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Die Gegenwart · 1868-06-11 · 14 (11.6.1868) · p. Seite 157

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
14 (11.6.1868)
Date
1868-06-11
Page
Seite 157 (sequence 7)
Language
German
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157 fcc« Dr. Wiener, indem ft beantragt, rt liege keinesfalls im Interesse de« Borstande« der BrrrdigunMbrüderschast Gelder;»> sammeln; der Vorstand werde im Lanfe de« Monate« die Rechnung von, 1867 legen und einen Vorschlag über die Hcrabsrvung der Gebühren machen. Dr. R a u d n i tz kann edenfall« dem Beschlüsse der Commissi,n nicht ganz beiftimmen» die Erfahrung, meint er, müsse eist lehren, ob da« Jahr 1867 ein günstige« oder ungünstige» Resultat geliefert hat. Der Vorstand war aber andersrit« mit Ende 1866 nicht berechtig« einen Ueberschuß über den vom § 46 gestatteten Reservebetrag von 400 fl.;u haben. Wa« diese» § 46 betrifft, so ist derselbe gar nicht so unklar, um einer authentischen Interpretation zu bedürfen, e» enthält derselbe dir ganz deutlick'e Bestimmung, daß sofort nach der Prüfung »Nd Normirung der Rechnung eine Regelung der Gebühren stattzufinden habe, und die« könnte geschehen, wenn Ende Feder Rechnung gelegt und im März genehmigt wird. Redner ist auch nicht für die Zusammensetzung einer ge mischten Commission, welche nur die Klarheit de» Statute« streitig machen und dadurch die Sache verzögern würde, und glaubt schließlich zur Beilegung eine« jeden Conflikte« nnd zur endlichen Anwendung der Statuten folgenden Antrag zur Annahme empfehlen zu sollen: »„Die Be- „„erdiguiiftSbrüderschaft sei aufzusordern und dazu zu verhalten, von dem „„Ergebnisse pro 1866 den den Betrag von 400 fl. übersteigende Be- „„trag auf daS nächste Jahr u. zw. 1867 al« Caflabaarschaft zu über- „„tragen, und die Rechnung pro 1867 sofort vorznlegen."« Dr. G I tschin bezeichnet e« al« schlimm, daß die Statuten nach mehrjähriger Arbeit so unklar abgesaßt sind, nichts desto weniger verharrt er auf den Antrag der Commission. Nachdem dieser die Rechnung von 1866 vor- Ö worden nnd sich 2000 fl. al« Ueberschuß über die laut § 46 der rten gestatteten 400 fl. herausgestellt h.»t, so findet er e» begreiflich, daß die Repräsentanz von ihrem Beschlüsse nicht abgehen kann, daß der Ueberschuß vom Jahre 1866 am 1. Juni 1868 abgeschrieben werde, v. Port heim ist für keinen Aufschub nnd dafür, daß am 1. Juli 1668 der Tarif ermäßigt werde. Hierauf trägt er aus Schluß der Debatte an, welcher Antrag jedoch vom Vorsitzenden mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Angelegenheit nicht einmal zur Abstimmung gebracht wird. Oserö erklärt sich gegen die Rückwirkung pro 1866. Dr. Wie »er ist der Ansicht die Frage ob die Rechnung pro 1866 eine richtig« ist, kann erst bei der Rechnung pro 1867 erledigt werden. Unter „nächstes Jahr* wie Dr. Raudnitz meinte, versteht Redner vom 1. Jänner eines Jahres bi« zum 1. Jänner des folgenden JahreS, eine andere Bestimmung könnte keine guten RechtSfolqen haben, deshalb sei die Ansicht de« Dr. Raudnitz zu relativ. Dr. Randnitz ist der Meinung, daß die 2000 fl. al« Caflabaarschaft im Empfang zu nehmen seien, die Consequenzen werden sich dmin ergeben. Der Abschluß erfolgt mit der Genehmigung, die Taxen sind nach dieser zu normiren. DaS Jahr faßt in sich 36b Tage, ob vom 1. Jäner bis zum I. JSner oder vom 1. März bi« wieder zum 1. März des folgenden Jahre« ist einerlei. Von Jahr zu Jahr ist die Gebühr zu normiren. Das beste ZwangSmitlel ist, daß die B. B. die Rechnung rechtzeitig vorlege. E« ist nicht einerlei ob den Steuerzahlenden die Taxen im nächsten oder im nächst zweiten Jahre abgeschrieben werden. Dr. Gitschtn glaubt widerholen i» müssen, daß die Commission etwa« beantragt hat, wa« im Interesse ^er Gemeinde ist. er wäre strenge genommen für Rückerstattung der