinden. so wie deren Witttvrn^nild 'Wäistn"vcrliehen; auch' Rcligiönslchrcr an Mittelschulen können subventionirt werden; 4. eS können jährlich sechs Lehramts- und RabbinatSkandidatcn mit Stipendien von je 100 fl. bedacht werden 5. zur Snbventionirnng oder zur Gewährung unverzinslicher Darlehen an unverschuldet hcrabgckommcuc Gemeindemitglicdcr, dann zur Hilfeleistung an Gemeinden, die durch Elementarschäden betroffen wurden und 6. zur Anlage eines ReservefondeS mit 5 Percent der Rcinerträgnifle. Eine Vergleichung der Beschlüsse der böhm. jüd. Landesals der prager EnltuS- Gemeindc-Repräfentan; mit denen der mähr. jüd. Delcgirtcn anzustcllcn, ist nicht meine Sache und überlasse sie Ihnen.— Schließlich melde ich Ihnen das Resultat der Ergänzungswahl für die ausgetretenen Mitglieder der hiesigen jüd. Gemeindevertretung und wurden die Herren: D. Mandl, I. Gompcrz, Moritz Spitzer, D. Samuely, Fr. Flesch, L. Hcrzfeldcr wieder gewählt. Locales. *** Sitzung der Prager EultuS-Gemeinde-Repräsentanz am 8. Dezember 1868. Beginn '.,11 Uhr Vormittags. Anwesend dir Herren: Georg Feigl, Lieben, vr« Pribram, vr. Raudnitz, G. Schitz, Schwab, Singer, vr. TedeSco, vr. Wiener, Prof. vr. Wessely, D. Zappert. Es waren somit abwesend die Herren: Frankel, Fischet, vr. Gitschin, B. A. OserS, v. Portheim, Ignatz Schütz, M. A. Wahle. Wegen vorgeschrittener Zeit wird sogleich zur Tagesordnung geschritten. Der erste BerhandlnngSgegenstand betrifft die Vorlage der Rtchnung der Passahkonimission für 1668. Vorsitzender beantragt diesen Gegenstand einer Kommission von 2 Mitgliedern zur Berichterstattung zu übergeben, (angenommen) Ein fernerer Punkt betrisst die Vorlage dcö Präliminar« des KnabmivaisenhauscS von 1859. Referent F e i g l verliest daS Präliminare welches folgenvcrmaßen lautet. Ausgabe«.!) Gehalte und Remunerationen. Erzieher.. . 300 fl. — kr. Hansmeister.. Seine Fran.r„. 60 Remunerationen der beiden letzteren. . . . Lehrer der böhmischen Sprache.;. 65 Dienstmädchen. 60 Deipflegung.1800 Beheizung und Beleuchtung.200 Bekleidung.400 Religiöse Funktionen. 17 Einrichtung und Verschiedenes.200 Steuer und Stempel.120 Handwerker.100 Die Summe der.Auögaben beträgt..... E i ii u a h m t n. Interessen. 1094 „ 47 kr. Ertrag der Realitäten. 243 „ 30 „ Sistemisirte Beiträge. 648 „ — „ Legate und Geschenke. 200 „ — Veränderte Beiträge.. v. 250 „ — Dir Summe der Einnahme» beträgt. ... Es wird« in über jede Einzelnpost die Debatte eröffnet. Gehalt e. 1) Erzieher 300 fl. vr. Wiener ist gegen jede Remuneration und beantragt den Gehalt von 300 auf 400 fl. zu erhöhen, denn, meint Redner, Remnnerationen sind besondere AuSzetchnnngen, die man sich würdig verdient hat. Lin Lehrer der neu angestellt wird, kann sich noch keine Remuneration verdient gemacht haben. Allein 300 st. ist an und für sich ei» zu geringer Gehalt.