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Die Gegenwart · 1868-09-24 · 23 (24.9.1868) · p. Seite 250

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
23 (24.9.1868)
Date
1868-09-24
Page
Seite 250 (sequence 8)
Language
German
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250 E in näh mtn: Snttrtfltn.:>5» fl. 68 91 ft. präliminirt war . .300 fl. IahrrtdritrSge .... 402 „ — „ , „ . . . 500 „ Sprndkn.55 „ 44 „ „ « ... 52 „ Erhöhung btt Fondk . 100 „ — „ „ ,; . . . 200 „ Divnfr Einnahmen . 277 „ „ ... tm Vorschub.5(K» „ — „ , , ... - » Ausgaben: Gkhaltk.1304 fl. 2 Nkr. präliminirt-war. . t277st. 68 Miethe. 258 fl. 25 „ 225.. — Beleuchtung u. Beheiz. 124 , — „ „ « >00 „ — Freitische ...... 335 . IO „ .. .... >00 „ — Diversi . . . . ifi!» „ 52 „ .. „ . . 40 „ — Inventar von Rcan>f»ciiI42 ., 45 „ „ ... . . - — Res rrent fährt fort: Ich mufi »»» um Anflläuinq bitten bezüglich de» so bedeutenden DesizitrS. welches auf dieFrsitifchrund Invcntareq. Erhöhung rntstnnb. Auch finde ich den Bvrkchusi von 500 fl. ol« Schuld de« Instilules an die Kullndfafia nicht in die Ausgaben gesteUt, denn die» m»fi so lange gekchede», so lauge dir Kommission die Genehmigung der Repräsentanz nicht rrwirlt bat. Es lässt sich die Rechnung nnmög tich in dem Zuftandr, wie sie hier vo>liegt, prüfen, und ich würde den Antrag flcllen: Dieie Rechnung der Kommission mit der Weisung zurückznstrltrn. I» Unter die Rubrik „Einnahme»" den Kossarcst >» .4 l6 fl. 78 lr. 2) Unirr der Rnbrit ..Ausgabkn* die Beträge von 400 fl. zur FondSvrlinkhliing und 5<X) fl. als Schuld an die Eultnskassa einzuflel len, und ersuche zugleich um genügende Aufklärung wegen Ueberschrci tnng de« Präliminare? bei de»^ Posten „Freitische" Diversi und Requi site». Ich muß noch bemerken,'dafi a» dem ursplünglichen VumöstenS stände eine bedentende Schmäleinng ringclleteli ist, und die Kommission kernen Antrag gestellt hat. >vie die Restituirung dc: VermögenSflande» bewerkstelligt werde, da sich ein Defizit von mehr als 600 fl. heraus stellt, sieigt cntschnldigt diese Beschwerden daniit. das; im verflossenen Jahre viel neue Regnisiie» angekauft weiden mnfite». In Bezug aus Einslellung drr 5<>» fl. ist Fei,zl der Meinung, dag diele, da sie präliminiei sind, von der Kulln.tofsn z» leisten sind. J>r. R a u Vnip verneint dieses, indem er behauptet, dass das was plüiiminirt ist, nicht als definitiv angesehen werden kanir, da die viälimiiiirte Summe noch von der Repräsentanz bewilligt werden mnsl. Ein weiterer Punkt br-- lrifft die Gesuche nin Ausnahme in das WaifenhanS. Es sind nähmlich 4 Plätze erledigt, eingelau,en 8 Gesuche für 10 Maisentnabcn. Eü werde» 5 Knaben vorgeichlagcn »nd beschlossen, sieselben attfzniikhnllu, da diese von allen Seiten verlassen dastclien; jedoch ist einer von ihnen bei seiner Mutter nnterzilbringen iAUe sind vo!er>o«> genießt jedoch Erziehung und Unterricht »n Waisciihailse, »nd erbält auch Kleidung und Kost daselbst. Ziiin Schlnsic wird das Gemai deö W. Soneck um Uebrrlassling von einigen Klaskern de? Baugrundes stk. (5. 