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Die Gegenwart · 1868-12-01 · 25 (1.12.1868) · p. Seite 269

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
25 (1.12.1868)
Date
1868-12-01
Page
Seite 269 (sequence 7)
Language
German
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269 und an Kritik. Gefallen findenden talmudisch scientistlsch gebildeten Welt;— dem oyngeacht.'t aber muß ich gegen das "סמא דכולא שתיכותא., das Schweigen in so fern brechen, um rund heraus z« erklären, daß es meines Erachtens nach, jüdischer wäre, d.׳u היתר vom H. Rabbiner Fasset nicht Mr als solchen, als Richtschnur für vorkemincndc Fälle zu netz men, bis derselbe im Pereinc mit noch andern gelehrten Männern des JudcnthumS — den Grund zum היתר. von ספק ממור plausibler gemacht hat! — Weil, wenn so jeder, und wenn auch ein Fasset, mir nichts dir _ nichts, einen היתר in die Welt hineinschrcicn dürfte; wie sonst wirklich, ganz im Einverständnisse mit dem H. Rabbiner Lengsseldcr "ני משפר עריך היו אלהיך יהודה" so viele maßgebende entschcidende Götterftimiucn hätten, als cs Rabbiner gäbe! — Ein jeder Rabbiner würde sich das Recht vindiciren wollen von den im toleranten Sinne ausgesprochenen Worten unserer- Talmndweisen "״פעמים אתה מפיר דבר של תירה den ungcbührlichsten Gebrauch zu machen, würde ohne irgend welche Scheu vor dem Alten und dem im Iudenthumc durch Jahr- Hunderte, sich als heilig Eingelcbtcn, das Radirmesser, zur Annulirung dieses oder jenes Gebotes der heiligen Schrift; dieser oder jenen Beiordnung des Talmuds, anwcndcn. — Natürlich würde das Moment "״עת לעשות ^הי nur als fehlend zu bezeichnen sein. — ״אץ חנם נבר נסיון״ Meine mehrjährige Praxis als Rabbiner hat mir die Erfahrung verschafft, daß nur zu oft Auforderungen an den Rabbiner gestellt werden, denen aber nachzukommcn feine gcwlsscnhafte Pflichterfüllung als Rabbiner rcsp. Ncligionslehrer, ihm gerade verbietet! — Außer in dem Falle, der Rabbiner würde sich entschließen zu negircn — was er seines Amtes wcgen bejahen, und als unantastbar verwahren sollte. — Außer in dem Falle der Rabbiner lebte in dem Wahne, in ihm wiederhole sich ein י׳ גמליאל und sein בית דין, dem Fug und Recht znstehc, oder dem die Kraft inncwohne, aufzuhcbcn und aufzulösen. — Denn das ist einmal als Maxime im Iudenthumc ausgesprochen — ״אין בית דין יבול לבטל דברי בית דין חברו אלא אם נן גדול ממנו בחכמה ובמנין"! — Das ist so zu sagen eine ״Conditio siue qua non.“ — Ucbrigens hat das eigenmächtige Anshcbcn der talmudischen Lcr׳ ordnnng von שפץ ממור durch H. ^bcrrabbincr Fasset, mich bewogen, einem längst gehegten Wunsche, in diesen Zeilen, meinen Amtöbrüdcrn in Böhmen gegenüber, öffentlichen Ausdruck, zu -geben!-Die Willkührlichkcit und Schrankenlosigkcit auf dem religiösen Gebiete des Judeuthums macht mit jedem Tage bedeutende Fortschritte, uni mich ächt jüdisch auszudrücken "״ ״כל אחד בונה במה לעצמוEin jeder baut sich seine eigene Bama" Was diesem ein Saerum ist, ist jenem ein Profanum. Wovor der eine noch Pietät besitzet — hat der andere bereits — den krampfhaften Zustand der Lachsucht bekommen — hält diesen Rabbiner die j. religiösen Codices als Norma für im religiösen Leben des Juden vorkommendc Fälle — so sind gerade diese Rormen einem andern Standcsgcnosscn Abnormitäten — die nolens volens, die Zeit augir Gebrauch