(genehmigt) 2. Hausmeister 80 fl. der von Zappert als genügend bezenchnete Betrag von 60 fl. wird abg,lehnt, der präliminirte Betiag hingegen aenehmiat. S. Hausmeister« Frau 60 fl. beider Remuneratioum 60 fl. 5. Lehrer der böhmischen Sprach« 65 st. 6. Dienst- 0 s fl. -’ kr. 80 11 — „ 60 it — 11 60 „ — K 65 „ — n 60 tt — tt 1800 t* — tt 200 tt — tt tt — tt 17 tt 20 tt 200 M — „ 120 t) — it > 100 tt — tt 3462 fl. 20 kr. 1094 47 kr. II — tt „ —> H „ — tt 2335 77 kr. Ift. G eh alt r. mädch-n 60 fl. durchlebend; angenommen. Verpfleg u n g E so g v'n 67: 1883 fl. 5» k. p älim »i,t für 68 170* fl., für 69 180* st. vr. Wiener. Ich sindde» Betrag von 18 >0 st. j i w aig; d e tzrren p äiiminiieii, „m da« Destcii ni hr g-oss werde» zu lassen. Allein dieses Dessct st dt nur auf den Pivie-. Ih kann rS mir nih' vorüel len, wenn bei >2 <ii»deen 183 t st. 5t kr. gearaacht iv rden, man bet 14 Kinder» mit 18*0 I h beaulrage. dah^r-dl?., Sa-ume von 20 H) fl. ins Prälimi»>r' in diele Past eintnstclle». Feig I. Bis Eao« Oltdder w i'.>e >>n h-urigen Jahre für Verpflegung ansgegeben 1520 fl. Für jede» Monat 130 fl« wäre der Erfolg von 68 1760 fl. E.< wurde dihrr der Betrag von 18»» p.ä imtnirt. Bonüpender beantragt di- S»m ne von 190» il. ins_Ladg«l ei».— znst'llM."Dav >m Uähre 67 188 > fl. verbraucht wurde», e it'lbnldigt H. Feigel damit, dass der Kissicr »ich: 12 sondern 13 Monate in dir Rechnung eindezozen. Schio b.an.rag: bei der Snmine von 18»o fl. zu verbleiben, da tonst derjenige, der daö Geld in der Hand bat. etmazu splendid damit umgehe» würde. Dieser Antrag wird angenommen. Beheizung und Beleucht» » g 2"0 st. langenoinnic») Beklei düng Erfolg vom Jahre 67:218 sl, präliininirt für 68 3,»0 st., für 69 400 fl. stk etiziöse F nn k ii o n e n >7 st. 2» ke. igendnigt) Handwerker Eisolg »on 67: 89 fl., p.äliminirt für 68 io» fl., für 69 10» fl. (angenouiiu n) Eiurichiu n g uno Verschiedenes Erfolg von 67: 405 st., präliininirt für »8 2<>o fl., für 6» 200 fl. lge nehm'gt) Steuern und Stempel Erfolg uo i 67 l»l» st.» präliminirt für 68 ioo st., und für 69 120 st. ang-nomme», S n in m « somit 3462 fl. Vr. Wiener er nchl, di- R lbrik „Lehrmittel" »n nächste» Budget als besondere Post einznstellen, lind nichl unter der Rubrik „VerschirdencS." (angenommen) Einnabmriü Interessen Erfolg von «'>7 2«»l8 fl., prälim. für 68 1222 st. 64 lr., für 69 loltl fl. 47 kr. Ertrag der Realitäten Erfolg von 67: 276 fl. 15 kr., prälimi». für 68 278 fl. 5» kr. für 69: 243 fl. 30 kr. (aiigeiioinmen) S i i k e m i i l r I e Beiträge 518 fl. (angenommen) Legate n»d Geschenke Erfylg von 67: 400 fl., präliminiit für 68 25» fl. für 69 200 st. ES werden mm mehrere Anträge auf Eihöbnng gesielt', der eine auf 400 ein anderer auf 700 fl. l»r. sttandiiii). Ich bi» für keinen der grstellkri, Anträge, weil diesem Institute eine andere Znk inst cntge gensteht, »nd bereit» ein bedeutender Fond zur stdanlierniig deS InftltuicS vorliegt. Anderseits sind wir auch auf dem Sprunge'ein unbewegliches Objekt für das Waisenhaus anznkailfe», lind es daher im Interesse des Znstitilliü liegt, dass wir so wenig als möglich von den Obligationen verkaufen. Ich halte es daher nicht für