218-5 mit dem Bemerk, abgrwiescn init Hrn S. bezüglich des Ankaufes des ganzen Stücke? in Unterhandlung irrten zn wollen. Schluß der Sitzung nm 7 Uhr. *+* SitzMig der israclitiscsim Enttnsgemeinde Reprä scntanz am l><. Oft. _ Beginn der Sivnng J-. > * Uhr. Anwesend die Herren: Frankl, szcigel, I>r. Gitsil in. z'irbe»,' r7sns,^. Porthkim. l>r. Pribram, vr. Randnip» G. Schitz, Schwab, I)r^Wiener, Wahle. Es waren sonach abwesend die Herren: Fischei, Singer I. Schiit-, Pro,. Wesielv. Iappert. . E? iverdln die Protolvllc von> 6. September und Oktober 1668 verlesen und ohne Debatte genebmigi. Rach einigen Mittheilungen wird zur Tagrsordittttig grschrilten und der I. Beibandinngsgegensiaud ist der Kommissionsbericht'des Wai>e»hanseo über di.!asubsl euedigte Erzic herftclle. Obzwar io Gesuche.eingel-uisei!, 3. von oe» Petenten mit ihrem Gesuche znrüchgctrcten find, >o find 1 Eon.nrrenic» vorhanden von denen jedoch als am gecigucleften für diese Stelle I»r. Er-. Breuer an« Füiiflirchrn besniideil wird und dessen Aeeeptirnngauch von drrKoin Mission beantragt wird. langenomineiu Ein weiterer Punkt betrifft den Bericht de» Hrn. Schwab über die Gesuche »»- die Wvli A. Tau slig'schr 2>Ii»denstifiu»g, welche St>s>»ng »ür gänzlich Erblindete und nach Prag .flnftäodige vbne Unterschied des t'lc'chleci'tes bestimnu. Bon den 3 ringrlaufenr» Geinchc» ivird das eine des S.S. sogleich abgrwie fr», da oersclbe nichl nach Prag zuständig ist, und von den leih» anderen das der S. P. gewährt, da sich dieselbe >iL 5 ie.be »n i'iaelitischcil Krankenhaufe befindet, und durch Berleihnng dieser Slislung dasselbe verlässt. Dieser Antrag wird mit 0 Stimmen gegen :: angenommen. Ein fernerer BerhandllingSgegenstand bririsst die Borbelalhung über die Berleihnng drr Jakob W. Tausiig'fchen Heiraib- Slislnng jlo5o si-) Soeben erscheint Herr Oberrabbiner Freund, die Beriaminliiiig erhebt sich, und derselbe ninmit in der Nähe des Borsibtiidc» sei.en Platz >in, nm an dieser Debatte Tbril zu »ebme». <Roch Borschrisl des StistS- Brirfr? must bei Borberatbung über die Berleihnng diefer-HeirathSstif tnng der brtrcfiende Religioiisvorsiehcr ein Boinm ablegen.l ES liege» 4 Gesuche vor, von denen cmc« sogleich wegen Nichlerfülinng der Bedingungen entfällt. Da von den ander» 3 Petrntinnen 2 im!>- Grade 1 im io. Grade den Verwandtschaft mit dem Erblasser stebt, so beantragt Herr Schwab nur zwischen dir beiden, die tutGrade verwandt find, da« t'o« am Sterbetage dcS Stifter« riitscheiden zu lassen. (23. Oktober«) Herr Oberrabbincr Freund fchlirstl sich diesem Anträge an. Herr Lieden ist dafür» die -t. Petcntin für heute noch nicht au«zn> scheiden, da dies zu bestimmen erst am Sterbetage die Zeit sei, und sie der Stiftung auch würdig ist. Dieser Antrag wird vom Herrn vr. Wiener nntnstützt mit dem Ameudenicnl, auch noch die 4. Petentin —. * * Herr I für heute nicht auszufcheide». v. Portheim theilt die Ansicht de» Berichterstatter« Schwab. Nach erfolgter Abstimmung wird der Antrag b. H. Lieben mit Majorität angenommen; demzufolge fallen die bridm Anträge drr Heim vr. Wiener und Schwab. Herr Rabbiner Freund verlässt unter abermaligem Erhebe» die Versammlung de« Sitzungtsaale». Ueber den Kommissiontbericht in Angelegenheit dcü von der hohen k. k. Statthalterei abverlanglen Gutachten» über die künftig hin zu unterlassende Besteuerung der zwar zuständigen aber anderwärt« domicilirende« Cultusgemriiide Mitglieder refcrirt vr. Wiener. (Darüber nächsten» einen ausführl. Bericht.) Dem Gesuche de» Hausmeister« W. Altschul wird insofern willfahrt, daß derselbe einen Vorschub von 50 st. erhält unter Streichung der alten Schuld von 62 st. Da die Gegenstände der Tagesordnung erschöpft