kommen ließ. — Eö ist daher ein von mir tief gefühltes und von meinen Berufsgcnosstn gewiß gctheiltcs Bedürfniß — damit die Kluft, welche zu dem אגידות אגורות im Jndcnthnme führt nicht noch mehr sich ausdchnc — daß eine Synode von Seiten der Rabbinen Böhmens — wie solche gegenwärtig in Pest taget — stattfindc — damit eine Ordnung und Regelung der jüdisch religiösen Verhältnisse, durch einen gemeinschaftlichcn Beschluß, werde — und so ein Unicum für alle Gemeinden Böhmens geschaffen werde! — Ich hoffe auf' Unterstützung dieser meiner Anregung und um mit dem zu schließen, wodurch ich eigentlich zu diesen Zeilen an« geregt wurde — verweise ich schließlich H- Rabbiner Fassel der wohl ein "״חכם מיפלג ist auf die Stelle im Tractatc *בנא מציעא" Folio 59 S. 2 die Antwort des רבי יהושע an das בת קול zu beherzigen — שכנר כתיב בתורה אדרי רבים ״ להטות "אין אנו משגיחין בבת קול"sopienti 8at 1- י MoseS Ster» Rabbiner. Locales. *** Sitzung der Prager Eultus - Gemeinde - Repräsentau; am 22. November 180s. Beginn >,ll Uhr BormitiagS.^ Anwesend die Herren: Ar.1111. l, I)1\ (jVtidmi, Georg Feigl, Vifbrn, B. A. Cf״*, I)r. i'rib1a1״, I)r. Raudnitz. 0'• Süiitz. Ignatz Schütz, S. Singer, Schwab. Dr. Tek-Soo, Dr. Wiener M. A. Wable. Pros. Di Wessel». D. Wappen, Es waren teirit abwesend die Herren: Filebet, v. Porihcim. Aach Eeiichuiignug des Protokoll.-- :,r öffentlichen Sitzung vom 8. November 180s wird zur Laqeso.e,1״״g grichntic», »achdcn über Aurrag de- Herrn O>crs die flüssig gewordene» >.'»00׳ fl., he,rührend ans den Sieuergeldcrn, als Stismng zur Gnindnng ein.» A.ineninsriluies sogleich ins t'cbcn irrten sollen. Der 1. Veräa״dl»״g.׳gege1,stand betrifft die Verleihung des erledigten Elbogen,che» L udeiueiiiii'tnngs Platzes. (42 fl. jäyrlichs R-forcnt l»r. <«,t,chin beantragt, nach gehör! ger Erwägung der besuche und Be.lag״׳ der cinzelneu Petenir» von den 3 rinaelausenen des Gesuches des' W. B. in erster das, deö S. T. in 2. Reihe zu berückstchlige». Herr l׳i bei, will den letztgenannten 11׳ l. Reihe bevorzugen. Nach crsolgt.r Abstimmung ergibt sich Sinnmengleichheit und der Vorsitzende ve, tagt de» Abst,!״m»ng׳aet bis auss Ende der Sitzung. Dem Gesuche des Sia»haltereioss,z,als Emil Schil lcr wurden bereit« 120 fl. brw'Uigi, wird über Amrag des Vorsitz.inso scrnc iviUsahrt, als derselbe iioch.rofl. rrhäl! für seine 3jäh.igc Muhe in der Ordnnng der Registratur. Das Geinch des ׳.'lmrsdieners Stein wird ge nehmigt, derselbe erhält eine Remnucraiio» von ü» fl. snr die Einhe bung der Slistiingsgelder. v2144-weiterer Pro irammspnnkt bciüffi den Bericht des Herrn Schwab über d,e erlän-erle Re hiumg der Bcerdigungsbrndcrjchast pro >867. Reserem tonst itiit, dis, die Beerdigung»- brüverschast auf die Wünsche der Repräsentanz eingegangcn. »nd dar.»,» zu schlichen ist, dag die R.präsenian; und die eerdignngsbrndclschast in gutem Einvernehmen sichen und bittet um Aiiskärnng. warum »n Präliminare die Rubrik von ocni Grabeshügel fehlt. Diese Rnbiik, meint Rcscrent, solle in nachtlägli.her Ber inbarnng s.'tg st llt werde», und auch da der betreffende Perrentualnachlaß pr rt, mit einbewgcn wer den. Nach Ausklärung des Herr» Wahle, welcher sich dahu, ans pricht, daß die betreffenden Gebühre» in diesen, Falle nicht fixe sind, und rS von de» Wiiterungsverhäliuisse» abhängt mehr oder weniger Personen zu deren Eihallnng zu veichäiligc». ciosäüi die,er Punkt.' Ein 2. An trag geht dahin, die Rechnung des Veicines von ציני לידב mib .