Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- 1 (1867)
- Issue
- 49 (6.12.1867)
- Date
- 1867-12-06
- Page
- Seite 387 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Safiao Wochenschrift M -Msch^Mngrlegeuhkite». ÄSf •!’'•"1 (גייג*זו& ׳י»b ,fli ■; ־(י:ibblJ'L . ׳ FM^iM'MlchchiWWM MüM'W» Mich »m^evecht ward, ch MM« Hi»MnA,MöMh,(ß^Ds.M-׳Ld,U, M, tz-:ih« »ächAg «,r.^Saw« h« Hhr srW«M,Mig, Mt •MW Mn• GchmdM M, «>e sticher» Wchreibnag seiner MrprchDe --, ,. <K> . reicht־ und echifchend ^Mtich.,-wapm "M" iyftvs Arheiteu vieMüge». in welche»; er..al^SchMtetler e,nsttat. Pen^ jn» Gedichte, welche er eutwedrp als . Mitglied einebeachten hiefl. gev..Berein». oder WwWf* Ä 01$ Jp Geim für grSßere.KanlfllME 8Nöfff.,^chte..^n^>le,.resMen dieper. Pie sich, besonder». i« jfidisrheq ^sirnaley PlS.Pem viert« Jahrzehnt oder im Gebetbuch der' Resormgemeinde finden, pienten ihm nicht zur Aqsttengung.. sondern ^>ur zux Aushciternng und Erhebung. , Auch dse, Geschichte, her ״Gesellschaft der Freunde", ryetche er zu deren JubpIMvx veröffentlichte upd die sogstigri^ Arheilen, die er dieserfür die Kultusverhältnisse der Berliner Juden׳ heit so wichtigen vereüsigung widmete, werden, ihm mehr unter׳ halten als bemüht haben. Adsr wirklich aufreibend wurden seine Arbeiten, als er durch das Pertrauen seiner Mitbürger allmählich r in eine große Anzahl von gemeinnützigen Vereinen zugleich ürid namentlich zur Vertretung seiner Glauben-genessen berufen ward. Lesser war Mitgsjed de» Bo» stände» der Mischen Reformgemeinde und zugleich,' Repräsentant der Gesainmtgemeinde. Man rühmt an ihm, daß er diese. d^Screte Doppelstellung ebenso zur Zufriedenheit der Reformer,al»,der ,Altgläubigen ausgefüllt habe. Im vorstaydeder, rastern verwüstete er seit der Begründüng der, Genossenschaft.das Hut ein^S ^christführerS, äl» welcher er seine zusammfnsasfsnhe uyd daf Wltsentliche leicht überschauende Fähigleit bewahrte. Er pflegte da» Wort erst zu nfhmen, wenn von zwei entgegengesetzten Seiten und Standpunkten au» gesprochen worden war, um daun da» Resultat zu ziehen und' gewissermaßen da» Plus,oder, MünzS, die größere oder geringere Berechtigung, welche M den einen Thxil au» einer, sqlchew^ttsammenfassung sich ergebe, klar hinzustellen. Leugnen wollen wir dabei nicht, daß zuweilen der Poet, der Gefühlsmensch, sich seiner bei Fragen bemächtigte, welche ruhige Besonnenheit und halten Verstand erforderten, und daß er dann manchmal, statt nach den gesicherten Folgerungen einer festen Logik zu schließen, seine Ur» »heile auf den luftigen Grundlagen einer kühnen und schimmern« den Phantasie erbaute. Aber niemal» entbehrte er der guten, auf da» Wohl de» Ganzen gerichteten Absicht. Vielmehr hat man ihm um dieser will« stetgern etwaige Jrrthümer und An. Wandlungen von Reizbarkeit verziehen, die sich bei zunehmender Schwäche hin und wieder rinstrlltrn; Sonst war er immer ein humaner Beurtheiler, ein treuer Gefährte, mild im Umgänge und wohlwollend gegen Jedermann. Kurz, in Ludwig Lesser ist eint edle, dem Dienste der Mitmenschen freudig hingegeben und mit seltener Au-dauer gerüstete Kraft zu Grabe getragen worden. R-r. -■ W1■ . ■. ctttiafoMfhiHHMn'Hii. ■iw., ■m-- , * Berits, 4. Dezember. Außer der obm berichlrteu Trauer׳ botschaft ist noch ein weiterer auch beklagensverthrr Todesfall z» derzetismen. Am SO. November <Eonuabend) verschied, urimittestbar nach einer Predigt in der alten Synagoge za Pest der in weiteren jüdisch« Kretseu bekannt« Vr. Metsel. Derselbe war auch literarisch nicht »nthitig. Wir kenne» von dentselben ein ,/Lebe» Weffelp'»" mm.,»,Honütt«»" z« He» ^Sprüchen der VL>- tn" (Traktat Sbot> »te