Beträge an jene Gemeindemitglieder, die in der traurigen Lage waren, durch sie betreffende Sterbefälle, in den dießbezüglichen Jahren nahezu übervortheilt worden zu sein, doch wäre dich nicht so leicht tbnnlich und er schließt sich dem CommissionSantrage an. Nachdem der Schluß der Debatte angenommen ist, nimmt, der Vorsitzende da« Wort. Er ist der Ansicht, daß bei einem Beschlüsse in vorliegender Frage vor Allem da« rechtliche Moment in« Auge zu fassen sei. Auch hält er dir Einwendungen de« B. B. Vorstandes gegen di« Richtigkeit de« letzten ReprästutanzbeschlusseS, daß nähmlich die Modificirung des Tarifek statutenmäßig schon am 1. Juni 1867 rinzutreten hätte, für vollkommen gerechtfertigt, da die am 21. Dezember 1866 sanklionirten Statut.» nicht auf die Bilanz de» eben abgelaufenen Jahre«I866 in Anwendung kommen können nnd glaubt, daß man unter „nächste» Jahre" keineswegs da« gewöhnliche Kalenderjahr sondern einen Zeitraum von 36b Tagen zu verstehen habe. Schwab glaubt, daß die Bestimmung der Statuten sich schon auf da« Jahr 1866 beziehe.Seit d. 1.1840ist da« System der Verschleppung in Rücksicht derTaxen aufrecht erhalten worden. Schon damals wo da« Vermögen rin viel kleineres war, genügte der Reservefond von 400 fl. Die BeerdignngSbrüderschaft hat seit 1650 da» Vermögen fast verdoppelt. Redner hält die Beschlüsse der Commission änsrecht, indem er sich an den Wortlaut der Statuten hält, nnd glaubt, daß der Beschluß der Commission eine Entlastung der Gemeindemitglieder zum Zwecke habe. Nachdem sich Niemand mehr zum Wort meldet, wird zur Abstimmung geschritten. Der Antrag de« Dr. Wiener wird abgelehnt, der de» Dr. Raudnitz hat b Stimmen für, 5 gegen sich, da Stimmengleichheit ist, entscheidet der Bor-sitzende, wodurch der Antrag de« De. Raudnitz angenommen ist. Schluß der Sitzung '/.8 Uhr Abend«. I * * Lrhrerversammlung. (Fortsetzung.) Herr Hahn beantragt, daß da« Comit« selbst mehrere Städte zu bestimmen habe, wo sich Vereine construiren sollen, (bleibt in Mino ntät). tz b wird vorgelesrn. § 6. Der Verein wirb keine Mitglieder zu schriftlichm Arbeiten, welche entweder die Rrnschaffnng von Unterrichtsmitteln, oder die Der bessrrung der vorhandene« bezweckten, sowie zur Verfassung von brauch darr» JNamdfchriste« anv übrig bleibt, schon heute Vorträge über väoazagi'ch' Themen z-Hilten werden. Lederer. Ich schließe m'ch diesem Anträge an. ($ 6 wird vorgelesen.) § 6. Der Verein wird bestrebt sein, ien- I iteresse i auch in der Öffentlichkeit entweder on.ch «in pädagogisch'S Blatt oder durch rin Jahrbuch vertreten zu lassen. Stein verlangt ein eigene» Organ für den Verein. Weil. Ich wäre der Ansicht, daß e» nicht nöihig ist eine päd», gogische Zeitschrift für Lehrer heran-zugeben; denn e» eristirt die „Gegenwart" »nd man könnte e« anrege», daß jeden Monat eine pädago gische Beilage angebänzt werde, und der Herr Redakteur, der imm-r dir Interessen de» Judenthum» vertreten hat. würde diesen Vorschlag annehmen. Präses. Ich bemeike, daß r» sich nicht beute darum bandelt, wie dieses geschehen soll. Wird angenonmen, daß der Verein da» zu erstreben habe, dann könnte man erst darüber sprechen. Berichterstatter. Die „Gegenwart" müsse erst gefragt werden, ob sie ei» Blatt und ein Jahrbuch zu diesem Zwecke herau-grben würde. Prüfe». Der Herr Löwii Hai noch da» Wort. (Dieser nimmt e« zurück.) Schulhof. Ich hahe im Prinzip nicht ander» vorznnehmen, al« mein Vorredner. Ich habe mir dir Fr.ibeit genommen zum Hin. Redakteur der „Gegenwart" zu gehen, nnd die Frage an ihn zu stellen, ob er unsere Interessen vertrete» walle. Er war bereif. Nu» werde igm der Antrag gemacht. Eine pädagogische Z ilschiist, ist nicht die G-geuwart nnd auch kein andere» Blatt in Österreich, (Murren» w iS da« I identhum anbelangt, ich meine also in Böhmen und Mähren. Der Mährische Lehrertag hat seine» V.'Nreter in der Neuzeit. — Wollen wir daber riu eigen pädagogische« Blatt erscheinen lassen, so misse jemand gesunden werden, der Zeit »nd Muße hätte, wa« bei nn» weniger der Fall ist, der sich damit befassen möchte; ich will nicht »nlersuchen, ob sich jemand finde» würde. Mein Antrag gebt alio dahin, die ,G g'iiwait" z» ersuchen, daß sie unsere Interessen vertrete, und daß zugleich eia Jahrbuch herauSqegebeii werde. Berichterstatter. Der Wanih der vn-ri ist ja bier nicht anSgeschlossen, nur muß erst da« Prinzip der V reff.