~'.ב:דקא als aiishastende Forderung, folgerichtig als ansbasiendes B.rniügcn in den Ausweis zu fidle,1. «aiigeiiouiiiir״, Auch »igt Reserrni hiezu, daß die R.paraiurcn siir das nächste ^ahr im Präliminare staintenmästig nachgewiejen werde» sollen. I» Bezug aus den erstgenannt,» Punkt stellt nun Resereut den Antrag, dass die Normen bekannt gegeben werden, welche für die Berechnung dieser Gebühren niaastgebendc sind, kange nomine») Lin weilcrer Berhaudlungsgegeustanb. betrcff*jtb__b1C Dortagk— dcs-Präliminar» che» israettirschrn HoiMals pro (j-j gelangt nun zur Debatte. Referent verliest das Plüliniinare. ״> lches kvnstak'ri. dah die (Äesaminterjoroc.niste für daS Jahr 1 hg־J sich aus 10.1:.t fl. 40 kr. belaufett. Nach Abzug der busbezüglichen Einnahwen, welche!»378 sl. 0 kr. betrage», crgidk sich eine M.hran.'gabe von 773 fl. 34 kr., welche jedoch von der Kassabaarschas, gcoecki weiden wird, sangenoinnir») Der Bericht der «onimissiou zur Envei,des Waisenhauses über den Ankauf des Hauics sti,o E. 233—V. »ebnziert sih ins solgenden Autrag; Das Hans Niv. 233- V. soll 11111 den >1a»lp,e,s von lM0«> fl. von der Gemeinde eitauft werden, und der Vorsitzende werde e!,nächtigt in Betreff der diesbezüglichen Nebenbedingnngc» zu »nterhandeln. kangenomine,!) Nun folgt der Bericht deö Herrn Dr. Randnitz 1V>« dir erläuterte Rechnung der Lhal1nud׳hsra׳ch,»e. Dr. Randnitz. Es wird Ihnen bekannt sein, meine Herren, dag wir du Ausweis 1,10 dem Ersuchen znrückgestellt haben, nach den von uns gegearnen And uinngen dieselben zu ändern. Daraus ist »ns solgeiide .-juschrist ziigekominen, (Referent verliest den l. Punkt derielben) Aas die Frage ״warum die Kassabaarschasl von 60 im b etragt von 4l6.׳l. 71 kr. nicht in die Einnahmen von 67 g-steüt wnrden. eiugegnet m>». das, diese Baarschast bereits im Vermogensstaiide nähinli ch in der Bilanz vorkä»»-. Fch glaubt nun meine Herren, daß, sowohl »1 d׳r Bilanz als in der lau'endrn Rcchnüng diese Post eiiiznnellen war,, und kann mir nicht r>klären, warum dieselbe a»S der laufenden Rechnung ausgeschi.dcn ivn'de, und beantrage daher die Thalniudlhorakommissio» nochmals ausznsordern dieses nachz,trage». Fciql. Diese 416 sl. 71 kr. sind in der Ge ammtrechiinng, da sic einen Theil d,S ganze» V rinogeiis bilde», ,»tbalten. Dr. Raudnitz. Meine Herren! .ttön 1en Sie sich »in Gone-willen vorsteUen, dast eine Bilanz gemacht werde, welche nicht mit den Einnahmen übrreinftimmlls Mit der alten Bilanz stimmt sie überein, aber nicht mit den Einnahmen. Frtgl. Ich sehe gar nicht ein, warum wir streiten, sie sind ja gehörig berechnet, sie sind ja nicht verlchivuiiden k Dr. Raudnitz. Meine Herren! Herr Feigel hat an mich die Fnterpellaiion gestellt, ob die 446 fl. ver-chwunden sind. Ich habe da« nicht behauptet und mir uur ein,» Vo gang erlaubt, wie er ordnungsmähig verlangt wird. Wenn Herr Feig! meint, man kann sich darüberhiuwea» setzen, so hält er e« nicht für nothwendig. die Grundsätze der Buck'üy« rung zu beobachten. Ich glaube O,bnnng muß sein. Mir ist nicht etn» gefalle», daß 44« fl. nicht verrechuet worden wären; ich Hab« nur ge-

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