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Die Gegenwart · 1867-12-06 · 49 (6.12.1867) · p. Seite 388

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Journal
Die Gegenwart
Volume
1 (1867)
Issue
49 (6.12.1867)
Date
1867-12-06
Page
Seite 388 (sequence 4)
Language
German
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388 C' Die «WnUNN, frafte zu sprechm: thnn vir dir« aber trotzdem, so geschieht es nun. au« ׳frr^ Ursache, «m>>de«w׳sttßer Äinnul -zu zeigen, «ir tmftxe Legislativ« den Begriff dev ' Tagesordnung׳ auffaßt. and wie ma»>« maßgebend«» kreise« Hkt Me Juden frage denkt. Als viv' dor׳ de» letzten ZufamUrnckditteides-LandtageS die Jchwae emaneipation urgitte«, erwidnti Pesti Napto in einem effieiöse» Eomoumiqub hierauf, -daß diese׳ Aagelegncheit für jetzt׳ nicht Ge» genstand der Berestzuag fein tknne) dst7das Parlameät eitle solch große und inhaltsreiche Tagesordnung -festgesetzt hat, daß die« nicht möglich wäre. Der Lmwtag hat aber in seine festgesetzte Tagesordnung so viele Löcher gespacht^ daß es fraglich ist, ob. er noch Zeit-haben lölrS, feint Tagesordnung zu erschöpfen. Aber man opfert lieber dem Herrn BösMrnenyi ächt Sitzungen, als den! berechtigten Forderunge»-doN^U)l)MV Limvohnern eine ein» zige; denn nur so viel^^nnd >utcht'«ehr würde nach dem Aussprach« Deal'« und Lölvks' die «Emaocipativn der Juden in Anspruch »chmeo. Man debattirt Über׳ dir Eomitate; trotzdem die« nicht ans der TageSordnnng stand, und verweist die Judenbi» die Reche an sie komme« wktde — uck graeca* calendlat ,Ich hatte dieser Tage Gtkegeahtit,;׳ mtt einem hervorragenden und liberalen Mitgliede defiDeak-Partei über diesen Gegenstand zu spreche«,׳ und muß ^gestehen » daß, wenn e« wahr ist, »a« er behauptete, die Lag«' det ungarischen Juden nicht sehr hkffnaagsvoü - ist. Der geehrte Herr sagte mir nämlich, unter der Bemertmig, daß sein Ausspruch der die-bezüglicheu Intention der ganzen MajdritLt und auch der Re» gierung entspräche, wörtlich Folgendes: ״Al« wir, nimsich dvr Adel, die Bauen! emancipirteu, büßten wir de« dritten Theit uuseres. Vermögen« ein; vollen die Juden nun emaneipitt werden, mögen sie uns diesen unsere« Verlust ersetzen, sie haben Geld genug dazu." Die Sache ist so übel nicht; übrigen« macht der ungarische Demokratismu« so possirliche Sprünge, daß wir ihm auch diese Idee Zutrauen. »« I r f Pest, 21. November. Vor einigen Tagen überrreichte eine Deputation von ungarischen Studenten mosaischer Religion, die tu Wien studiren, eine mit fast 200 Unterschriften versehene Adresse dem Depukirten Tisza, den Dank für, seine bisherigen und die Bitte um weitere Bemühungen zu Gunsten der bürgerlichen Gleich» stellung' enthaltend. R Alzey» 27. November. Die hiesige Friedhofsfrage ist neuer» ding« Gegenstand gemeinderüthllcher Verhandlungen gewesen. Die ursprüngliche Begeisterung/ welche sich für die Idee eines konfessionslosen Vermischung der Gräber kund gegeben hatte, scheint sich durch die Hinziehung dev-Verhandlungen über deren Verwirklichung abgekühlt zu haben. Man bemüht sich wenigsten« nicht -mehr, die Festhaltung derselbe« zu urgirea. M-u begreift aber auch christlicherseit« die Rücksicht gegen die Todten nicht, au« welcher jüdischerseil« die Aufsparung der Leichen und Entleerung der Gräber Behuf« anderweitiger Benutzung perhorreLcirt tvird. E« wird dir» 'nicht al« Humanität, sondern als Aberglauben und religiöse« Boruriheil «»«gelegt. Der jüngste Beschluß de« Gv׳ meinderathe« erkennt darum die Berechtigung der i-raelttischeg Religion«gemeindk, zu verlangen, daß die Gräber , der , Juden.vom Turn«« der Ausgrabung ausgeschlossen bleiben sogen und׳)emgewäß der de» Jude« angewiesene Raum auf dem städtischen Fried« Hofe auf Koste« der Esvilgrineind« «,weitert werde, nicht an, sondem srklä«> der israrkilische» ReligiouDgemeiade eias.Erwetterppg de- Bugräbnißplatze« nur gegen Geldentschädigung. Mestehen. nutz dieser di«. Behandlung dev Mäher, Mo quH derxts^-ochelkung vor Ausguabuog selbst ühMqffeNfgN< wollen', so lspge.