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Die Gegenwart · 1867-12-06 · 49 (6.12.1867) · p. Seite 386

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Journal
Die Gegenwart
Volume
1 (1867)
Issue
49 (6.12.1867)
Date
1867-12-06
Page
Seite 386 (sequence 2)
Language
German
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386 Die •cgaOMit ' Hl׳'• > J71!<i.1־K׳ reiche der Gemnndethätigkeit. Es gab für diesen Zweck nie Ge« Eht-t!kst0WSniger ׳ Iss meindescbuleu. der Gesammtunte nicht war Privatschulen anheim J1' J?« j#®« $<Ä«\!» ^a-eqs-at« Jt«fc -Dis sskjn^hitze »Utze^Zr |up, ganzes!Mw^tzkIp^tdper mangelnden Befugoeff, einen "unbegreiflicheii Mißgriff begehen, wollte sie auf den Gedanffn kommen, höhere jüdische Unterrichts« auMen zu b^udra.. ו ״'' ' , Unaufhörnch^tampse^ wir d^Ür, daß der tz. IS. unstrsr daß kein Jude seines GlarcheyS wfgen vom höher»?ehramte aus« geschloffen werde., ,Dir fragen, uust, gewiß mit Recht, was denn Sprachen und andere Wiffeuschäfwn mit der Religion zu schaffen" haben. Würden wir also nicht^nsere Ansprüche selbst bekämpsen, unsere Behauptungen selbst , Lügen strafen, wenn wir gerade der Religion halber gesonderte Schulen für nothwendig erklärten? Allen denen, die solchen Bestrebungen das Wort reden, kann man zurufen: הבא׳טתם את ריחנו בעיני העם לחה חרב כירם להרגנו Jbr gebt unseren Gegner», und deren haben wir doch noch ge« nug, selbst die beste Waffe in die Hand, unser gute- Recht zu tödten! . Errichtet nur höhere .jüdische Schulen, und bald wird eS nicht an Versuchen fehlen.' unsere Jugend aus dm allgemeinen Anstaltm heranSjumauoeuvriren. — Man halte das ja nicht für unmöglich; eS ist Alles schon dagewesen, sagt Rabbi Akiwa. Allerdings haben jüdische Schüler noch manche Unbill auf den Schulen zu erfahren, diese, werdm wir aber durch eigene Schulen nicht beseitigen, souderü umgekhrt ihnen nur neue Nahrung ge« ben. Bekämpfen wir vielmehr diesen Rest einer düster» Zeit nur mit dm richtige» Waffen. Trete Jeder solchen Ungehörigkeiten stets mit aller Entschiedmheit entgegen, laffe Niemand durch klein«, liche Rücksichten und Bedenklichkeiten sich abhalten, solche Bor« kommniffe mit allem Ernst zu rügen, und bald wird derartiger Unfug, mag er von Schülern, oder in einzelnen Fällen selbst von Lehrern auSgehen, sein Ende erreichen. Es ist aber auch eine arge Selbsttäuschung, wen» man des Glaubenlebt, eine höhere jüdische Schule würde sich unter unse« ren wohlhabenden Gemeindemitgliedern einer großen Betheiligung zu erfreuen haben. Unsere Geweindeschule, deren Tüchtigkeit in ihrem begrenztm Gebiete doch allgemein anerkannt wird, liefert den vollgültigsten Gegenbeweis. Cie wird von einer nicht unbe« deutenden Anzahl bemittelter Schüler besucht, wie viele derselben findet man jedoch in der I. Klpffi? Wir kennen nicht die Sta« tistik der Anstalt, dennoch dürfen wir dreist die Behauptung wagen: unendlich wenige, oft vielleicht gar keinen, jedenfalls in gar keinem Berhältniffe. zur Gesammtzahl der wohlhabendm Schüler überhaupt. DäS überrascht allerdings und hat doch einen ganz natürlichen ErkläruugSgrNnd. In ben allermeisten Fällen habm die Eltern solcher Schüler schon von Beginn an gar nicht die Absicht ihre Kinder diese Schule durchmachen zu kaffen; sie wvn« schm nur, mit dem ersten Unterrichte auch etwa- Hebräisch zu verbinden. Ist dieser Zweck erreicht, dann hat der Mehr feine Dienste gethan uiw kann gehm, öder vielmehr da- Kinv geht, um eine andere Schule zu besuchen. Diese Gatmng findtt sich dem« gemäß auch nur ick den unteren Kläffen; in der zweiten ist ihrp Anzahl schon gewaltig gelichtet, lmd ick der ersten findet ma«, unh auch wohl nicht iyttner, ,höchste«-'einen oder zwei NnchzÜgwv. Dir wüffen allerdings, "so entschieden wit auch ״GegnSd von allge» meine» jüdischen Schulen sind, mit alleiniger An-Nahtne, too״flk al« Ersatz ded gechtssHiiuch« chrrschkoffenm und auch Bldqgelhasi. ׳-» :- eS B«hä§w''»ißb!lligku,edig^MML uudOkStSf, f1 .'