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Die Gegenwart · 1868-07-16 · 16 (16.7.1868) · p. Seite 178

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
16 (16.7.1868)
Date
1868-07-16
Page
Seite 178 (sequence 8)
Language
German
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178 tin ist ein Codex über die Chirurgie des Mulkäi übersetzt ו01מ einem Abraham Cremonese, dann eine medicinische Ab- Handlung und ein medizinisches kevepwrium von einem arabische,! Schriftsteller interpretirt von Abraham Crewoae8e. Cm. Daniel Cremvoe8e aus dem 13. Jahrhunderte übersetzte aus dem arabischen ein Buch über Pferde׳, Hunde- und Dögclkrankheiten auf Anordnung Friedrich II. Die erste hebräische typog.afische Anstalt in Italien und >n Europa glaubte man wäre in der Stadt Loncino zewescn, allein man entdeckte bald 27 Ausgaben, die,früher als ״n Iahe 1484 wo das erste Buch in 80ncini gedruckt wurde erschienen und zwar schon von 1475 bis 1482 in Reggio in Kalabrien in?ieve di Laceo im Venezianischen, in Bologna und in Mantua. Die erste typografische Anstalt wurde im Jahre 1475 zu Mantua eingerichtet, und cS wurden 1470 bis 1480 sieben Werke veröffentlicht, daS erste derselben wurde in Fcrara vervollständigt. Samuel Votcf wirkte von 1513 bis 1520 ungefähr und war der Herausgeber mehrerer schätzcnSwerthcn Werke. Die wichtigsten und achtungswcrten hebräischen Mantuanischcu Werke sind aus der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts. (Nach dein Ed. i8r. von G. Ltwit.) Rekrologie. Rcgiiia Lasch,. gkst. am 27. Juni 1868, im 3.1. LebenLjahre. Cs ist usuell, daß 1: an einem dahingeschicdcncn Menschen, der sich im öffentlichen Leben, in der Wissenschaft, kurz auf einem gewissen Gebiete außerordentlich hcrvorgethan, oder durch Mildthütigkcit, srommen und biedern Lebenswandel sich der ewigen Erinnerung würdig gemacht, einen Nachruf zu wid men. In letzterer Beziehung haben wir in der früh verblichenen Frau Regina Lasch, Gattin des Herrn LandeSadvokatcn I)r. Itoppclmann Lasch, Tochter des Herrn Fabrikanlen Michael B. Teller und Mutter eines einzigen unmündigen Kindes, einen Verlust zu beklagen, der nicht nur von den Frauen Israels, sondern auch von der ganzen Gemeinde schmerzlich empfunden wird. Die Dahingcichicdcne, an deren Bahre Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Simon Lasch Schwicgervatcr und Oheim derselben in wahrhaft erschütternden Worten ihre Tugenden und Verdienste geschildert, zeichnete sich namentlich durch einen frommen Sinn, durch ein cdlcS Herz aus: ihr Gcmüth war stets dahin gerichtet, sdie Armen zu trösten, ihnen ihre Lage zu erleichtern; sic erblickte in den irdischen Gütern, von denen sic gesegnet war, keine Scheidewand zwischen sich und dem Dürftigen, zu dem sie sich stets hingrzogrn fühlte, wenn eS galt ihm Mutb cinzuflößcn, und ihm mit vollen Hände» zu spenden. Fern von der gcrüuschvollen Außenwelt, prangte sic wie ein verborgenes Veilchen in den Fluren ihrer Häuslichkeit, hier erschloß sich ihr eine ganze Welt, die wohl jener vergänglichen Reitze entbehrte hingegen von den Clementen der Gemüthlichkeit, Friedfertigkeit und Liebe erfüllt war. Frau Regina Lasch war eine Perle tief in, Meere versenkt, deren Wcrtb Jeder zu schätzen wußte, der Gelegenheit hatte, den Glanz ihrer Tugenden wahrzunehmen. Sie fiel nun dem unerbittlichen Tode anheim, der sic auo dem MeereSgrnnde der irdischen Welt hervorgcholt, in des Grabe» Schatten legte, um die Mitmenschen ihres Glanzes nicht mehr theilhaftig werden zu lassen. Hart traf diese Entführung eines geliebten Kindes ein achtbares Elternpaar, dem kaum die Wunde, die ihm der Tod einer theuern Tochter