-her Mgf «--״< ׳!י*,'״ו*י,י^5*ייי1.^גז"®.? «börweltrge Verwendung stnvet. Der Vorstand dürfe indeß.zpM nichß.nur. wttr ffe chz,se1hstständGw ,dw,prej«tjrwM«M gun- und tzrwe^g-. tws.^0Wh«fsl^^8vse^ BeWkLlung.entMe» ,und^aodpfwejhg.veppendel -werde«, könnte, ' sei eb «nf dem. Wege der Hwßriotwu.ssizeg.durch freiwillig Entäußerung. ««,^!!», , .v ׳!;־ . do i Warschau, 25. Oktober. MHMd 'tfrf fetzten SoÄmUrs herrschte in Warschau etri« hestlßö Sie ffaf hesöttlit^ß dle ärmer« Klaffen, welche 'enge' uhks'VätiffÄe "Ä^Mmtzen iiine hatten. Viele mistrer 'GlÄbenöaenoffen suchen dir Noth der Unglücklichen zu lindeim^"' ^md"^ztijär''war es^'be» sonder« Herr Samuel Reseustadl," Hanbelßtiiann dieses Städt^ der . sich diese Sache angelegen' sein sieß7'' Er' ^hilbtte feßtefd^ cif Hülss-Comitö, um dkn Armen aller EoijfeffionenKrankenwärter und Medikamente unentgrstNch' herbelzüschäffen? Et war, Präsident des Eomitä's und leitete däffelbe mit Intelligenz und Emsigkeit. Mehrmals veranstaltet^'er׳' selbst Collecken und brächte auch keträchttiche Summen zusammen, wozu auch er semen Theil gab. Dank seiner Verwaltung, feiner'unermüdlichen Th!!- tigkeit, ging Alses in Ordnung. Während'der ganzen Datier der Epidemie wurde Alles von'dieser'so gül' derwak^trn 'Gesellschaft herbeigeschafft. Herr Rosenstadt hatte esich zum ^rmcip gemacht, täglich,׳die Kränken zu besucht« ü»d sich nach ihrem Dphle zu erkundigen. Um diesem' Prnttkp' nächzttkotiimen' vernachlässigt er seine, Geschäfte und feilte FaMMe mch ^Vrächlcte'''lischt fcte Gefa^r, welcher seine Gesundheit ausges^ßk wär! " Als 'hie Cholera aushörkr, setzte Rosenssadt lm Interesse der Wiltwim ' und Waistn seiu Werk fort. ES gelang ihm aber auch durch Collecten unh Subscriptionen 'einen kleinen Fond zu gründen.־ יי' י Sprechen wir diesem tdlerf so' nn^geünützi'gen sind ütuthvollen VläubenSbruder Unfern heißesten Dänk'auS^ ' >« .׳ סי. «-!! . -- ׳- - <-«•.; - ,«*.! ,[ Jerusalem, Wir sind dem,H§M vr. tz. Loewe, zu, Dags verpflichtet für die Nachricht, die er Gsr Moses Moptxß^xe.iznjsq theilte und durch welche wir erfahre^, dqß 'quf,Biefehs per Pex gierung eine Bahn, von Jaffa nach Jerusalem gehapj wird. Daß Werk wurde den 9. Oktober begonnen. Jeder,,,yb.,es M, euW; Dvsfe, oder in der Stadt Wohut/ muß 5 Tage daran,,,asb^iteti, oder sich einen Substituten stellen, ,MS . Herr Hoeioe. übex dieses nützliche Unternehmen belichtetes schrieb er;, Djesf. ^kepigf. ketten entsprechen beinahe wörtlich dem Verse aus JesaiaS: ״Pe^ rettet den Weg de« Ewigen; machet .Mich ip der,,Wüste M, Ge» birge für unseren Gott. Jedes Tha^ lpird erhöhst;, «ich jeder Berg und Hügel erniedrigt; die krumme» Wege »vcrpcn, gerapf und die hohen Plätze gleich gemacht/' (Jew. Chryti.) ,, ,1 tun Die Iudeuem«ncip«tion in Ungarn. , Da- Mjgisteripm .Apdrassy hat »Dg« .da« Wtt,US Land» tagqt von 1861 f eiqgeiöff...Wirker,Telegraph pus der Haupte ftadt Üygarn.Mc PSvÄt berichtet hat, ist dem,Landtggq,bereit« eist GesetzePwpsf Yyrgeleüt WM«»..durch,M1sdi«-״SutM.ihr» christlich^. Pritbsirzery i» isug«».. vyllkumwey.,Oleichggstellt und alle de«z;jwii?!er-r«tefl>»>GelsU a>zjgehgb«n «grdM.-.Dw Ettw bri.oguu, .Vorschlages wn^dk. im^Mrijchey >ttM-aus«,lM ,bckeihes..Wt1rch hki stM Umstands^M »PillaMin^

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