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Die Gegenwart · 1867-08-23 · 34 (23.8.1867) · p. Seite 268

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Journal
Die Gegenwart
Volume
1 (1867)
Issue
34 (23.8.1867)
Date
1867-08-23
Page
Seite 268 (sequence 4)
Language
German
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268 Dir •cgaOMtt Wie auch ירוע לכל (allgemein bekannt ist), daß man ח״ו («Sott be» hüte) die größte gefährliche חולאים (Krankheiten) ממש (thatsächlich) Hot מר8א (geheilt) gewesen ב״ח mit Beistand Gotte«. 9) Befragt der Borsteher חיכף (alsbald) בקור zu halte (Besuche zu veranstalten) und משמורת (Wachen) und טתפלל zu sein (Gebete zu verrichten) für den Erkrankten, auch denselben zu veranlaffeu um סחסלל zu sein (selbst zu beten) und סוסו״ מודעה (specielle Beichte) und מיז״וי (Sündenbekenntniß) zu sagen, wie oben steht in den heiligen Statuten. 10) Seinen (Es sind) auch in Krankenhause וחדרים (Zimwer) wenn ein ענייה (arme Frau) in Kindbett kummt, wert (wird) ihr ein Bett gegeben und כל שבועה (wöchentlich) bekommt sie 1 Thlr. und zwar au« den Spenden die der Gemeindevorstand verwaltet. 11) Und wenn ein Armer in Krankenhau« ein כרים macht (Beschneidungsfest begeht), wert der Verein zum Beistand armer Wöchnerinnen bei ein גורל gemacht (geloost): wer da« Gevatter« fchaft gewinnt, der giebt dcm בעל בריון (Vater) 17S Thlr. und die מוהלים (Beschneider), wa« aus den 900) גורל«) herauskumen, gibt jeden 17 Groschen und der Gevatter und die מוהלים machen die סעודת הבריון (das Beschneidungsmahl). Die Kindbetterin bekummt 3 Wochen lang ihr Geld und wenn sie wegreist, bekumt sie noch ein Stücke Bett מח׳ק (von der Genossenschaft) und ihr AbfertigungSgeld au« der Gemeindekasie. 12) Wa« an belangt die ג״וז p״Pl (Beerdigungsgesellschaft) haben (hat dieselbe) alle die heilige Observanzen und Einrichtungen, wa« יראה (Religion) an belangt, wie die ח״ק כ״ח (Genossen« schüft für den Krankenbesuch). 13) Ist auf obengedachter Manier ein נשים צדקניות הברה (Verein frommer Frauen), die in all Ding wie vorgemeldet ist, so wohl im Krankenhause als auch bei den Hausarmen ihre Ord« nung haben. Dabei seine» (fungirrn) 2) ב' נבתות Vorsteherin« neu): die erste ist: die durch Alter und Sitten ehrwürdige Frau Gelle, verwittwete Hirsch Kalisch und die andere ist die würdige Frau Hendel verwittwete Mordche Batelborn, bei der im Hause weren (werden) auch die Todtengewändcr bei vorkommenden Sterbefällen, genäht. Und die נבתות (Vorsteherinnen) seinen auch über נשים (Frauen) über ג״ח (Beerdigungsangelegenheiten). 14) Haben נשים צדקניות (fromme Frauen) ein neue הברה (Genossenschaft) aufgericht, eben nur für HauSO'M (Haus« arme) im Jahr 505 (1745). a. Die würdige Frau Golde der« ehelichte Seelig Hildesheim, b) Die würdige Frau Lea verehe. lichte Wolfs Fürst. Dieselbe haben Unterschriften frommer Frauen der hiesigen Gemeinde gesammelt. 15) Bei der הברה (Verein) I. die vielvermögende Frau Sara, verehelichte Jeschaja Holländer, Vorsteher der BeerdigungSgesellschaft; 2. die vielvermögende Frau Elke, verehelichte Gemeindevorsteher Beitel; 3. die vielvermögende würdige Gelle, Frau de« Vorsteher« des Krankenbesucher-VereiuS Joel Sanvil Dajan. Erste Beide haben die Kasse in Händen. und die Ein, kassirung besorgt die andere Vorsteherin von den ersten Verein frommer Frauen. Dieselbe besorgen bei HauSarmen sowohl die nothwendige Kost oder die Labung. Kurtz e« tor (darf) nischt fehlen. Sie haben auch ihr gwisie AuswarterS, die Gelder (Monat-gelber) bekommen, dermit (damit) sie jederzeit bereit sein wenn sie gebraucht weren. Sie geben auch gewisse Spenden an Kindbetterin au« der Bereinskaffe. 