׳ütrsE oben ausgesprochene Ansicht wehr alS gerechkfertHst; ^rdi^ückch Miser früher auSgSdckktz> ter^ Vtckieff^ÄKrisW' BeMWAwW^wöhkhabender Schül^<«yt s-^rft dej ®«ckärffil HLM wohl, Dadurch begründet evWmit: MstrdingS-hat auch diese Wl« guckg 'llyse^Ü Gwübrnß^eckÄse»^ Wie ffwt andere allgemeine Er« lchtzjnung ejnen tiefern Nniiii)^Vielen "freilich ganz «nbewuR. _.. . ... . _ ... __ Jchwtr mShk bricht sich die Erkennistf^Viihn, 'obdr׳ wbch bbch Äersaffuckg H' ^Mhrd^wer^e? Vir ^obdttii' lliillMSMiMk.' 1WMrts^Mst,"E'W>k'Pkt''OWifchafr ftt'äuch'EaM. ... .... meine Bildung keinen inner»kZnsa»»tt»nhang hat weder mit der Kirche noch mit der Synagoge;' beide sind weder christlich noch >!>" x ׳ גיזזו׳tin .Hafr) " ז• ' jüdisch. Die konfessionelle Schöli ist) wo ste'ckoch besteht, eine *nltt künstlich gehegte Pflanze; sie "hat krinerr Voben im innern Weftn des Volkes. Wo und Wattn der Gekst wahrer Freiheit die Völ« ker durchsttömk, tritt 'darnmäuch die confesfionSkose Schule'alr^ nicht au» Geringschätzung gegen die Religion, sondern umgekehrt au» Achtung vor jeder religiösen Ueberzeugnug. Trotz allem Ge» sagten mag e» wohl in einer fy großen Gemeinde, wie die unsrige, besonders unter der großen Anzahl Neilanzlehender au» kleineren Städten, Einzelne geben, die ihre Kinder nur in einer jüdischen Schule vollständig ausgebildet zu sehm-wünschen. Solche Lieb« lingsaeigungen haben gewiß auch ihre Brrechttgung, nur>nicht aufLosten der Gemeinde. >'־■•■׳־* * •' '< '׳ Mögen solche Einzelne doch' zufammentreten und 1 wie ehe« dem eine ihren Wünschen entsprechende Privatanstalt in» Leben rufen, wögen sie den Versuch wagen, um zu erfahren, wie «ät ein solcher Platt hier sür die Dautr oinSführbar-rst. Wir werde« solche Leharrlichteit und Opferwitiigkeit ׳ gewiß anerkennen und vollkommen zu würdige« wiffen; bider Wunsch aber sich zur lebendigen Thal gestaltet, können wir nur den Rath geben, der schon in der Bibel - sicht אחה הדם להטות. Seit der EinfH« rang des allgemeinen direkten Wahlrechtemüffen wir uuschon in allen allgemeinen Angelegenheiten au den Grundsatz gewöhne» r MHoritüt Und nicht AutoritäLl" ■’! (Schlaß ftfflt) 1j 1r!' ׳:/<),׳ i ff.TrFrr ־ Kidwig Kesser. ־nr >'׳M " 1. 1׳ Unsre Stadt und besonder« die hiesige jüdische Gemeinde hat am 2. d. M. durch den Tod Ludwig Lesser's einen schcki-rzs lichen Verlust erlitten. 1 Obwohl in einer Stellung befindlich, welche den freien «ckd ungestörten Gebrauch gemeinnütziger und schriftstellerischer Fähig« leiten nicht gerade günstig zu sein pflegt — Lesser war fast Sin halbe- Jahrhundert in dem Geschäft von M. Oppenheim Söhne thätig — gkebt es doch wenige Männer, die neben ihrem eigent« lichen Berufe auch noch für verschiedene edle Zwecke der Muße, für Gemeinde« und BezirkSangelegenheiten, für Kunst und Wiffen« schaff so viel Zeit zu erübrigen vermöchten. Viele sind durch di« Gabst ddd'Berhältniffe auf'SMen Platz 'gestellt, von welchem au- «S Ihlkeck itricht wkd; ״hunianett Bestrebnngt» und dem Ruff ber dichttrischeck "^?^';»-"^^. "LSsster hatte erst ditröckn« Mchterahrik seicksr täaticheu' VeschästlgurG ' ViS-Athängigkckt seiner Gtelliwg'iMd chd^kr-bfrverzSttSkiMn Anfowtrimgim^ zrt überwindsch ehS eL'äüßerhakb vkeffS*Hm^ gefetzten Meiff«"'nöch ff'för»brklch Wirken ffM.<^Daß^r"hierju 'M״et»lM׳ epat,nffüfi vßtz Seit 'ftee^M ÄWs>chHs»ahrff,'M dr^SchwiwttzkrkteniMir ■>r. u; ';ן;! g״«:onLzl1׳,»uU m 17 ר<:וןו ... , . »II׳,-

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