zweckmässig, wenn wir daS Präliminare zu hoch veraii'chlage:!. Ich bin daher jür den Betrag von 50» fl. der wirklich erreicht werden wird. Wenn mebr einstieht, so ist die Vermehrung für die Zukunft »nd wir werde» der Eoentnalitat enthoben, die Oaligaiionen zu anderen Beträgen z» veränss'rn. Schwab beantragt 900 fl. rinznstelle». Der Antrag de» Vr. Wiener ans Einstellung von 700 fl. wi>d aiigriiomnien. Veränder liche Beiträge Erfolg von 67: 21» fl., präliininirt für 68 25» fl. für 69 250 fl. Antrag de» Äorsihrndcn auf Einstellung von 200 fl. angenommc». Somit beläuft sich die Summe der Einnahme» auf 2785 fl. 77 kr. stiach Ab.ug dieser Einnahme» von den Ausgaben im Betrag 3462 fl. ergibt sich ein D fizit von 676 fl. Diese; Defizit in« -Präliminare 4mznstetls»>->vird angcno'Nmrn. Ein weiterer Punkt, betrrfsend da« Gesuch der Thalinu-lhörakom ilission um Abschreibung der Ünltnekassa-Forderung beziehungsweise de» Vorschusses von .6»» ii. aul dem Jahre 67 gelangt nun zur Verba idlung. (cs würde sich dann at« zu begleichendes Defizit 2 fl. 67 kr. Hera»»,teilen.) I»r. Wiener ist für die Abschreibung der Stliiiine; denn, imiut Redner, dass, wie au« drin Präliminare ersichilich, sich demnächst ei» grössere» D n;it ergeben wird, »»d dieses „„richtig eingestellte Vermöge» werde dann zur Deckung des Defizite» für 69 verwendet werden. Wird von Feigl unterstützt, vr. Randnitz stellt einen Vertag,i»g»a»t:ag. (abgelchiit) Antrag von Vr. Wiener auf Abschreibung der Siinnne angegeben. AIS weilcrer Berhand» luiigSgcgenstand wird die wiederholte Vorlage der verbesiertr» Rechnung der Thalmndlho.afchnle vorgenomme'i. > vr. stkailduitz. Die Koiiimlifion hat die verbcsserlc R'chnnng vorgeiegt. Da ich iiichtö »lehr beanstände und die 5o» ft. gegenwärtig ahgrschlieben sind, so eikiäre ich die Rechnung der Thalinndlhorakom Mission, da d:e weiteren Gründe gerechtfertigt sind, für richtig. ES soll die Repräsentall; »iiiiinehr die Rechnung genehmige», die riickbleibende Foederung pr 2 fl. 67 kr. au» der KulNihkasia decken lassen n»d schließ »ch der Kommission daS Aboliuor,»,» ertheilcn. AlS lepter VerhandlungSgegenstand ivird die Wahl der Mitglieder in die Budgeikommisslon vorgenonmie». AlS solche wurden gewählt die Herren: Gustav Schitz Schwab, Ft'chel mit dem Ameiidemenk,' dass da» Präsidium ermächlistt sei, noch 2 Er'atzinänner in dieselben zu ernennen. Hieraus wird d>e Sitzung »m 1 Uhr geschlossen. *** (Spende) Herr ichnel B. Teller fiat der großen Hofsynogoge rin Sefer thora samint den dazu gehörigen silbernen Geräthen und einem grünsammtnen mit echten Goldstickereien reich gezierten Mäntelchen, das alldem Ornamentenstickerci'Atelier der Fran Sarah Kuh geb. Plohn hervorgegangen und als ein wahres Kunstwerk zu verzeichnen ist, gespendet. Berflosienen Samstag fand die Uebergabe des Geschenkes in feierlicher Weise statt. V Der Stand der Schüler an der sogenannten Talmud-Thora-Schule beträgt vier, nachdem die übrigen Schü-

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