Bepliuer;SndenhM^Meisel ins^ M *o« Interesse, al» er «knst in Unterhandlung mit det Re- Ma-rnMnde wegen. .UeberaAme rij^r tzr^^ersiille.st<M Und i» »erig«, Jahr« sich als Eatchks-at änsnMmbnHaGsi auf. stellen tittf, . ftdthe seiner Asche! — 'V. . —׳ In Bezichnuß aaf einer noch ^läogeter Pause wieder stattfindendrn öffrnttlche» ReprälentvntMMsmtyoluug ׳ oerwekst» wir ans da» Inserats die^pK Verhandlung kommenden Gegen» stände verdienen, ja fordern ein recht' Mlrekchr» Auditoriv». Bre«la», im November. In det Wahlversammlung der nationalkibralen Partei wurde zu de» jüngste« Ubgeordvetenwahlen vom Partikulier Niemmch der dekanati Reichstagsabgeordnete Lasier aus Berlin ^vcrgefthlägen, sndna dtr Redner dabet hervorhobr ״daß Laoser Juds sei, Uiid 'kaß .eb eden^jetzt opportun er» scheiiw, für di« Sleichbadchtigdttz der,Lonftssloäea einzutreken und ein thatsächliche» Petituck 'an'^a« Abgeordnetenhaus zu richten. Es sei auch für da« allgchutlnt 'StäatSwohl von der höch« sten Wichtigkeit, daß endlich die Kluft ^zwischen den verschiedenen RrVgiou-gesellschasteu aufhbrr. Die Gesetzgebung müsse mit der Ausgleichung vorangehen, daun werden auch hi« Vorurteile im DoU« schwinde». Datum empfchlt er Laster." Nach Niemann, deffra Worte mit stürmischem Beifalle ausgrnommm wurden, sprach Rechtsanwalt Leut (früher Abgedtd'neter und äu» dem zweiten Polenprozeß bekannt): 61״ werde gewiß Niemand in der Versammlung sein, der nicht in Betreff der Gleichberechtigung aller RrligionSgesellschafteu mit dem Vorredner übereinstimme. Es sei die Blüche aller Kultur und de» religiösen Bewußtsein», nicht nach dem religiöse» Bekeuntaiß de» Einzelnen zu fragen. Aber nicht well er ein Jude ist, sek'er für LaSker, sondern weil er Laster ist, der liebenswürdig« kräftig« Mann von grtßrm Scharfsinn x." — Mit großer Majorität wurde Assessor Laeker von der national-liberalen Partei in Breölau al» Kandidat auf. gestellt. (Abld.) Heidelberg. 6» giebt in unsere« Großherzogthum beinahe 200 Mische Gemeinden, von denen Mannheim und Earlsruhe die größten sind. Die jüdische Bevölkerung beträgt ungefähr 27,000 Seelen; da» Land hat IÄ Rabbioate. Die retigivsen Geschäfte von größerer Wichtigksst werden durch einen Oberrath besorgt, der in Earl»ruhe seinen Sitz hat und an» einem Rabbiner und vier Laien besteht.. .. Der Zustand unserer religiösen Eonfession läßt in Beziehung der politischen Lage nicht« zu wünschen übrig. Die Jsrae- Uten können sich in unbeschränkter Freiheit überall mederlaffen und Handel treiben und selbst zu den höchstm öffentlichen Anstellungm gelangen. E» sind an unserer Universität zwei ordentliche, drei außerordrntliche Professoren, und mehrere andere Docenten, die unserer Eonfession angehören. E» sind Gelehrte unter ihnen, die einen europäischen Ruf haben. (Arch. J»r.) Prag. Wie seiner Zeit von dem ftüheren Justizminister Herrn Ritter von Komer», wurde auch von dem gegenwärtigen Minister der Justiz, Sr. Sscelleuz Herru Ritter von Hye der dem hohen ReichSrathe vorzulegende Entwurf der Strafprozeßordnung unserem allverehrten Herrn Univerfitätsprofeffor Di־. Wesseli zur Begutachtung eiugeschlckt. Herr Proftssor Wrsieli wurde auch dieser Tage von der jnridischeu Fakultät al» Mitglied der k. k. Liblielhek-.Eommisfioa gewählt. Wie». Im israetitischen türkischen Tempel wurde am 8. d. M. ein Einbruchdiebslahl verübt. Nebst mehreren kleinen Geld« beträgt», die sich im anstoßenden Gemrinvezimmer befanden, wurde au» dev heiligen Lade eine silberne Krolle im Werthe von 2—300 fl. entwendet. (Abdl.) « Pe-, 20. November. Eigentlich ist k» ein wenig langweiklg, über die, wie eh scheint, «nfteihliche ungarische Juden- 4»•