verursachte, verharrscht ist; grausam, könnte man sagen, dessen Thränen ob eines verlorenen Kindes kaum getrocknet, neuerdings zum Ausbruche kainen, um das Grab seiner edlen Gattinzu befeuchten; bis zur Trostlosigkeit hat der Berlust den gelehrten und greisen Schwiegervater, dem die Berstorbene als ein zärtliches Kind zur Seite stand, getroffen, und jenen Moment zu einem herzzerreißenden gemacht, in welchem der trauernde Gelehrte an der Bahre stand, dem die Thränen die aus der schmerzerfüllten Brust gekommenen JBJortc erstickten, dem gebeugt das Haupt, gebrochen das Herz ward, und dem in diesem Kampfe zwischen Trauer und Schmerz, zwischen den letzten Seufzern und den Lobeserhebungen dessen, der Alles zum Guten lenkt, das Zusammcnraffen seiner physischen und geistigen Kraft, mit der er aus dem Schachte seines immensen Wissens, die auf die Verblichene Bezug habende Talmud-Citate hervorholte, zum letzten Opfer wurde, das er seiner innigstgclicbten Schwiegertochter brachte und mit dem er seinem Herzen Linderung und den Trauernden Trost zu verschaffen glaubte. Die edle Seele ist heimgegangen, wahrscheinlich mit dem Bewußtsein, daß mit ihr der letzte Traun fall, der ein so frommes und edles Eltrrnpaar getroffen, zu Grabe gegangen. Die überaus große Thcilnah me von Seiten der Prager isr. Bevölkerung beim Leichenbegängnissc zeigt von dem seltenen Rufe, den die Verstorbene hintcrlassen und von der hohen Achtung die die ehrenwerthe Familie allenthalben genießt. Friede ihrem Andenken! Leben und Wirken -es Rabbi Z. Hirsch Aschkenafi, auch unter dem Namen Chacham Zebi bekannt von David Holub, Rabbiner. (Fortsetzung) So wirkte er in Altona unermüdlich und mit ausdauerndciu Eifer bei 20 Jahre; also bis 1710. Sein rühmvoller Name, dm er sich theils durch seine vielen und weitcn Reisen mehr aber durch seine geistvollen Vorträge erworben, erscholl bald in die weite Ferne. Fast von allen jüdischen cnropüischen Gemeinden strömten ihm die schwierigsten religiösen Anfragen zu, die er alle haarspaltend zum Staunen des Fragestellers mit großer Meisterschaft löste, und durch seinen ticfcindringenden klaren Verstand, womit er jeden Stoff durcharbeitctc und gleichsam erschöpfte, galten auch in der Folge seine Aussprüche, als wären sie vom einstigen, hohen Gcrichistribunal in Jerusalem gefällt. ורבים מחכמי אשכנז ופולין מריצים אליו אגדותיהם ושאלותיהם בבל דבר הקשה להם, והיה חשוב דינו ופסקו, באלו נפסק ונגור בבית דין הגדול ונו' מגלת ספר)) Aus diesem Zeitabschnitte rühren auch die meisten seiner gedruckten Gutachten her. Nebst den Vorträgen im Lehr- Hanse, versah er auch, da sein Schwiegervater alt und bettlügcrig wurde, die rabbinischrn Funktionen der drei deutschen Gemeinden; ja er vertrat sogar die sephardische Gemeinde in Hamburg und dieß alles unentgeltlich. Obgleich man ihm für seine Mühewaltung zahlen wollte, nahm er keinen Pfennig an; ja selbst die gewöhnlichen Emolumente, die man ihm darrcichcn wollte, und man versuchte sogar mit werthvollen Pretiosen ihn zu beehren, nichts vermochte seinen Vorsatz zu ändern! Alles wies er taktvoll zurück seinem Grundsätze treu bleibend: שונא מתנות יהיה. Trotzdem sein Rektorat ihm nur 00 Thl. Banko jährlich cintrug. und dazu sein HauShalt von Jahr zu Jahr sich steigerte — denn Gott hatte ihu ans dieser Ehe mit vielen Kindern gesegnet, — und trotzdem er von schwächlicher Constitution war, der einer kräftigen Nahrung bedurfte; beschränkte er dessen ungeachtet seine Bedürfnisse, führte er ein einfaches kärgliches Leben um nur nicht Menschengaben unterliegen zu müssen.ואן« שהיד אדם ענוג ורך מאד חלושהפבע ורפה המזג,בבל זאת נוהג בהסתפקית

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