sind, wird die Sihung um ’ ,1 Uhr geschloffen. %* Vcuit vorletzken Litzungölicrichrecder isr. Cultusgemeinde beträgt das isr. Eliltusgemcitldk - Vermögen 45812 fl. . fr. ö. W. *t* Bor einigen Tagen fam zu dem hiesigen Prediger Herrn Pros. l)r. Kämpf eine den bessern Ständen und einer religiösen Familie angchörigc israelitische Dame in Begleitung einer andern, mit der Bitte, er möge, da sie bereit» einem protestantischen Manne, au» achtbarem Hause verlobt sei, das Brautpaar in kurzer Zeit tränen. Der Rabbiner wohl merkend, daß das naive Mädchen den Wortlaut der Staatsgrundgesctzc noch nicht crsasst und folglich auch die Klausel der Mischehe zwischen Katholiken und Protestanten, mit der Mischehe zwischen Ehristcu und Juden, die in Oesterreich bisher nicht gestattet ist, verwechselt hat, klärte sie vorerst über deren Jrrthum aus, unterließ jedoch nicht, sie in ernsten in das Gemüth cingrciscildcn Worten, von dem Schritte, indem er sich aus eine Stelle in der heiligen Schrift berief, abznrathen. Die Dame wohl sichtlich gerührt, aber mit den Gefühlen der ^iebc kämpfend, verließ, wie wir vernehmen, die Wohnung des Rabbiners, ohne dessen Mahnungen zu beherzigen, in der Absicht nach Preußen zu reisen, um dort ihr gewünschtes Ziel zu erreichen. Die ganze Begebenheit ist uns von einem Ohrenzcugm verbürgt. Der hiesige Galanterie' und Spielwaarenhändler H. Brand eis hat den Titel eines k. k.' Hofliefcranfcn erhalten. *** Ehrlich währt am längsten. In das hiesige Wechsethaus B. kam vor Kurzem der Lehrer Herr Salomon K ohn ans Anrinowcs, um für 1800 fl. ö. W. diverse Werthpavicrc zu kaufen. Dieselben wurden ihm nach Erlag des Geldes eiugehändigt. Ans dem Wege ins Gasthaus war der Hehrer beim Ocsfnm der Papiere nicht wenig überrascht, als er einer Taus^ndguldennotc ansichtig wurde, die irrthümlichcr Weise in ein Wcrthpapier gcrathcn war. Allsogleich fasste der Finder den Entschluß in'S WcchselhauS zurückzukehrcit, begab sich dahin, um dein Kassier die TauMdgüldennotc zurückzncrstattc». Letzterer sich über die Nachricht vor Schrecken kaum erholend, nahm die kostbare Entdeckung in Empfang und belohnte den redlichen Finder mit einem entsprechenden Geschenke, das sich letzterer nach längerem Weigern. endlich anzunchmcn entschloß. Ein solcher Fall verdE wohl der Otst'cnllichkcit übergeben zu werden. %,* Der Spnagogc in M ichle bei Prag spendete kür; lich Herr Jakob Urbach einen Borhang zur heiligen Bun dcöladc. Derselbe enthält die schönsten Ornamelitenstickereim auf violtttsammtc» Felde und ehrt ebenso den Spender und das Atelier der Frau Sara Kuh (geb. Plohn) aus dem e» hcrvorgcgangen, als eS eine schmucke Zierde dcS Gotteshauses bildet; auch Herr Markus Löwcnstein schenkte derselben Snnagogc einen reich gestickten Tischpolstcr. *** Sonntag den 18. d. M. hat der in den letzten Jahren als Journalist thütig gewesene Ph. vr. R. seinem Leben durch Bcrgiflung ein Ende gemacht. Derselbe war noch bis November vorigen Jahres Lehrer an der Talmud- Thara Schule. V Der Ausgang deö Prozesses Goldmark. Wieder ist durch die weise Vorsehung GotteS^und durch das Thun biederer und charakterfester Männer ein Schimpf von uns genommen worden. Wie oft ist von der reaktionären Partei gesagt worden, daß jede revolutionäre Bewegung in Europa entweder von Judm angrzettelt oder unterstützt sei, und da»

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