16) Besorgen auch die ftommen Frauen was Beerdigung-« angelegknhrit an belangt. Da seinen aber aparte noch fromme Frauen die derzu hören. Durch den Verdienst von Krankenbesuch und der Todtrubestattung wert uu« Gott, gelobt sei er, schicken unsen gerechten Erlöser Amen. Im Jahre 504 - 1744." Zur Geschichte Le» Unterrichts der israelitischen JugenL in Wie». /־ Bon Dr. G. Wolf. Eine unter diesem Titel erschienene Broschüre wird uns au« Wien zugesandt, welche mit Benutzung archivalischer Quellen die Entwicklung des jüdischen Unterrichts vom Beginn de« jüdi« scheu Gemeindeleben« in Wien verfolgt und über den Zusammen« Hang des letzteren mit dem Oesterreichischen Staatsleben über« Haupt interessante Aufschlüsse giebt. — Eine kurze Episode, die wir in Folgendem wiedergeben wollen, möge da- Gesagte veran« schaulichen. Bi« zum Jahre 1849 waren die Wiener Juden verpflichtet, bei der Polizei-Oberdirektion um die Bewilligung de- Aufenthal« teS in Wien für den anzustellenden Beamten einzuschreiten, und diese wurde bloS für die Dauer der Amtswirksamkeit ertheitt. Nachdem die Gemeinde in Folge der genehmigten provisorischen Statuten autonom wurde, stellt der Vorstand selbstständig die Be« amten an und bedürfen diese weiter keiner behördlichen Bestäti« gung. Seit dem Jahre 1849 hörte auch die Bevormundung und Beaufsichtigung der Religionsschule von Seite der Polizei-Ober« direktion und der Schulenoberaufsicht auf. Als im Jahre 1832 im Schoße der Studienhofkommission die Frage ventilirt wurde, die akatholischen Schüler der ehemali« gen Philosophie (jetzt 7. und 8. GymnasialNasse) zum Religion-« unterrichte einzubeziehen, trug der Vice-Direktor der Philosoph!« schen Schule, Ritter v. Heintl, darauf an (1. Juli 1833) für die > akatholischen Schüler der genannten Klaffen einen Gottesdienst einzurichten. — ES heißt nämlich in dem Gutachten: ״Darum wäre der Unterzeichnete mit Rücksicht auf die gesetzliche Analogie und Eonsequenz unvorgreiflich dafür, daß überdies den iSraelitt« schen, protestantischen, und nichtunirten griechischen Studirenden der Philosophie an ihren Sonn« (Sabbat«) und Feiertagen ein nach ihren Religiouöbegriffen modij^irter ähnlicher Gottesdienst in ihren Bethäusern und unter der Aufsicht ihrer Seelsorger mit gleicher Sanktion zur Pflicht gemacht würde, wie er für ihre ka« tholischen Mitschüler durch die hohen RegierungSdekrete vom 29. April und 22. Oktober 1827, Z. 23,546 und 58.778 vorgeschrie« ben worden ist". ES wurde nun für die israelitischen Schüler der Philoso« phie kein besonderer Gottesdienst eingerichtet, hingegen wurden sie verpflichtet den Tempel an Sabbaten, an welchen PrHigten ge« halten wurden, zu besuchen. Die Frage, einen Gottesdienst für die studirende Jugend einzurichten, wurde übrigen« vor und nach dieser Zeit im Schooße de- Vorstandes berathen und steht eö in Aussicht, daß derselbe im nächsten Schuljahre in'S Leben treten werde. . ES liegt uns aus jener Zeit ein statistisches Verzeichniß der Schüler an den Wiener Gymnasien vor. 1832 unter 563 Schülern 16 JSr., 10 Ev., 2 nicht unirt. Gr. 1 ,. 7 ״ 6 ,. 450 ,. 1832 4 ., 7 - ״ 16 ״ 425 ״ 1853 Seit dem Jahre 1849 haben die Zahlenverhältnisse der i«« rarlitischen Studirenden groß« Dimensionen angenommen, da den Juden durch den Umschwung der polllischen Berhällniffe neue

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