-illichunz für die Angelegenheiten de« V reines angenourin'n lein. Schulhof. Ich stelle den Antrag, daß hier pädagogisch'» Blatt wegbleibe. Fleisch»er. Ich stelle den Antrag, den d-» Herrn Schulhof so zu sormuliren: Dir Interesse» des Vereine« sollen in »inem israelitisch'. Blatte vertreten und ei» Jahrbuch beranSgegrben werden, worin dir Mitglieder de« Vereine» Arbeiten zu vrröffenilichen baden. Präses. Ich bemerke, daß das ganz drS-elve ist, wa» der Vorredner gesagt hat. (Rufe: Schluß.) (Weil nimmt den Antrag zurück.) Präses. Nachdem Herr Weil seine» Antrag zurück,zenammeu, ». nachdem der Ausschuß sich dem gestell'en Anträge de« H.rrn S hnlhos auschließt, ist wohl jede Abstimmung uiinütz. Wallen wir doch darüber abstimme». Herr Schulhof beantragt, daß r« hier heiße, der Verein wird bestrebt sein, seine Interessen a»ch in die Osfeittlichleit zn bringen durch ein in Böhmen erscheinendes jüdische- Organ und durch ei» Jahrbuch. (Mit Majorität angenommen.) H a h n. Da r» dem Vereine bei seinem Entstehen nnd Wirke» um Mittel sich sehr handeln werde, so bitte ich hinzilziisügei,. daß dr» Ertragnis; deS Jahrbuches dem Vereine zusalle. Lederer. Jh meine es m iss, beiß.n aufKiste i n id zu Nutzen dr» Vereine«. Der 2. Abschnitt der Statuten; Eintheilnnz und V.rw'ndnna de» Vereiu«vermögen», wird obne erhebliche Debatte in allen seine» Paragraphen nach dem Ausschuß ru'raz angenoinmcn. Lebhafter wird die Verhandlung de« folgenden A'uschniite« „Mikgliederschast de» Bereine«.* Der Ausschuß schlägt die Eiutbeilnug in aclive, gründende, beitragende und Ehrenmitglieder vor. Zu de» ersten sollen alle da» Lehramt praktisch ausübende Mitglieder jäMni; mit der Verpflichtung eine» jähilichen Betrage» 'von 5 fl. zur zweite» Kategorie j ne Gönner, die dem Vereine ein für allemal mindesten» 40 fl. znweuden; der dritten Kategorie gehören )enr Personen an, welche ohne ein Lehramt au-zuüben, dem Vereine jährlich einen Betrag von 2 st leisten; Ehrenmitglieder endlich werden durch Majorltätsbrschluß der Generalvrrjanimlung jene ernannt, die sich um da» Schulwesen oder den Verein verdient gemacht, nnd deren Ernennung von mindesten« 3 VerrinSmitgltedern beantragt ist. Der Einwendung dr» Herrn Hahn zufolge, daß die aktiven Mitglieder die eigentlichen Gründer de« Vereine« seien, occeptiert der Ausschuß zur Bezeichnung der 2 Mitgliederkatrgorie de» Ausdruck ,Stift,nde," ent» schieden jedoch tritt der Berichterstatter dem Verlangen de« Hrn. Schul' Hof entgegen, der al« Minimum Stiftiing«kapi«al 100 fl. verlangt, der Berichterstatter macht geltend, daß für eine Stiftung im Betrag »oit 100 fl. andere wohlthätig: Vereine verschiedene Verpflichtungm al«: „Jahrzrithalten, Kadisch" und drrgl. dielet, wal der Lehrrrvrrrtn nicht thun kann. Herr Freund (Prag) beantragt, daß im Lebensalter voraerückte Lehrer, die dem Vereine beitrrtrn, weil sie wahrscheinlich früher aus eine Unterstützung au« Verrin«miitel reflekttren «erde«, eine« höheren Beitrag leisten, wogegen Herr Schulhof bemerkt, »olle «an Unterschiede in den Beiträgen der aktiven Mitalieder statuiere», so sei »e»iarr deren Alter al« die Größe de« von ihnen bezogene« Behalte« al« Maaßstab anzuurhmru, de« älteren Lehrer« Schuld Ist es ja nicht, d»> der verein «ich» früher entstand, so *- "- —

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